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Mai 09

 

Wir können's ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.
Apostelgeschichte 4,20

Coole Sache!
Ich wünschte, ich hätte mehr von dem was Petrus und Johannes trieb.

Aber ich weiß, dass der Heilige Geist, einmal ausgegossen über einen Menschen, diesen zum Lobpreis und zur Verkündung treibt. Ja, man kann es dann nicht lassen, Gott zu loben und zu erzählen, was ER wunderbares getan hat.

Das traurige ist, dass das nicht von Anfang an so ist, doch das wunderbare und tolle wiederum ist, das es wächst, wir werden mutiger, wenn wir es zulassen.

Das ist es worum ich bitte, ich will mutiger werden im Lobpreis und in der Verkündigung. Nicht nur versteckt und von meinem Umfeld unerkannt.
Ich will nicht ängstlich schweigen, weil ich Schwierigkeiten fürchte, wenn ich zu Jesus, dem Sohn des Allerhöchsten, stehe. Ich will es laut sagen, so dass nichts dagegen bestehen bleiben kann, ich will vor allem aber auch authentisch sein. Ich will meinen Glauben erkennbar leben, glaubwürdig und unzweifelhaft.
Doch davor habe ich auch Angst, denn es birgt Anstoß, denn es heißt, es werden Familienmitglieder gegeneinanderstehen und wie vielmehr dann noch die Welt gegen einen sein. Doch die fürchte ich weniger, denn die Welt kann mir nichts, doch meine Familie? Ich habe zu wenig Vertrauen an dieser Stelle, Ich rede, aber ich schweige sofort, wenn Gegenworte kommen, ich kann nicht bestehen im Wort und im Vertrauen, die Angst vor Ablehnung und Gewalt sind größer und in solchen Momenten realer, als die Liebe und die Verheißungen Gottes.
Na ja, Jesus hat vorausgesagt, dass wir leid zu tragen haben, in seiner Nachfolge. Das die Welt und die Familie Anstoß nehmen wird, dass wir Familie und Umfeld ggf. verlassen müssen, dafür aber eine neue Familie haben werden.

Doch muss das sein?
HERR ich kann es auch kaum noch lassen, von dir zu sprechen, dich zu loben und ich will immer dir folgen. Schenke doch bitte, dass ich nichts tragen muss, was ich nicht tragen kann. Schenke mir die Kraft nicht einzuknicken und schenke mir die Worte, die keine Widerworte zu lassen, die ins Herz gehen und Verstehen schenken und Dich suchen lassen.
Schenke bitte, dass ich meine Familie nicht verlieren muss, schenke doch bitte, dass mein Mann dich erkennt, so wie ich dich kennen lernen durfte.
Ich weiß um so viele Berichte, in denen DU solches geschenkt hast, lass es doch bitte auch für unsere kleine Familie wahr werden.
Danke, dass wir immer mit unseren Sorgen und Nöten zu dir kommen dürfen, dass du Hoffnung schenkst und Frieden.
AMEN

01. Mai

 

Ich will Frieden geben an dieser Stätte, spricht der HERR Zebaot.
Haggai 2,9

Jesus ging in den Tempel und fing an, die Händler auszutreiben, und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: »Mein Haus soll ein Bethaus sein.«
Lukas 19,45-46

Der Tempel – das Haus, in dem Gott gegenwärtig ist und die Gläubigen Seinen Heiligen Namen anbeten.

Ob tatsächlich der Tempel an dem Ort, wo er einstmals stand gemeint ist? Oder vielleicht ein anderer?

An dem Ort, wo einst dieses prächtige Gotteshaus stand, in dem die Händler aus dem Glauben und der Bitte um Vergebung ein Geschäft machten, steht nun ein anderes Bethaus.
Und Frieden herrscht an diesem Ort auch nicht – zumindest kein Frieden, wie wir ihn verstehen.

Für die Israeliten muss dieser Zustand grauenvoll sein. War doch seit jeher der Ort des Tempels der Ort an dem sie Gott begegnen konnten, wo sie Gemeinschaft hatten zu den großen Festen und Feiern der Anbetung und des Dankes. Wo können sie das heute tun?

Gut, wir haben die Möglichkeit alles aus Sicht der Offenbarung zu betrachten. Dann wird der Tag des endgültigen Friedens und der Reinheit dieses Ortes zur Anbetung noch kommen, nämlich dann, wenn Jesus wiederkommt und das Böse endgültig besiegt wird. Das lässt uns Christen dann hoffen, was aber hoffen die Juden?

Wenn nun aber noch etwas anderes gemeint ist? Was wenn der Tempel unser Herz ist, im Hier und im Jetzt?
Was bedeutet dann „Frieden .. an dieser Stätte“ und was ist es, was Jesus aus dem Tempel austreiben würde?
Wie sieht ein rechtes „Betherz“ aus?
Oder der ganze gläubige Mensch – dessen Leib ein Heiligtum ist dem HERRN?

Ich denke, beginnend in uns selbst, wenn wir ausräumen lassen, alles was weltlich ist, was meint, die Gnade Gottes „erkaufen“ zu können, wenn wir Platz schaffen lassen, von Jesus in unserem verunreinigten Selbst, dann kehrt Friede ein – in uns. Dann sind wir, als einzelne Menschen und als Glieder am Leib der Gemeinde Gottes, Teil des Tempels der Anbetung und des Lobpreises.

Doch vergessen wir nie!!: Wir selbst schaffen es nicht. Jesus ist der, der ausräumt. Es gilt IHN täglich neu einzuladen, IHN zu bitten, bei uns zu sein, durch seinen Hl. Geist versetzt er uns in die Lage, Ordnung zu halten, wo ER aufgeräumt hat. Ohne IHN vermüllt dieser Tempel ganz schnell wieder und nichts bleibt an Raum für Anbetung, Lobpreis und Danksagung.

HERR, ganz entsetzlich ist es, dass Dein Heiligtum nicht rein bleibt, doch DU weist, wie schwach wir Menschen sind. Ohne DICH und deinen Geist sind wir nichts unter den Augen deiner Gnade und Gerechtigkeit. Wir können nicht bestehen. Lass uns nicht allein, steh uns bei in den täglichen Kämpfen gegen die Habsucht, die Gewinnsucht, die Gier nach Anerkennung und das selbst ReinWerdenWollen. Lass uns annehmen, was du uns schenkst und demütig vertrauen auf deine Führung. DU bist der HERR und DU bist Haushalter in deinem Tempel. DU räumst auf selbst im hintersten und scheinbar unnützesten Winkel deiner Gemeinde.
Dafür danken wir dir.
AMEN

02. Mai

 

Denn Du, Herr, bist die Hoffnung Israels. Alle, die dich verlassen, müssen zuschanden werden, und die Abtrünnigen müssen auf die Erde geschrieben werden; denn sie verlassen den HERRN, die Quelle des lebendigen Wassers.
Jeremia 17,13

Seht zu, dass keiner unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe, das abfällt von dem lebendigen Gott.
Hebräer 3,12

Manchmal werden die Verse einfach so auseinander genommen, dass sie zumindest für mich einen anderen Sinnzusammenhang ergeben.
Darum soll es mir heute nicht gehen, aber ich will einfach mal gesagt haben, dass ich das nicht verstehe und auch nicht für sinnvoll halte. Ich habe die Erfahrung machen dürfen, dass SEIN Wort sowieso immer die Bedeutung hat, die an eben dem Tag (an dem ich’s lese) nötig ist, um mich zu leiten und zu führen.

Zum Vers 13 gehört eben auch der Teil der Gott die Hoffnung Israels nennt. Und wir wissen heute, nachdem durch Jesus auch wir „Heiden“ Teil in Gottes Heilsplan sind, dass ER auch unsere Hoffnung ist.
Im Ergreifen dieser Hoffnung wird klar, was wir verlieren würden, wenn wir den HERRN, unseren Gott, verlassen würden.

Die Liebe Gottes zu verlieren durch Leichtsinn und Unachtsamkeit, nein, das will ich nimmermehr!
Es bliebe nichts als zuschanden zu werden, zu verzweifeln an der Welt, am Leben.
Wenn wir erkannt haben, durch die Gnade des HERRN, die wir ja nur ergreifen zu brauchen, wie sollten wir das dann wollen?
Doch nicht aus uns sind wir treu! Es tut not, festzuhalten an der Gnade Gottes. Vergessen wir das, hat das Leben, die Welt, leichtes Spiel. Wir geraten wieder in die alten Muster, es öffnen sich die Türen wieder für Lust und Laster, Streit und Ärgernis.
Es ist lebensnotwendig, festzuhalten an Jesus, an der immer neu erfahrbaren Vergebung. Das dürfen wir nicht vergessen. Jeden Tag neu wollen wir erbitten, dass der HERR mitgeht und uns trägt. Jeden Tag neu wollen wir loben und danken, dass ER uns führt und bewahrt.

Jeden Tag neu, HERR, erfahren wir deine Liebe und Gnade, DU bist wunderbar.
AMEN

03. Mai

 

Keiner wird zuschanden, der auf dich harret; aber zuschanden werden die leichtfertigen Verächter.
Psalm 25,3

Solches Vertrauen haben wir durch Christus zu Gott.
2.Korinther 3,4


Herr, deine Versprechen sind wunderbar und lassen uns hoffen. Hoffen können wir durch das Vertrauen, welches wir haben dürfen, zu Dir.
Vor dich legen will ich heute besonders das Leid derer, die dich lieben und dir vertrauen, aber durch ihr Alter und/oder ihre Krankheit dieses Vertrauen nicht festhalten können. Die sich verloren fühlen und als Spielball in ihrer Umgebung.

Ich erinnere mich an meine Oma, die trotz ihrer Demenz und des Leides, Ihrer Verwirrtheit doch immer wieder in Freude und voller Frieden gesungen und dich gelobt hat. Ich erinnere mich an den Glanz ihrer Augen und die Dankbarkeit und Liebe, die darin zu sehen waren.

Ich denke an eine Frau, die dich den ganzen Tag anruft, die hofft und fleht um Frieden und zu Hause sein. Ihre Krankheit nimmt ihr jeden Frieden, Ihre Vergesslichkeit lässt keinen Trost und keinen Hoffnungsschimmer in ihrem Herzen.

Du weißt, sie ist nicht die erste Frau, die mir mit einem solchen Krankheitsbild begegnet und sie wird nicht die letzte sein. Neben ihr gibt es unzählbar viele Menschen, denen es genauso geht.
HERR, ich bitte Dich, schenke DU diesen Menschen ein wenig Frieden und Freude, die bleiben können in ihren Herzen.

Und ganz besonders bitte ich dich für uns, die wir diese Menschen betreuen. DU weißt um die Herausforderung, die uns in diesen Menschen begegnet. DU weißt, wie sehr das ständige Wiederholen der gleichen Antworten, der gleichen Worte, das ständige Aushalten der gleichen Vorwürfe, der gleichen Ängste, wie sehr das alles belastet und wie schnell unser Unwillen herauskommt. Wir fühlen uns angegriffen und hilflos. Wir werden gereizt und unterschwellig aggressiv. Die Menschen die wir betreuen spüren das und es verstärkt ihre Angst.
HERR, wir sollen ein Segen sein für alle diese Menschen. Hilf und gib uns Kraft, Ruhe und Gelassenheit um ihnen zu begegnen, wie es uns als deinen Handlangern in der Seelsorge würdig ist.
Ich weiß mit meinem Verstand, das bei dem betreffenden Krankheitsbild keine Besserung zu erwarten ist, doch ich hoffe und vertraue auf deine Macht und Fürsorge, denn dir ist nichts unmöglich.
AMEN

04. Mai

 

Siehe, da ist Gott der HERR! Er kommt gewaltig, und sein Arm wird herrschen.
Jesaja 40,10

Wenn Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.
Kolosser 3,4

Wow, das heutige Wort ist eine Vorausschau auf das was einst sein wird, was alle Welt erleben wird.
Es sind zugleich Worte, die in ihre Zeit hinein verkündet sind. Worte, die Hoffnung und Kraft geben, denen die sie hören und darauf vertrauen.

Wo können wir Gott heute „sehen“. Wo ist sein Arm für uns erkennbar?
Gottes Herrschaft sichtbar für unser Leben – schauen wir hin und sehen wir. Jeder wird IHN erkennen können im eigenen Leben, auf seine ganz persönliche Weise, auf sich selbst „zugeschnitten“ .
Eins gilt: wir sollen dem vertrauen, was wir sehen. Dazu gehört, dass wir Sein Wort annehmen und wider alles, was uns vom Glauben abbringen will, stehen. Die Kraft dazu schenkt der HERR.

Der Kreis wird sich schließen, wenn Jesus wiederkommt. Dann wird alles offenbar.
Dies ist Trost und Hoffnung – und zugleich Warnung!
Es ist notwendig, sich an Sein Wort zu halten. Wir sollen IHM vertrauen und uns an seine Verheißungen halten.
Wir neigen dazu, uns das WORT passend zu machen. Hier gilt es wachsam zu sein. Mit IHM wird alles offenbart werden.
Schenke der HERR, dass wir zur rechten Zeit uns vor IHM und zu IHM bekennen und unser Leben, Handeln, Denken und Sein nach IHM ausrichten.
Dann dürfen wir voll Vertrauen hoffen und harren, auf den Tag, an dem ER wiederkommt und uns mitnimmt in seine Herrlichkeit.

Schenke der HERR, dass unsere Herzen erfüllt werden mit seiner Liebe und dem Frieden, den ER schenkt, dass wir Sein Wort hören und nach ihm handeln, dass wir an seiner Hand gehen und bleiben, denn dann brauchen wir nicht bangen und können uns freuen und einstimmen in den Lobpreis und in die Anbetung seiner Herrlichkeit.
AMEN

05. Mai

 

Lobet ihn, Sonne und Mond, lobet ihn, alle leuchtenden Sterne! Denn er gebot, da wurden sie geschaffen.
Psalm 148,3.5

Herr, unser Gott, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen.
Offenbarung 4,11

Sehr lange Zeit, und auch jetzt ein wenig (vielleicht aus Gewohnheit?) kommt in mir Protest auf. Loben auf Kommando? Loben wofür, Loben wieso?

Aber heute ist es anders,
ich will loben, ich freue mich, ich sehe die Schöpfung, ich erlebe das Grün der Pflanzen, das Blau des Himmels, den Duft der Erde bei Regen und ich freue mich und wie kann ich anders als zu loben, den der das alles geschaffen hat.
Ich fühle mich frei, froh und bin irgendwie glücklich, ich bin dankbar und ich will loben, den dem ich das verdanke.

Heute morgen haben die Zweifel, die sonst in mir sind keine Chance: die Abwehr und der Widerwille gegen die Vorstellung der Anbetung einer Person, die auf einem Thron sitzt und sich feiern lässt.
Ich mag diese Bilder, wie sie die Offenbarung an mancher Stelle beschreibt, nicht. Vielleicht bin ich durch das Fernsehen geprägt, meine Vorstellung von Wesen, die über und über mit Augen bedeckt sind, ist keine angenehme. Sie hat etwas von Monstern, nicht von Schönheit und Anmut, wie ich sie in Gottes Schöpfung erleben darf.
Woran liegt das?

Heute aber ist das nicht das vorrangige Bild. Ich finde Beschreibungen, die diese Wesen schön erscheinen lassen, das Bild von den Augen ist das Bild von Wesen, die ihren Blick immer auf der Schöpfung und jederzeit zu Gott hingerichtet haben, so immer IHN und sein Werk vor Augen haben. Das ist schön. So können sie alle Zeit loben und danken, denn ihnen entgeht nichts von Gottes Wirken. Dazu ist dieses Bild, das beschrieben wird, eines von Gottes Thron, dem Ort, an dem Vollkommenheit herrscht und Frieden und Vertrauen und Liebe. Ein Ort, an dem das Böse keine Chance hat. Oder ist Satan auch dort vorgeladen, wie einst zu Hiobs Zeiten? – Doch selbst wenn, er könnte dort vor der Heiligkeit des Herrn nicht stören

Es gilt, alle Schöpfung wird anbeten und loben den HERRN, den Schöpfer des Himmels und der Erde, den der seinen Sohn gab, zur Vergebung unserer Sünden und daran kommen wir nicht vorbei, und wir werden einstimmen in den Jubel und uns freuen vor dem HERRN.

HERR ich danke dir, dass ich mich freuen kann, ich danke dir, dass die Zweifel und die Angst heute morgen das Bild vom Lob deiner Herrlichkeit nicht zerstören können. Ich danke dir, dass DU HERR bist über meine Ängste, Zweifel und Sorgen – wie auch über meine Freude und das Vertrauen, das ich zu Dir haben darf.
DU kennst meine Müdigkeit und meine Sorgen, du trägst sie und damit auch mich.
Bitte erhalte mir den Frieden und die Freude, die ich heute morgen in deinem Wort finden durfte.
AMEN

06. Mai

 

Es ist nicht eins dahingefallen von allen seinen guten Worten, die er geredet hat durch seinen Knecht Mose.
1.Könige 8,56

Der Herr spricht zu Mose: »Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig; und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.« So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.
Römer 9,15-16


Herr, ich muss sagen, ich stehe recht ratlos vor dem heutigen Losungswort.
Beide Abschnitte reden davon, dass DU Erbarmen und Gnade widerfahren lässt, wem du willst.
So hängt es bei Salomo davon ab, dass um deine Gnade gefleht wird und auch bei Paulus. Die Schlussfolgerung, wie Paulus sie formuliert ist, die Umkehr deiner Worte und gibt Begründung zur Abkehr von Dir, dass es ja dein Wollen sei, wenn jemandes Herz sich verhärtet.
Das wiederspricht doch deiner Verheißung, dass jeder zu dir kommen kann und Vergebung finden kann.
Wie könnte es dann sein, dass du der Menschen Herzen derart verhärtest, dass sie dich nicht erkennen?

Ist es nicht so, dass ein jeder Mensch dich erfahren kann, in winzigen Momenten vielleicht? Kleine Augenblicke, in denen er spürt, dass es nicht dein Wille ist, den er gerade tut?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass DU jemandem, der sich zu dir kehrt und um Vergebung bittet, vor deiner Tür stehen lässt. – DU bist der HERR, voller Güte und Erbarmen, du nimmst uns Menschen an und hilfst uns auf, DU wirst doch jedem auf deine Weise und nach deinem Ratschluss Gnade widerfahren lassen, wie dein Wort es verheißen hat.

Es kann nicht sein und ich glaube, dass es dir unmöglich ist, dass du einem Menschen nicht die Möglichkeit zur Umkehr gibst.
Denn du bist der HERR, der Gnädige und der Barmherzige, der dessen Güte über allem steht, der selbst dem Schächer, noch am Kreuz, Erbarmen erwies und ihm die Vergebung der Sünden, in der Annahme Jesu als deinen Sohn.

HERR ich danke dir für die Gewissheit, dass DU der HERR bist, der alles lenkt und jedem Menschen die Tür öffnet, der umkehren will zu Dir. Und ich danke dir dafür, dass du jedem Menschen den Zug zu dir ins Herz gegeben hast, so dass eben keiner sagen kann, es sei dein Wille, dass er nicht umgekehrt sei.
Und ich bitte dich, dass du jeden der dich noch nicht kennt noch einmal mehr rufst und zu dir ziehst, dass er erkenne, wer DU bist und sieht wie viel Gnade, Liebe, Freude und Freiheit er bei dir hat.
Herr ich danke dir, dass ich nun nicht mehr ratlos bin.


AMEN

07. Mai

 

Wenn sich der Ungerechte abkehrt von seiner Ungerechtigkeit, die er getan hat, und übt nun Recht und Gerechtigkeit, der wird sein Leben erhalten.
Hesekiel 18,27

Zachäus sprach: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück.
Lukas 19,8

Das ist doch genial.
Gott schenkt Erbarmen und vergibt dem, der umkehrt von seinem falschen Weg, alle Übertretungen, die vormals begangen wurden.

Aber Vorsicht! Was ist denn nötig, dass dies so ist?

Nichts – als die Umkehr vom falschen Weg.

Gott schenkt das Erkennen des falschen Weges auf dem man sich befindet und ER zeigt uns den Weg, den wir weitergehen sollen.
Jetzt ist es unsere Entscheidung, wie wir weitergehen.
Nehmen wir Jesus, als unseren HERRN an und beugen uns unter Gottes Gerechtigkeit und bekennen unsere Sünden und bereuen sie von ganzem Herzen, so wird uns unsere Schuld vergeben.
Das was Zachäus tat ist der zweite Schritt, der herauskommt aus der Freude, die uns zuteil wird, wenn wir Vergebung erfahren haben. Es ist nicht ein Schritt der notwendig ist um Vergebung zu erhalten. Die erhalten wir aus seiner Gnade heraus.
Doch kommen wir nicht umhin, auch vor den Menschen zu bekennen, was wir falsches getan haben und im Zuge der Vergebung, die wir erhalten haben, schwindet die Angst vor den Menschen, denen wir unrecht taten und wir können frei vor sie treten und bekennen, wir haben Gott an unserer Seite in diesem Moment und es ist das richtige.
Wir werden so frei von den alten Lasten vor den Menschen, es sind Bürden, die wir uns auferlegt haben und nun ablegen können, damit wir als Kinder des HERRN unser Leben neu und frei leben können, nach Gottes Willen und Plan.
Es ist notwendig, die alten Schulden zu begleichen, denn es ist nicht gut einen Neustart zu wagen und altes mitzuschleppen.

So auch in Heseliel. Ein Übertreter, der vom alten Weg, vom falschen, abgeht und sich umkehrt zum HERRN und den neuen Weg mit ganzem Herzen geht, dem sollen seine Übertretungen alle vergeben werden.

Doch sowohl im AT als auch im NT wissen die Gläubigen, das die Abkehr vom rechten Weg das Verderben bringt.
Das soll uns zur Warnung dienen. Wir sind nicht gefeit gegen das Böse. S gilt immer wieder die eigenen Wege anzuschauen und auf Übertretungen zu prüfen. Wir sollen nicht zu sicher sein der Annahme in Christus. Wenn wir uns wieder abkehren vom rechten Weg, dann trifft uns auch das Gericht. Die Annahme Jesu bewahrt uns nicht vor dem Gericht an sich, sondern vor der Strafe für die begangenen Sünden, denn unter dem Kreuz sind unsere Sünden abgewaschen mit seinem Blut. – die die wir erkannt, bekannt und bereut haben. Die sind weg. Doch die Abkehr vom Kreuz und die Hinwendung zur Sünde macht diese Amnestie hinfällig. So seien wir bedacht und gehen wir mit offenen Augen unseren Weg mit Gott und lasst uns immer wieder schauen, ob wir auf dem rechten Weg sind. Und lasst uns immer wieder umkehren in den Schutz Gottes und unter seine Bewahrung und Gnade, die wir doch täglich, stündlich, ... immer wieder brauchen und die nicht selbstverständlich ist.

Danke HERR für dein Erbarmen, deine Liebe zu uns Menschen, deine für uns erfahrbare Gnade und deine liebende Annahme, derer die sich schuldbeladen vor Dir beugen und sich zu dir bekennen.
Danke HERR, dass du mich liebst und mich nicht verwirfst, sondern mir solange ich lebe, immer neu deine Vergebung zu teil werden lässt.
Bitte begleite mich auf dem Weg den ich gehe und führe mich, dass ich nicht abkomme, von der Straße, die du mir zugewiesen hast.
Danke, das du mein Hirte bist.
AMEN

08. Mai

 

Erzählet unter den Heiden von seiner Herrlichkeit, unter allen Völkern von seinen Wundern!
Psalm 96,3

Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die daran glauben.
Römer 1,16


Verkündung des Heils Gottes!
Nach diesem Psalm eine Aufgabe, die den Israeliten zukommt.
Ich selbst kenne keine Juden, ich habe auch noch nicht gehört, dass Juden in der Welt missionarisch tätig sind.
Auch in der Bibel (AT) erlebe ich sie mehr als ein Volk, dass sich absondert, also besonders nimmt.

Im NT hingegen finde ich die, die unter dem Geist Gottes, in der Nachfolge Jesu, an Pfingsten, beginnen allen das Heil Gottes zu verkünden, Ich finde auch Paulus, der als der Heidenmissionar gilt, der zum ersten großen Verkünder wurde unter den Heiden.

Uns Christen gilt, ebenfalls der Missionsauftrag, erneut und vollmächtig ausgesprochen von Jesus.

Herr schenke uns die rechten Worte, das richtige Handeln, den wahren Lobpreis zu der Zeit, wie es nach deinem Willen richtig ist.
Wir sind so schwach und wissen so wenig, wenn nicht nichts, von dir und deiner Herrlichkeit, und doch bist du der HERR, der alles vermag und die Welt und den Himmel schuf.
Schenke uns offene Augen, deine Schöpfung zu sehen und ein reines Herz, um deine Taten zu bewahren und zu verstehen, und einen Mund, der in der rechten Weise deinem Lobpreis und der Verherrlichung deines Namens dient.
DU weißt um alles was uns bewegt, bitte hilf und löse uns aus unseren Bindungen und Schwierigkeiten, die uns hindern, dich zu loben und von deinen kraftvollen Taten zu erzählen.

Du hast uns das Evangelium geschenkt, damit wir erfahren sollen von dir und an dich und deine Taten glauben, dich erfahren können in unserem Leben und endlich dich loben können.
Schenke bitte immer wieder neu deine Liebe und Gnade, deine Kraft und deinen Geist, dass wir deinen Auftrag auf die uns zugewiesene Art und Weise erfüllen können.

Danke, dass du auch unser HERR bist und dass du uns liebst.

HERR ich brauche deine Liebe in besonderem Maße, ich sehne mich nach Ruhe und Frieden in meinem Innersten, nach einer Auszeit bei dir und unter deinem Schutz. Danke dass ich wissen darf, dass du mir die Kraft für den heutigen Tag gibst und mich stützt, wo ich Stärkung nötig habe. Danke, dass du mein HERR bist.
AMEN

09. Mai

 

Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erlöst hast.
2.Mose 15,13

Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
Lukas 6,36


Barmherzigkeit.
Was ist das eigentlich?
„...... ist eine Eigenschaft des menschlichen Charakters. Eine barmherzige Person öffnet ihr Herz fremder Not.“
„ Barmherzigkeit ist die Bereitschaft, gut von anderen zu denken und ihnen Gutes zu tun. Barmherzigkeit ist universelle Liebe. Sie ist Großzügigkeit gegenüber den Armen. Sie ist Wohlwollen. Das, was gegeben wird, um die Armut zu lindern, ist Barmherzigkeit.“
„Uneigennützigkeit, Mildtätigkeit, Nächstenliebe, Wohltätigkeit, Hilfsbereitschaft, Humanität, Menschenfreundlichkeit, Menschenliebe, Menschlichkeit, Erbarmen, Freundlichkeit, Mitleid, Caritas“
„Gnade, Vergebung, Verzeihung“

Das sind nur einige mit Barmherzigkeit in Verbindung stehende Bedeutungen aus dem Internet.

Und was ist unbarmherzig?
Das Leben ist unbarmherzig – das lernen wir und das leben wir. Wir sprechen von unbarmherzigen Aufstehzeiten, von unbarmherziger Erziehung und Strafe .... und so geht es fort.
Ich denke wir kennen uns besser aus mit der Unbarmherzigkeit, sie ist uns näher, weil wir so unsere Interessen besser durchsetzen können.

Wahre Barmherzigkeit, wie die unseres Herrn kennen wir nicht, wir ahnen sie höchstens. Und doch können wir froh sein, dass sie die Eigenschaft Gottes ist. Denn wo wären wir ohne sie?

Jesus fordert uns auf, barmherzig zu sein, wie der Vater. Die Bibel gibt uns Beispiele und Menschen zum Vorbild, wir bekommen im Wort eine Richtschnur, die uns leiten kann, wenn wir uns an ihr festhalten.

Und doch, selbst in meinem Beruf begegnen wir auch an Stellen, an denen die Hilfe an erster Stelle steht, der Unbarmherzigkeit.
Ich sehe Menschen an Schläuchen, denen ungefragt Nahrung und Wasser, Medikamente zugeführt wird, die um des Lebens willen am Leben gehalten werden, die gepflegt werden um der Pflege willen. Barmherzigkeit an dieser Stelle ist, wenn Gott diese Menschen aus dem Leben und dem Leiden erlöst, ein Ende setzt der Quälerei, so leben zu müssen.
Eine Barmherzigkeit, die wir nicht haben können, weil der Missbrauch sicher wäre.
Und doch ist die Pflege und Versorgung derer die noch nicht sterben dürfen eine Form von Barmherzigkeit, eine Art der Liebe zu den Menschen, die ihr Leben wie auch immer gelebt haben (zur Zeit sind es die, die schlimmsten Zeiten des letzten Jahrhunderts miterlebt haben und vll. auch mitgemacht haben.

Es ist gleich, was wir auch unter Barmherzigkeit verstehen. An die unseres HERRN kommen wir nicht annähernd heran. Kein Mensch vermag zu tun, was Jesus für uns tat.
Und auch hier begegnen wir der Unbarmherzigkeit. Um der Gerechtigkeit willen musste Jesus unbarmherzig leiden und keiner konnte diese Leid lindern, als Gott allein und der konnte es nicht tun, denn sonst wäre uns keine Barmherzigkeit möglich.
Und diese ist es von der wir leben, morgens erneut früh aufstehen dürfen, Arbeit haben dürfen, Gesundheit haben dürfen und möglichst wenig Leid erfahren müssen, auch wenn wir es hundertfach verdient hätten.

HERR, was wären wir ohne deine Gnade und Barmherzigkeit. Danke, dass du uns gnädig bist.
Im Grunde müssen wir dir auch danken, für die Unbarmherzigkeit gegenüber deinem eigenen Sohn, der am Kreuz für unsere Schuld bezahlen musste.
Doch das ist schwer – es widerspricht mir, dass ein anderer für mich bezahlen musste. Und so bleibt mir nur zu danken, dir Jesus, dass du bereitwillig und demütig meine Schuld am Kreuz getragen hast und mich voll Liebe und Barmherzigkeit anschaust.
Danke, dass du das für uns Menschen getan hast und wir nun Gnade finden können vor Gott, unserem HERRN
AMEN

 

10. Mai

 

Mose sprach: HERR, habe ich Gnade gefunden in deinen Augen, so wollest du, HERR, mitten unter uns einherziehen.
2.Mose 34,9

Die Jünger nötigten Jesus und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt.
Lukas 24,29

Den Herrn bitten zu bleiben.
Zwei Situationen begegnen uns heute.
Eine, in der Mose den HERRN um seine Gegenwart unter dem Volk bittet, nachdem er die Herrlichkeit Gottes an sich vorübergehen sah und sie spüren konnte.
Die andere, als die „Emmaus-Jünger“ auf ihrem Weg von ihrem Begleiter das Wort ausgelegt bekamen und Gottes Gegenwart bei diesem Mann spürten.

Wenn wir spüren, dass Gott gegenwärtig ist, dann sind wir voll von Freude und Frieden, wir sind geschützt, bewahrt, geborgen und sicher in der Liebe Gottes. Diesen Zustand wollen wir behalten. Wir wollen diese Seligkeit nicht wieder verlieren und wir wünschen uns, dass alle diese Freude zu spüren bekommen und so sicher und froh sind wie wir.

Als gläubige Menschen wissen auch wir, dass dies ohne Gott nicht geht und ER hat verheißen, dass ER uns nicht verlassen wird. So ist es eigentlich an uns, bei ihm zu bleiben. Doch wissen wir auch, dass dies ohne Gottes Beistand und Hilfe nicht möglich ist.
Und darum bitten auch wir:

Herr, bleibe bei uns, geh nicht und lass uns nicht ohne dich gehen. Wir brauchen deine Gegenwart und Liebe. Denn da, wo deine Hand auf uns ruht, da hat der Böse keine Macht. Da wo du uns deinen Segen schenkt, da ist Gelingen in deinem Namen und zu deinem Lob.
Lass uns nie vergessen, dass wir ohne dich nichts sind und nur durch deine Gnade und die liebende Annahme von uns Sündern unter dem Kreuz, sind wir deine Kindern.

Danke, dass wir uns deine Kinder heißen dürfen. Danke, dass du uns beistehst, dass du unser Rufen und Bitten erhörst und uns nicht allein lässt.
AMEN

11. Mai

 

Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!
Psalm 100,2

Dient dem Herrn. Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.
Römer 12,11-12

Genial, Zwei wunderbare Gebrauchs- oder Handlungsanweisungen für das Leben.

Dienet dem HERRN!
Etwas schöneres gibt es nicht. Und Psalm 100 nennt uns eine Voraussetzung dafür, dass wir das von ganzem Herzen und mit Freude tun können:

Erkennet, dass der HERR Gott ist!

Erkennen bedeutet für mich an dieser Stelle nicht nur das (plötzliche oder langsam stückweise) Sehen und Begreifen, das Gott der HERR ist, sondern auch das Verstehen, was es für mein Leben bedeutet, was es für meine Gedanken und Handlungen bedeutet, für die Denkweise gegenüber anderen Menschen
Es beinhaltet auch das demütige Beugen unter die Hand des HERRN, das Annehmen seines Planes für mein Leben, den ich ganz sicher und wann immer notwendig von IHM mitgeteilt bekomme.
Das Handeln, entsprechend dem was Gott für uns vorgesehen hat, gelingt unter der Beugung unter seine Gnade. Das Dienen ist voll Freude, und alles Handeln ist von Danksagung geprägt.

Paulus sagt uns weiter, was wir tun können, damit wir in SEINER Liebe und unter seiner Gnade bleiben:
Vers 12.
Wir sollen nicht nur dienen und loben und fröhlich sein, gegen unsere Bedürfnisse. Die kennt Gott ganz genau.
Doch es ist nötig, für uns selbst, dass wir in mancherlei Anfechtungen geduldig harren auf seine Hilfe und sein Eingreifen, und nicht, dass wir mit unserem Temperament losmarschieren und selber schaffen.
Wir können im beharrlichen Gebet Gottes Hilfe für uns und unser Leben, unsere Familie unsere Arbeit, ja für alles in unserem Leben erflehen und wir werden sie auch bekommen. Beten bedeutet aber auch hier nicht nur das Aussprechen eines Wunsches, sondern das in sich gehen und mit Hilfe des Wortes mit Gott ins Gespräch zu kommen. Es bedeutet, die eigenen Wünsche, Ziele, Vorstellungen und Maßstäbe unter seine Entscheidungen zu stellen und sich diesen zu beugen. Darin liegt ein Teil des Erkennens von Gottes Willen für uns.

Im Erkennen kommt die Freude, das Lob, die danksagende Anbetung. Es kann nicht anders kommen. Seid nur geduldig. Ich kann sagen, dass es sich lohnt. Durch viele Vorwürfe und Herausforderungen hindurch hat Gott mich getragen und mir geholfen, ER hat mich nicht allein gelassen, trotz aller‚Widerspenstigkeit meines „Fleisches“. Geduldig und ungeduldig im Gebet, eigenwillig in meinen Handlungen und meinem Leben, trotzig und rebellisch – der HERR hat meine Hand gehalten und mich gelehrt.

Heute morgen bin ich fröhlich in der Hoffnung und ich bitte um die nötige Geduld in der kommenden Trübsal, in dem Ärger der auf mich wartet und ich bitte um die nötige Ausdauer im Gebet, dass ich nicht unruhig werde oder wieder selbst schaffen will, an Stellen, die Gott für mich schaffen will.

HERR, es ist notwendig, dass du mich leitest, DU kennst meine Ungeduld, meine Sorgen, meine Wut und meinen Ärger. Bitte hilf mir, dass ich die darin gebundene Kraft und Energie nutzen kann für Gutes, dass ich vergeben kann und Hilfe leisten, dass mein Mund verschlossen bleibt, wenn Unbeherrschtheit sich breit machen will und ich Gefahr laufe zu verletzen, auch wenn ich es für berechtigt halte. Heile bitte an dieser Stelle meine Wunden und lass mich frei und fröhlich arbeiten und dir dienen.
Denn du bist der HERR, dir allein gebührt Lob, Preis und Ehre.
AMEN

12. Mai

 

Du sollst den Fremdling lieben wie dich selbst.
3.Mose 19,34

Der Herr lasse euch wachsen und immer reicher werden in der Liebe untereinander und zu jedermann.
1.Thessalonicher 3,12


Was für eine Forderung!
Herr, du weißt wie schwer das ist. Und doch forderst du dies von uns. Wer ist denn ein Fremdling? Und wer ist jedermann?

Aus deiner Sicht sind alle Menschen deine Geschöpfe und nach deinem Wort möchtest du, dass diese alle auch deine Kinder seien.
Du forderst uns auf, dein Wort zu verkünden und die Botschaft von dir in alle Welt zu tragen, dass sie die Herzen aller Menschen erreiche, auf dass alle gerettet werden.

Dazu ist aber ein großer Wandel nötig in unseren Herzen. Herr, ein Fremdling ist doch im Grunde jeder, der mir und meinem Denken, Handeln und Fühlen fremd ist. Im Grunde ist in unserer Zeit schon mein Nachbar ein Fremdling – und doch auch zugleich mein Nächster.

Sieh uns Menschen an, uns die wir dir dienen wollen und deinem Wort folgen wollen. Lass uns sehen, wie du uns siehst und erlebst, zeige uns bitte, wo wir diese deine Forderung noch nicht erfüllen.
Wir sind uns selbst am nächsten, wir wollen kaum auf etwas verzichten,
leihen oder schenken fallen uns selbst bei unseren Geschwistern im Glauben schwer und sind nicht leicht getan.
Wir sind geprägt von Angst vor Verlust, Verrat, Geschwätz – wir wollen doch eigentlich niemanden zu uns einladen, wir wollen nicht schaden nehmen an der Welt und wollen sie so lieber vor unserer Tür lassen.
Gutes tun ist leicht, solange wir haben und nicht nur besitzen wollen, doch es wird sehr schwer, in den Dingen und Momenten, wo wir nicht oder nur wenig haben. Doch dieses dein Gebot schließt doch auch das mit ein – dem Fremden geben, wo es ihm fehlt.
Unsere Gesellschaft ist auf sich selbst bezogen, Geben und Schenken wird als Dummheit gesehen, wer gibt und dann Mangel hat ist selbst schuld.

Herr, wie sollen wir deinem Gebot folgen in dieser Gesellschaft?
Wie können wir in Gemeinschaft und Verbundenheit mit dir dem entgegenwirken – im kleinen?

Kannst du uns unsere Angst nehmen, vor dem was uns fremd ist?
Fremd sind andere Kulturen und die damit verbundenen Denkweisen und Traditionen, fremd ist uns selbst der Ehegatte an manchen Stellen. Es ist unendlich schwer, dieses Fremde zu lieben, wenn es doch so sehr gegen unser Erleben mit dir geht. Wir können es aber nicht einfach abschütteln und diesen Fremden so verändern, dass er uns besser ins Leben passt. Herr, es ist notwendig, dass du die Liebe dazu gibst, dass wir die, die anders sind und denken und handeln, lieben können, so wie du deine Geschöpfe liebst.

Ich möchte gern die Menschen so sehen, wie du, sie so lieben wie du, sie so annehmen, wie du jeden, der zu dir kommt, annimmst, mit allen Fehlern, Narben, Verletzungen, Schmerzen, Gefühlen.

Ich spüre die unendliche Freiheit, die darin liegt, einfach nur zu lieben. Bitte, nimm dazu alle Ichbezogenheit von mir, die mich hindert, die Menschen zu lieben und als auf dem Weg zu dir zu betrachten. Hilf, dass ich lieben kann, hilf dass ich teilen kann, das was du mir zugedacht hast. Hilf mir, dass ich zufrieden bin, mit deinen Gaben an mich.
Herr du allein kannst es bewirken, dass jedermann vor uns als dein Geschöpf und Kind gesehen werden kann, hilf zu dieser brüderlichen Liebe nicht nur zu den Geschwistern im Glauben, sondern auch innerhalb der Familie (wo diese so oft fehlt), in der Nachbarschaft, in dieser Stadt in der wir leben, in unserem Land und über diese Grenzen hinaus.
HERR du bist groß und gut und einzig wahr, ich danke dir, dass du bereit bist zu geben, von deiner grenzenlosen Liebe, die auch mir zuteil wird.
AMEN

13. Mai

 

Meine Zunge soll singen von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind gerecht.
Psalm 119,172

Paulus schreibt: Wir danken Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr das Wort der göttlichen Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das in euch wirkt, die ihr glaubt.
1.Thessalonicher 2,13

Menschen verkünden Gottes Wort, Menschen reden über Gottes Wort.

Und doch

Es ist Gottes Wort, das wir in diesen Momenten hören.
Um es zu hören und zu erkennen, müssen wir uns damit auseinandersetzen, wir haben die Bibel, die uns hilft beim Hören und Verstehen.
Wir sollen darauf achten, dass wir das Wort als von Gott gegeben annehmen, dazu ist es notwendig, dass wir nachlesen, dass wir nicht nur den Menschen hören, der uns etwas sagt, über Gott, sondern das, was er sagt – und das wir es prüfen anhand der Bibel.

Die Wahrheit Seines Wortes finden wir nicht nur bei den großen, öffentlich auftretenden, wortgewandten Verkündern des Evangeliums. Hier müssen wir sogar acht haben, ob diese zum Lob Gottes oder zur Selbstverherrlichung auftreten.
Gottes Wort trifft uns oft im Kleinen. Es gilt hinzuhören, ohne das Ansehen der Person. Selbst Menschen, denen wir vielleicht nicht soviel Wertschätzung entgegenbringen oder die wir nicht als Glaubensgeschwister sehen, kann Gott verwenden, uns seine Botschaft mitzuteilen.

So geschah es mir, dass mir ein Moslem sagte: Geh und lies deine Bibel – und ich tat es, und Gott eröffnete mir in diesem Moment, dass ER da ist und mir beisteht. So bezeichnete mich eine Methodistin als pharisäerhaft und meinte damit wort- und bibeltreu – mir aber eröffnete der HERR, dass es Dinge in meinem Leben gibt, die nicht mit meinem Glauben und Reden überinstimmen. Und so geht es fort.

Gerade da, wo wir nicht mit Gott rechnen, da ist er da und spricht mit uns. Wichtig ist es, das wir in den Momenten, wo uns das Wort eines Menschen trifft, genau hinschauen und beten, mit Gott über sein Wort ins Gespräch kommen und in der Bibel nachlesen.

HERR, dein Wort ist es, was zählt. Hilf uns alle Tage, das wir dich hören und deinem Wort folgen, dass wir nicht lockerlassen, dir nachzufolgen und uns dankbar zeigen, dir und deiner Gnade gegenüber. Dies können wir tun im Lob und in unserem Handeln, indem wir immer berücksichtigen, wie du uns angenommen hast und uns gnädig warst, indem wir tragen, was du uns aufgibst und es annehmen, als den Weg, den du uns zur Schulung und Umkehr zugewiesen hast. Indem wir dankbar sind für alles, was du uns zuteil werden lässt und mit deiner Hilfe und nach deinem Willen damit umgehen und leben.

Hilf uns, dass wir dich hören alleszeit, dass wir Kritik von Menschen annehmen und überprüfen mit deinem Wort, auf das wir erkennen, was du uns sagen willst. Dies schließt ein das Lob, das wir hören, wie auch die Dinge, die uns gesagt werden, das wir Fehler haben oder machen.
Immer sei du da und wache über unser Herz, dass wir uns nicht erheben über andere, durch Lob selbstgefällig werden oder Kritik überheblich abtun. Du lehrst uns Demut durch die Nachfolge auf dem Weg Jesu. DU bist der HERR.
AMEN

14. Mai

 

Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen!
Jesaja 5,20

Sie werden Rechenschaft geben müssen dem, der bereit ist, zu richten die Lebenden und die Toten.
1.Petrus 4,5

Oh weh!
Tun wir das nicht alle – wenn es uns in den Kram passt?
Kommt es nicht immer wieder vor, dass wir unsere eigene Schuld zuerst einmal als „im Recht sein“ darstellen und die Fehler der anderen, welche die Ursache für unser Handeln waren als viel schlimmer hinstellen, bzw. uns dadurch als richtig handelnd und schuldlos darstellen?

So gibt es in meinem Leben und Umfeld mindestens zwei Vorgänge in denen der Diebstahl von Müll als richtig hingestellt wurde, mit der Begründung, dass es Unrecht sei, gute Sachen einfach wegzuwerfen und nicht zu verschenken. Damit wurde das eigene Unrecht zu Recht erklärt und die anderen waren die Schuldigen.
Ein anderes Beispiel ist das „Petzen“, wir begehen ein Unrecht und jemand anderes sieht es und spricht laut darüber. Nun ist er der Schuldige, das er die Wahrheit laut aussprach wurde ihm zum Schlechten erklärt.

Ich denke, es ist deutlich, was ich meine. Wer von uns kann sich davon ausnehmen?

Und so stehen wir einst alle, Heiden, Juden, Christen, Moslems und alle anderen Menschen, in Gemeinschaft oder ohne Gemeinschaft mit Gott, vor Jesus, der kommt zu richten die Lebenden und die Toten.
Und wir werden alle Rechenschaft ablegen müssen, für alle unsere Taten, die guten und die bösen.

Wohl denen, die sich zu den Kindern Gottes im Glauben an Jesus Christus rechnen können, denen ihre Schuld durch die Annahme der Vergebung im Blute Jesu abgewaschen ist und nicht zugerechnet ist.

Es ist immer wieder unvorstellbar und doch befreiende Gewissheit, dass ich als Kind Gottes geliebt bin und ich bin voll Dankbarkeit und Freude, denn ich weiß genau, ohne Jesus könnte ich im Gericht nicht bestehen. Ein volles Schuldenkonto hat der HERR mir erlassen und das nicht wegen meiner besonderen Güte oder Klugheit oder Schönheit oder ... was auch immer, nein, einfach aus seiner Gnade heraus, weil er es versprochen hat.

Wir dürfen und sollen nach Gottes Willen zu ihm kommen und unsere Lasten und Fehler und Sünden vor ihn bringen und um Vergebung bitten und ER wird sie uns zuteil werden lassen. Das können wir schon jetzt spüren und erleben, wir brauchen nicht zu bangen und zu zittern, ob es denn wirklich so sein wird, ER schenkt uns die Vergebung und mit dem Loswerden der Schuld schenkt ER Freude und Dankbarkeit, Liebe und Demut, es ist nur eines nötig: Dieses Geschenk anzunehmen und dann damit zu leben.

Danke HERR, dass du gnädig bist, dass du unsere Sünden getilgt hast, dass sie uns am Tag des Gerichtes nicht zugerechnet werden, denn sie sind am Kreuz gesühnt. Danke HERR, dass wir durch deine Liebe und Gnade frei sein dürfen, dir zu dienen und dich zu loben.
AMEN

15. Mai

 

Die Wege des HERRN sind richtig, und die Gerechten wandeln darauf; aber die Übertreter kommen auf ihnen zu Fall.
Hosea 14,10

Paulus schreibt: Wir bitten und ermahnen euch in dem Herrn Jesus - da ihr von uns empfangen habt, wie ihr leben sollt, um Gott zu gefallen -, dass ihr darin immer vollkommener werdet.
1.Thessalonicher 4,1


Ziemlich viele gedankliche Ansätze habe ich heute morgen im Kopf zu diesen Versen.

Ich denke aber am dringlichsten ist der Gedanke an unsere Unvollkommenheit.

„Die Wege des Herrn sind richtig“ Ja, darin besteht kein Zweifel. Doch wer sind die Gerechten, die darauf wandeln? Selbst wenn wir, durch die Bekehrung zu unserem HERRN Jesus über begangene Sünden, gerecht gesprochen sind und uns diese nicht mehr zugerechnet werden, sind wir doch immer wieder auch Übertreter. Und immer wieder benötigen wir die Gnade des Herrn, dass ER erneut Vergebung schenkt und uns rein wäscht.
Wer also sind die Gerechten? Ich weiß nur einen wahrhaft gerechten und das ist Jesus. Er wandelte wahrhaftig auf den Wegen des Herrn.

Wir können tatsächlich nur bemüht sein und es fortlaufend versuchen, auf Seinen Wegen zu gehen und vollkommener zu werden, nach der Weise, wie wir sie erhalten haben in Seinem Wort.
Wir werden es nie erreichen!

Dennoch sollen wir den hohen Anspruch an unseren Lebenswandel nicht unseren Maßstäben anpassen, wir dürfen nicht von vornherein sagen, dass wir eh versagen werden weil wir Menschen sind, denn Gott hat versprochen, er weist den Weg, er schenkt Willen, Kraft und Vollbringen. So begeben wir uns unter seine Führung und geben unseren Eigenwillen auf. Wenn wir das tun und durch Jesus leben, dann gelingt es, Seine Wege zu gehen und dann sind wir vollkommen.

Schade, dass der Eigenwille uns so oft steuert, dadurch sind es oftmals nur winzig kleine „vollkommene“ Handlungen in unserem Leben. Viel zu oft ist uns unser Dasein näher als der Wille unseres HERRN.

Und so betete damals schon Paulus darum, dass die Gemeinde vollkommener werde, und sprach seine Ermahnungen aus, um auch uns heute Wege zu weisen, auf denen wir Gott gefallen können.

Da ist aber schon die nächste Frage: Müssen wir etwas tun um Gott zu gefallen? Sind wir nicht seine Geschöpfe und so geschaffen, dass wir ihm gefallen müssen, aus unserem Dasein heraus?
Nein, müssen wir nicht – und – ja, müssen wir. Aber was ist es, was wir tun sollen?

„Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus.“

Wir können sie nachlesen in den Evangelien und im AT. Das sollten wir immer wieder tun, denn im Wort finden wir seinen Willen und auch die Anweisungen zum entsprechenden Handeln.
Der ausschlaggebende Punkt aber ist immer wieder der, dass wir uns selbst aufgeben und aus und für den HERRN leben. Ist er unser Antrieb, unsere Lebenskraft, das Steuerrad und das Ziel, dann können wir nicht abweichen von den Wegen des HERRN und durch Seine Gnade und Liebe sind wir Gerechtgesprochene und werden nicht fallen durch unsere Übertretungen.

Danke, Herr, für deine Gnade und Liebe, für deine Annahme unserer selbst trotz und mit unseren Sünden und Fehlern.
Danke, für dein Wort, dass uns Richtung weist und Kraft schenkt.
Danke, dass wir mit allem zu dir kommen dürfen und du uns beistehst, selbst, wenn wir Fehler gemacht haben.
AMEN

16. Mai

 

..Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm mit ganzem Herzen und mit williger Seele, denn der HERR erforscht alle Herzen und versteht alles Dichten und Trachten der Gedanken. Wirst du Ihn suchen, so wirst du ihn finden; wirst du ihn aber verlassen, so wird er dich verwerfen ewiglich!
1.Chronik 28,9

 

 

Der Herr sprach zu Paulus: Ich bin dir erschienen, um dich zu erwählen zum Diener und zum Zeugen für das, was du von mir gesehen hast und was ich dir noch zeigen will.
Apostelgeschichte 26,16


Ratlos bin ich, vor diesen Versen. Was davon können wir heute auf uns anwenden?

Beide Verse sind in direkter Rede an die jeweiligen Personen geknüpft und damit Aufforderungen an diese.

Bei David habe ich den Gedanken, dass die ursprüngliche Verheißung zum Königtum seines Nachkommens, die er hier auf seinen Sohn Salomo anwendet, eigentlich Jesus gilt. So finden wir in 1. Chronik 17, 11-14:
“Und es wird geschehen, wenn deine Tage voll sind, dass du zu deinen Vätern hingehst, so werde ich deinen Samen nach dir erwecken, der von deinen Söhnen sein wird, und werde sein Königtum befestigen. Der wird mir ein Haus bauen; und ich werde seinen Thron befestigen auf ewig. Ich will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein; und ich will meine Güte nicht von ihm weichen lassen, wie ich sie von dem weichen ließ, der vor dir war. Und ich will ihm Bestand geben in meinem Hause und in meinem Königreich auf ewig; und sein Thron soll fest sein auf ewig.“

Nichtsdestotrotz gilt sowohl ihm als auch uns die Ermahnung, nicht zu vergessen, dass Gott Herz und Gedanken kennt und weiß. Genauso auch das Versprechen, dass ER sich finden lässt, wenn wir ihn suchen, leider gilt auch allen Menschen, dass sie verworfen werden, so sie Gott nicht als Herrn über sich selbst und das eigene Leben stellen, auch wenn wir das nicht gern hören.
Also hat die Rede an Salomo auch für uns wegweisenden Inhalt.

Und das was Jesus zu Paulus sagte? ER ist ihm erschienen und hat ihn direkt angesprochen, er hat ihn erwählt zum Diener und zum Zeugen, er hat sich ihm offenbart.
Können wir das von uns sagen?
Nein, nicht in dieser Weise.
Aber: Ja, durch die Bibel, durch unsere Beziehung, die wir mit ihm eingegangen sind. Wir können ihn sehen und fühlen, nicht in Person aber im Wirken des Geistes, der uns geschenkt ist. Wir sind genauso berufen, in unser Leben hinein, IHM zu dienen und auch Zeugen zu sein, für das was ER an uns getan hat und tun wird.
Der Schwerpunkt liegt, denke ich darin, das wir unsere Erfahrungen mit dem HERRN bezeugen - nicht, was wir woanders sehen und erleben - dass wir Auskunft geben, über das, was wir im Wort erkennen durften.
Es ist nicht der Weg, anderen zu zeigen, wo sie falsch liegen, das geht schief, es ist die Verkündung der eigenen Erfahrungen mit dem HERRN, an denen wir erkennbar und wahrhaftig sind. Alles andere wäre Erhebung über uns und unsere Mitmenschen.
Bekennen und Verkünden unserer Freude über die Gnade des HERRN, die uns zuteil wurde, Freudiges Lob über sein Erbarmen in unserem Leben und dem unserer Nachbarn. Das ist es, was uns zur Aufgabe gestellt ist.
Darüber ist Gott erkennbar. Wir sind keine Propheten, die das Strafgericht Gottes zu verkünden haben. Wir sind seine Kinder, seine Jünger, seine Schüler uns es ist an uns, diesen Lehrer bekannt zu machen, durch unsere „Erfolge“ im Glauben.

HERR, danke, dass wir das tun können, danke, dass wir unter deinem Licht stehen, danke, dass du uns annimmst und liebst, uns unsere Fehler aufzeigst und uns auf den richtigen Weg hilfst. Danke, dass wir von dir nicht verlassen sind.
Und HERR, danke, dass das Wort über die Verwerfung derer, die nicht an dich glauben nur soweit gilt, wie diese dich ablehnen, danke, dass selbst der größte Sünder sich zu dir bekehren kann und dann mit uns einstimmen kann, in die Anbetung und den Lobpreis deiner Herrlichkeit und Güte.
AMEN

Hier noch ein Link zum gestrigen Wort aus der „Guten Saat“, das hier einfach mit hingehört:

 

17. Mai

Er dachte an uns, als wir unterdrückt waren, denn seine Güte währet ewiglich.
Psalm 136,23

Der Herr hat uns aufgerichtet eine Macht des Heils im Hause seines Dieners David, dass er uns errettete von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen.
Lukas 1,69.71

 

Denn seine Güte währet ewiglich!

Daran halten wir uns fest, wie alle Gläubigen zu allen Zeiten. Dieses Wort ist Gewissheit auf wunderbare Weise. Der gesamte Psalm 136 erzählt in dichterischer Art von Gottes Wirken von Anbeginn der Schöpfung über Seine heilsamen Wege, die ER mit Israel ging und wie ER sein Volk aus der Bedrängnis führte. Und so wie die Juden damals anbetend und dankend zurückschauen, so ist es auch uns geschenkt, im Rückblick auf unsere Wege, die wir mit Gott gehen, Vertrauen und Kraft zu schöpfen für die Wege, die vor uns legen und uns Angst machen, die uns einengen und bedrücken.
Wir dürfen wissen, dass egal was kommt, ob nach unserem Maßstab gut oder schlecht, ER bei uns ist und für uns sorgt.
Wir wissen, dass der Herr an uns denkt, dass wir fest eingeplant sind in seiner Schöpfung, dass auch wenn uns das Leben schwer ist, er an uns denkt und uns nicht belastet über die Maßen, die wir tragen können, dass er uns befreien wird, von allem was uns bedrückt. Und wir dürfen vertrauensvoll darauf hoffen, dass ER uns frei macht von allen Lasten. Wir können und dürfen alles vor ihm ablegen und ER wird es wohl machen.

In prophetischer Vorausschau hat Zacharias berichtet von dem der kommen wird, SEIN Volk zu erretten vor allen Feinden.
Es ist uns wunderbare Gewissheit, dass alles, was nicht unserem Heil bei Gott dient, von IHM ausgeräumt oder an den rechten Platz verwiesen werden wird.
Wir sind in SEINER Hand und nichts kann uns von dort wegholen, solange wir IHM vertrauen und alles vor IHN bringen.

Seine Güte währet ewiglich. Bestandteil eines Tischgebets und ewige Wahrheit. Ist uns das bewusst?
Wenden wir es an
- im Umgang mit unseren Mitmenschen
- mit dem täglichen Brot
- mit den Dingen des Alltags
- mit seiner wunderbaren Schöpfung

In allem lässt ER sich finden, und in allem bestätigt sich seine wunderbare und unverdiente Güte und Gnade.

HERR, schenke DU uns, dass wir Teil sind deiner Güte, dass wir in ihr aufgehen und dir dienen, dass wir in deiner Nachfolge gutes tun und barmherzig sind, wie du, gegen alle, die uns nicht wohl gesonnen sind. Wandle du unser Herz und schenke uns die Kraft zur Vergebung und zur Gnade und zur Güte, dass wir niemanden von uns stoßen, denn du allein weißt, was dein Plan ist mit den Menschen denen wir begegnen und mit denen wir leben.

DU warst gnädig mit uns und hast uns teil haben lassen an den Wundern deiner Schöpfung und deiner Güte.
HERR; bitte, durch deine Gnade können wir dir dienen und in deinem Sinne wirken. Mit deiner Hilfe können wir von deiner ewigen Güte künden und berichten, sie leben und wahrhaftig sein als deine Kinder.
Danke, HERR, dass du uns so gütig und gnädig begegnest und uns trotz aller Fehler liebst und uns vergibst.
Danke für jeden neuen Tag den du schenkst, dass wir aus dir leben und verkünden dürfen.
Schenke uns zu aller Zeit die rechten Worte für dein Lob.
AMEN

18. Mai

 

Besser wenig mit Gerechtigkeit als viel Einkommen mit Unrecht.
Sprüche 16,8

Johannes sprach zu den Zöllnern: Fordert nicht mehr, als euch vorgeschrieben ist!
Lukas 3,13

 

Haben oder nicht haben – das ist doch die Frage!

Gegenfrage: Was haben?

Von je her war das Streben des Menschen auf Besitz ausgerichtet. Warum eigentlich?

Weltlicher Besitz schenkt uns das Gefühl von Sicherheit und die Gewissheit um das Haben des täglichen Brotes.
Unser Sicherheitsdenken ist gigantisch – und daher auch unsere Gier nach Besitz
Und gleichzeitig ist es der Beweis für unser mangelndes Vertrauen zu Gott.

Die ganze Welt dreht sich um Besitz, immer schon meinten die meisten Menschen sich selbst absichern zu müssen – und schon immer waren die, die am wenigsten hatten die freiesten Menschen.
Warum? Sie konnten nicht anders als auf Gott zu vertrauen, so sie ihn kannten. Und die, die ihn erst kennenlernten und –lernen, werden frei von dem Streben nach Sicherheit und Besitz in der Gewissheit, dass Gott für alles sorgt.

Auch mein Leben war geprägt von Gier nach mehr, vom Gefühl zu kurz zu kommen im Leben, vom Streben, mir Recht zu verschaffen auf egal welche Weise, wenn ich meinte, ich bekäme zu wenig. Noch jetzt, im Zusammenleben mit meinem Mann, der Gott nicht auf die Weise kennen lernte, wie ich, ist dieser Geist der weltlichen Gier und das Streben nach Reichtum zur Sicherung des Lebens und auch zum Vorzeigen, in unserer Familie.

Ich bin dankbar, dass ich nicht mehr rennen, streben, betrügen, tricksen muss, um auf meine Kosten zu kommen. Teil der Gnade, die mir der HERR zu teil werden ließ, war Zufriedenheit mit dem wenigen was wir haben und Vertrauen, darauf, dass immer genug da sein wird, um satt zu werden.
Gerade zur Zeit, nach der Arbeitslosigkeit meines Mannes, wo alle Reserven und jeder Kreditrahmen ausgeschöpft sind, weiß ich mich und meine Familie in der Hand des HERRN.
ER hat zur rechten Zeit einen neuen Arbeitsplatz geschenkt. Keine gute Arbeit – schuften im Dreischichtsystem für wenig Lohn – aber Arbeit und das Geld das wir zum Leben brauchen. Ich bin dankbar dafür, dass der HERR darüber wacht, wie es uns geht und dass er uns in der Ehrlichkeit bewahrt, die mein Mann wenn auch oft nur unter Murren akzeptiert.
Auch hierin erlebe ich das Wirken SEINES Geistes, der über unsere Familie wacht, dass wir nicht verleitet werden, Einkommen zu verschweigen, Schwarz arbeiten zu gehen oder zu betrügen. Immer wieder greift Gott ein und schenkt rechtzeitiges Erkennen, dass wir auf Abwege zu geraten drohen und ER sorgt in den notwendigen Gesprächen für einen guten Ausgang. Dafür danke ich dem HERRN.

HERR, schenke doch diese Zufriedenheit und Freude über das was jeder einzelne hat allen deinen Kindern und denen, die es werden. DU hast mich über den Besitz oder vielmehr den Mangel, den ich litt gerufen und hast mich frei gemacht. – Das vermagst du zu aller Zeit bei allen Menschen. Ich möchte so gern, dass die Menschen dich finden und dadurch die Zufriedenheit, die du schenkst.
Danke HERR, dass deine Tür für alle Menschen offen ist und das du aus deinem unerschöpflichen Reichtum allen gibst, nach deinem Ratschluss.
AMEN

19. Mai

 

Die Güte des HERRN ist's, dass wir nicht gar aus sind.
Klagelieder 3,22

Der Herr hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße finde.
2.Petrus 3,9

Güte und Geduld unseres Herrn!

U. a. diese zwei sind es, die uns zur Buße führen.
Sie bedingen sich aus Gottes gnädigem Ansehen seiner Schöpfung.

Der Herr führt uns Menschen voller Güte und Geduld durch die Höhen und Tiefen des Lebens – dabei ist nicht Voraussetzung, dass uns dies bewusst ist. ER tut es.

Dabei ist Ihm daran gelegen, dass wir uns unseres Daseins bewusst werden und dass wir Seine Geschöpfe sind.
In Güte und voller Geduld geht er mit, lenkt, räumt aus oder behindert. Er will, dass wir zur Buße gelangen. Das Ziel ist, dass wir erkennen, dass ER der HERR ist und dass wir IHN als Gott und HERRN über unser Leben anerkennen.

Uns Menschen wäre doch längst der Geduldsfaden gerissen – nicht aber Gott. In seiner unerschöpflichen Güte und Liebe zu uns Menschen schenkt er immer neue Morgen und Tage, uns zur Besinnung und zur Umkehr.
„.... seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, ..“

Dennoch frage ich mich, ob es tatsächlich möglich ist, dass der HERR soviel Geduld hat, „dass jedermann zur Buße finde“.
Wie ist dies möglich? Was geschieht mit denen die ihr Leben ohne IHN geführt haben und gestorben sind.
Es scheint ein unerreichbares Ziel, dass alle gerettet werden können.

Aber,
jeder der heute seine Hand spürt, kann umkehren und sich auf den HERRN besinnen. Und es ist notwendig, nicht damit zu warten. Auch wenn wir im Glauben auf die Geduld und Güte unseres HERRN vertrauen, so wissen wir doch, dass der Tag kommen wird, an dem Jesus wiederkommt und zum Gericht gesetzt ist über alle Menschen.
Wohl denen, die IHN als HERRN über ihr Leben angenommen haben, von denen ER sagen wird, dass er sie kennt und dass sie ins Buch des Lebens aufgenommen sind.

Eine schon Angst machende Vorstellung, dass es vorbei sein könnte, bevor man IHN von ganzem Herzen und ganzer Seele als HERRN angenommen hat.
Doch eine Freude im Herrn, wenn man dies getan hat und nun loben kann, den Schöpfer aller Dinge und allen Lebens. Dann ist nur noch Freude und Sehnsucht auf den Tag, an dem wir beim HERRN sein können in Ewigkeit.

Es ist wunderbar HERR, wie du mein Herz und meine Seele gewandelt hast. Früher war ich bestürzt und voll Angst vor dem Ende, ich spürte die Gewissheit des Gerichtes, ich fühlte genau, dass es kein gutes Ende nehmen würde. Heute weiß ich mich als dein Kind von Dir angenommen und geliebt. Ich leide, wenn ich merke, dass ich sündigte und sündige. Ich wünsche mir den Tag herbei, an dem ich bei dir sein darf und endgültig gerettet bin von Sünde und Tod, an dem die Gefahr, dich doch noch zu verlieren ganz gebannt ist. Und doch habe ich Sorge, dass dieser Tag kommen wird, bevor die, die mir am Herzen liegen dich auch ganz ergriffen haben. Ich will dies vor dich legen. Nimm du dich der Herzen der Menschen an und bitte bleibe geduldig, greife ein und führe spürbar, so wie du mich geführt hast voller Geduld und Gnade.
Ich danke dir, dass du mich nie allein gelassen hast – nicht in den Tiefen und nicht auf den Höhen, die ich erleben durfte bisher.
Danke, dass du mein mich liebender Vater bist.
AMEN

20. Mai

 

Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst vor den Blinden kein Hindernis legen, denn du sollst dich vor deinem Gott fürchten.
3.Mose 19,14

Lasst uns dem nachstreben, was zum Frieden dient und zur Erbauung untereinander.
Römer 14,19

Rücksichtnahme?
Wertschätzung der Bedürfnisse anderer?
Respekt gegenüber den Gefühlen, Wünschen, Traditionen, kultureller und/oder familiärer Hintergründe unseres Gegenübers?

Wieviel mehr noch steckt in diesen Versen?

Wonach streben wir im Umgang mit anderen Menschen?

Diese Verse sprechen heute etwas an, was mir Sorgen macht und ich will die Gelegenheit nutzen, die der HERR mir gibt, mich über sein Wort damit auseinander zu setzen.

Meine Arbeit ist aus Deiner Berufung heraus Pflege Hilfsbedürftiger.Bisher schenktest Du mir Gelegenheit so zu arbeiten, dass ich es zumeist vor Dir und den Menschen, die ich zu versorgen hatte rechtfertigen konnte.
Du weist um die Kritik am Arbeitstempo, die ich von Seiten meiner nächsten Vorgesetzten erhalten habe. Ich lege vor Dich meine Arbeit und meine Gründe.

Deine Aufgabe an mich war und ist die sorgsame und sorgfältige, rücksichtsvolle und liebevolle Betreuung derer die Hilfe brauchen. Ich liebe diese Arbeit und mache sie gerne.

Jetzt ist die Angst um mein Ansehen vor Kollegen und Chefin in meinem Sinn. Soll ich tatsächlich oberflächlicher pflegen? Weniger sorgsam waschen, weniger Worte und Zeit für die mir anvertrauten verwenden? Weniger Rücksicht nehmen auf die Schmerzen, die ich mit Zeit und Geduld lindern kann?
Du weißt, dass ich die Antwort kenne, und doch bin ich in der Versuchung es zu tun um meiner Bewertung im letzen Ausbildungsjahr willen. Du kennst meinen Perfektionismus, Du weißt, dass hier Bedürfnisse und Ansprüche kollidieren.

Ich weiß nicht wie ich aus diesem Dilemma herauskomme, ich brauche eine Anstellung nach der Ausbildung, ich will meine Arbeit gut machen und allen Ansprüchen genügen.

Ich will nicht die wenige Zeit die wir zur Versorgung haben noch mehr verkürzen, damit für Formalitäten und anderes Zeit bleibt.

Ich fühle mich ungerecht behandelt.

Doch das was DU willst soll zählen. Bitte zeige mir auf, wo ich tatsächlich, ohne jemandem zu schaden oder seine Rechte zu beschneiden, schneller arbeiten kann, oder schenke mir die Worte, meine Arbeitsweise zu rechtfertigen, zeige mir, wo die Kritik berechtigt ist und wo ich etwas ändern kann oder schenke mir die Kraft, es anzunehmen, dass ich mich zu Unrecht ärgere.
Der gesamte Arbeitsbereich ist in Angst vor der Chefin und ihrer Macht, uns das Leben schwer zu machen.
Der Rat der Kollegin war, sie nicht aufzuregen und mich ihr zu beugen, am Arbeitsplatz nicht den Mund auf zu machen, da ich sonst mit Repressalien zu rechnen hätte oder keine Anstellung bekomme.

Hier kollidieren Ansprüche und Erfahrungen.

DU HERR hast dieses Dein Wort heute vor mich gelegt und mir gesagt, strebe dem nach, was dem Frieden dient.
Dein Wort soll gelten, doch wessen Frieden soll bedient werden? Alle kann ich nicht zufrieden stellen.

HERR, bitte wache Du über alles und schenke die Lösung. Lass mich schweigen, wo es nicht angebracht ist zu reden und hilf mir zu reden, wo die Vertretung deines Willens an erster Stelle steht.
Hilf mir mein Arbeitstempo zu erhöhen, ohne dass Menschen Schaden nehmen und hilf mir die letzten Monate und die hierin liegenden Ansprüche zu bewältigen. DU kennst den Druck der auf mir liegt. Nimm ihn von mir und hilf mir, mein Vertrauen voll auf dich zu setzen.

DU bist der HERR, dafür danke ich dir.
DU bist da, in meiner Not und in meinen Sorgen, dafür danke ich dir.
DU lässt mich nicht allein, wenn ich Anfeindungen ausgesetzt bin, dafür danke ich dir.
DU antwortest prompt und lässt mich nicht in Versuchung geraten, dafür danke ich dir.
DU vertraust mir und schenkst mir eine wundervolle Arbeit, dafür danke ich dir.
AMEN

21. Mai

Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.
Psalm 34,8

Zwei Männer in weißen Gewändern sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.
Apostelgeschichte 1,11

Sie stehen da uns starren in den Himmel. Das was/Der welchen sie als wunderbar und herrlich in ihrem Leben wahrgenommen und erfahren haben, verschwindet vor ihren Augen und rückt in scheinbar unerreichbare Ferne.

Wie einsam und verlassen fühlen sie sich, das Heil, das sie verloren glaubten, welches sie dann unverhofft wieder ergreifen konnten – nun ist es fort, nicht mehr da, einfach so vor ihren Augen verschwunden.

Hoffnungslos verloren und einsam – in diesem einen Moment.

Doch da erscheinen zwei Engel, zwei Boten des HERRN, die sie stärken:

Es ist nichts verloren, es muss so sein, ER hat euch doch alles gesagt, haltet daran fest, er kommt genau so und genau hier wieder, am Tag den der HERR bestimmt hat.

Erinnert euch, er hat doch gerade gesagt, Er ist bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.
So fürchtet euch doch nicht. Steht nicht da und starrt ihm hinterher.
Geht in euer Leben und folgt ihm nach, handelt wie er euch gesagt hat und ihr werdet seine Gegenwart spüren und erfahren, ihr seid seine Apostel, ihr werdet seinen Geist haben und sein Wort verkünden.

Freut euch und seid voller Hoffnung!

So könnte es gewesen sein, für die Apostel und die, die Jesus sozusagen verabschiedet hat auf dem Ölberg.
Zwei Gottesboten waren dort zu ihrer Stärkung und als Wegweiser, als Tröster, da der eigentliche Tröster, Sein Geist noch nicht gesandt war.

Der Engel Gottes lagert sich um die her, die ihn fürchten ..
Ein Engel?

Wie wir es auch nennen, es ist Gottes Gegenwart, die uns umgibt und schützt, ER ist es den wir anrufen und um Hilfe bitten in der Not, dem wir Danke sagen, in oder nach überstandener Trübsal.
ER ist mein Hirte, sein Stecken und Stab trösten mich.
ER hilft selbst, wo wir ihn in Not anrufen. Oftmals erfahren wir seine Güte durch besondere Menschen und nennen sie Engel. Sie waren in diesem Moment Boten des HERRN, die IHM dienten, sich dessen bewusst oder auch nicht.

In jedem Fall gibt es keinen Zweifel daran, dass ER hilft und schützt, lehrt und zurechtweist, gnädig und voll Liebe vergibt und uns ein neues Leben mit Ihm ermöglicht.

Im Grunde sagt er uns auch: Steht nicht da und trauert Altem nach, ergreift das Geschenk, dass ich euch mache und lebt nach meinem Wort, dazu habe ich es euch Menschen gegeben.
Was trauert ihr verpassten Gelegenheiten nach? Heute und Jetzt ist eure Entscheidung gefragt, ab sofort mit mir zu gehen, mir zu folgen, nach dem Beispiel meines Sohnes Gutes zu tun und für andere da zu sein.
Was sorgt ihr euch um euch? Ich bin da, so ihr mich lasst!

Danke HERR, dass du dich erniedrigt hast unser Helfer zu sein. Danke, dass wir deine Liebe und Fürsorge in allem und überall spürbar erfahren können, danke, dass du uns leitest und uns nicht loslässt.
Danke, dass du Jesus so erhöht hast, danke, dass die Jünger Zeugnis geben konnten von deiner Liebe und deiner Gegenwart im Geist.
Danke, HERR, dass ich Zeugnis geben kann von deiner Liebe zu mir und von deiner wunderbaren Führung.
Danke für die Menschen, die wie Engel in meinem Leben wirkten und mich unterstützen und mir zur Seite stehen, im Wort, im Gebet, in Fürbitte und Tat.
Danke, dass du uns Menschen nicht verloren gehen lassen willst und nichts zu unserer Rettung unterlässt.
AMEN

22. Mai

 

Fürchtet euch nicht, wenn euch die Leute schmähen, und entsetzt euch nicht, wenn sie euch verhöhnen!
Jesaja 51,7

Habt ein gutes Gewissen, damit die, die euch verleumden, zuschanden werden, wenn sie euren guten Wandel in Christus schmähen.
1.Petrus 3,16


8 Endlich aber seid allesamt gleichgesinnt, mitleidig, brüderlich, Barmherzig, demütig.
9 Vergeltet nicht böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbet.
...
13 Und wer ist , der euch schaden könnte, wenn ihr dem Guten nacheifert?
14 Und ob ihr auch leidet um Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fürchtet nicht euch aber vor ihrem Trotzen nicht und erschrecket nicht;
15 seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Grund fordert der Hoffnung die in euch ist,
16 und das mit Sanftmut und Gottesfurcht; und habt ein gutes Gewissen, damit die, die euch verleumden, zuschanden werden, dass sie euren guten Wandel in Christus geschmäht haben.
17 Denn es ist besser, so es Gottes Wille ist, dass ihr um einer Wohltat willen leidet als um einer Übeltat willen.

Ich las gerade nach was ich vor zwei Tagen geschrieben habe und fragte mich, was ist die Antwort, die der HERR mir geben wird? Wird er antworten oder eine Lösung schenken?

Hm. Im Grunde ist im obigen Text die Antwort. Oder?

Ich habe es geschafft schneller zu arbeiten die letzten zwei Tage, verbunden mit weniger Zeit für den Menschen, den ich zu versorgen hatte und hoffentlich ohne dabei seine Bedürfnisse zu übersehen. Die Zeitvorgaben sind eingehalten. Die schulische Gründlichkeit, die zu Prüfungen verlangt wird, ist nicht eingehalten. Ich bin z.T. zufrieden, z.T unzufrieden mit diesem Ergebnis.
Gottes Wort sagt mir, dass meine vorherige Arbeitsweise nicht falsch war, es sagt mir aber auch, dass der Mensch zählt und nicht meine Gründlichkeit an erster Stelle stehen soll.

Ich will vor Menschen gut dastehen und das am besten vor allen, ich will dass alle meinen „Heiligenschein“ sehen können und ihn anerkennen. – das ist ziemlich übel!
Ich will, dass meine Kolleginnen und meine Chefin, in deren Schicht ich sehr selten arbeite, die mich nicht wirklich kennt, von mir und meiner Arbeit überzeugt sind und ich will gelobt werden.
Diese „Ich will“s sind irgendwie nicht gut. Sie sind nicht das Ziel, das ich haben sollte.

Die Verherrlichung Gottes und sein Lob, meine Arbeit sollte ein Gebet, ein Gottesdienst sein, nicht der Befriedigung meiner Bedürfnisse dienen.

Herr, die Sucht, mich selbst als gut darzustellen, wird mir immer wieder zum Stolperstein im Dienst für dich.
Die Liebe zu meinem Nächsten rückt in den Hintergrund in solchen Momenten. Das will ich nicht. Ich will dir dienen und meine Aufgabe im Hinblick auf dich und deine Gebote gut machen.
Hilf mir, dass ich mich nicht den Wertmaßstäben von Menschen beuge. Hilf mir, dass offenbar ist – im Leben und in der Arbeit, dass DU mein Chef bist und ich mich dir beuge.
Hilf mir, dass ich keine Angst vor dem Unwillen meiner Chefin habe und ihr offen und sanftmütig gegenübertreten kann in den Momenten in denen es notwendig ist.

Du kennst auch mein Dienstplanproblem und ich bitte dich halte deine Hand darüber und schenke der Chefin noch ein wenig Geduld mit mir und meinen Wünschen. Hilf mir, dass ich einen Ausgleich schaffen kann.
Hilf, dass du verherrlicht wirst und das ich wegkomme von meiner Selbstdarstellung.

Ich bin unvollkommen und voller Fehler. Ich brauche deine Vergebung, Liebe und Gnade.

Danke, dass du immer da bist und mir antwortest, dass du dich finden lässt im Wort.
Danke, dass du mich nicht verwirfst und mir aufzeigst, wo der Fehler liegt und mir hilfst, ihn zu beseitigen.

HERR, ich bin traurig, steh mir heute bei, in allen Dingen und hilf meiner Vergesslichkeit, dass ich die wichtigen Dinge erledige, die anstehen.

AMEN

23. Mai

 

 

Jeremia sprach: Mich jammert von Herzen, dass mein Volk so ganz zerschlagen ist. Ist denn keine Salbe in Gilead, oder ist kein Arzt da?
Jeremia 8,21.22

 

Alles Volk suchte Jesus anzurühren; denn es ging Kraft von ihm aus und er heilte sie alle.
Lukas 6,19

Jeremia klagt mit diesen Worten
- über die Not, in der er sein Volk sieht
o Er sieht die Tribute, die sie an die Eroberer zahlen müssen, die Gewalt, die so
ganz ohne Gott auf ihnen lastet, die Schmerzen derer die ihre Männer und
Kinder verloren haben, das Leid derer, die für die weltlichen Herrscher über
ihre Kräfte arbeiten müssen, die Kraftlosigkeit, die unter dem Volk herrscht.
o Er sieht ein ganzes Volk in einer tiefen seelischen Depression, Hoffnungslosigkeit
o Er sieht ein Volk, dass scheinbar rettungs- und hoffnungslos in die Irre rennt und
seinen Gott, seinen Heiland und Erlöser aus der Not nicht sieht, nicht hört, nicht
mehr kennt.
- an, dass sein Volk halsstarrig und stur in seiner Uneinsichtigkeit scheinbar unheilbar beharrt.
o Eine Erklärung zum heutigen Wort spricht von Ironie in Jeremias Worten. Er fragt,
ob es denn kein Heilmittel für die seelische Blindheit und Taubheit seines Volkes
gibt.
o Er fragt, ob es denn nicht etwas im Volk gibt, das sie von ihrer Sturheit heilt, dass
sie sich herauslösen können aus dem Irrglauben, dem sie nachlaufen, indem sie
glauben, sie könnten ohne Gott aus dieser Not, in die sie sich durch ihr gottlosen
Handeln und Treiben gebracht haben, herauskommen.
o Er versucht, sein Volk zur Umkehr zu bewegen, das Augenmerk wieder auf den
HERRN zu lenken, dass die Menschen erkennen, wo sie ohne ihren HERRN
hingeraten sind.

Vielleicht wusste Jeremia ja schon um den Heiland, den Arzt, den Erlöser aus den Sünden, der kommen wird. Ich meine tiefer, als nur aus den Verheißungen der damaligen Schriften.

Jesus ist der von Gott gesandte Arzt, der die Salbe, das Heilmittel für kranke Körper und Seelen brachte - nein, vielmehr selbst war und ist.
Doch die Menschen, die ihm damals nachliefen, waren sie sich dessen tatsächlich bewusst? Oder liefen sie nicht wieder einem Abbild nach?
Die Stelle, aus welcher der heutige Vers stammt, scheint mir da nicht eindeutig.

Wir wissen, aus unserer heutigen Sicht auf die Geschehnisse, wer Jesus war und ist. Doch die Menschen, die damals Heilung von ihren Krankheiten suchten, wussten die es?
Möglicherweise hinterher, nach der Heilung. Ich denke schon, dass Jesus, da wo er Heilung schenkte, er auch das Herz berührte und ihnen Heilung an er Seele schenkte, dass da wo die größten Schmerzen und Wunden waren, Gesundung eintrat.
Die Geheilten konnten so von Gottes wunderbarem Geschenk an sie berichten und mehr Menschen zu Jesus bringen.
Dennoch – waren sich die Menschen, die ihm nachliefen und ihn suchten, bewusst, wen sie suchten? Ich denke nicht.

So wenig wie wir wissen, was wir eigentlich suchen oder worauf wir hoffen, bevor wir Jesus ganz ergriffen haben und uns von IHM heilen lassen.

Gottes Heil und Geschenk ist es, wenn ER uns zu Jesus zieht. Denn aus eigenem Wissen um seine Macht und Kraft, kommen wir nicht zu IHM. Wir sind auf der Suche, wir spüren, dass es etwas gibt, was uns fehlt, wir sind hungrig und voller Sehnsucht, die sich nicht befriedigen lässt, da wir ihren Grund nicht kennen. So ist es ohne den Glauben an die tiefe Liebe und Güte des HERRN.
Erst wenn wir in Jesus Ruhe gefunden haben, dann haben wir erkannt und erfasst, was Gottes Geschenk an uns ist.

HERR ich danke dir, dafür, dass du das Heilmittel für uns bist, dass wir Ruhe finden und Frieden, dass wir satt sein dürfen in deiner Gegenwart.
AMEN

24. Mai

 

Wehe denen, die ein Haus zum andern bringen und einen Acker an den andern rücken, bis kein Raum mehr da ist und sie allein das Land besitzen!
Jesaja 5,8

Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
Kolosser 3,2

Habgier, Anhäufen von Besitz, Absicherung unserer menschlichen Bedürfnisse

Ist es das, wovon diese Verse reden? - In gewisser Weise schon.
Aber es ist noch mehr darin.

Es geht wieder darum, ob wir unser Vertrauen auf Gott setzen oder auf die Welt und ihre Reichtümer.

Den Juden der damaligen Zeit war durch die Mosebücher gesagt, dass ein jeder sein Erbe im neuen Land hat und es in der Familie bleiben soll. Selbst wenn jemand in Not war und seinen Besitz hergeben musste oder selbst in Knechtschaft ging - Selbst da war durch das Erlassjahr dafür gesorgt, dass der von Gott gegebene Besitz zurück in die Hände derer gelangt, denen ER es vermacht hat.
Im Grunde sollte dadurch dafür gesorgt sein, dass kein Jude auf Dauer verarmt oder Not leidet und keiner Reichtümer anhäuft auf seinen Namen oder seine Sippe/Familie.

Können wir jetzt vermuten, dass die Juden sich nicht daran hielten und es doch einige gab, die aus Gewinnstreben und Besitzgier das Eigentum anderer zu ihrem machten und so weltliche Reichtümer anhäuften?
Vermutlich schon.

Aber wie wichtig ist diese Mahnung für uns, in unserer heutigen Zeit, wo sich alles nur noch ums Haben dreht.
Es ist in der Bibel mehrfach gesagt, dass das Leben auf der Erde, in dieser Welt nicht das Paradies ist, wir können es uns also auch nicht auf Kosten anderer zum Paradies machen.

Doch soweit müssen wir gar nicht denken, die eigentliche Ursache für die im Vers genannten Folgen beginnt in unseren Herzen, in unserem Denken:
Was sind unsere Ziele? Wonach streben wir mit unserem Tun und Handeln? Wo ist unser Schatz, an dem unser Herz hängt?

Immer wieder werden die Gläubigen ermahnt, achtet darauf, wonach ihr strebt, versündigt euch nicht, strebt danach, Gottes Willen zu erkennen und zu tun.
Es gilt auch die Verheißung, dass wir nicht sorgen brauchen, denn Gott tut das für die Seinen. Es gilt IHM zu vertrauen und ganz auf IHN zu hoffen.
Das ist so ziemlich das Schwerste – nach meiner Erfahrung.

Ich denke nicht, das gemeint ist, leg die Hände in den Schoß, Gott wird’s schon richten. Aber es ist notwendig, im Gang durchs Leben, beim Treffen von Entscheidungen, in allem was wir tun zuerst danach zu fragen, was Gott dazu in seinem Wort gesagt hat, es gilt sich daran zu halten und dann können wir sicher darauf vertrauen, dass der HERR mit uns ist und uns beisteht in den notwendigen Erledigungen, Entscheidungen, Handlungen, Gesprächen, einfach in allem, was wir tun.

Danke, HERR, dass wir das wissen dürfen.
Danke, HERR, dass du uns beistehst und uns nicht verlässt.
Danke, HERR, dass du uns den richtigen Weg weist, der zu gehen ist.
Danke, HERR, dass du eingreifst, wenn wir in die Irre gehen.
Danke, dass du der HERR über mein Leben sein willst und mich als dein Kind angenommen hast.
AMEN

25. Mai

 

 

HERR, ich warte auf dein Heil!
1.Mose 49,18

 

Gott hat uns dazu bestimmt, das Heil zu erlangen durch unsern Herrn Jesus Christus.
1.Thessalonicher 5,9

 Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern das Heil zu gewinnen durch unseren Herrn Jesus Christus, 10 der für uns gestorben ist, auf dass, wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben sollen.

 

Warten!
Jakob verteilt den Segen über seine Söhne. Mittendrin, in der Vorausschau auf die Zukunft Dans, hält er inne und ruft den HERRN an. Wieso?
Sieht er vielleicht, wie menschliches Richten Unheil bringt und erkennt die Notwendigkeit, dass Gott selbst als Richter über alles gesetzt und anerkannt werden muss?

Letztendlich ist Gott ja der eine Richter – der,
· der Gut und Böse auseinanderhalten kann,
· der selbst Eigentümer über alles ist und so nicht beherrscht wird von den uns Menschen zum Fallstrick werdenden Gelüsten, wie Gier, Rachsucht, Bosheit usw.
· der wahrhaft Recht sprechen wird
So ist es not, dass wir wann auch immer, IHN anrufen und IHM vertrauen, denn „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“

Vom Warten auf den HERRN spricht auch Paulus in seinem Brief. Er schreibt davon, wie wir die Zeit des Wartens auf die Wiederkunft unseres HERRN Jesus gestalten und nutzen sollen.
ER zeigt auf, dass wir als Kinder des Lichts unter Seinem Segen nichts gemein haben mit der Finsternis, die in der Welt herrscht. Er ermahnt uns, dass wir nicht träge sein sollen, sondern bereit.
Er schreibt, auch uns heute, dass wir im Ergreifen der ausgestreckten Hand Jesu der Finsternis und dem Tod entrinnen.

Gott hat uns bestimmt, das Heil zu erlangen?
Hm.
Aus Gnade sind wir gerufen, wir durften erkennen, dass Jesus HERR ist und Richter. Und wir dürfen durch die Anrufung des HERRN unter dem Kreuz seine Kinder sein. In der Kindschaft liegt Heil, Freiheit, Freude, Segen, ja alles, was wir brauchen.
Hier liegt vielleicht der Schlüssel zu diesem Vers. Durch Gnade durften wir wissen – nun ist es an uns dies zu ergreifen und für uns ganz persönlich anzunehmen. Wir dürfen das Heil der persönlichen Beziehung mit Gott durch seinen Sohn Jesus Christus erfahren – das einzig noch nötige ist, sie einzugehen, uns nicht zu verweigern, nicht auf unserer Herrschsucht und Gier nach der Welt zu bestehen.

Herr, ich danke dir für deine unendliche Geduld, mit der du mir nachgelaufen bist, mir dein Angebot nachgetragen hast über Jahre. Ich danke dir für die Vergebung, die du mir hast zuteil werden lassen, als ich umkehrte und unter dem Kreuz vor dir stand.
Ich danke dir, dass du noch immer geduldig bist und mich immer wieder an die Hand nimmst und mich auf dem Weg der zu dir führt hältst.
JA, ich warte auf den Tag an dem DU kommst, an dem dein Reich in Ewigkeit sichtbar für alle Schöpfung und ich danke dir, dass du mir die Gewissheit geschenkt hast, dass dieser Tag kommen wird, dass du kommen wirst, dass du mich zu dir nehmen wirst in deinem heiligen Frieden.
HERR, ich danke dir für deine Geduld mit uns Menschen und dafür, dass du warten willst, dass möglichst viele gerettet werden. Ich danke dir, dass wir wissen dürfen, wie wir die Zeit bis zu deiner Wiederkehr füllen können zu deinem Lob und deiner Herrlichkeit.
AMEN

26. Mai

 

Der Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit, Turteltaube, Kranich und Schwalbe halten die Zeit ein, in der sie wiederkommen sollen; aber mein Volk will das Recht des HERRN nicht wissen.
Jeremia 8,7

Vor Gott sind nicht gerecht, die das Gesetz hören, sondern die das Gesetz tun, werden gerecht sein.
Römer 2,13

Hm! Gerecht sein vor Gott.

Für viele Gläubige, Juden, Moslems und Christen, reicht das Wissen um den Willen Gottes, um überzeugt sagen zu können, sie seien die Inhaber der Wahrheit und des Rechts und dieses Wissen allein mache sie gerecht.

Ist das so? - Wenn es so wäre, warum ist es dann notwendig, dass Gott die Gläubigen ermahnt?

Das Gesetz zu kennen, die Wahrheit zu wissen allein reicht doch nicht aus. In gewisser Weise ist dies Voraussetzung um nach Gottes Willen zu handeln. Paulus schreibt, dass auch die Heiden in sich selbst Seinem Gesetz folgen, da es im Gewissen eines jedes im Grunde angelegt ist.
So kann ein jeder diesem Gesetz folgen.

So urteilt auch jeder Kenner des Gesetzes über andere mit diesem Maßstab.

Doch wie sieht es mit uns selbst aus? Sind wir in der Beurteilung unserer Gedanken und Taten genauso gründlich? Oder schenken wir uns einen Freiraum, weil er uns gerade in den Kram passt?
Vorsicht!

Eine strenge Mahnung ist es heute, die uns gesagt wird und die uns nicht oft genug gesagt werden kann.
Es ist eine Mahnung, die wir uns allezeit vor Augen halten sollten, besonders dann, wenn wir versucht sind andere zu beurteilen und damit zu bewerten – denn tun wir in einem solchen Moment nach Gottes Willen, oder greifen wir Seinem Wissen und Willen vielleicht vor?

Wenn wir uns mit anderen und andere mit uns vergleichen, vielleicht sollte die Frage dann einmal sein: „Mache ich diese Fehler auch?“, „ Wie konnte ich der Versuchung entrinnen, kann ich vielleicht helfen, einen anderen Weg zu finden?“, „Habe ich denn für das Wohl dieses Menschen gebetet?“, „ Habe ich nach dem Willen Gottes an diesem Menschen gehandelt oder habe ich vielleicht Mitschuld auf mich geladen, weil dieser mir nicht mein Nächster war, als er mich brauchte?“
Noch viele Fragen lassen sich finden, die uns helfen können, nach dem Willen Gottes zu handeln.
Immer sollten wir versuchen, nach Gottes Wort und Weisung unser Leben zu gestalten und auszufüllen.

HERR, wir sind unzulänglich und können nicht vor Dir bestehen. Täglich fallen wir ab und handeln gegen Deine Weisung, indem wir werten und urteilen (mit welcher Vorsilbe auch immer).
Wir dürfen wissen, das du uns liebst und dass du in deiner allumfassenden Gnade bereit bist uns zu vergeben, doch wir bitten dich, schenke uns ein demütiges und liebendes Herz, dass wir deiner Weisung, unseren Nächsten zu lieben wie uns selbst, folgen können und sie tun, dass wir von Selbstsucht, Eigensinn und Rechthaberei befreit sind, durch von Dir ausgefülltes Herz und Sinn .
DU bist der HERR und DU schenkst uns nach deinem Willen und Rat. Bewahre uns und halte deine Hand über uns und schenke uns deinen Frieden.
AMEN

27. Mai

 

Herr, lass mich wieder genesen und leben!
Jesaja 38,16

Als der Aussätzige Jesus sah, fiel er nieder auf sein Angesicht und bat ihn und sprach: Herr, willst du, so kannst du mich reinigen. Und er streckte die Hand aus und rührte ihn an und sprach: Ich will's tun, sei rein!
Lukas 5,12-13

Heilung!
- von Krankheit
- von Schmerzen
- von Verletzungen an Körper und Seele

HERR, wie sehr brauchen wir Menschen Heilung?
Wie nötig ist die Gesundung der von dir getrennten, kranken Herzen?

Wie gut tut es, wenn du Heilung schenkst.
JA, DU schenkst Heilung, bei dir werden wir gesund.
DU erhörst Gebet und Flehen – damals wie heute.

Reinigung!
- von Schmutz
- von Sünde
- von Falschheit im Herzen

HERR, wie nötig ist es, dass du uns reinigst.
Über und über beschmutzt sind wir und beladen mit Sünden, die wir tagtäglich anhäufen.
DU bist es der abwaschen kann alle Sünden, du bist reinigendes Wasser und oft auch die Bürste, die nötig ist um die verhärtete Kruste der Schuld aufzubrechen.
Danke, dass du geduldig bist und uns immer wieder durch das reinigende Wasser ziehst und nicht ruhst bis wir uns unter das reinigende Blut Jesu begeben, das auch den letzten fleck entfernt, dass uns ermöglicht, das alte Leben auszuziehen und neu angezogen vor dir zu erscheinen.

Dann können wir vor dich kommen und dich loben, für deine Gnade und Liebe, die für uns erkennbar gewordene Geduld, deine unermüdliche Arbeit an uns und unseren Seelen.
Wir können danken für alles Harte und weiche, für deine führende Hand.

Ich bitte dich HERR; lass mich demütig bleiben, nein demütig werden und bleiben vor dir. Bewahre mich vor der immer wiederkehrenden Selbstüberschätzung und der Erhebung über die Notwendigkeit deiner Gnade und Vergebung. Schenke mir bitte immer wieder neu, die Einsicht in meine Fehler und Dankbarkeit für deine Gnade und Liebe. Lass mich nicht zur Ruhe kommen, wo keine ist, wo falsches Denken mir die nötige Umkehr verdeckt.

HERR, wir brauchen dich tagtäglich und mein Gebet ist nicht tief genug, meine Rufe nicht laut genug, sie sind so leise, dass ich sie selbst kaum höre. Schenke mir Kraft und Mut dich anzurufen, schenke mir Ohren, die deine Antwort hören.
Lass deine schützende und bewahrende Hand über mir und schenke mir Ruhe und Frieden allein bei dir.
Danke, dass du da bist und wir Menschen jederzeit zu dir kommen dürfen.
AMEN

28. Mai

 

 

Sprich nicht: »Wie einer mir tut, so will ich ihm auch tun und einem jeglichen sein Tun vergelten.«
Sprüche 24,29

 

Jesus sprach: Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar.
Matthäus 5,39

Nicht: gleiches mit gleichem - sondern gutes mit besserem vergelten.
Das fällt uns noch relativ leicht.

Aber böses mit gutem vergelten?
Das ist doch wie Perlen vor die Säue, Kraft- und Energieverschwendung, dumm, in der heutigen Zeit völlig unangebracht.

Ist das so?
Oder ist es nicht leichter für uns, den Ärger, die Wut, die Enttäuschung, alles was wir an solchen Gefühlen und die dazugehörigen Gedanken einfach vor Gott zu bringen.
ER nimmt uns dies alles ab und macht uns damit frei – frei von der Last uns rächen zu müssen, frei davon gleiche Schuld auf uns laden zu müssen.

Aber der HERR setzt noch eins drauf. – die andere Backe auch hinhalten!
Das ist doch zuviel des guten!
Nein, das wollen wir nicht
Wir wollen nicht leiden oder Schmerzen auf uns nehmen, die zu allem Übel auch noch ungerechtfertigt sind. Und dann auch noch doppelt?

Nicht widerstreben dem Übel – hm.
Das Unrecht dulden, ja mit gutem Vergelten.

Das Unrecht dulden – na ja, das geht noch, das bedeutet für mich es vor Gott zu bringen und ihn etwas draus machen zu lassen, bisher war es am Ende doch zu etwas gut.
Jemandem der mir schaden will, und ich weiß darum, nun, dann ist der Schaden am Ende geringer, denn ich konnte vorbeugen.
Diesem Gutes zu tun, verhindert vielleicht den Schaden, den er anrichten wollte.

Der bereits frühere Umgang mit der hier gestellten Aufgabe hat mir geholfen und ist mir Hilfe, einfach von dem anderen weg, zu mir hin zu kommen.
Nicht auf das schauen, was der andere tut, sondern auf mein Handeln.
Am Ende können wir davon ausgehen, dass der andere sein Handeln nach: wie du mir, ... ausrichtet, also irgendwo verletzt ist. Also ist die Frage, wie kann ich ihm sein Leid lindern.

Schwer zu ertragen ist die gestellte Aufgabe auf den ersten Blick – und doch im Grunde einfach.
Nicht mich als Gut und Toll überbewerten, sondern den anderen hochachten und ihm nach seinen Bedürfnissen begegnen. Nicht unbedingt nach seinem Willen, wenn wir sehen, dass es Schaden anrichten würde, aber ihm doch so begegnen wie wir uns selbst begegnen würden in einem solchen Moment.

Herr, das was Du im heutigen Wort von uns forderst ist wirklich schwer bewusst zu leben. Ja ich möchte so sein, dass mich die Verletzungen anderer nicht treffen, dass ich über den Dingen stehe und beispielhaft handle, im Umgang mit anderen Menschen, aber das Handeln dazu ?– Du weißt, dass ich normalerweise nicht absichtlich Schaden anrichte bei anderen. Aber du weißt auch, dass ich im Ärger losgehe und mit anderen darüber rede. Mein reden ist dann voll Ärger und ich spreche vermutlich auch ungerechtes aus. Dann schade ich aber doch dem Verursacher meines Ärgers, denn ich bestimme damit die Gedanken anderer mit, ich nehme Einfluss auf deren Denken über den Verursacher meines Ärgers und schaffe Vorurteile. Das ist nicht richtig

Es wäre nötig, das ich unverletzlich bin, immun gegen die Ungerechtigkeit anderer, dann müsste ich nicht schlecht reden über andere. Ich müsste auch demütig sein bis ins kleinste und dürfte mich nicht erheben in meinem Denken über andere.
HERR, wie ist das erreichbar? Ist das denn erreichbar? Oder ist das alles Unfug?

Eines weiß ich aber: Ich will dir nachfolgen, ich als gut befunden werden und das kann ich nur mit deiner Hilfe, aus deiner Gnade und Vergebung heraus.
Ich bitte dich, steh mir heute in den Anfechtungen bei, die mir begegnen, die mich herausfordern wollen und lass deinen Geist wirken.
AMEN

29. Mai

 

Wohl dem Menschen, dem der HERR die Schuld nicht zurechnet, in dessen Geist kein Trug ist!
Psalm 32,2

Der Vater sprach: Lasst uns essen und fröhlich sein! Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden.
Lukas 15,23-24


Wie gut geht’s uns doch!
Ich glaube manchmal ist uns nicht wirklich klar wie viel Grund zum Danken wir haben.

Ich denke an den verlorenen Sohn.
So viel hat meine Geschichte mit der seinen zu tun.

Wieviel größer sind die Gnade, das Erbarmen, die Liebe Gottes als die dieses Vaters. Wie viel mehr Grund haben wir ihm zu danken und uns demütig zu beugen vor ihm.

Wie dankbar kann ein jeder sein, dessen Geschichte der des jüngsten Sohnes gleicht und nicht der des Älteren.
Obwohl der Ältere stets treu zum Hause seines Vaters stand, ist ihm nicht die Liebe und Freude des Vaters in gleicher oder größerer Weise erfahrbar geworden.
Die Umkehr des Jüngeren und die Heimkehr war Grund zu größter Freude.

Oder die Sünderin, die des HERRN Füße mit ihren Tränen wusch und mit ihren Haaren trocknete. Wie tief konnte sie die Gnade empfinden., die ihr in der Vergebung ihrer Sünden zuteil wurde.

Wie viel mehr ist uns die Güte des HERRN nahe als David, der noch nicht wusste um das was Jesus Jahrhunderte später für uns Menschen tun würde.
Und doch kannte er die Vergebung und wusste um die notwendige Einsicht der Sünde und ihr Bekennen und die Beugung unter die Gnade des Herrn. Er durfte sich freuen, er durfte wissen und erfahren, dass der HERR ihm vergibt.

Lasst uns danke sagen dem HERRN, seht welche Unzahl an Sünden uns vergeben sind, durch die Gnade des HERRN und den Sündentod Jesu, den wir unter dem Kreuz annehmen.
Lasst uns danke sagen, für das Geschenk, dass uns in Jesu Tod zu teil wurde.
Lasst uns danken dem HERRN, denn seine Güte ist unser Schutz und Heil.
AMEN

30. Mai

 

Unser Leben währet siebzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre, und was daran köstlich scheint, ist doch nur vergebliche Mühe.
Psalm 90,10

Paulus schreibt: Unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit.
2.Korinther 4,17


alles umsonst?
Das eine ja, das andere nein!

Was ist was?

Das Leibliche:
Das, was wir zu unserem leiblichen Wohl brauchen, Essen, Wohnung, Kleidung, Bewegung usw. das alles kostet, das alles zu erwirtschaften macht uns müde – und wofür?
Einfach nur, dass wir satt sind, ein Dach über dem Kopf haben und nicht nackt herumlaufen.

vielleicht auch damit wir scheinen können vor anderen, zeigen, was wir haben- doch dann geht es uns ja schon richtig gut, sind in der Position, wo wir uns um das wirkliche leibliche Wohl keine Gedanken mehr machen müssen.

Und doch – alles vergebliche Mühe.

Denn wofür schaffen wir, häufen Güter und Geld an, was nützt es uns, wenn unsere Zeit abgelaufen ist? Nichts, gar nichts!

Viele schaffen dafür, dass ihre Kinder es einmal besser haben, viele machen sich die Knochen kaputt, dafür dass Essen auf dem Tisch ist.

Mein Mann klagt oft, er fragt sich wo das, was er erarbeitet bleibt. Eine Zeit lang wollte er kein Konto haben, er wollte sein Geld in bar, damit er wenigsten mal sieht, was er schafft.

Es bleibt wie es ist: Gott sprach zu Adam bei der Vertreibung aus dem Paradies
„ ...verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. 18 Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. 19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. ....“

Und das leben wir heute.

Und das andere?
Das ist der geistige, geistliche und seelische Anteil in uns. Die Seite, von der die Bibel sagt:
„ der Mensch lebt nicht von Brot allein.“

Was ist es, was uns da ausmacht, was ist da die Trübsal, von der Paulus spricht?

Wir sind in jeder Hinsicht bestimmt durch unser Denken und Fühlen.

Wenn wir nur das sehen, was ich oben beschrieben habe, dann ist die Frage, warum wir überhaupt schaffen,
entweder wir schaffen gar nicht, denn wir leben in einem Staat, der uns die lebensnotwendigen Dinge zur Verfügung stellt und sofern wir uns damit begnügen, ist Leistung und Arbeit im Grunde nicht nötig.
Oder wir schaffen wie die „Blöden“, weil wir den Wert unserer Selbst und unseres Lebens im hier und jetzt sehen und möglichst ausschweifend die Erfolge unserer Arbeit leben wollen.
Nur wenige Menschen wahren einen angemessenen Abstand zu Gier und Besitzdenken, nur wenige Menschen schaffen zum Wohl anderer, teilen was sie haben, geben gern an den Staat, damit die von der Gesellschaft benachteiligten auch leben können.

Was aber ist, wenn unser Denken und Fühlen von Gott bestimmt ist, weil wir aus der tiefen Erfahrung seiner Fürsorge heraus, Ihn als HERRN und Wegweiser für unser Leben angenommen haben und nun ganz Ihm unterstellt sind.
Was ist nun anders?

Es ändert sich das Verhältnis zum Leben, zu Besitz, zu Verdienst, einfach zu allem, was lebensnotwendig ist.

ER ist unser Reichtum, unsere Zuflucht, unser Lebensinhalt, unsere Zukunft in Ewigkeit.

Gottes Eingreifen in unser Leben bewirkt, dass alles hinter Ihn zurücktritt, alles an seinen Platz kommt. Wir haben unser zu Hause im Himmel, bei Ihm, er hat uns einen Platz in der Ewigkeit zugesagt und das ist verbindlich.
Wir dürfen wissen, dass das hier und jetzt nicht alles, ja nichts ist. Wir brauchen nur zu vertrauen. ER sorgt für uns und wir brauchen nicht zu sorgen. Wir tun es trotzdem, wir sind eben nicht frei von der Welt, Und doch können wir uns an Ihn wenden, wenn wir nicht weiterwissen und ER greift ein, immer wieder, mal mehr, mal weniger.
ER öffnet Türen, oder schließt sie, er schenkt oder er nimmt – immer zu unserem Wohl.

Es macht es so einfach, wir brauchen es nur anzunehmen, denn es dient unserem Besten – nicht unbedingt im hier und heute, nicht unbedingt mit weltlichen Vorzügen, manchmal sogar mit viel Verzicht.

Doch wir wissen, dass alles hier im Grunde nichts ist, das unser Schatz im Himmel ist. Und diesen Reichtum kann uns kein Mensch nehmen!
Dafür danke ich dir HERR und preise deinen wunderbaren Namen. DU bist Schöpfer und HERR aller Dinge und DU gestaltest mein Leben, dir zum Wohlgefallen.
Bewahre mich vor Stolz und Hochmut, Gier und Eigennutz, schenke mir Liebe und Barmherzigkeit für meine Nächsten und Fernen. Lass mich dir dienen und dich preisen, denn DU bist der HERR.
AMEN

31. Mai

 

Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtig; der HERR aber ist noch größer in der Höhe.
Psalm 93,4

Als der Pfingsttag gekommen war, waren die Jünger alle an einem Ort beieinander. Es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel. Und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist.
Apostelgeschichte 2,1-2.4


Leid, Elend, Tod, Verletzungen, Verlust, Schmerz, Bosheit (eigene und fremde), Gier, Sucht nach was auch immer – das alles und vieles mehr sind Mächte in unserem Leben.
Mächte gegen die wir uns nicht wehren können, die uns über kommen, wie die Wellen des Meeres.
Dabei ist es ganz egal, ob das Wasser ruhig ist oder gerade ein Sturm tobt.

Fakt ist, wenn der Boden unter den Füßen fehlt, dann können wir eine zeitlang schwimmen, aber irgendwann verlieren wir die Kraft, dann bleibt nur aufgeben und wir können uns selbst zuschauen, wie wir versinken, in Trauer, Trostlosigkeit und Hoffnungslosigkeit, wir können erleben wie die Welt um uns Dunkel wird und dumpf, alles rückt in die Ferne, wir sinken, und das Licht, das da ist wo wir Atem holen, an der Oberfläche ist ein kleiner Punkt, ganz ferne.
Rebellisches Aufbäumen, um Leben ringendes Rudern gegen das unvermeidlich scheinende.
Wir wollen atmen, leben in uns aufsaugen, vergeblich, wir sind zu tief gesunken. Dann geben wir auf, wir sehen uns zu wie wir weiter sinken und es ist egal, es macht nichts mehr aus, es ist still. Wir sind allein mit uns. Um uns ist Dunkel und Schweigen, in uns ist es dunkel und stumm. Wir haben sie besiegt :die Ängste, die Trauer, die Schmerzen, das Leid, denn alles ist egal.

Haben wir gesiegt?
Ist nicht doch in uns ein Schreien, ein Flehen, ein schmerzvolles Rufen um Hilfe?
Ist nicht in unseren Augen all das sichtbar, was wir selbst nicht mehr spüren können?

Die Augen werden auch genannt Spiegel der Seele.

Schauen wir doch einmal in den Spiegel, sehen wir uns in die Augen, sehen wir unseren Mitmenschen in die Augen.

der HERR aber ist noch größer in der Höhe.

Was? Ist da jemand?
Ist da jemand an den ich mich wenden kann, jemand der mich aus der Tiefe ziehen kann, zurück an die Oberfläche, wo ich Atem holen kann?
Sollte es möglich sein, dass jemand größer ist als das was mich nach unten zieht, dessen Arm länger ist, als die Wasser die über mir sind?
Jemand der mich oben hält, wo ich doch keine Kraft mehr habe?

JA, da ist EINER!
Einer, der dich kennt schon bevor du warst.
Einer, der dich liebt und in die Arme nehmen will.
Einer, der die Lasten auf deiner Seele nimmt, die dich nach unten ziehen.
Einer, der neben dir ist, mit dir bis in die tiefsten Tiefen deines Lebens mitgegangen ist.
Einer, dessen Hand du nur zu ergreifen brauchst.
Einer, der dich hört und wartet, dass du seinen Namen rufst.
Einer, der dir nicht seinen Willen aufzwingt, sondern deine Entscheidung respektiert

Dieser EINE ist GOTT!
Dieser EINE ist Mensch geworden in JESUS!
Dieser EINE kennt alle Leiden, er hat sie selbst erlebt. Und
Dieser EINE war noch tiefer als du. Und
Dieser EINE hat die Macht, auch dich von dort zurückzuholen!

Wie lange willst du warten?
DU musst nur zugreifen.

Er hat auch dir versprochen:
Jes 43,1.... Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!

Ruf IHN an und ER wird dich erretten

WO ICH AUCH STEHE oder mit TextBibel-tv "Singmit"

 

 

Wo ich auch stehe, du warst schon da.
Wenn ich auch fliehe, du bist mir nah.
Was ich auch denke, du weißt es schon.
Was ich auch fühle, du wirst verstehn.

 

Und ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst.
Und dass du mich beim Namen nennst und mir vergibst.
Herr, du richtest mich wieder auf,
und du hebst mich zu dir hinauf.
Ja, ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst.

 

Du kennst mein Herz, die Sehnsucht in mir.
Als wahrer Gott und Mensch warst du hier.
In allem uns gleich und doch ohne Schuld.
Du bist barmherzig, voller Geduld.

 

Und ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst.
Und dass du mich beim Namen nennst und mir vergibst.
Herr, du richtest mich wieder auf,
und du hebst mich zu dir hinauf.
Ja, ich danke dir, dass du mich kennst und trotzdem liebst.

 

Danke, dass dieses Lied in tiefster Gewissheit in mir klingt und ich von ganzem Herzen mitsingen kann.
Danke, HERR, dass ich ich dir danken kann
AMEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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