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März 09

 

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR.
3.Mose 19,18

HERR, wer ist alles mein Nächster?
Eine seltsame Frage für einen Christen?
Nein, auch wenn die Antwort klar sein sollte.

Ich denke, jeder der mir im jeweiligen Moment nahe ist, ganz egal wo ich gerade bin. Das schließt Freunde, Kollegen, Familie, Feinde, einfach jeden ein.
Doch, Manchmal ist es schwer, seinen Nächsten zu lieben. Manchmal und doch gar nicht so selten können wir beim besten Willen keine Liebe für den uns gerade am nächsten stehenden empfinden, geschweige denn Vergebung oder Versöhnungsbereitschaft.

Ich bin gerade wieder einmal an einer solchen Stelle. Ich frage ernsthaft, soll das mein Nächster sein, wo soll ich noch Kraft und Liebe hernehmen um die ständigen kleinen Tritte und Verletzungen, die ewigen Sticheleien, das Misstrauen das mich empfängt, die Beschuldigungen und Schuldzuweisungen, die mit mir nichts zu tun haben, aushalten und vergeben. Ich will das nicht mehr.

Ständig muss ich Angst haben, nicht selbst so zu reagieren, dem anderen damit recht zu geben mit seinen Beschuldigungen, nicht selbst mein Vertrauen zu verlieren zu Gott und seiner Bewahrung. Ich will nicht Schuld auf mich laden und einen Menschen, der wohl von Gott an meine Seite gestellt ist, von mir weisen, ihn damit verletzen und verlassen. Doch ich kann einfach nicht mehr. Ich spüre die Wut in mir, eine Wut die zuschlagen will, in dieses höhnische und zynische Gesicht, voller Spott für meinen Glauben, meine Prinzipien. Dieser Mensch benutzt mich um seinen Frust loszuwerden, kann sich nur gut fühlen, wenn er andere klein macht und dann spürt er seinen Wert, wie gut und wie viel besser er als andere ist.

Ich will das nicht mehr ertragen und doch steht da in SEINEM WORT : Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst, tue anderen nur das, was du willst das sie dir tun, halte die andere Wange hin, vergib siebenzig mal sieben mal und Die Rache ist MEIN.

HERR, ich weiß ich sollte dich um Kraft bitten, alles nach deinem Willen auszurichten und zu leben, doch ich weiß beim besten willen nicht, was du von mir erwartest. Wenn ich diesen Menschen von mir weise, tue ich ihm und dir Unrecht, oder nicht? Manche Menschen sind so voller Wut und Traurigkeit, dass sie nichts anderes ausstrahlen. Sie merken nicht, wie sehr sie ihre Mitmenschen verletzen und staunen über die Aufgebrachtheit. Sie sagen einem wie wichtig und geliebt man ist und doch scheinen es nur Lippenbekenntnisse, denn die Taten strafen ihre Worte Lügen und zeigen, dass sie sich doch nur selbst am Nächsten sind.

Sind diese Menschen unsere Nächsten??
HERR, ich will es versuchen, dein Wort steht über diesem Monat. Schenke mir die Liebe, mit der DU liebst, die Kraft mit der DU vergibst. Zeige mir, wo ich selbst so ein Unmensch bin und andere verletze, denn ich stehe ganz sicher nicht über den Dingen und bin nicht weniger schuldig.
HERR, bitte nimm mir die Angst, die mich nicht vertrauen lässt, das Misstrauen, dass mich hindert, diesen Menschen zu lieben wie mich selbst, und bitte hilf mir mich selbst zu lieben, denn wie sollte sonst die Liebe zu anderen aussehen, wenn die zu mir nur klein und kümmerlich ist. Doch bei allem lass mich demütig bleiben vor dir HERR und bewahre mich vor Urteilen die mir nicht zustehen und schenke mir die Kraft zu Vergebung, wie du mir vergeben hast.
AMEN


01. März

HERR, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt.
Psalm 26,8

Das Haus Gottes, das ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler und eine Grundfeste der Wahrheit.
1.Timotheus 3,15

Lag ich gestern falsch?
Ich denke nicht. Sein Haus ist da, wo wir zu seinem Lob zusammenkommen, wo seine Nähe in unserem Glauben und in der Gemeinschaft spürbar und erfahrbar wird.
Das sind die Orte, die wir suchen sollen, wo wir uns zu Hause fühlen können.
Eins ist heute noch klarer. Allein kann ich keine Gemeinschaft haben, allein ist mein Körper sicher auch ein Tempel des Herrn, der Ort, an dem Sein Geist wohnen will, um mir beizustehen und mich zu stärken, aber die wirkliche Kraft seiner Liebe und Nähe liegt in der Gemeinschaft der Gläubigen. Und wenn ich mit offenen Augen, Ohren und Herzen in einen Gottesdienst, eine Gemeinschaftsstunde, einen Hauskreis oder eine Bibellesestunde gehe, dann kann ich IHN dort spüren und erfahren, sein Wort hören und in mich aufnehmen, mich stärken und Kraft in seinem Geist aufnehmen für die Zeit in der ich sein Tempel sein soll und sein Licht zur Verkündung seiner Liebe.
Allein aus mir bin ich nicht in der Lage zu führen und zu leuchten. Allein und ohne Gemeinschaft laufe ich Gefahr, mir Sein Wort nach meinem Willen auszulegen, ich kann nicht sehen und nicht hören, wie Gott mich zur Ordnung rufen will, mir Denkanstöße geben will, mich führen will.
Der Ort seiner Ehre und Wahrheit ist dort wo sein Wort verkündet wird, und das ist oftmals eben doch eine Kirche, oder was mir näher ist, weil kein Prunk mich ablenkt und keine Kirchengeschichte mir das Herz schwer macht, eine Freikirchliche Gemeinde.

Wo ihr Gemeinschaft findet und habt mit anderen Gläubigen ist nicht ausschlaggebend, doch dass ihr sie habt ist sehr wichtig, denn der HERR sagt, wo zwei oder drei in meinem Namen zusammenkommen,...
Es ist also tatsächlich nicht der Ort entscheidend sondern die Beweggründe der Herzen, und Sein Wort unter dem wir stehen.

HERR ich danke dir für dein Versprechen, da zu sein, wo wir in deinem Namen uns finden zu deinem Lob und zu deiner Ehre. Ich danke dir, dass du dort, in Menschen die dir nahe sind die Antworten bereit hast, die wir suchen und brauchen. Ich bitte dich, lass uns den Ort finden an dem wir dir nahe sein können und dich erfahren können.
Ich bitte dich für unsere Gemeinden, dass sie unter deinem Namen und zu deiner Ehre zusammenstehen, dich loben und dein Wort verkünden, deine Liebe leben und kein falscher und böser Geist sich einschleiche und Unmut und Unwillen verbreite. Du bist das Haupt unserer Gemeinde, auf dich wollen wir an allen Orten ausgerichtet sein. Stärke uns und zeig uns unseren Platz in der Gemeinde und im Leben, den Platz, den du uns zugedacht hast, an dem wir unsere Aufgaben nach deinem Plan erfüllen können.
HERR, danke, dass du uns die Gemeinden geschenkt hast, in denen wir dich finden können und dir nahe sind.

AMEN


02. März

 

Zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief, sagte ich: Hier bin ich, hier bin ich!
Jesaja 65,1

Die sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an dem Pfingsttage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen.
Apostelgeschichte 2,41

Wen meint das Wort aus Jesaja 65?
Sind es die Israeliten, die IHN vergessen haben und nicht hören wollten, IHN nicht anriefen und suchten – oder – spricht dieses Wort von den Heiden?

Fakt ist, durch JESUS sind die Tore zum Himmel und zum Heil in der Gnade unseres HERRN allen Menschen geöffnet, die seine Stimme hören und seinem werbenden Rufen folgen.
In seinem Tod ist unsere Sünde begraben und wir sind frei, dies ist ein unglaubliches Geschenk der Gnade.
Und dem HERRN sei Dank für jedes Herz, dass sich öffnet für ihn, für jeden Irrweg, der beendet ist.
Dem Herrn sei dank, für seinen Ruf, der an unsere Ohr gedrungen ist und dafür, das unser Herz offen war für sein Wort, denn er hätte es auch verstocken können. Doch er hat uns Menschen lieb und jeder kann ihn hören. Wichtig ist, abzuschätzen, wo wir unseren Schatz haben. Wenn wir an der Welt festhalten, welche Hand soll dann der HERR in seine legen?
Beide Hände sollte wir erheben zu seinem Lob und um zu empfangen aus seinen Gaben.
Mein Mann sagt immer Eine Hand klatscht nicht, wenn er das auch in einem anderen Zusammenhang meint. Doch ich denke auch hier ist es wichtig sich Gott ganz zuzuwenden, Ihm beide Hände zu reichen und nicht mit einer krampfhaft festhalten, was er vielleicht gar nicht für uns vorgesehen hat.
Sein Wort sagt uns, dass wir ihn ihm alle Fülle haben werden und nur gewinnen können.

Und das wunderbare ist schlussendlich, dass wir gerufen sind, ganz egal, ob nun nach unserem Geschlecht jüdisch oder heidnisch. Denn alle sind gerufen zur Buße und zur Umkehr zu IHM. Und wir dürfen Frieden finden bei IHM.

03. März


Schafft Frieden in euren Toren!
Sacharja 8,16
Das ist´s aber, was ihr tun sollt: Rede einer mit dem andern Wahrheit und richtet recht, schafft Frieden in euren Toren, und keiner ersinne Arges in seinem Herzen gegen seinen Nächsten, und liebt nicht falsche Eide; denn das alles hasse ich, spricht der Herr. (Sacharja 8, 16.17)


Der Friede Christi regiere in euren Herzen; und seid dankbar.

Kolosser 3,15
So ziehet nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; und vertraget einer den andern und vergebet euch untereinander, wenn jemand Klage hat wider den andern; gleichwie der HERR euch vergeben hat so auch ihr. Über alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit; und der Friede Christi regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seid in einem Leibe; und seid dankbar. (Kolosser 3, 12- 15)


Herr, ich danke dir für deine Antwort (auf meine Fragen zum Monatspruch), auch wenn ich dir sagen muss, dass das nicht einfach sein wird. Gleichzeitig frage ich dich dennoch wer ist mein Nächster?!
Auch möchte ich mich darauf berufen, dass diese Worte wohl an die Menschen innerhalb einer Gemeinde gerichtet sind, also an Menschen, die Jesus als ihren HERRN anerkannt haben und unter seiner Gnade leben wollen.

DU kennst meine Herausforderungen, ich glaube wohl, dass du mich zu Geduld und Liebe rufst, auch gegenüber denen die dich (noch) nicht kennen und lieben als den HERRN der Gnade und des Erbarmens, doch HERR, ich muss dir sagen, die Kraft dazu kann ich allein von dir bekommen.
Du weißt um alles was ich höre und was aus meinem Mund kommt, HERR vergib mir, wenn ich in der Wut etwas falsches sage, wenn es um Deine Worte geht und um den Glauben an dich und um die Vergebung die wir von dir erhalten, bitte lenke du meinen Mund und bestimme die Worte die ich rede. Ich will gewiss nicht, dass ein Mensch der deine Vergebung braucht durch mich vergrault wird.

Doch wie kann ich schweigen, wenn jemand glaubt, er käme zur Vergebung, ohne zu begreifen, wer Jesus war und ist und dass ohne seine Versöhnungstat, das alles nicht möglich ist.
HERR, es ist nötig, dass du mich lenkst und meine Worte überwachst, dass du mir Frieden schenkst und innere Ruhe, ich bin voll Unzufriedenheit und Ärger. Ich lege alles vor dich hin, bitte nimm es weg und befreie mich davon. Damit ich deinem Wort folgend, nach deinem Willen handeln und reden kann.

Du sagst „werde heil“ und ich kann heil werden. Daran will ich mich halten. In deinem Heil steckt die Kraft der Liebe auch zu dem „schlimmsten“ Nächsten in meiner Umgebung. DU kannst mein Verhältnis zu dir und zu den Menschen heil werden lassen. Daran halte ich mich fest und dafür danke ich dir.

AMEN


04. März

 

Du machst fröhlich, was da lebet im Osten wie im Westen.
Psalm 65,9

Euer Vater im Himmel lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Matthäus 5,45

Herr, du hältst an unserem Gespräch fest?
Hab Dank dafür!

Ja, du bist über allem und deine Güte und Liebe gilt allen und allem.
Du wachst über jeden einzelnen und segnest unsere Tage. Darüber können und sollen wir fröhlich sein, überall auf der Welt.

Ja, du lässt die Sonne aufgehen und schenkst Regen, ohne Unterschied auf wen. Und das ist gut, denn sonst würden wir alle nicht leben und gedeihen können. Denn wer ist gut und wer gerecht, vor Dir, HERR.
Ich danke, dir für die Erinnerung, dass du deinen Segen schenkst, und für dein Erbarmen mir und meinen „Feinden“ gegenüber.
Stärke mein Herz in der Liebe zu anderen und besonders zu denen, die zu tragen mir schwer fällt.
Halte mich in deiner Gnade, dass auch in mir die Fülle deiner Liebe wohnt, die leuchtet egal ob für Gute oder Böse, zumal mir die Unterscheidung nicht zusteht, da ich nicht in das Herz meines Gegenübers schauen kann.
Halte meinen Verstand und mein Herz wach, dass ich erkenne, wenn ich Unrecht tue, wenn ich versucht bin, deine Gebote zu übertreten, halte mich zurück!

Bewahre mich davor, zu glauben, ich sei besser, oder Dir näher als andere, Bewahre mich vor dem Irrtum, ich könnte ein besserer Mensch sein, wenn du mich nur ließest. Halte mich im Hier und Jetzt und segne meine Mitmenschen mit mir.

Unter der Sonne deiner Gnade und dem Regen deines Segens können und werden wir wachsen, so wie du es uns schenkst und wie es willst.

Ich danke dir, dass du meinen Schmerz und meine Traurigkeit heilst und mir deinen Frieden in deinem Wort zuteil werden lässt. Segne diesen Tag und gib, dass ich deinen Frieden festhalten und weitergeben kann. Festhalten im Sinne von nicht verlieren und weder fahrlässig noch vorsätzlich vergessen und weitergeben an jeden, der mir begegnet, und das möge beginnen mit dem Wachwerden meiner Familie.
Segne unser aller Tag.

Und HERR, etwas was ich oft vergesse: Hab dank, für die Nacht, die du schenktest, die Ruhe die wir finden durften und hab Dank, für den neuen Tag den du schenkst, ein Tag unter deine Gnade und unter deinem Segen. Hab Dank, dass wir uns noch bewähren dürfen und deine Nähe und Liebe erfahren können, die uns zur Umkehr aus dem alten Leben und den alten Fehlern führen will.
Hab Dank für deine Geduld mit uns Menschen.
Was für uns unmöglich ist, dass ist bei Dir möglich.
Dafür danken wir dir und darauf vertrauen wir.
AMEN

05. März

 

Singet dem HERRN, rühmet den HERRN, der des Armen Leben aus den Händen der Boshaften errettet!
Jeremia 20,13

Jesus sprach: Selig seid ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer.
Lukas 6,20

Total krass.
Dieser Satz, den Jeremia hier spricht, liegt soweit ich es überblicken kann in einem Ruf zu Gott, der so voller Schmerz und Leid ist. Und doch ist dieser eine Satz da. Die Verse im 21. Kapitel lassen das Gefühl aufkommen, Jeremia sei gerade am Verzweifeln an Gottes Wort, doch dieser Satz zeigt, das dem nicht so ist.
Dieses Gebet ist ein Rufen zu Gott, dass der HERR sich seiner erbarme, ihm die Schmerzen und das Leid nehme, und es klingt die tiefe Gewissheit heraus, dass er in Gottes Hand ist und ihm vertrauen kann.

Jeremia hatte ungleich mehr zu tragen als die meisten von uns heute. Eigentlich können wir froh sein, dass wir diese Bürde nicht tragen müssen. Es wäre wohl ein fast aussichtloser Kampf.
Auf der anderen Seite, weiß ich von vielen Gläubigen, die in der Mission und Sendung in Jesu Namen ihre Berufung haben und Gott auf diesem Wege dienen. Wie oft werden diese Menschen wohl an einem solchen Punkt sein. Wie sehr brauchen sie Gottes Antwort und Halt um nicht an der Blindheit der Menschen irre zu werden.
Da meine ich jetzt nicht nur die sogenannten Atheisten, die zur Umkehr gerufen werden. Nein, im Gegenteil. Auch Jeremia spazierte nicht unter Heiden, sondern diente Gott indem er sein Volk zur Umkehr und zur Buße rief.
So müssen auch wir Christen immer wieder gerufen werden. Sender und Empfänger der Botschaft Christi sind immer wieder auf Irrwegen unterwegs. Immer wieder brauchen wir jemanden, der uns zurückruft, der uns sagt, was du grad machst, ist Sch... .

Ich bitte dich HERR, hilf uns, dass wir die Verkünder deines Wortes nicht an dir und ihrem Auftrag irre werden lassen. Schenke den Verantwortlichen in Kirche, Gemeinde und Mission Kraft und Segen, dass sie die richtigen Worte finden, uns zu treffen, wo wir fehlen, dass sie dein Wort in sich tragen und uns deinen Weg weisen, der uns Segen und Heil ist.
Öffne unsere Ohren und Augen, bewege du unsere Hände zu deinem Lob.

Jesus ist der Prophet und Hohepriester, der als Beispiel dient, allen die Ihm nachfolgen in der Verkündung des Heils, dass du schenkst. Er hat nicht nur unter dem Auftrag des Bußrufs gelitten, nein, DU hast ihn zur Sünde gemacht für unsere Schuld. Wie unvergleichlich schlimmer war und ist sein Leiden als das des Jeremia. Wie klein ist unser Bündel an Lasten im Vergleich zu dem, was er zu tragen hat, bis heute.

Herr du schenkst den Segen und das Heil. In deiner Hand liegt es, dass wir Menschen die Gnadentat deines Sohnes erkennen. Schenke, dass heute Menschen den Weg zu dir finden, lass deine Diener und Verkünder deines Wortes heute ein Segen sein, denen die dich suchen.
Schenke allen die zweifeln und verzweifeln an ihrem Dienst unter deiner Hand, Deinen Segen und die Gewissheit, dass du sie führst und stärkst, dass sie nicht allein sind.

HERR du bist groß und du bist allmächtig, wir die wir unter deiner Hand und unter deinem Frieden stehen sind gesegnet in deinem Wort.
Dafür danke ich dir.
AMEN

06. März

 

Sieht Gott nicht meine Wege und zählt alle meine Schritte?
Hiob 31,4

Dem, der euch vor dem Straucheln behüten kann, sei durch Jesus Christus, unsern Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit!
Judas 1,24.25

Wow!
Die Losung ist heute wieder ziemlich heftig, finde ich.
Dieses Kapitel 31 wirkt wie ein Gebet und Anklage an Gott. Hiob beschreibt seinen ehrbaren Lebenswandel und beruft sich darauf, dass Gott das alles live miterlebt.
Das heftige an der Sache scheint mir die Selbstgefälligkeit in seinen Worten, mit der er sagt, er bestehe ohne Schuld vor Gott. Er meint sich selbst rechtfertigen zu können. Selbst wenn alles so ist wie er sagt, darf ein Mensch so selbstgerecht vor Gott stehen?
Stellt sich Hiob jetzt nicht über Gott, wenn er sagt: Sieh her, ich zeige dir meinen gottgefälligen Lebenswandel, ich zeige dir, dass du mich falsch behandelst. Ist es nicht anmaßend Gott zu sagen, ob er recht tut.
Es ist doch so, das wir gar nicht wissen, warum Gott Dinge in unserem Leben geschehen lässt. Wir können nicht einschätzen: ist es Strafe oder Schulung, dienen wir als Beispiel oder ist es gar Segen, was Gott da tut.

Gut passt das Wort des Judas hier hinein. DEM, der uns vor dem Straucheln behüten kann, ... Gott allein also sei die Ehre ....
Gott kann uns vor dem Straucheln bewahren, vor der Selbstüberhebung, vor Besserwisserei , vor Belehrung anderer, vor dem Scheinen wollen, vor Übertritten irgend eines seiner Gebote.
Und nicht nur das. ER kann uns unsere Fehler zeigen und neue Wege gehen lassen.

HERR, ich bitte dich, bewahre mich vor Selbstüberschätzung und falschem Heiligenschein. Ich bin eine Sünderin. Ich war es in großem Maße und habe deine Vergebung und Gnade unverdient erfahren dürfen. Jetzt, wo ich mich auf dich berufe und mein Leben in deinen Händen weiß, bewahre mich davor, zu vergessen, wie schnell ich abkommen kann von deinem Weg. Hilf mir, dass ich nicht vergesse, dass du über allem stehst, dass du alles siehst, alles, auch das dunkelste Eckchen in meinem Herzen. Hilf mir, dass ich nie glaube, ich sei besser als irgendwer. Denn GUT bist du allein. Hilf mir, dass ich nicht sage: Ich handle doch nach deinem Willen, warum strafst du mich.
Ich bin klein und überheblich, wie schnell kann genau das geschehen, wie oft an einem Tage passiert genau das. HERR vergib mir und hilft mir, Deine Wege und Weisheit für mein Leben anzunehmen und mich nicht darüber zu erheben, denn allein deine Weisung und Wege sind richtig für mich, auch wenn ich sie nicht verstehen kann.
Ich weiß aus der Rückschau auf mein Leben, dass du gut für mich sorgst, dass du da warst an den tiefsten Enden und Abgründen und ich kann mich darauf verlassen, dass das, was du bei mir anfängst gut ist und du mich führen wirst und leiten.
HERR, halte mich fest, sooft ich selbstgefällig meine Hand aus deiner ziehen will, lass mich nicht los.
Dir allein sei Ehre und Macht und Herrlichkeit in Ewigkeit.
AMEN

07. März

 

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Psalm 23,5

Der Herr sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist alles bereit!
Lukas 14,17

Du bereitest mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. ...
Wie können wir diese Erfahrung und Gewissheit Davids in unserem Leben wiederfinden? Ich denke, die meisten kennen Psalm 23 und für viele ist er reich an Verknüpfungen und Erfahrungen im eigenen Leben. Mir geht es da nicht anders.
Was ist an diesem Vers besonderes? Für mich heißt er, dass ich nie verlassen bin, dass Gott meine Seele nicht hungern und dürsten lässt.
Ich bin in keiner Not, in der ich im eigentlichen Sinne körperlich bedroht bin. Nein, dieser Satz birgt für mich etwas anderes:
Egal, welchen Anfechtungen ich aus mir selbst oder durch meine Umgebung ausgesetzt bin, ich darf wissen, bei Gott finde ich Ruhe, Schutz, Sättigung. Alle inneren Zweifel, alle negativen Gefühle und Gedanken sind aufgehoben und unschädlich, wenn ich an seinem Tisch sitze, nichts kann mich zerfressen. Trotz dessen, dass diese Feinde meiner Seele da sind und mich bedrohen, sie können mir nichts tun. Ich bin bei meinem Herrn und unter seinem Schutz steht meine Seele, durch sein Wort.
Mit der Taufe bin ich gesondert genommen und sein Kind geworden, ich bin IHM unterstellt und er ist mein Arzt und Heiland. Ich darf Ihn loben und preisen, denn ich bin rein vor ihm, durch Jesu Blut, und SEIN HL: Geist ist ausgegossen für mich und über mich.

Das klingt nach ziemlich hochgestochenem Geschwafel, ich finde es meist sehr unangenehm, wenn jemand daher kommt und derartig daherschwätzt. Doch heute morgen fühle das so und leider fehlen mir die Worte es etwas „normaler“ auszudrücken. Kurz gesagt bin ich heilfroh, das es Gott gibt und er mich liebt und bewahrt und beschützt (auch vor mir selbst, denn ich bin mein größter Feind) und dass ich an seinen Tisch eingeladen bin.

Dem gegenüber steht der zweite Losungsvers. Immer wieder sagt uns Gott, dass wir an seinen Tisch geladen sind, bei Ihm satt werden dürfen und gesund. Und immer wieder muss Gott sich sagen lassen: „warte mal, ich muss noch ...“
Doch das ist die Fortsetzung dieses Verses. Heute steht da: „Kommt, alles ist bereit!“

Eine Einladung an den Tisch unseres HERRN, eine Einladung heil und gesund zu werden, Kraft zu schöpfen im Angesicht der Feinde unserer Seele. Eindeutig können wir alles was uns belastet und quält stehen lassen und zu Gott kommen, bei IHM Ruhe, Frieden und Heil finden.
Nun, „im Angesicht meiner Feinde“ lässt uns auch wissen, dass die Sorgen nicht verschwinden, doch ganz gewiss können sie uns an seinem Tisch nicht schaden und es ist gut, das zu wissen.

Herr, ich danke dir, dass ich bei dir Ruhe und Geborgenheit finde, dass du mir einen Platz des Friedens schenkst, an dem ich unter deinem Schutz eine Auszeit vom Kampf gegen meine inneren Feinde finden kann. Ich habe auf so besondere Weise die Kraft und die Wahrheit des Psalms 23 erfahren dürfen. Ich danke dir.
DU bist da, uns allen, die wir zu dir kommen und uns an deinen Tisch setzen, schenkst du deinen Segen, die Gewissheit, dass du da bist in allen Schwierigkeiten und unter allen Lasten.
HERR, manchmal wünschte ich dass ich deine Nähe realer und materieller erfahren könnte, doch ich weiß, dass es das nicht ist. HERR vergib mir, dass ich sooft mit meinem Bauch denke, bete und dich anrufe. Ich danke dir für deine Geduld mit mir und für deinen Geist, der mich weiterhin lehrt und mir hilft, zu erkennen, wo ich deine Hilfe und deinen Segen nötiger brauche als im leiblichen Wohl.
HERR ich sitze an deinem Tisch und mir mangelt nichts, an dem was ich wirklich brauche. Öffne meine Augen und Sinne, dass ich dass immer vor mir habe und dich nicht zu einem Wunschbrunnen degradiere.
AMEN

08. März

 

Hütet euch, dass sich euer Herz nicht betören lasse, dass ihr abfallt und dient andern Göttern und betet sie an.
5.Mose 11,16

Sie werden zu euch sagen: Siehe, da!, oder: Siehe, hier! Geht nicht hin und lauft ihnen nicht nach!
Lukas 17,23


Oh weh!
Hier sind zwei Warnungen, von denen wir wohl eine fast täglich missachten. Sicher kann ich nicht für andere sprechen, doch ich will vermuten, dass jeder seine kleinen Götzen hat, die er anbetet, oder Tage und Stunden der Anfechtung hat, an denen er offen ist für die falschen Propheten, die Heil versprechen wo keins ist.

Was meine ich damit?
Was meint unser heutiges Wort?
Zum einen: Es gibt so viele Dinge, die unser Herz und unseren Verstand betören können. Alles das kann uns zum Götzen werden: Fernsehen, Essen, Trinken (Alkohol), Drogen, Rauchen, Wut, Hass, die Liebe, die Lust, Freunde, das Leben selbst, der Schönheitswahn, die Arbeit, die Technik, .. und so vieles andere mehr.

Es geht so schnell, dass wir es manchmal gar nicht merken. Manchmal haben wir Probleme, die wir für sooo klein halten, dass wir sie nicht vor Gott bringen, sondern uns betäuben ,mit eben diesen Dingen, die dann einen Status einnehmen, der ihnen nicht gebührt, sie sind kein Heilmittel, sie erlösen und befreien nicht, im Gegenteil, solange wir an diesen Dingen festhalten, betrügen wir Gott und uns selbst. Wir bringen uns um seine Gnade und geben uns hin an weltliche Dinge. Wir entfernen uns von Gott. Das ist in meinen Augen eine der größten, wenn nicht die größte Sünde überhaupt.
Doch Gott ist unendlich groß in seiner Liebe und Geduld mit uns. ER ist immer wieder bereit, uns zu rufen und uns zu sagen, pass auf, was du da machst. ER gibt uns mit seinem Wort immer wieder Gelegenheit zu schauen, was in unserem Leben gerade einen zu hohen Stellenwert und Platz einnimmt.

Zum anderen: In ähnlicher Weise ist es mit den falschen Propheten, die ja nur dann eine Chance haben, wenn es uns gerade schlecht geht.
Und hier müssen wir wirklich vorsichtig sein. Wir müssen nicht auf große Propheten warten. Die Kleinigkeiten sind es, die uns zur Gefahr werden können. So wie alles uns zum Guten dienen soll, was wir im Glauben an unseren Herrn ergreifen, kann es uns zum Fallstrick werden.
Ich rede davon, dass eine Freundin oder ein Kollege kommt und uns erzählt, wie sehr ihr Thai Chi (oder was sonst) hilft oder dass wir unsere Wohnung unter den Gesichtspunkten des Feng Schui ausrichten sollten, dass wir doch mal die Kraft der Steine ausprobieren sollten, das ein Psychologe unsere Probleme lösen kann, dass der und der Heilpraktiker so und so alle möglichen körperlichen Beschwerden lindern kann.
All solche Dinge können uns zur Gefahr werden und es ist bedenklich wie schnell so kleine eigentlich unbedeutende und letztendlich von Gott geschenkte Möglichkeiten zur Heilung uns zum Schaden werden können, weil sie uns vorgaukeln die Lösung unserer Probleme zu sein.
Wir dürfen in unserem eigenen Interesse nie vergessen, dass wir Gott als unseren Herrn haben und er unser Heiland und Erlöser ist.
All die vorherig genannten Dinge sind ganz sicher Möglichkeiten, Beschwerden zu lindern, doch sobald sie für uns einen Widerspruch zu Gottes Wort und Ordnung darstellen, müssen wir die Finger davon lassen.
Für mich persönlich ist so ein Fall das Yoga. Yoga mag rein physiologisch sehr gesund sein, doch dahinter steht ein anderer Geist als der Geist Gottes, Yoga beinhaltet seine Ursprung die Anbetung von Dingen und Lebewesen die Gott selbst geschaffen hat. Es widerspricht meinem innersten Bedürfnis Gott anzubeten und zu loben. Ich kann mit dem Wissen, dass Gott der HERR ist mich nicht vor der Sonne oder vor Tieren oder was auch immer es sonst noch gibt meinen Körper und mein Herz beugen, und demensprechend auch diese Art der Entspannung nicht wahrnehmen.
Eine andere Sache wäre die Kinesiologie, die auf mich einen unwahrscheinlichen Reiz ausübt. Doch wo ist die Grenze, wo verliert Gott seinen rechtmäßigen Platz? Ich wage zu hoffen, dass man diese aus anderen kulturellen und religiösen Kreisen eingeführten Heilmethoden im Sinne Gottes anwenden kann, doch sehe ich einfach auch die Bedrohung des Geistes, wenn man diese Dinge an die falsche Stelle im Leben setzt. Wenn nicht mehr Gott sondern das Heilmittel angebetet und gepriesen wird.

HERR ich kann nur rufen, lass mir alles was es in dieser Welt gibt zum Heil und zum Segen unter der Führung deiner Hand werden. Bewahre mich davor, deiner Schöpfung mehr Raum zu geben als ihr als Schöpfung zusteht, schenke mir Herz und Verstand, zu erkennen, wenn Götzen beginnen in meinem Leben deinen Platz einzunehmen und halte mich ganz, ganz fest.
In deiner Hand will ich sein und bleiben.
AMEN

09. März

 

Wir wollen dem HERRN, unserm Gott, dienen und seiner Stimme gehorchen.
Josua 24,24

Paulus schreibt: Wir beten allezeit für euch, dass unser Gott euch würdig mache der Berufung und vollende alles Wohlgefallen am Guten und das Werk des Glaubens in Kraft.
2.Thessalonicher 1,11

Ein großes Versprechen wird hier ausgesprochen. Und es wird Grundlage eines weiteren, neuen Bundes, den Gott mit seinem auserwählten Volk schließt. Josua hatte vorher den Israeliten eindrücklich verdeutlicht, dass ein Bund mit Gott nicht leichtfertig geschlossen werden solle, sondern dass man sich der Aufgabe, die damit verbunden ist, klar sein muss. ER forderte die Juden auf, alles was sie von ihrem Gott trennen könnte und zur Versuchung werden könnte aus ihrer Mitte zu entfernen. Also alle Götzen, alles was sie vielleicht noch heimlich anbeteten.

Diese Aufforderung erinnert an die gestrige Losung. Und sie erzählt, dass die Israeliten, die Gottes Wirken und seine Nähe immer wieder leiblich und leibhaftig erfahren durften, diesen Bund mit Gott wünschten und sich auch seinem Willen beugen wollten. Doch wie gesagt, ein großes Versprechen.

Mit kommt gerade der Gedanke, dass Versprechen und versprechen sich manchmal nur durch die Groß- bzw. Kleinschreibung unterscheiden. Genau das ist es was die Gefahr ist. Bin ich mir tatsächlich bewusst, was ich Gott verspreche, oder sage ich etwas anderes als mein Herz will und habe mich vielleicht versprochen? Oder habe ich mich und mein Leben und Handeln Gott versprochen?

Wenn ich sage, dass ich Gott als meinem HERRN dienen will, sollte ich mir im Klaren sein, dass ich meinen Eigenwillen, meinen Egoismus und mich selbst IHM unterstelle, mein Handeln und Denken unter seinen Willen stelle. Das sollte kein Versprecher und kein leichtfertiges Versprechen sein.

Paulus sieht die Gemeinde, an die er schreibt, wachsen im Glauben und in der Liebe zu Gott und zum Nächsten. Erlobt Gott und dankt ihm und er betet weiter für diese junge Gemeinde, dass sie weiter wachse und sich würdig erweise.
Das ist es, was uns hilft und bewahrt, unser Versprechen zu halten, unser Gebet, unsere Fürbitte und die Fürbitte anderer für uns. Wir werden aus uns selbst immer wieder straucheln, so ernst uns unser Versprechen an Gott auch war und ist. Leben können wir nur aus seiner Gnade und Vergebung. Und die erlangen wir am ehesten in der freudigen und demütigen Anbetung unseres HERRN, im Gebet um Stärkung und Gestaltung unseres Herzens.
Auch ich neige noch dazu, zu glauben, ich könnte durch gute Taten und weises Geschwätz irgendetwas bei Gott erreichen, doch ich weiß im Grunde meines Herzens, dass ich ohne Gott und ohne die Gebete anderer vor Gott nicht bestehen könnte, dass ich mein Versprechen, Ihm zu dienen mindestens täglich breche, weil mir mein Bauch doch noch näher ist.

So danke ich Gott für alle Gläubigen, für alle die sein Wort verkünden, in Jesu Namen im Gebet zusammenkommen und auch für mich beten. Und ich danke Gott für die spürbare Gnade, die er mir immer wieder zuteil werden lässt.

Herr, sooft erfahre ich deine Gnade unverdient, so wie dein Ruf mich nicht erreicht hat aus meiner Güte, sondern allein aus der Fürbitte anderer, so wie ich heute oft nicht weiß was richtig ist und die Fürbitte anderer mein Leid und meine Last zu dir trägt.

Ich möchte heute bitten, für alle die ich kenne, persönlich oder nur über das Internet, für alle deren Leid und Lasten ich selbst kenne, wie für die, die ihre Sorgen nur vor dir bekennen. Schenke deine Gnade und deinen Frieden.
Du kannst das traurigste und wütendste Herz, die verletzteste Seele beruhigen und friedvoll werden lassen. Dein Segen schenkt Ruhe und Gewissheit. So viele Menschen brauchen deinen Frieden und deine spürbare und erfahrbare Liebe.
DU weißt, ich bin nicht gut im Bitten, das Fordern fällt mir leichter. Doch ich bitte dich, wo du siehst, dass es richtig ist, lenke die Schritte derer die dich rufen und bitten und um Erhörung anflehen. Ich weiß, du schenkst uns nicht immer nach unseren Wünschen, oftmals degradieren wir dich und wollen dich unseren Wünschen dienstbar machen, Doch du kennst Sinn und Unsinn in unserem Leben, lass erkennen, wo dein Weg langgeht, schenke Klarheit, wo Verwirrung herrscht und Heilung wo Schmerz herrscht.
Herr ich befehle dir an, alles was die Menschen tragen und worunter sie leiden, schenke du Frieden und die Freiheit dich zu loben und zu preisen und zu danken. Öffne die Augen der Menschen für deine Gnade in ihrem Leben, dass sie daraus die Kraft schöpfen, die sie brauchen, dass sie deine Hand in ihrem Leben erkennen und sehen.
Danke, HERR, dass ich kommen darf und bitten darf und danke, dass du Gebet erhörst nach deinem Ratschluss und dass wir wissen dürfen, dass du es wohl machst.
AMEN

10. März


HERR, kehre dich doch endlich wieder zu uns und sei deinen Knechten gnädig!
Psalm 90,13

Jesus sprach: Zachäus, steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren.
Lukas 19,5

Psalm 90 ist deklariert als ein Psalm des Mose. Das hat mich überrascht. Ich glaubte, die Psalter stammten alle von David und Menschen nach ihm.
Nichtsdestotrotz oder gerade weil der Psalm so lang vor David entstanden ist, birgt er die innerste Sehnsucht des Menschen nach der gnädigen Annahme und Zuwendung des HERRN.

Dieser Vers drückt ein Gefühl aus, das voller Reue und Demut ist, wie ein Kind das vor den Eltern steht und endlos leidet, darunter, dass es die schmerzliche Abwendung der Eltern aushalten muss, die im Moment der Verärgerung nicht anders können oder wollen, als sich abzuwenden, um nicht ungerechte Strafe zu verhängen.
Der Schmerz, jemanden den man liebt und braucht, verärgert oder enttäuscht zu haben, ist sehr schlimm und nur schwer zu ertragen. Es ist innere Notwendigkeit, sich dieser Person zuzuwenden und um Vergebung zu bitten, weil wir das lächelnde Gesicht, die wärmende Umarmung, diese liebevolle Geborgenheit so sehr brauchen.

So fühlt sich für mich dieser eine kleine Vers an. Vielleicht war er Grundgedanke des Zachäus, ein innerstes Gefühl von ihm, das er selbst nicht lösen konnte, eine Erkenntnis innerhalb seiner Verstrickung mit der Welt und dem Leben.. Nun brauchte er die Antwort auf sein Flehen. Ich finde diese Erzählung sehr eindrucksvoll. Dieser Mann geht los, rennt gegen die ablehnende Mauer derer, die nicht bereit sind, zu schauen, wer der kleine Mann eigentlich ist, die nur sehen, was sie sehen wollen, die ihm nach seiner eigenen ersten Wahl einen Stempel aufgedrückt haben und keine Möglichkeit zulassen wollen, dass er sich waschen könnte.
Gottes Erbarmen ist unglaublich. ER hört das innere Flehen des Zachäus und er schickt Jesus, der Selbst sagt, er „muss“ bei ihm einkehren. Jesus tritt durch diese Mauer, er sieht den Stempel der Sünde als abwaschbar, er kehrt ein bei Zachäus und öffnet ihm damit die Möglichkeit, umzukehren und Vergebung zu erlangen. Es ist wunderbar, was Gott möglich macht.

Was wissen wir, wie viele Menschen in unserem Umfeld haben diese innere Sehnsucht? Wie genau schauen wir hin, wie schnell sind wir mit unserem Urteil und wie oft sind wir selbst die Mauer aus Ablehnung und Schweigen, die der inneren Sehnsucht unseres Gegenübers keinen Raum geben wollen, weil wir eben einen Stempel aufgedrückt haben.
Ich kenne diesen Stempel, nicht als von anderen mir aufgedrückt. Nein, ich drücke ihn anderen auf, oft unbewusst, allein schon wenn ich mir sage „Na, mit dem über Gott und Vergebung zu reden ist sinnlos“. Es ist meist ein Gemisch aus Angst, ausgelacht zu werden und die überhebliche Arroganz, dass mein Gegenüber, das eh nicht begreift.

Kennt ihr das auch, seid ihr so, oder kennt ihr diese Gedanken auch? Wisst ihr was das wunderbare ist. Dass uns eine solche Erkenntnis zu Zachäusen macht, die voller Demut zu Gott kommen können, ihn um Hilfe und Gnade anflehen können und bei denen dann Jesus einkehrt und Hilfestellung leistet, bei dem was an Aufräumen nachher nötig ist. Vielleicht müssen wir nicht unsere Schatzkammer ausräumen und durch Betrug erlangtes Gut verteilen und zurückgeben. Vielleicht ist es „nur“ ein Wort der Verzeihung dem gegenüber, den wir so schmählich abgewiesen haben. Wobei das vielleicht noch schwerer zu bewältigen ist.
HERR, hilf dass wir die von dir erfahrende Gnade und Annahme nach außen leben und zeigen, dass wir nach deinem Wesen, unseren Nächsten annehmen und ihm nicht die Türe weisen. SO wie du uns immer wieder gnädig und lehrend annimmst und uns wieder auf den rechten Weg führst.
Herr ich danke dir für die Gedanken, die du mir in der Stillen Zeit am Morgen schenkst. Hilf, dass ich sie auch beherzige für meinen Tag und mein Leben, dass sie nicht nur hier auf dem „Papier“ stehen und belehrend für andere sind.
HERR, du bist groß und du erhörst Gebet. Schenke, dass ich dein Werkzeug sein kann für andere, die dich suchen. Lass mich ein Werkzeug sein, solche Mauern aus Ablehnung und gewollter Blindheit einzureißen und bewahre mich davor, Menschen abzustempeln, denn nur du weist, was ihr Herz verbirgt und benötigt.

AMEN

11. März

 

Siehe, wie fein und lieblich ist's, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen! Denn dort verheißt der HERR den Segen und Leben bis in Ewigkeit.
Psalm 133,1.3

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.
Römer 15,7

Fein und lieblich! Brüder! Eintracht! Gegenseitige Annahme!

Unwirkliches Geschwafel??

Mein erster Gedanke war: wie unwirklich!
Wie verlogen erscheint es oft, wenn wir an einen Ort kommen, an dem sich alle vertragen und nett miteinander sind. Das wirkt unglaubhaft.
Ist das überhaupt auf Dauer unter uns Menschen möglich?

Ich denke als Realität können wir diese Verse nicht annehmen oder voraussetzen. Wir stehen uns dabei so sehr selbst im Weg. Unwillen über das was der andere tut an jeder Ecke in allen Bereichen.
Wir finden immer etwas, was wir möglicherweise voller Selbstüberhebung dem Anderen nachsehen können. Aber ehrlich! Ist das wirkliche gegenseitige Annahme? Ist das Eintracht?
Wir sind auch schnell dabei uns über gutgemeinte und liebevolle Kritik zu ärgern, weisen sie ab, mit den Gedanken, was weiß der schon, der kennt mich nicht, der weiß nichts von mir. Wir sagen dann: Danke, vielleicht hast du Recht. Und dann? Sicher keine Eintracht!

Was machen wir jetzt mit diesen Versen?
Sind sie ein Ziel, dass wir bei uns selbst anstreben sollten? Ist ein solches Ziel denn erreichbar? Oder ist es zu hoch gegriffen? Ziemlich sicher ist es das, solange wir die Brüderlichkeit aus uns selbst versuchen, wird sie auch mit den weltlichen Belastungen behaftet sein und nichts von dieser göttlichen Verheißung in sich tragen. Denn wir stehen uns da selbst im Weg.

Ohne die Gnade und Barmherzigkeit unseres HERRN, ohne die liebende Annahme all unserer Ecken und Kanten, ohne die Vergebung die wir vor Gott empfangen aus dem Sterben und Auferstehen unseres HERRN Jesus Christus, ohne das Ergreifen dieses Geschenkes - ohne all das können wir das Ziel der wirklich brüderlichen Liebe und der gegenseitigen Annahme nicht erreichen.
Aber das Wissen um die Liebe unseres HERRN zu uns, um die Vergebung die uns immer wieder zu teil wird, um die Liebe mit der Gott nicht nur uns selbst, sondern alle Menschen liebt, ermöglicht uns in Jesus die liebende Annahme unseres Gegenübers. Unter der Hand und Führung unseres HERRN vermögen wir, unser Gegenüber mit Liebe zu betrachten, vermögen wir, zu verzeihen, vermögen wir ehrlich zu sein, ohne den anderen demütigen zu wollen.

HERR, du stehst über den Worten der heutigen Losung. DU kennst das Ziel, zu dem wir hingeführt werden sollen und du kennst den Weg. DU hast uns durch den Heiligen Geist auch den Geist der Liebe und Brüderlichkeit geschenkt. Bitte habe acht darauf, dass wir ihn nicht übergehen in unserem menschlichen Miteinander. Gib, dass wir heute einmal besonders darauf achten, wie wir gegenseitige Annahme und Brüderlichkeit leben, damit wir erkennen, wo wir noch deiner Schule, deinem Vorbild und deiner Wegweisung bedürfen. Gib bitte, dass wir auf uns achten und nicht darauf was wir besser als andere machen.
Hilf uns demütig zu erkennen, wo der Hochmut uns im Weg steht, im Sinne deines Wortes ein Licht zu sein für andere. Hilf, dass da wo wir Brüderlichkeit und Eintracht leben wollen, dies offen und ehrlich geschieht, dass da nichts unausgesprochen bleibt. Denn dann würde genau das geschehen was ich zu Beginn schrieb. Wir wären unglaubhaft! Und wie furchtbar wäre es, wenn wir durch verlogene Einmütigkeit und vorgegebene Eintracht, die Menschen die zu dir kommen, weil sie deine annehmende und gnadenreiche Liebe suchen, vergraulen, weil sie eben dich an einem solchen Ort, bei einem solchen Menschen nicht finden können.
HERR, schenke auch mir heute ein ehrliches, annehmendes, brüderlich handelndes Herz, dass ich ein Licht sein kann auf dem Weg zu deiner Liebe und Herrlichkeit.
AMEN

12. März

 

Aus gegebenem Anlass möchte ich statt des für heute vorgesehenen Losungswortes das vom 14. 03.09 heute als Grundlage für meine Auseinandersetzung mit dem was mich bewegt verwenden. Ich rücke entsprechend nach hinten so, dass ich am 15.03. wieder aktuell sein sollte.
Wobei das was ich heute schreibe, nur ein hilfloser Versuch ist, zu verarbeiten was gestern geschehen ist.

Die Gnade des HERRN währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über denen, die ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind bei denen, die seinen Bund halten.

Psalm 103,17-18

Bleibt im Glauben, gegründet und fest, und weicht nicht von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt.

Kolosser 1,23

Was ist passiert am 11.3.09 ? HERR, wo sollen wir das Geschehene einordnen? Wie passt das Wort deiner Gnade dazu?

Eine mir sehr nahe Verwandte antwortete sinngemäß auf meine fast gleiche Frage: Der Satan ist in dieser Zeit der Fürst der Welt und er ist eben der Herr in dieser Welt und er regiert hier.

So einfach klingt es als Begründung und doch ists so schwer zu verstehen.

JA, auch in deinem Wort, HERR ist gesagt, dass diese Zeit seine Zeit ist und dass du dein Reich aufrichten wirst. Gleichzeitig leben wir auch aus der Hoffnung dass Du dein Reich in uns und mit uns baust.

HERR ich habe große Schwierigkeiten zu verstehen, was da passiert ist. Die Auseinandersetzung mit dem was im Fernsehen gezeigt wird, macht mich traurig, kraftlos und müde. Und gleichzeitig trifft mich das Geschehene irgendwie wieder auch nicht. Es sind wenige Kilometer bis zu dem Ort, an dem dieser junge Mann seine schreckliche Tat beging, ich kenne Angehörige und Freunde von Opfern und scheinbar gibt es im meinem Bekanntenkreis auch Bekannte/Verwandte des Täters. Und ich kann keine Stellung dazu beziehen.

Eigentlich wünsche ich mir im Moment, dass ich wütend sein könnte. Ich will dich zum Verantwortlichen machen, weil du so etwas geschehen lässt. Doch das kann ich nicht. Zum einen, weil ich nicht wirklich Wut empfinde, aber endlose Traurigkeit, zum anderen, weil DU nicht der Täter bist, HERR.

Dennoch bist du Schöpfer, auch der Schöpfer dieses jungen Mannes und derer, die seines Entschlusses wegen sterben mussten. Oder war es DEIN Entschluss, dass ihre Zeit vorbei sein soll? Warum ein solches Geschehen.

HERR, ich bin verwirrt und gleichzeitig habe ich Vertrauen zu deinem Wort. Mir bleibt nichts, als alles vor dich zu legen, denn auch wenn Satan Herr ist in dieser Welt, So bist du doch HERR über alles Geschaffene, und schlussendlich auch HERR über den Satan. Du wirst seine Zeit beenden und Gericht halten über ihn und die die ihm folgen, so wie über alle Menschen.

JA, auch über mich und alle, wie über die, die sagen: So schlimm wie der sind wir lange nicht.

Über all dem was geschehen ist, steht dein Wort, dem ich vielleicht noch leichter vertrauen kann, als die, die direkt betroffen sind. Herr, ich bitte dich für die, die unter dem Geschehenen leiden. Herr, erbarme dich ihrer und schenke ihnen in deiner Gnade Kraft, dass sie nicht zusammenbrechen und Heilung, dass sie nicht verzweifeln am Geschehenen, stelle bitte Menschen an ihre Seite, die antworten können und stell dein Licht in ihre Dunkelheit.

Herr, wir alle stehen dem hilflos gegenüber und nur du kannst uns ein Trost sein. Lass deine Hand über den Betroffenen und schenke ihnen Trost.

Du erkennst meine Wortlosigkeit und meine Traurigkeit, hilf bitte damit umzugehen.

HERR, du wachst über uns alle und auch über das heute und die kommenden Tage. Lenke die Herzen derer die Verlust erlitten haben und mach ihre Herzen nicht hart. Schenke denen die das Geschehene untersuchen Weisheit und Kraft. Ich weiß nichts über den jungen Mann der diese schreckliche Tat begangen hat, ich wage nicht ihn zu verurteilen. Es muss ein gewaltiges Dunkel in ihm gewesen sein. HERR sei seiner Seele gnädig.

Genauso vergib uns unsere Schuld und schenke uns die Kraft zur Vergebung.

AMEN


 

Was ist passiert am 11.3. 09 ? HERR, wo sollen wir das Geschehene einordnen? Wie passt das Wort deiner Gnade dazu?

Eine mir sehr nahe Verwandte antwortete sinngemäß auf meine fast gleiche Frage: Der Satan ist in dieser Zeit der Fürst der Welt und er ist eben der Herr in dieser Welt und er regiert hier.

So einfach klingt es als Begründung und doch ists so schwer zu verstehen.

 

JA, in deinem Wort, HERR ist gesagt, dass diese Zeit seine Zeit ist und dass du dein Reich aufrichten wirst. Gleichzeitig leben wir auch aus der Hoffnung dass Du dein Reich in uns und mit uns baust. HERR ich habe große Schwierigkeiten zu verstehen, was da passiert ist. Die Auseinandersetzung mit dem was im Fernsehen gezeigt wird, macht mich traurig, kraftlos und müde. Und gleichzeitig trifft mich das Geschehene irgendwie wieder auch nicht. Es sind wenige Kilometer bis zu dem Ort, an dem dieser junge Mann seine schreckliche Tat beging, ich kenne Angehörige und Freunde von Opfern und scheinbar gibt es im meinem Bekanntenkreis auch Bekannte/Verwandte des Täters. Und ich kann keine Stellung dazu beziehen.

Eigentlich wünsche ich mir im Moment, dass ich wütend sein könnte. Ich will dich zum Verantwortlichen machen, weil du so etwas geschehen lässt. Doch das kann ich nicht. Zum einen, weil ich nicht wirklich Wut empfinde, zum anderen, weil DU nicht der Täter bist, HERR. Dennoch bist du Schöpfer, auch der Schöpfer dieses jungen Mannes und derer, die seines Entschlusses wegen sterben mussten. Oder war es DEIN Entschluss, dass ihre Zeit vorbei sein soll? Warum ein solches Geschehen.

 

HERR, ich bin verwirrt und gleichzeitig habe ich Vertrauen zu deinem Wort. Mir bleibt nichts als alles vor dich zu legen, denn auch wenn Satan Herr ist in dieser Welt, So bist du doch HERR über alles Geschaffene, und schlussendlich auch HERR über den Satan. Du wirst seine Zeit beenden und Gericht halten über ihn und die die ihm folgen, so wie über alle Menschen.

JA, auch über mich und alle, wie über die, die sagen: So schlimm wie der sind wir lange nicht.

 

Über all dem was geschehen ist, steht dein Wort, dem ich vielleicht noch leichter vertrauen kann, als die, die direkt betroffen sind.

Herr, ich bitte dich für die, die unter dem Geschehenen leiden. Herr, erbarme dich ihrer und schenke ihnen in deiner Gnade Kraft, dass sie nicht zusammenbrechen und Heilung, dass sie nicht verzweifeln am Geschehenen, stelle bitte Menschen an ihre Seite, die antworten können und stell dein Licht in ihre Dunkelheit.


Herr, wir alle stehen dem hilflos gegenüber und nur du kannst uns ein Trost sein. Lass deine Hand über den Betroffenen und schenke ihnen Trost.


Du erkennst meine Wortlosigkeit und meine Traurigkeit, hilf bitte damit umzugehen.

HERR, du wachst über uns alle und auch über das heute und die kommenden Tage. Lenke die Herzen derer, die Verlust erlitten haben und mach ihre Herzen nicht hart. Schenke denen, die das Geschehene untersuchen, Weisheit und Kraft. Und bitte, hilf dem, der das Leben des Täters beendet hat, dass er Vergebung finde bei dir, bei den Eltern und Verwandten und in sich selbst.

Ich weiß nichts über den jungen Mann, der diese schreckliche Tat begangen hat, ich wage nicht ihn zu verurteilen. Es muss ein gewaltiges Dunkel in ihm gewesen sein. HERR sei seiner Seele gnädig.

Genauso vergib uns unsere Schuld und schenke uns die Kraft zur Vergebung.

AMEN

13. März


Losungstext 12.03.09
Tut von euch die fremden Götter, die unter euch sind, und neigt euer Herz zu dem HERRN.
Josua 24,23

Wir predigen euch das Evangelium, dass ihr euch bekehren sollt von diesen falschen Göttern zu dem lebendigen Gott, der Himmel und Erde und das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat.
Apostelgeschichte 14,15

HERR, DU wiederholst dich, bin ich versucht zu sagen. Und ich frage: Warum?

JA, es nervt, wenn man den Spiegel der eigenen Sünde vorgehalten bekommt. Es passt uns Menschen nicht, wenn jemand daher kommt und uns sagt, dass wir falsch liegen. Und am schwierigsten ist es auszuhalten, wenn man dem Gegenüber nichts dagegen halten kann, nicht sagen kann, guck nach dem Balken in deinem Auge.
Nun, als gläubiger Christ könnte ich jetzt auch sagen, Gott meint nicht mich, ich bin ja schon gerettet und bekehrt.

Hei, .. da haben wir´s: Hochmut und Selbstüberschätzung.
Kann ich mich wirklich darauf ausruhen, dass ich von Gott gerufen bin? Ich fürchte nicht. Gott warnt uns nicht umsonst und sicher auch nicht umsonst mit der gleichen Bibelstelle, wie vor ein paar Tagen.
Wieder steht die Frage, was sind die Götzen, die es abzutun gilt. Wo ist nicht Gott der Herr in unserm Leben.
Und mir taucht die Frage auf: HERR, du hast mich solange tun lassen was ich will und für richtig halte. Wieso kommst du jetzt und forderst mich so eindrücklich und wiederholt zum Wandel?
Ich sehe meine Sünde nicht, oder ich bin nicht bereit sie vor mir selbst und vor dir einzugestehen. HERR. Öffne meine Augen und hilf mir, zu erkennen, wo die Fehler liegen.
JA, ich weiß, Hochmut und Selbstüberschätzung sind zwei Begleiter meines Weges, die ich nur schwer abschütteln kann. Sind es die zwei? So bitte ich dich, lehre mich Demut.

HERR, du weißt, wen du heute mit deinem Wort rufst, bitte öffne die Herzen und den Verstand derer, die dein Wort heute aus ihrer Dämmerung wecken will. Zeige uns die Götzen und falschen Götter in unserem Leben und hilf uns, uns von ihnen zu lösen, sie aus unserm Leben zu beseitigen, dass wir Platz schaffen für DICH und dein Lob.
HERR du stehst über uns und über allem, du bereitest die Wege auf denen wir gehen sollen.
Ich weiß, du lässt uns auch nicht mit deinem Wort allein. Schenke uns die Einsicht in deine Warnungen und hilf uns bei den notwendigen Änderungen.
Du bist der HERR und dich wollen wir preisen, für deine Güte und Wahrheit, für deine bleibende Liebe und Geduld, für deine Bewahrung und Rettung aus der Sünde und der Not.
AMEN


14. März

Losungstext vom 13. März

Du nahtest dich zu mir, als ich dich anrief, und sprachst: Fürchte dich nicht!
Klagelieder 3,57

Jesus sprach zu Jairus: Fürchte dich nicht; glaube nur, so wird deine Tochter gesund!
Lukas 8,50

Glauben und Vertrauen. Diese zwei gehen Hand in Hand. Das ist es was nötig ist. Wir sind zum HERRN gekommen in der Not Wie auch immer diese ausgesehen hat, führte sie uns zu unserm Schöpfer und Heiland.
Wir haben uns an IHN gewandt und um Hilfe gebeten, wir haben seine Hand ergriffen. Und das war gut so.
Oftmals kommen wir nun aber doch in Situationen, in denen wir glauben, wir seien verlassen und allein, in uns kommt der Gedanke auf, dass es doch nicht so ist, wie die Bibel sagt, wir sind versucht uns abzuwenden, zu zweifeln. Doch davor will uns der HERR bewahren mit seinem Wort.

ER verspricht ganz klar, dass er da sein wird und uns nicht verlässt.
ER erinnert uns und sagt uns, du hast mich gerufen und ich habe dir gesagt: Fürchte dich nicht. Diesen Worten dürfen wir glauben und vertrauen.
Die Erzählung von Jairus und seiner Tochter sagt mir immer wieder: Auch du hast dich vertrauensvoll an Gott gewandt, nun lass ihn mal machen, wenn es jetzt schlimmer aussieht als vorher, so kann und wird der HERR seinen Segen und seine Bewahrung nur um so deutlicher erkennen lassen und zeigen. Du hast Ihn um Heilung und Segen gebeten, nun hab Geduld und Vertrauen, urteile nicht vorschnell, wende dich nicht resigniert ab, halte fest an SEINEM Versprechen. Er hat es dir doch gegeben und der HERR ist beständig. ER ist die Wahrheit und die Liebe. Dir kann nichts passieren, was er nicht für dich bereitet hat.
DU brauchst keine Angst haben, was auch immer geschieht, er hat es in seiner Hand und er wird dich tragen, halten und führen.

Herr ich danke dir für dein Wort, dass mich begleitet und bewahrt vor Abweichung, das mir Vertrauen schenkt, wenn ich zweifeln will, das mir immer wieder sagt, dass du da bist und mir im Vertrauen und im Glauben auf und an dich nicht geschehen kann, als das was du zum Heil meinersebst und meiner Seele vorgesehen hast.
Ich will dich bitten um Kraft und Vertrauen, dass ich den heutigen Tag unter deinem Wort annehme und gehe, so wie du ihn für mich vorgesehen hast.
Danke dass du da bist und mich führst.
AMEN


15. März


Ich rief zu dem HERRN in meiner Angst, und er antwortete mir.
Jona 2,3

Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus.
1.Johannes 4,18

Ich rief zu dem Herrn in meiner Angst, ...
schon sehr oft und immer wieder hatte und habe ich Angst:
Angst vor dem Leben, der Zukunft, Angst vor Menschen, vor Gewalt (die ich erfahre, die ich auch ausübe)...
Doch eins ist im Vergleich von heute und damals anders:
Diese Angst kontrolliert mich nicht mehr ununterbrochen. Ich habe den gefunden, der sie mir nehmen kann!!! Auch wenn ich zur Zeit viel zu tragen habe und manche Tage verzweifeln möchte und mich verkriechen will in meiner Angst, sie kann mich nicht mehr beherrschen, denn ich kann IHN anrufen und um Bewahrung und Heilung bitten.Und das tue ich !!

Angst ist etwas gutes, sie will uns bewahren, sie warnt uns vor Gefahr, sie ist eine innere Stimme, die uns helfen soll uns zurecht zu finden. Doch laufen wir Gefahr, uns von ihr bestimmen zu lassen und das ist nicht gut. So werden wir aufgefressen von der Not in die wir geraten, wenn wir nicht aus der Angst herausfinden.
Gott streckt in unsere Not seine Hand, die wir ergreifen können. Wie ein Kind, das Angst hat und Vaters Hand ergreift und so seinen Schutz spürt. Das gibt ihm Kraft und es kann sich wieder freuen, es kann seine Angst vergessen und es wird die Liebe des Vaters spüren und darin geborgen sein.
Gott lässt uns nicht allein, nicht in Freude und nicht im Leid. Er will nicht dass die Angst uns beherrscht, er will unser Hirte, Bewahrer und Vater sein. ER wird, wenn wir uns vertrauensvoll zu ihm wenden und ihn bitten, für uns kämpfen und uns nicht im Stich lassen, er wird mit den Löwen kämpfen, die uns zerreißen wollen, er wird losgehen und uns suchen, wenn wir im Abgrund fest hängen, er wird uns immer wieder seine Hand reichen. Bis wir sie hoffentlich irgendwann nicht mehr fahrlässig los lassen.
…... und er antwortete mir.
Er redete schon,als ich nicht nach ihm fragte, er antwortete denen die für mich beteten und er ging los und suchte mich und er rief und er fand mich in meiner Angst und Einsamkeit. ER brachte mich heim und ich erzählte ihm alles, was mich bedrückte. Immer wieder kommen die Momente der Angst, die Augenblicke in denen ich angegriffen werde. Immer mehr begreife ich, dass ich mich an seiner Hand nicht fürchten brauche. Immer weniger bin ich so dumm, ohne seinen Schutz loszumarschieren und mich wie eine Irre zu gebärden, nur damit keiner meine Angst merkt. Ich brauche es nicht, er kämpft für mich. Wenn ich ihn rufe, antwortet er mir.

Was hat das nun mit Furcht zu tun?
Ich denke, es ist die Frage, wie groß ist meine Liebe und wie groß ist mein Vertrauen in seine Liebe.
Wenn ich mir Gott als Menschen vorstellen würde (Was ich nicht wirklich tue, da wir uns kein Bild machen können und sollen) und ich hätte schuld auf mich geladen, dann könnte ich sicher sein, dass ich bestraft würde, nach dem Maß der Verletzung die ich zugefügt habe.

Ich muss sagen, sehr lange funktionierte meine Vorstellung von Sünde und Strafe genauso, der Gedanke der Liebe und Vergebung passte da nicht rein. Ich hatte auch die Liebe nicht. Doch mit der Liebe, mit der Jesus für uns Menschen gestorben ist, die in mein Herz einzog, schwand die Furcht. In der Liebe, die ich ergriffen habe, ist kein Platz für Furcht, da ist Freude und Dankbarkeit.
Nun liegt der Beziehung zwischen Gott und mir ja Jesus zugrunde und die Vergebung, die mir durch IHN zuteil wurde und immer wieder wird.
Das ist etwas was den meisten zwischenmenschlichen Beziehungen fehlt – wirkliches Vertrauen. Zu oft haben Menschen uns verletzt, als das da keine Furcht vor neuen Verletzungen und Enttäuschungen wäre.
Nur wir dürfen Gott eben nicht unterschätzen. ER ist kein Mensch, ER ist unser Schöpfer und er ist Mensch geworden und kennt damit alles Leiden, das ein Mensch erfahren kann. SO können wir uns ganz vertrauensvoll an IHN wenden, denn er weiß um die Schmerzen und er ist selbst das Heilmittel.
Immer wieder darf ich das erfahren, Herr dafür danke ich dir. AMEN

16. März

Ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland.
Jesaja 43,3

Jesus sprach: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.
Lukas 5,31 ..32 ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße.

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.
Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten; wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden, und die Flamme wird dich nicht verbrennen.
Jesaja 43,1-2

Das ist sooooooooo genial.
Bei mir kommt Freude auf. Jesaja 43,1 ist der Vers, der mich im Januar 2006 gerufen hat. Und er ist ein Versprechen, auf das ich mich berufen kann, in aller Angst und bei aller Furcht. Ich denke an gestern, ich bin immer wieder erstaunt, wie Gott sein Wort zusammenfügt. Die Losungen heißen ja Losungen, weil sie gelost werden. Und so zeigt sich für mich, dass der HERR auch dieses lenkt und bestimmt, das wir Trost und Frieden finden in seinem Wort.

Gestern sagte Jona: Ich rief zu dem HERRN in meiner Angst, und er antwortete mir.
Wenn ich das auf mein Leben beziehe, dann bekommen diese zwei Verse einen genialen Zusammenhang, denn ER antwortete mir: Ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. Und dazu gehörte eben auch sein Versprechen aus Vers 1.

Zum einen, und der mir persönlich näheren, lieberen Interpretation des Wortes, was eben die vorausgehenden Worte beinhaltet, heißt dieses Wort, ich habs versprochen und ich werds halten, ich bin der HERR, ich weiche nicht und ich wanke nicht, ich bin beständig in meinem Wort und in meinem Versprechen. Ich verlasse dich nicht.

Zum anderen, wenn ich diesen Vers lese, so wie er allein da steht, und ich denke daran, dass ich täglich sündige und Schuld auf mich lade, so hat dieser Vers durchaus etwas drohendes, er klingt als wollte er sagen, ich bin der HERR, dein GOTT, wehe, wenn du von mir weichst und mich in meiner Stellung missachtest. Das ist durchaus ein berechtigter Anspruch, der hier anklingt, doch wenn ich eben die Stellung unseres Schöpfers im Auge habe, und sie mit menschlichen Gefühlen und Konsequenzen fülle, dann beginnt wieder die Furcht, von der ich gestern schrieb, aufzukommen und sagt mir vor Gott kannst du nicht bestehen.

Doch auch hier lässt Gott mich nicht allein, denn die heutige Losung besteht aus zwei Versen. Da ist noch Jesus, der sagt, er ist gekommen, zu rufen die Sünder zur Buße. Damit öffnet sich wiederum die Tür zu GOTT, der mir gerade noch sagen schien, du bist schuldig, und ich darf erfahren, dass Gott nicht vorhat mich zu strafen, sondern, dass er mich ruft, zur Umkehr und er gibt mir den Weg, den ich gehen soll, gleich mit dazu.
In aller Schuld, die ich auf mich lade, kann ich zu ihm kommen, und das immer wieder neu. Denn ganz egal, wie oft mir meine Sünden vergeben sind, sie werden doch täglich neu.
Es ist seltsam, da sagt Jesus, er sei nicht gekommen die Gerechten zu rufen, denn die Gesunden bedürften des Arztes nicht, doch wer kann von sich sagen, dass er gesund sei und kann auch noch garantieren, dass er es bleibt.

Mir fällt gerade ein Vergleich ein: Die AOK nennt sich ja nicht mehr Krankenkasse, sondern Gesundheitskasse.
Ist es nicht erstaunlich, bei der körperlichen Gesundheit, geht man sozusagen zum Arzt, fährt in die Kur, macht Kurse, alles um gesund zu bleiben. Doch im Glauben gibt es ganz sicher immer noch Menschen, die von sich sagen, sie seien geheilt und befreit und sie bedürften des Arztes nicht mehr. Und diese Menschen erheben sich und urteilen über Sünder, sie glauben, sie seien besser und trügen das Heil in sich. Ich werd gerade ziemlich zynisch, aber genau das ist eine meiner Sorgen, dass ich irgendwann so auftrete. Da ist wieder der erste Losungs-Vers in der zweiten Sichtweise wichtig, der mir sagt, dass ich einen HERRN habe, der sehr wohl eifersüchtig darüber wacht, dass er die ihm gebührende Ehre erhält. Und nach dem Erkennen meiner Fehler darf ich wiederum wissen, dass Jesus für mich am Kreuz gestorben ist.
Da kann ich nur sagen, wie gut, dass ich ein Sünder bin.

Ich wünsche euch allen einen gesegneten Tag.

17. März


Mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der HERR Zebaot.
Haggai 2,8

Jesus spricht: Wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.
Lukas 12,34

HERR, Was willst du mir damit sagen?
Dass du die Mitte meines Lebens, meines Handelns, Denkens, Fühlens sein willst und es nicht bist?
JA, HERR, sehr oft ist es genau so, du bist sooft nicht die Mitte in meinem Leben.
Es ist bestimmt durch deine Schöpfung, durch die Menschen, die an meiner Seite sind.
HERR, ich bitte dich, hilf mir. Hilf mir, dass alles in meinem Leben den Platz bekommt der ihm zusteht und dass nur DU mein Schatz und meine Mitte bist.
AMEN

Ein grotesker Gedanke ging mir gerade durch den Kopf, als ich die Losung von heute las:
Wen oder was betrachte ich eigentlich als Schatz?
Meine Familienmitglieder nenne ich Schatz. Im eigentlichen Sinne sind auch sie es, die meist mein Denken und Handeln bestimmen.
Insgesamt betrachte ich es wohl auch als Schatz von Menschen geliebt und geachtet zu sein – Pharisäertum.
Ich bin noch nie auf die Idee gekommen, Gott oder Jesus Schatz zu nennen.
Und sehr oft habe ich das Gefühl, das Gott mir sagen will, dass genau hier unser Verhältnis im Argen liegt.

Aus Angst, meinen Schatz zu verlieren, gebe ich nach, an Stellen, die oft ganz eindeutig nicht dem Wort unseres HERRN entsprechen, Aus Angst, Menschen zu verärgern, tue ich Dinge, die meine Beziehung zu Gott stören. Aus Sorge, dass mein Kind mich nicht liebt, oder denkt, dass ich es nicht liebe, handle ich entgegen dem, von dem ich weiß was Richtig wäre.

Es ist wahr, wenn mir jemand vorhält, dass ich noch nicht ganz beim HERRN bin und ich sehe aus mir selbst auch keine Lösung.
Gott ist wunderbar geduldig an dieser Stelle. ER lässt mich gewähren und doch greift er ein, wenn ich am Abgrund stehe. Der wahre Schatz in meinem Leben ist ER. Es tobt ein Kampf in meinem Leben und in meinem Herzen. Menschen spüren genau, wenn sie die Kontrolle über uns verlieren, weil wir den wahren Schatz gefunden haben und sie setzen manchmal absichtlich, manchmal unabsichtlich Druckmittel ein, um sich selbst an dieser Stelle zu halten. Es ist sehr gefährlich, Menschen eine solche Position im eigenen Denken und Fühlen einzuräumen. Denn die Angst, einen Schatz zu verlieren, der nicht der im Himmel ist, kann uns um den Schatz im Himmel bringen.

Zunehmend weiß ich, dass meine wahrer Schatz im Himmel liegt, HERR hilf mir, dass ich das was mich unverhältnismäßig bindet in dieser Welt, an dem ihm gebührenden Platz stelle und nichts dich von meinem Herzen scheiden kann. Mehr noch bitte ich dich zieh vollkommen ein und bleib unverrückbar die Mitte meines Lebens, Handelns, Denkens, Fühlens und bewahre mich davor Dingen deiner Schöpfung diesen Platz einräumen zu wollen. AMEN

18. März


Gott der HERR hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück.
Jesaja 50,5

Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seiner Rede zu.
Lukas 10,39

Diese zwei Hörer des Wortes sind wirklich gesegnet.
Eine nimmt sich in allem Trubel die Zeit, das Wort zu hören und ich denke, nicht nur das, sondern es auch aufzunehmen, zu durchdenken, es als Spiegel zu verwenden für das was war und das was ist. – Um dann zu erfahren, was für die Zukunft, für eine bessere Zukunft, zu erkennen, was zu ändern ist.
Der andere, berufen von Gott zur Verkündung SEINES Wortes, in annehmender Demut, wendet sich nicht ab, von dem was er zu hören bekommt, er verschließt nicht seine Ohren, er beugt sich demütig unter die Weisung seines HERRN und geht den vorgegebenen Weg, trotz aller Ungemach und Schwierigkeiten.

Jesus sagte zu Martha, dass es eine Zeit gibt in der eben dieses was Maria tat, notwendig ist. Ich denke, er sagt es auch uns. In die Hektik des Tages sagt er setzt dich und höre, ich will nicht dein JaJa, nächstes Mal. ER will uns jetzt sagen, was dran ist und was not ist zu tun.

Gebet:
HERR, diese Verse sagen mir klar und deutlich, dass du willst, dass ich höre, mit allen Konsequenzen. Du weist, wo mir das möglich ist. DU weißt um meine Rebellion dagegen, du weist, wo mein Wille sich in den Vordergrund rücken will und nicht hören will, was du sagst.
Ich danke dir, dass du dennoch nicht schweigst. Du bist immer da und bereit mich zu halten und zu führen. Ich bin froh, dass ich mich auf dich verlassen kann.
Ich denke mir, dass es enttäuschend sein muss, dass deine Treue nicht mit ansatzweise vergleichbarer Treue erwidert wird. Und ich danke dir von ganzem Herzen, dass du dich nicht abwendest und mir mit jedem Tag, mit jedem Wort, das du sprichst, eine neue Gnadenzeit gibst, in der ich mich besinnen und zu dir kehren darf.
Herr bitte, steh mir heute bei, halte dein Wort in meinem Geist wach und lass mich immer hören, was du sagst, was das richtige ist.
Lass mich demütig bleiben, vor dir und vor den Menschen, die mir begegnen, bewahre mich vor Hochmut und Selbstdarstellung, bewahre mich davor Überheblich andere abzuweisen oder zurechtzuweisen, wo ich selbst einen riesigen Balken im Auge habe.
HERR ich danke dir, dass ich dich bitten darf.
AMEN


19. März


Dir, HERR, ist niemand gleich; du bist groß, und dein Name ist groß, wie du es mit der Tat beweist.
Jeremia 10,6

Alles Volk freute sich über alle herrlichen Taten, die durch Jesus geschahen.
Lukas 13,17

Wow. JA Herr, so ist es.
Danke, dass du mich durch dein Wort daran erinnerst.

Du bist Gott und niemand ist dir gleich.
Nichts sollte ich an diesen deinen Platz in meinem Leben kommen lassen - Keine Arbeit, kein Test, keine anstehende Diskussion, kein Mensch, kein Ding, keine Aufgabe. Dies vernebelt den Sinn, ich kann dich nicht mehr sehen in deiner Größe, Vollkommenheit, Liebe und Güte, mit der du über uns Menschen wachst.

Eifersüchtig wachst du über mich, dass nichts mich von dir hole. Liebend warnst du mich vor jedem Fehltritt, den ich zu gehen drohe. Bewahrend fängst du mich wenn ich falle, weil ich deine Warnung nicht hören konnte oder wollte.
Immer wieder bist du da und zeigst dich mir in deiner Liebe und Größe, so dass ich nicht anders kann, als zumindest in diesem Moment anbetend zu verharren.

Vergib mir, dass ich mich jeden Tag diesem deinen Licht entziehe, dass die Dinge des Tages mich gefangen nehmen können.
Wenn ich nur alle Zeit in deinem Tempel sein könnte, an den Stufen deines Altars knien dürfte, mich in deine Geborgenheit hüllen könnte.
Ich will nicht in die Welt, ich will nicht die Schmerzen, die Lasten, das Leid. Geborgen sein und bleiben in dir - das ist es was ich will.

Herr, ich weiß, du hast mir einen Platz gegeben in dieser Welt. Einen Platz an dem ich dir dienen darf und zu deiner Herrlichkeit leben kann. Auch ich bin ein Beispiel der Erlösungstat, die Jesus am Kreuz vollbracht hat. Ich weiß, du willst mich in der Welt haben und in dem Dienst, in den du mich gestellt hast, zur Freude der Menschen an dir und zum Segen denen die dich bitten.
Doch Herr, ich bitte dich, lass meine Seele bleiben bei dir, dass nicht die Welt sie angreife und zerreiße. Ich brauche so sehr deine führende Hand, deine schützende Liebe, deinen bewahrenden Geist und die Vergebung.
Ich bin erkauft mit dem Blut deines Sohnes, lass mich nicht allein.
AMEN



20. März

 

Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!
Psalm 24,7

Zachäus stieg eilend herunter und nahm Jesus auf mit Freuden.
Lukas 19,6

Der Beginn von Psalm 24 zeigt uns die Unwürdigkeit eines Menschen zu Gott zu kommen, erinnert uns an die Voraussetzungen, derer es bedarf, um zu unserem HERRN „nach Hause“ zu kommen.
Es ist schlimm, erkennen zu müssen, dass man (ich sag mal ) zu schmutzig ist um ins Haus zu dürfen, es ist unvorstellbar, mit einer Waschschüssel dazustehen und zu schrubben und zu waschen und den Dreck nicht abzukriegen. Es wirkt wie der Alptraum eines Kindes, das schier irre dabei wird, aber nicht sauber genug.

Wie wunderbar ist es zu wissen, das der Herr des Hauses raus kommt, zu uns, in all den Schmutz, und zu wissen, dass er das ultimative Waschmittel hat oder vielmehr ist. Er wäscht im Blute Jesu unseren Schmutz ab und gibt uns reine Gewänder, so dass wir doch zu ihm ins Heiligtum kommen können.

Was ist nun zu tun, damit wir dieses Waschmittel bekommen?
Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch,..! Das ist es! ER sagt uns, öffne einfach dein Herz, lass mich rein, hör auf zu schrubben, akzeptiere, dass du es nicht schaffst zur wahren Reinheit, hör auf dich fertig zu machen mit deinem Streben nach Reinheit aus dir selbst.
Ich stehe vor deiner Tür und ich helfe dir, auszumisten, ich helfe dir, zu erkennen, wo Reinheit notwendig ist und ich bin bereit, es zu nehmen und von dir zu nehmen und dich und dein Herz reinzumachen.

Es ist eins zu erkennen, das nur Jesus der Weg zu wahrer Reinheit vor Gott ist, etwas anderes ist es, es wirklich zu tun. Zachäus war einer von denen, die die Botschaft und das Rufen unseres HERRN hörten .... und taten. .... ER durfte mit allen Sinnen und mit ganzem Herzen und ganzer Seele erfahren, wie es ist, wenn der HERR einzieht im eigenen schmutzigen Haus und wie es ist, wenn er hilft auszumisten.

Herr, schenke bitte, dass wenn wir dein Klopfen hören, dass wir dich einlassen und vor allem dich ausmisten lassen, dass wir nicht sagen, dieses oder jenes brauche ich noch. Ich weiß, du wirst es uns nicht nehmen, wenn wir es nicht hergeben, so hilf uns loslassen, denn es ist zu schwer, dir den Platz zu lassen, der dir zusteht, wenn nicht unser Gerümpel und Müll radikal ausgemistet werden.
Nimm uns die Gier, alles haben zu wollen, denn in dir haben wir den größten Schatz und alles was wir brauchen.
DU bist der HERR.
AMEN



21. März

 

Hiskia wurde todkrank; da betete er zum HERRN, und der HERR erhörte ihn und gab ihm ein Wunderzeichen. Aber Hiskia erwies sich nicht dankbar für die Wohltat.
2.Chronik 32,24.25

Der Geheilte fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber sprach: Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind aber die neun?
Lukas 17,16.17

Zur Zeit bin ich irgendwie schräg drauf. So würde ich Blicke interpretieren, die mir zugeworfen werden, Allerdings sind das Menschen, die nichts von dem, was ich hier schreibe, wissen.
Aber, wenn sie es wüssten, würden mich die meisten wahrscheinlich als komplett durchgeknallt bezeichnen. Insofern wäre ich nicht traurig, wenn ich von den Lesern mal ne Rückmeldung bekäme, zu dem was ich hier schreibe.

Sorry, nur genau das kam mir gerade in den Sinn, direkt auf den ersten Gedanken, dem ich nun folgen will.

Was hat das mit uns heute, oder speziell mit mir zu tun?
Wir alle waren todkrank, als wir zu Jesus fanden: der Sünde verfallen, dem Tod gehörend.
So wir zu ihm kamen und um Vergebung baten, für alles was wir vor ihn legten, ihm sagten, das wir unser Leben ihm übergeben und ihm folgen wollen, nahm er uns die Last der Sünde ab, sowie das Leid, den Schmerz, kurz alles Symptome wurden (wenn nicht ganz beseitigt) gelindert. Bei mir war das ein eher schleichender Prozess. Ich habe immer auf den großen Knall gewartet, der mich wirklich befreit, der Sonne in mein Herz lässt und dass dann nie wieder ein trauriges oder negatives Gefühl in mir Raum haben wird.
Das ist nie so passiert. Gott schenkte mir langsam und nunja, sehr dosiert, die Gewissheit, dass ich in seiner Hand gut aufgehoben bin, dass mir in Jesus meine Sünden vergeben sind, dass ich von ihm frei gemacht wurde von allem was mich bindet.
Das Problem das ich habe ist meine Dankbarkeit. Sie reicht nicht, sie wird verdrängt von Gier nach noch mehr Frieden, von Warums und wenns und Abern . Ich bin nie zufrieden, es sind kurze Momente, in denen ich meine Unwürdigkeit im Gegensatz zu Gottes Größe und Allmacht empfinde und dann demütig danke sage. Doch heute habe ich das Gefühl, Gott will mir sagen, du Undankbare!

Aber ist es nicht genaudas, was so gefährlich für uns ist und wird, die halben Sachen, eben noch krank und voller Schmerzen ob der eigenen Sünde marschiere ich befreit von der Krankheit los, freue mich und singe und juble und erzähle auch von seiner Größe und Güte. Was hab ich vergessen? Das DA BLEIBEN. Ich bin wieder fortgerannt, oder bin ich der eine der umgekehrt ist? Wohl nicht.
Hiskia, auch krank, kommt zum HERRN und fleht ihn an um Heilung und er bekommt sie auch, Gott ist gütig und groß, er lässt uns nicht hängen. Doch ein Hiskia sagt nicht danke, er marschiert weiter im Leben, als wäre nichts gewesen, er vergisst einfach seinem Wohltäter zu danken. Doch Gott lässt sich auch nicht einfach abwimmeln, er kommt über Hiskia und das Volk und da erkennt Hiskia und demütigt sich, was auch immer das genau bedeutet.
Offensichtlich hat er da verstanden, wer der HERR ist und ab da ging es ihm scheints gut.

Nun ist das auf mich angewandt die Frage, wenn meine Dankbarkeit nicht reicht, was ist es das ich tun soll? Ich weiß nicht wie ich im Moment mein Leben ändern sollte um es ganz bewusst in seiner Hand leben zu können. Ich weiß nicht, wie ich mein Verhalten am einzelnen Tag ändern soll. Die Stille Zeit am Morgen wird immer länger, und dann kommt der Tag und ich finde mich in der totalen Finsternis, im Stress, im Frust, im Ärger, ausgesetzt der Wut der anderen und der eigenen, ein Spielball der Gefühle. Und es fühlt sich falsch an.

HERR im Himmel, Was fehlt mir?? Am Ende ist es die Dankbarkeit, die ich nicht in mir wach halten kann.

Herr vergib mir meine Undankbarkeit und damit verbunden das mangelnde Vertrauen in deine tragende Kraft. Ich will dir glauben, dir gehören, nicht eine Minute vergessen, dass ich in deiner Hand bin und mir nichts geschehen kann. Ich will nicht Tag für Tag losrennen, wie ein Hamster im Laufrad, dass sich dann doch nur um mich dreht.
HERR, hilf mir.
AMEN


22. März



Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden.
Jesaja 35,5

Hananias legte die Hände auf ihn und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Wege hierher erschienen ist, dass du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfüllt werdest.
Apostelgeschichte 9,17

Sehen und Hören. Zwei ganz wichtige Sinne, die wir benötigen um in der Welt zurechtzukommen.
Fehlte einer davon, es wäre eine furchtbare Einschränkung in unserem Leben. Unvorstellbar. Ich kann es mir nicht vorstellen, nichts zu hören oder zu sehen. Nur mit einem Ersatz zu leben über das Fühlen, und durch die Welt zu tappen.

Wenn ich das Bild übertrage auf das Glaubensleben, so sind wir doch eigentlich durch die in uns selbst liegende Sünde wie blind und taub geboren. Oder eher anders herum, stumpfen unsere Sinne ab, mit dem „aus den Kinderschuhen herauswachsen“?
Oder packen wir uns irgendwann absichtlich Stöpsel in die Ohren und verbinden unsere Augen, weil wir gar nicht sehen und hören wollen?

Ich habe zur Zeit eine Phase, in der mir ist, als ob ich nachts mit Stöpseln in den Ohren durch meine Wohnung laufe und den Lichtschalter nicht finde.
Es macht erst mal nichts aus, es ist eine vertraute Umgebung, ich kenne mich aus, ich brauche das Licht nicht, weil ich den Weg zum Klo auch im Dunkeln finde.
Doch ich bin nicht vorbereitet auf unplanmäßige Vorfälle. Ich stoße mich irgendwo an einem Widerstand, der da nicht sein sollte, in meinem Plan. Ich verliere die Orientierung, meine Sinne versagen und ich finde mich nicht mehr zurecht. Ich vergesse in meiner Panik, die Stöpsel, die ich für meine „selige“ Ruhe in die Ohren steckte heraus zu nehmen. Ich sehe nichts ich höre nichts und ich bin in Panik, weil ich nicht sehen kann und ich kann nichts hören, außer meiner eigenen Stimme, die um Hilfe ruft. Zu dumm, dass mir die Stöpsel nicht einfallen, doch bin ich in meiner Aufregung überhaupt noch in der Lage die Ohren zu finden?

Mein Kind hatte früher große Angst im Dunkeln. Es konnte mich hören, wenn es nachts im Dunkeln den Weg nicht fand. Ich rief oftmals `Mach dir Licht`. Aber meist war die Angst so groß, dass das nicht möglich war. Ich bin dann aufgestanden, meist ohne Licht, weil es mir zu hell war, und habe meinem Kind die Hand gereicht, es in den Arm genommen, je nachdem geführt oder getragen, bis es wieder sicher in seinem Bett war und beruhigt einschlief.

Das ist es was ich brauche, die Hand die in der Dunkelheit und in der Taubheit da ist und mich führt, die mir Sicherheit gibt.

Gestern hatte ich ein Gespräch, in dem es darum ging, wo wir Gott finden. Die Lehrerin erzählte mir, dass sie einmal in ihrem Unterricht fragte, Wo ist Gott? Sie erwartete von ihren Schülern eine theoretische Antwort, wie wir sie in diversen Bibelstellen finden können, so was wie `WO zwei oder drei in meinem Namen ....`. Doch sie bekam diese Antwort nicht. Stattdessen antwortete ein schüchterner Junge MITTEN IN DER ANGST.
Wahnsinn! Dieser Junge sagte etwas, das mich wirklich anrührt. Die Botschaft ist im Moment bei mir angekommen und ich will sie euch nicht vorenthalten. In aller Angst, Sorge, Panik, Verzweiflung sind wir nicht allein. Ich bin nicht allein. Ich darf mich beruhigen und ich darf vertrauen, dass ich auch im Dunkeln nicht verlassen bin, dass unser HERR da ist und meine Hand nimmt.

Herr , ich habe oft Angst und vergesse, dass du da bist um mich zu führen. Danke, dass du mich das wissen lässt. Hilf mir, diese Stöpsel in den Ohren loszuwerden, damit ich Dich besser hören kann. Und öffne meine Augen, denn du bist das Licht. Ich brauche nicht zu irren nach dem Schalter, ich muss nur die Augen öffnen. Doch die Augen für dein Licht öffnen, dazu brauche ich dich.
AMEN


23. März

 

Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern unsere Augen sehen nach dir.
2.Chronik 20,12

Paulus sprach: Herr, wer bist du? Der sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Steh auf und geh in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst.
Apostelgeschichte 9,5-6

Denn in uns ist keine Kraft gegen dieses große Heer, das gegen uns kommt. ..

Das geht dem zitierten Vers voraus: Das demütige Bekennen, dass sie es allein nicht schaffen.
Das ist es, was immer wieder nottut, erkennen und bekennen, dass wir es ohne IHN nicht schaffen, gegen das was uns bedroht anzukommen.

Wir sind zu klein, die Bedrohung zu groß.
Es ist ziemlich schwer, das zu bekennen. Von klein auf lernen wir, dass wir uns auf niemanden als uns selbst verlassen sollen und können. Das wir besser niemandem vertrauen, als uns selbst.
Das sitzt, und wir kämpfen und rudern, und sind am ersaufen und schnappen nach Luft. Da gibt es Zeiten, in denen das Wasser ruhiger ist, und wir glauben, wir hätten es geschafft. Doch schon wieder Stromschnellen, der nächste Sturm, und wir sind wieder Spielball der Gewalten, die einfach größer sind als wir selbst. Die Angst ist gewaltig und wird übermächtig. Doch wir verlassen uns nur auf uns selbst.

Gesegnet ist der, dem geschenkt wird, zu erkennen, dass das nicht nötig ist. Wir haben einen Vater im Himmel, zu dem wir kommen können, immer, nicht erst wenn uns das Wasser bis zu Hals steht. Doch gerade dann, wenn das Leben uns zu ersaufen droht.

HERR, ich weiß nicht was ich tun soll, sondern meine Augen sehen nach dir!
JA es ist einfach so, in mir ist keine Kraft, ich komme aus mir selbst nicht an gegen die Gewalten in diesem Leben. Ohne dich beherrscht mich die Angst.
Angst vor Versagen, vor Gewalt, vor Armut, vor Krankheit. Ich bin extrem dünnhäutig, habe keinen Schutz. Ich komme zu dir, dich anzubeten und zu bitten, um Schutz, um Gnade, um Vergebung und um Einsicht in das was ich falsch mache.
Ich bitte dich um Stärke, nein heute mache ich es anders. Ich will es dir überlassen, zu kämpfen, dir überlassen, dies alles von mir zu nehmen. Ich will dir vertrauen in meiner Angst und Not. Ich bin nichts gegen das was du kannst. Ich kann nicht abschütteln, nicht zerschlagen. Ich will tun, wie Israel und Juda. Ich will dir vertrauen und dich loben und anbeten, und dir vertrauen, dass du für mich kämpfst. In dir brauche ich keine Angst haben. Ich will in deiner Liebe und in deiner Gnade bleiben und leben.
Nichts brauche ich wie dich, der du mich trägst, mich nährst, mich schützt, mich kleidest.
HERR, bitte befreie mich von dem Irrsinn alles begreifen und mir selbst erklären zu müssen. Ich darf dir trauen und mich darauf verlassen, dass du mir das Wissen schenkst, dass ich brauche, um bei dir zu sein und zu bleiben.

Ich danke dir, dass du da bist, in der Angst.
Amen

24. März


Gottes Wege sind vollkommen.
Psalm 18,31

Paulus schreibt: Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.
Römer 8,18

Denn ich halte dafür, dass dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht wert sei, die an uns soll offenbart werden.

Paulus, ich frage mich warum du so kompliziert schreiben musstest.
Da muss man doch dreimal lesen bevor man versteht, wovon du sprichst. – wenn man es überhaupt versteht. Manchmal erlebe ich dass in Predigten sich vereinzelte an deine Thematik herantrauen. Doch das was dabei herauskommt ist manchmal noch verwirrender, als das was du geschrieben hast.

Ich muss dir ganz ehrlich sagen, dass es schöne Aussichten sind, die wir da haben, in der später mal zu erwartenden, an uns offenbarten Herrlichkeit. Doch das macht es nicht leichter im Hier und jetzt.

JA, zweifellos ist das was wir hier in der Welt erleben, vermutlich in jeder Hinsicht, nur ein minimaler Abglanz dessen was uns bei IHM an Gutem einmal erwartet.
Ich glaube, das du die Wahrheit schreibst, über die unfassbare Größe Seines Reiches und Segens, die uns erwarten,
Doch es beruhigt mich im Moment kein bisschen. Ich will dich fragen, wo wird die Last die ich gerade trage leichter, nur in dem Wissen, dass ich einmal ohne last sein darf? Gar nicht!

Etwas anderes hilft mir tragen, und das ist die kraftschenkende und tröstende Liebe Gottes, die wir schon jetzt im Leid, im Schmerz erfahren dürfen. Das ist etwas was du sicher auch einige Male auf deinem Weg durch deine Gemeinden erfahren durftest. Das erkennen von Seinem Handeln im Hier und Jetzt ist es was ich mir wünsche, Paulus.

Hast du darüber auch geschrieben?

Weist du was – Gottes Wege sind vollkommen - das ist cool. Denn das sagt mir, dass ich mich nicht aufregen brauch, ER wird’s wohl machen. ER führt uns die Wege dies braucht um uns zu seinem Erkennen zu führen. Ich muss allerdings auch ehrlich sagen, dass die zu gehen nicht leicht ist. Oft würde ich gern mal eben abweichen und mir damit Ärger im Hier und Heute ersparen. Aber vielleicht ist es ja genau das was du meintest.
Das was wir auf dem rechten Weg erleiden und tragen, erleiden und tragen wir auf dem rechten Weg und damit auf dem Weg zur Herrlichkeit Gottes.
Wenn wir abweichen von seinem Weg, dann erwartet uns der Lohn der Sünde.

Aber jetzt sag mir doch, woher weiß ich dass ich den richtigen Weg gehe und dass das Leid das ich trage auch das richtige ist. Vielleicht trage ich es darum um mir selbst ein demütiges, dienendes ausharrendes Bild von mir zu machen und es ist gar nicht das richtige Päckle, das ich tragen sollte.

So, Paulus, das erklär mir mal.


25. März


Ihr sollt Priester des HERRN heißen, und man wird euch Diener unsres Gottes nennen.
Jesaja 61,6

Christus spricht: Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.
Johannes 12,26


Diener.
Dienen wir? Oder sind wir die heimlichen Herrscher in unserem Umfeld? Genießen wir es nicht, Macht zu haben über andere?

Es ist doch ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass andere auf einen hören, aus welchem Grund auch immer, oder?

Denken wir doch immer daran, dass das was wir sind und haben nicht unser ist, sondern „geliehenes“ Gut, zu Verwaltung und Vermehrung für den HERRN.

Jesu Diener, wow, sind wir das? Was muss ein Diener Jesu denn tun? IHM folgen – Wohin?
Dort sein, wo ER ist – Wo?

Vielleicht gibt es die Antwort an anderen Bibelstellen – z. B. Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Ist es das? Jesus sagt von sich er ist dort, wo die Not am größten ist und wir können ihm dienen indem wir für diese geringsten da sind. Er ist dort, wo die Menschen in der Gosse leben, Hunger haben nach ....ja, nach was?

Was ist es, das nun getan werden soll? Könnten wir uns vielleicht hinstellen und ohne uns schmutzig zu machen, diesen armen Seelen von Gott erzählen? Oder geht es da am Ziel vorbei? Ist es vielleicht richtig einfach anzufassen, ohne zu reden, ohne meinen Glauben herauszukehren?
Ich erlebe es immer wieder, dass in meiner Arbeit, ohne dass ich mein Christsein an die große Glocke hänge, die Menschen IHN doch erkennen, in dem was ich tue.

Ja, ich will dienen, ich will den Menschen die ich begleite und betreue ein Diener sein, dass sie, die selbst so lange Diener waren, ihrem Land, ihren Familien, jetzt wo sie es nicht mehr genießen können von mir bedient werden. Doch nicht um Macht zu spüren, denn das ist kein Segen, sondern damit diese Menschen Ruhe finden können, nicht gedemütigt sind in ihrer eingeengten Welt, nicht abgewertet in einer Ecke stehen.

Herr, das sind große Worte von mir heute morgen. Schenke du bitte, dass ich dies erreichen kann, für die Menschen und für dich. Und bewahre mich vor dem Hochmut und der Einbildung, es könnte irgendetwas davon an mir liegen.
Alle Kraft beziehen wir von dir und nur in dir vermögen wir zu dienen, wie du es uns gezeigt hast.
AMEN

26. März


Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er.
5.Mose 32,4

Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr's ertragen könnt.
1.Korinther 10,13

Ist das tatsächlich so? Kann ich dem zustimmen? Diese Fragen tauchen auf. Und ich kann getrost sagen, Ja, so hat er sich in meinem Leben bewiesen. So handelt er an mir.

Es fällt mir nicht ganz so leicht, wie es scheinen mag. Da gibt es sehr wohl einen Teil in mir der das strikt verneinen will. Der Teil in mir, der sich grundsätzlich ungerecht behandelt fühlt, der meint, es gehe immer nach den anderen und nicht nach mir.

Doch kann ich nicht anders als zu sagen, das es doch die Wahrheit ist.

Ich war nicht treu, ich war die, die meinte ihren eigenen Wege gehen zu müssen, Gott ignorieren zu können, die glaubte sie wüsste alles und müsse nicht fragen, was richtig und was falsch ist, die glaubte, selbst entscheiden zu können, wie viel Leid sie tragen könne und wann es genug sei.

Aber da habe ich mich geirrt. Ich bin in die Irre gegangen und in der Folge trage ich das mir selbst zurechtgeschusterte Leid.
Meine Schuld ist mir vergeben, die falschen Wege liegen hinter mir und die meisten Lasten habe ich auf IHN werfen können. ER hat sie mir genommen.
Dennoch ich habe mir Lasten aufgeladen, die ich zu tragen habe, die mich immer wieder in Versuchung führen, doch nicht nach Gottes Willen zu leben und zu entscheiden. Immer wieder gerate ich in Versuchung, es doch wieder selbst entscheiden zu wollen. Doch im Gebet habe ich doch immer wieder Ruhe gefunden und die Versuchungen nehmen immer wieder ein Ende, ich erhalte eine Atempause, eine Zeit der Besinnung und des Vertrauens.

Dennoch kann ich wiederum nicht anders, als immer wieder zu fragen, reichts nicht? Kannst du es nicht von mir nehmen. Dabei muss ich aber immer wieder bemerken, dass ich gar nicht weiß, was die eigentliche Last ist:
Die Annahme, die lasten die ich trage seinen zu schwer, oder die Rebellion gegen das was ich zu tragen habe.
Eigentlich sollte ich dankbar sein. Im Vergleich zu anderen Menschen geht es mir unvergleichlich gut. Was ist das was ich zu tragen habe anderes als das Leben, das andere viel schlechter getroffen haben.

Herr, bei allem was ich versuche, mir mein Leben schön zu reden oder als selbst verantwortet, ich bin so oft am Ende und ich bin müde immer wieder zu bitten, die Last möge leichter werden oder von selbst verschwinden. Du kennst die Konflikte die in mir toben. DU kennst meine Gedanken und Wünsche. Du weißt, ob sie richtig sind vor dir. DU weißt, wie lange meine Versuchungen dauern sollen und wie lange ich sie zu tragen vermag.
Schenke mir Gewissheit, dass ich recht tue, sie weiter zu tragen oder erlöse mich, aber nach deinem Willen. Ich habe nicht das Recht, denn ich müsste gegen deine Gebote handeln und das tue ich ohnehin so oft unbeabsichtigt.
In deiner Hand ist es alles zu wandeln oder von mir zu nehmen. Ich will mich deinem Willen und deiner Gerechtigkeit und Treue demütig zuwenden und unterwerfen.
AMEN

27. März


Ich habe die Erde gemacht und Menschen und Tiere, die auf Erden sind, durch meine große Kraft und meinen ausgestreckten Arm und gebe sie, wem ich will.
Jeremia 27,5

Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
Matthäus 5,5

Das ist ja heute wieder mal ein Hammer!
Diese zwei Worte widersprechen doch unserem innersten Bedürfnis nach Wertschätzung (in der Welt).
Oder liege ich da falsch?

Ist es nicht so, dass wir nur schwer akzeptieren können, dass wir nicht(s) haben, was andere haben. Kommt nicht immer wieder der Gedanke, warum geht es den anderen, oftmals den „Gottlosen“, besser als mir, warum haben die und ich nicht?
Naja, die Antwort auf diese Fragen steht heute ganz oben. Und ich denke, da ist alles eingeschlossen, worum wir andere beneiden. Wann immer wir mit missgünstigem Blick nach dem schielen, was wir uns wünschen und andere haben.
Gleichermaßen trifft diese Antwort auf alle Fragen, die die politischen und weltlichen Machtverhältnisse betreffen, zu. Dabei darf sich auf seine Stellung in der Welt keiner etwas einbilden, nach Gottes Willen und Gutdünken (dessen Sinn wir nicht erkennen können) sind die Verhältnisse im Großen wie im Kleinen gestaltet.

Herr, wenn ich das nur so in meinem Leben akzeptieren und leben könnte.

Ist dies nicht die Vorraussetzung für den zweiten heutigen Vers?
Sanftmütig? Was ist das?
So was wie lammfromm, geduldig, demütig, alles widerspruchslos ertragend, Ungerechtigkeit hinnehmend?
Das ist doch eigentlich unmöglich! Oder gibt es noch eine Bedeutung, die sich mir gerade nicht erschließt?
Darf ich sanftmütig vor Gericht gehen und mein Recht einklagen, oder bin ich dann nicht mehr sanftmütig?

Herr, was immer du erwartest, das wir tun sollen, will ich tun, so ich es erfassen kann. Sanftmut ist für mich sehr schwer zu erfassen. Lenke du meine Gedanken, Taten und Begegnungen, dass ich lernen kann, was Sanftmut in dieser Welt bedeutet und wann sie angebracht ist.
Du erkennst meinen Widerwillen. Doch bitte leite mich zur Erkenntnis und zum Begreifen dessen, was du hier von mir erwartest.
AMEN

28. März



Sagt den verzagten Herzen: »Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott!«
Jesaja 35,4

Der Herr richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf die Geduld Christi.
2.Thessalonicher 3,5


WO??? Jesaja, WO???
Heute muss ich mal wieder ganz genau hinschauen. Oder vielleicht mal weg von mir?

Sooft sind wir gefangen in unseren Sorgen und Problemen, gefangen in den Fragen: Wieso ich, warum ist alles so schlimm, so schwer, warum kann ich nicht einfach glücklich sein, warum rennt die Zeit so, wieso finde ich keine Ruhe und keinen Frieden??

Aber das alles sind Fragen, die eigentlich unsinnig sind für einen Menschen, der Gott vertraut.
Wirklich vertraut!

Gefangen in der Ungeduld und in der Erwartung, für Glauben und Treue besonderen Segen verdient zu haben, sehen wir weg von Gottes Gaben und seiner Gnade, die wir so reichlich um uns herum entdecken können.

Da ist unser Gott zu finden: gerade jetzt zum Frühlingsbeginn können wir ihn so nah und im Detail entdecken, in jeder Blume, jeder Blüte oder Knospe. In jedem Baby, das auf die Welt kommt, in jedem Gottesdienst, in jedem Menschen der neu zu Gott findet. Es gibt so viel, wo wir Gott „sehen“ können.

Ja, es ist wirklich notwendig, dass wir den Herrn bitten, dass unser aller Herzen ausgerichtet werden auf seine Liebe und wir Segen finden in Geduld und Demut.

Heute morgen, beim Aufstehen dachte ich, es ist wirklich wieder Zeit, mal bewusst danke zu sagen und zu schauen wofür ich danken kann.

HERR, hilf mir dabei! Lenke du meinen Blick, mal weg von mir von meinen Sorgen, auf deine Schöpfung, auf deine Werke, auf alles, wo ich dich entdecken kann. Lass mich mein Kind heute mit anderen Augen sehen und schenke mir Freude an deinen Werken.
Ich weiß, ich bin unersättlich, doch aus mir selbst kann ich nichts und bin ich nichts, du schaffst alles in mir, du bist meine Kraft und Stärke. Schenke, dass ich es nicht vergesse und bewusst mein Tagwerk aus dir heraus tue. Schenke mir bitte, dass ich nicht verzage und nicht aufgebe, dich zu suchen und öffne mir die Augen und alle Sinne, dass ich dich nicht übersehe.

In dir bin ich geborgen und sicher. Nichts kann mich von dir nehmen, du hast mir deinen Schutz versprochen und ich nehme dich beim Wort. DU bist mein HERR.
AMEN


29. März



Die Erde ist voll der Güte des HERRN.
Psalm 33,5

Alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird.
1.Timotheus 4,4


Sollte es so einfach sein?
Alles was Gott geschaffen hat, ist gut...

Ich bin versucht, diesen Vers aus dem Zusammenhang zu nehmen, in dem es Paulus geschrieben hat.(soweit ich das überblicke, ging es um Speisevorschriften und Eheverbot)

Aber wenn ich diesen Vers nur so nehme, wie er da steht, dann...
..bin ich gut, denn er hat mich geschaffen
..sind die Menschen, die mir Leid verursachen gut, denn er hat sie geschaffen.
..ist der Tabak und damit das Rauchen gut, denn er hat die Tabakpflanze erschaffen.

..und nichts ist verwerflich ....
Hmmm...

Das leuchtet aber nicht ein. Dann bräuchte der Mensch ja Jesus gar nicht, dann wäre eine Vergebung gar nicht notwendig, denn dann wäre ja nichts falsch. Aber ist das so?

,... was mit Danksagung empfangen wird.

Ist das das Problem? Wenn ich danken würde, für den Tabak, wäre das Rauchen dann ok?
Wenn ich danken würde, wenn nach einer Lüge alles für mich gut ausgeht, wäre es dann keine Sünde?
Wenn ich danken würde, nachdem ich mir durch unrechtes Handeln etwas angeeignet habe, was nicht meins ist oder mir nicht zusteht, ist es dann nicht falsch gewesen, nur weil ich nach diesem Wort gut bin?

Schön wär´s! - oder?

Nein! Mit dem Gedanken kann ich mich nicht anfreunden.

Die Erde ist voll der Güte des HERRN.
Das ist sie, wir können es sehen, wenn wir unsere Augen öffnen und hinsehen. Und es ist in unserer Verantwortung dieses Schöne zu versorgen und zu erhalten, wo wir es können. Und das wiederum können wir nur, wenn wir uns am Herrn ausrichten.

Und wenn wir das tun, dann ist nichts verwerflich, insbesondere dann, wenn wir es mit wirklicher Danksagung empfangen.

Dann können wir Gottes Schöpfung und alles was daraus erwächst unter Seiner Hand und mit seinem Segen genießen.

Herr, dies zu wissen macht mich froh, doch eines frage ich mich immer wieder:
Was ist mit all dem, was ich mir genommen habe, ohne nach deinem Willen zu fragen, was ich begonnen habe, ohne um deinen Segen zu bitten, einfach weil du zu dieser Zeit noch nicht von Bedeutung in meinem Leben warst.
Es macht mich traurig, daran zu denken, dass ich so gelebt habe. Und ich trage die Ergebnisse und „Früchte“ dieser Zeit mit mir.
Reicht es, wenn ich es jetzt als von dir zum Guten gestiftet, dankbar annehme? Ist es dann gut oder bleibt es, dass eine Scheidung vom alten Leben vollkommen notwendig ist?

DU weißt, was da alles dranhängt. Und du weißt, dass es mir lieber wäre, wenn ich sagen könnte, es hat mir zum Guten gedient und es wird mir weiter zum Guten dienen und es ist gut, weil du es segnest.
Aber segnest du´s? Wenn ja, warum erscheint es mir nicht gut? Warum scheint es mir so oft wie eine Strafe?

Herr, du schenkst heute ein so segnendes und befreiendes Wort. Lass diesen Tag in dieser Freiheit und Freude beginnen und verlaufen und schenke den richtigen Umgang mit dem, was in deinen Augen nicht gut ist.
AMEN

kristin@seelsorgerin.de

30. März

 

Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit, und meiden das Böse, das ist Einsicht.
Hiob 28,28

Seht sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt, nicht als Unweise, sondern als Weise.
Epheser 5,15

Die Furcht des Herrn ist Weisheit?
Was ist das für eine Furcht, die hier angesprochen ist?
Furcht , sich fürchten, ist das nicht eine Form von Angst haben?
Das passt nicht zu meinem Erleben von Gottes Wirken und seiner Liebe.

Wir sollen uns das Wort nicht zurechtzimmern, wie es uns passt, dennoch scheint mir der einfache Wortgebrauch nicht angemessen. Für mich schwingt in diesem Wort Respekt, demütige Annahme seiner Weisungen, die Erkenntnis, dass wir des Guten, das Gott schenken will, verlustig werden, wenn wir seine Gegenwart und Liebe für uns leugnen.
Wir kennen die Regeln, die Gott für unser Leben angesetzt hat, nach denen unser Leben im Zusammenleben mit anderen funktionieren kann und wird, so wir sie befolgen.

Diese Furcht scheint mir eher weise, wobei weise – was ist das?
Weisheit hat nach unserem Sprachgebrauch etwas mit Erfahrung zu tun, etwas aus dem wir lernen können. Etwas was tiefe Erkenntnisse über das Leben birgt. Wer darf sich weise nennen? Ich sicher nicht.

Dennoch sagt uns das Wort, dass es Weisheit ist, den HERRN zu fürchten, also Gott als real wirkend und alles schaffend, liebend, verzeihend, annehmend und sicher auch erziehend, nach unserem Empfinden auch strafend, wahrzunehmen.
Doch ich bete darum, dass wir mit Gottes Hilfe täglich Momente haben dürfen, in denen uns das bewusst ist, bevor ER in unserem Leben wieder in die „Bibelecke“ abgeschoben wird.
Und darum, dass die Momente der Wahrnehmung und Freude über Gottes Führung in unserem Leben mehr werden, bis wir irgendwann ganz darin geborgen sind.

Tatsächlich ist die ganze Weisheit aber nichts ohne die Einsicht.
Einsicht bedeutet wohl, anwenden, dessen was wir durch die von Gott geschenkte Erkenntnis über richtig und falsch nach seinen Weisungen erhalten haben.
Was nützt es uns zu wissen, wie es richtig geht, wenn wir es nicht tun. Meiden das Böse, das ist Einsicht.
Was heißt das jetzt wieder? Sollen wir uns nun, da wir glauben. begriffen zu haben, was Gott von uns erwartet, abkapseln, unserer eigene kleine heile Welt schaffen, in der das Böse gemieden wird, in die keine Menschen aufgenommen werden, die nicht unser Wissen und unsere Weisheit haben?
Gott bewahre uns davor, ich glaube, dann hätten wir nichts begriffen. Meidet das Böse. – meint das nicht vielmehr, tut nicht das Böse?
Wir beziehen unsere Kraft und den Glauben aus Gottes Liebe zu uns, der in seiner Güte uns trotzdem nicht gemieden hat, als wir „böse“ waren (wobei wir es ohne Zweifel noch sind, wohl dem der von sich sagen kann, er täte keine Sünde mehr).
Wäre nun also die Regel: Geht nicht mit denen um, die mich nicht kennen und kennen wollen, dann würde Gott sich doch selbst wiedersprechen.
Doch so wie Jesus, der mitten unter die Sünder ging, ohne zum Sünder zu werden, so sollen wir, wenn wir unter die Menschen gehen, das Böse meiden, egal, welche Versuchung auf uns zu kommt, was wir böses sehen ,erleben und tun oder denken wollen, wir sollen es lassen.

Herr, schenke mir Weisheit in deinem Wort und die notwendige Einsicht, die ich brauche um dir zu folgen. Lass mich deinem Wort folgen und bewahre mich vor Überhebung. Ich spüre, dass es in letzter Zeit an Punkte kommt, in denen ich glaube es besser zu wissen, wo ich beginnen will, zu urteilen, zu beurteilen und damit zu verurteilen. HERR, lass mein Auge auf mich gerichtet sein, wenn ich mit deinen Geboten als Grundlage urteilen will.
Nur mich an deinem Wort ausrichten und so es dein Wille ist, mit dem richtigen Wandel ein Beispiel sein, dass andere zum Nachdenken bringt, die Sehnsucht weckt, die mich zu dir geführt hat.
Herr, ich habe das Gefühl, dass auch in dem was ich hier mit dir rede, eine Wertung steckt, dass ich mich aufgrund der Erkenntnisse und des Erlebens deiner Liebe zu mir auf dem richtigen Weg glaube und anderen damit einen Stempel aufdrücke, als seien sie weniger gut und weniger geliebt von dir. Das erschreckt mich.
Herr bitte lass mich nie vergessen, dass ich nur aus deiner Liebe zu mir überhaupt erfahren habe, dass ein Leben mit dir möglich ist und lass nicht nie vergessen, dass ich zeit meines Lebens den Versuchungen des Bösen in Gedanken, Worten und Taten ausgesetzt bin und das mich das Wissen um deinen Willen noch kein bisschen über andere stellt.

AMEN


31. März


Sie sollen mein Eigentum sein, und ich will mich ihrer erbarmen, wie ein Mann sich seines Sohnes erbarmt, der ihm dient.
Maleachi 3,17

Jesus sagte im Gleichnis: Der Sohn machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch weit entfernt war, sah ihn sein Vater und es jammerte ihn; er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn.
Lukas 15,20

Sooft erlebe ich genau das was beschrieben ist in Maleachi 3. Und sicher nicht nur ich. In einer Umgebung, in der wir von Menschen umgeben sind, die lieber auf sich, ihr Elternhaus, ihre Bildung, ihren Erfolg ... bauen, als auf Gott zu trauen, ist es nicht leicht, bekennender Christ zu sein.
Man wird belächelt und manchmal auch verspottet. Dennoch erlebe ich immer wieder, dass ich bewahrt bin, davor davon verletzt zu sein. Es macht mich eher traurig, dass diese Menschen die Freude nicht haben, die ich haben darf, den Frieden in größter innerer Not nicht erleben können. Oftmals aber frage ich mich auch, wie ein Mensch es einfach nicht sehen kann und ich will ärgerlich werden über so viel Blindheit und Eigensinn.

Das ist es nicht, was der Spruch heute sagen will, ich denke es läuft auf etwas anderes hinaus:
Hier wird ein Trost ausgesprochen, für die, die unter dem Spott und der Ablehnung des Glaubens leiden.
Wir brauchen nicht zweifeln, wir brauchen uns nicht angegriffen fühlen, wir sind sicher in dem Versprechen unseres Herrn, dass eines Tages auch die Spötter den HERRN erkennen werden. Und genau dann wird das Leid um des Glaubens willen enden.

Der nachfolgende Vers lautet: „Ihr werdet am Ende doch sehen, was für ein Unterschied ist zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, zwischen dem, der Gott dient und dem, der ihm nicht dient.“

Dieses Versprechen macht uns stark gegen die Anfechtungen von außen.
Doch was steckt hier noch drin?

Ich höre ein großes Achtung. Es gilt schon genau hinzuschauen, wer dient dem Herrn?
Ich muss schon sehr darauf achten, lebe ich tatsächlich nach Gottes Willen, diene ich ihm und tue seinen Willen? Oftmals sicher nicht.
Oder werde ich wie ein Pharisäer, der Gottes Wort benutzt um sich selbst darzustellen, um sich und seinem Willen einen Heiligenschein zu verpassen?
Bin ich wirklich ehrlich, oder betrüge ich mich selbst um das Heil, das kommen wird, weil ich mich als heil betrachte?
Nie will ich vergessen, wie sehr ich der immerwährenden Gnade bedarf. Ich werde sie immer wieder in Anspruch nehmen und dies auch müssen.

Einmal kehrte ich um, von meinem Weg und kehrte zurück zum Vater, der mich als er mich sah, in seine Arme schloss und mich zu sich zog, der mir einen Platz in seinem Eigentum gab, an dem ich zu seiner Ehre und zu seinem Lob schaffen und sein darf.

Dennoch, nie sind wir bewahrt, doch wieder abtrünnig zu werden. Denken wir an den Bruder, der selbstsicher und des Heils sicher, meinte den verlorenen Sohn nicht willkommenheißen zu müssen. Es ist nicht notwendig, dass wir laut gegen seine Annahme murren. Es reicht zu glauben, wir seien auf der sicheren Seite.

Der HERR schenke seine Gnade und seinen Frieden, er halte uns fest und bewahre uns vor Hochmut und Selbstsicherheit. Denn wir leben und sind nur durch ihn.
AMEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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