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Juni 09

 

Petrus sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist.
Apostelgeschichte 10,34-35


Gott heißt jeden willkommen, der ihn fürchtet und tut was recht ist.?! Aus jedem Volk.

Jeden der ihn fürchtet.
Jeden, der von Gottes Existenz weiß und der eine Vorstellung hat was Allmacht bedeutet, muss ihn fürchten –
im Sinne von: vor seiner Strafe bei Verstoß gegen seine gesetzten Ordnungen Angst haben.

Jeden, der Gottes Liebe und Beistand erfahren hat und ihn als HERRN, Fürsorger und Vater erfahren hat, wird ihn fürchten –
im Sinne von: IHN respektieren, als Person und gegenwärtigen Helfer, fürchten, ihn und seine Liebe zu enttäuschen mit dem eigenen Tun und Lassen.

Und tut was recht ist.
Wer kann tun was recht ist? Immer!

Das einzige was mir einfällt, ist beten und bitten um Vergebung.
Das ist das einzige was mir in diesem Moment als „recht tun“ in den Sinn kommt. Denn ich habe gesündigt.

HERR ich bekenne meine Schuld.
Ich habe mich wiedereinmal abgewandt von dir und von dem was recht wäre.
Ich war verärgert über die Missachtung meiner Person und meiner Mühen. Ich habe weggeworfen, was du geschenkt hat aus deiner Gnade. Ich habe damit auch andere beraubt, dessen was du für sie und mich gedacht hast.
Ich kann nicht tun was recht ist. Nur vor dir knien in Gedanken und dich um Vergebung bitten für die Missachtung deiner Person und deines Willens.
Wo wäre ich ohne dich,
Ich weiß nicht wie ich so achtlos umgehen konnte mit deinen Gaben. Ich habe dich nicht gefürchtet und nun fürchte ich, dass du dich abwendest, weil ich nicht zur Besinnung komme und es nicht lasse, dich zu missachten.

Es tut mir leid.

Ich komme zu dir unter das Kreuz und ich bitte dich: vergib mir.
Hilf mir und verlass mich nicht. Du bist der den ich brauche, du bist das Leben das ich leben will, du bist es, aus dessen Gnade und Kraft ich wurde und bin und sein werde.

Wann komme ich zur Besinnung und bleibe unter deinem Schutz und in deinem Hause? Wann kann ich aufhören zu sündigen und dich zu missachten.
Räum auf HERR, und räum aus, was deiner unumschränkten Herrschaft in meinem Leben entgegensteht. Lass mich demütig werden vor dir, nimm mir den Geist des Widerspruchs und der Auflehnung. Nimm alles weg, was mich hindert ganz bei dir zu sein.

Es ist auch Angst da vor deiner Strafe, doch das schlimmste scheint mir, dass ich dich enttäuscht habe und dich traurig mache. Ich will das nicht. Und doch tue ich es immer wieder.

Danke, HERR, dass du mich wissen lässt, wenn ich solche Fehler mache, danke, dass du meinen Geist beugst und mich auf deiner Straße halten willst.
Bitte, hilf mir, dass es nicht immer wieder soweit kommt.
Bitte, nimm mir meine Ichsucht und mein Geltungsbedürfnis, dass sich immer wieder über dich erheben will und deine Gaben missachtet.
Hilf mir, dass ich die Menschen, die ich mit meinem Verhalten vor den Kopf stoße, mit den richtigen Worten um Verzeihung bitte, ohne dass ich mich von Schuld freispreche und Schuld zuweise.

Danke HERR, dass ich zu dir kommen darf wie ich bin und dass du mir vergibst.
Ich will mich demütig beugen unter das Kreuz und unter dich, der du Mensch geworden bist und gelitten hast, die Strafe, die ich verdient hätte.
Danke, dass ich frei von gestriger Schuld in den Tag gehen darf.
Zum Schluss noch eine Bitte, die ich nicht oft genug aussprechen kann:
Lass mich nicht vergessen sondern bewahre mich vor der ständigen Widerholung dieser Fehler. Denn wann und aus welchem Grund auch immer, es ist immer die gleiche Sünde:

Die Missachtung deiner selbst.
Davor bewahre mich HERR.

Danke, dass du Gebet erhörst.
AMEN

01. Juni

 

Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen.
Hesekiel 34,12

Jesus sprach: Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Gerechten.
Lukas 5,32


Manche Leute haben die Angewohnheit, andere als Schaf zu bezeichnen.
Das ist dann meist nicht positiv gemeint.

Gedacht ist daran, dass Schafe meist mit Attributen wie dumm und treudoof versehen sind oder gleichbedeutend mit Tölpel, Quatschkopf, Narr, Trampeltier oder Einfaltspinsel verwendet werden.

In der Bibel finden wir Schaf als Synonym für Gefolgschaft, Kinder, Anhänger usw. Die Schafe von denen die Bibel spricht sind die Gläubigen, die Gott als ihren HERRN und Führer anerkannt haben, also ihm folgen.

Ich bin stolz ein Schaf zu sein, ich gehöre zu denen, die Jesus folgen (wollen), ich war verirrt und verwundet, und wurde vom treuesten aller Hirten gefunden und zur Herde geholt. Ich will nichts anderes sein.

Schafe sind auch ein Bild für Sünder, die umkehren und sich heimholen lassen. Der HERR sucht und findet sie, er sammelt sie und führt sie in seiner Herde. Nun ist es eine Eigenschaft von Schafen sich in einer Herde, Gemeinschaft wohl zu fühlen, sie sind keine Einzelgänger, sie leben von und in Gemeinschaft mit anderen Schafen und da sind sie sicher und geborgen.

Jesus sagte, er sei gekommen, die Sünder zu rufen. Das heißt jeder einzelne ist angesprochen, umzukehren, seine Schuld zu bekennen und sich seiner Herde anzuschließen.
Wenn wir uns umschauen, wo finden wir Gerechte? Gibt es jemanden, der von sich sagen kann, er brauche Jesus nicht, er sei gerecht?
Nein, es gibt keinen. Und wenn es doch einer von sich glaubt, nun – dann ist dieser wohl das dümmste Schaf.

Seid gesegnet.
Ich wünsche euch eine behütete Woche und Gottes Beistand auf allen euren Wegen.

02. Juni

 

Er macht's, wie er will, mit den Mächten im Himmel und mit denen, die auf Erden wohnen. Und niemand kann seiner Hand wehren noch zu ihm sagen: Was machst du?
Daniel 4,32

Gott hat die Mächte und Gewalten ihrer Macht entkleidet und sie öffentlich zur Schau gestellt und hat einen Triumph aus ihnen gemacht in Christus.
Kolosser 2,15


Was für einen wunderbaren HERRN wir haben.

Unter seiner Hand sind wir sicher vor den Mächten und Gewalten, vor allem, was unserer Seele schaden kann.

Danke, HERR, dass wir unter deiner Führung stehen dürfen.
Danke, dass deine Interessen uns nie zum Schaden gereichen sollen, sondern immer unserem Wohl dienen.
Danke, dass du uns deinen Geist geschenkt hast, dass wir durch ihn erkennen, wie groß deine Macht ist und wie weit sie in unserem Leben schon gewirkt hat.
Danke, dass wir um die Werte wissen dürfen, die zu deiner Herrlichkeit dienen und dass wir uns darunter beugen können, auch zu unserem Wohl und dem Wohl unserer Mitmenschen.

Danke, dass die größte Macht die Liebe ist. Sie soll uns leiten im Umgang mit unseren Nächsten und den uns fernen. Sie soll bestimmend sein in unserem Denken, Reden und Handeln.
Schenke du HERR, deinen Segen dazu in unserem täglichen Miteinander, dass deine Macht und Weisheit, deine Liebe und Gnade, deine Barmherzigkeit und Fürsorge sichtbar werden allen Menschen.
AMEN

03. Juni

 

Du erfreust mein Herz, ob jene auch viel Wein und Korn haben.
Psalm 4,8

Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geist.
Römer 14,17

Du erfreust mein Herz. Ja, HERR, in deiner Liebe kann ich nicht betrübt sein, kein Leid und kein Ärger ist von Dauer.
Ich bin befreit von Neid, Gier und Habsucht.
Ich lebe in deiner Liebe und erfahre Deine Gerechtigkeit, Frieden und Freude in deinem Geist.

So fühle ich mich manchmal meist morgens und freue mich. Heute klingen die Worte leer. Ich fühle mich leer, eigentlich sogar froh.
Bei dem was gestern wieder passiert ist sollte mich das freuen. Die erfahrene Verletzung hat mich scheints nicht ernstlich getroffen.
Doch ist das tatsächlich so, oder bin ich verhärtet und habe daher keinen Zugang zu dem zugefügten Schmerz.

HERR, du bist HERR, du weißt, ob das gestern nötig war und ich etwas daraus lernen soll oder ob es nötig ist Konsequenzen zu ziehen. Ich muss diesen Menschen gewähren lassen und kann mich nicht schützen und auch die mir anbefohlenen, ich gebe alles in deine Hand, auch wenn es gerade halbherzig klingt, nimm es bitte an und von mir und lenke du, dass alles recht wird.
Gestern habe ich mit meiner Reaktion auf des Thema Petzen mehr Schaden angerichtet als gutes getan.
Ich verstehe nicht, wieso manches was ich mit guter Absicht getan habe, soviel Ärger bereitet und nicht einsichtig ist, dass es dem Guten dienen sollte und jetzt müssen andere, schutzlose darunter leiden. Ich weiß nicht wie ich die Situation einfach verlassen kann ohne für Schutz gesorgt zu haben, ich weiß nicht wie ich für Schutz sorgen kann ohne noch mehr schaden anzurichten. HERR es bleibt nur deine segensreichen Hand, bewahre die dir anbefohlenen und lass walten deinen Geist, stoppe die hand derer die nicht nach dir fragen und vergib mir, wenn ich gesündigt habe. Lass mich wissen, wo meine Schuld liegt und schenke mir die Einsicht, sie zu erkennen, oder lass mir Gewissheit sein, wenn ich recht gehandelt habe.
AMEN

04. Juni

 

Mein Leben werde wert geachtet in den Augen des HERRN, und er errette mich aus aller Not!
1.Samuel 26,24

Jesus sprach: Wenn der Hirte das Schaf findet, wahrlich, ich sage euch: Er freut sich darüber mehr als über die neunundneunzig, die sich nicht verirrt haben. So ist's auch nicht der Wille bei eurem Vater im Himmel, dass auch nur eines von diesen Kleinen verloren werde.
Matthäus 18,13-14


Gottes besondere Aufmerksamkeit ist gefordert, wenn eines seiner Schafe in die Irre geht und droht verloren zu gehen.

Dann zieht er los und sucht es bis er es findet und holt es heim zur Herde.

Ein wunderbares Bild.
Es gilt, wenn wir seine Schafe sind und sein wollen, wenn wir uns gegen den Zug in unserem Herzen nicht wehren, wenn wir schwach genug sind uns nicht mehr dagegen wehren zu wollen.

Die Schwierigkeit? Wie lange dauert unser Eigenwille, wie viel Kraft haben wir uns dagegen zu wehren. Wie viel Kraft muss der HERR aufbieten, wie viel Zeit für uns aufwenden, bis er uns heimbringen kann.
Und wie oft gehen wir dann noch in die Irre.

Der HERR hat wirklich viel zu tun mit seiner Herde, und sie wird immer größer, es kommen immer neue dazu, die es zu hüten und zu bewahren gilt.
In dem, dass ER es schafft, uns alle zu bewahren, zu hüten, heimzubringen, beieinander zu halten, zu sättigen und unseren Durst zu stillen, zeigt sich seine Macht und Stärke.

Wir können Ihm vertrauen, brauchen keine eigenen Wege, keiner kann für uns sorgen so wie ER.

Mein Leben werde wertgeachtet in den Augen des HERRN, spricht David Und das war es und ist es, so wie das Leben eines jeden einzelnen, den Gott erschafft, dem Gott das Leben schenkt.

Welche Gnade, immer wieder neu. Sooft wir sündigen und uns abwenden, so sind wir doch wert geachtet und so hoch geschätzt, dass wir nicht verloren gehen sollen, kein einziger.

Dafür danke ich dir HERR.
DU weißt, dass Wertschätzung eines der Dinge ist, die mir wichtig ist. Ich will wissen, dass mein Wert allen klar ist, ich will wertvoll sein und unentbehrlich. Bei dir habe ich das gefunden. Ich brauche nicht mehr länger in der Welt scheinen müssen, ich habe dich, der du mich mit dem teuersten dass du hast erkauft hast, dem Blut deines Sohnes.

Wie wertvoll bin ich also für dich. Wie wertvoll ist jeder einzelne Mensch für dich und ich vergesse es so oft.
DU weißt gestern habe ich jemandem dem Spiegel vorhalten wollen und ihm gesagt, dass er jeden Menschen als deinen Gedanken ansehen soll.
Wie immer wieder , habe ich den Balken in meinem Auge nicht gesehen. Doch heute morgen will ich ihn vor dir ansprechen. Zieh ihn heraus und lass mich vor dem Spiegel erkennen, wie blind ich doch bin. Lass mich selbst leben was ich anderen sage und lass mir den Wert eines jeden Menschen bewusst sein, besonders den Wert derer, die ich nicht wertschätzen möchte, weil sie mir auf die Nerven gehen.

Danke, HERR, dass du uns alle Wert schätzt, deine Kinder sein zu dürfen und lass keines von uns verloren gehen. Gib deinen Segen, dass unser Leben und Arbeiten dazu dient, deine Herde wachsen zu lassen oder auch keines deiner Schafe wegzutreiben auf Irrwege.
AMEN

 

05. Juni

 

Entheiliget nicht meinen heiligen Namen.
3.Mose 22,32

Wandelt würdig des Evangeliums Christi, damit ihr in einem Geist steht und einmütig mit uns kämpft für den Glauben des Evangeliums.
Philipper 1,27


Entheiligt nicht meinen heiligen Namen, wandelt würdig des Evangeliums Christi

Das erste steht im Zusammenhang mit den Opfergesetzen, die Gott durch Mose seinem Volk gab,
Das zweite verlangt nach der Einigkeit der Gemeinde vor dem Hintergrund, dass die Welt das Evangelium Gottes ablehnen wird und damit auch die Gläubigen.

Was ist nun gemeinsam?

Wir gehen ja nun heute nicht mehr hin und opfern Schaf oder Rind und essen vor dem Tempel von den Teilen der Opfertieren, die dazu ausersehen sind.

Unser Opfer ist Gebet und Danksagung, demütige Beugung und Gottesdienst, im Grunde all unser Tun.
Wo ist hier die Gefahr seinen heiligen Namen zu entheiligen?

In der missbräuchlichen Verwendung seines Namens, in der Berufung auf Gott für unseren eigenen Willen, der Begründung unseres Willens mit seinem Willen. Im fadenscheinigen Gebet, das nur halbherzig oder verlogen danke sagen will. In einer Gabe an die Gemeinde, wie Apg. 5. Wir alle laufen immer wieder Gefahr, unsere Frömmigkeit vor den Menschen aufrecht gesehen zu wissen und nicht selten belügen wir uns und damit Gott über unsere eigene Aufrichtigkeit in Geben und Glauben.

Wandelt würdig – ist ein hoher Maßstab. Gebt nicht Anlass zu Streit, seid nicht Stein des Anstoßes in der Gemeinde, steht einmütig beieinander, der andere sei größer als ihr selbst, herrscht durch dienen. Vieles andere mehr gilt für uns in der Gemeinschaft mit Christen und unserem HERRN. Über allem aber steht die Liebe, sagt Paulus an anderer Stelle. Und er hat recht, da wo sie fehlt, dienen wir nur uns selbst.
Und da wo wir Gottes Willen, sein Wort, seine schöpferischen Gedanken übersehen, weil wir gerade wieder das Zentrum unseres kleinen Universums sind, da missachten wir das Gebot zur Liebe unserer Nächsten.
Seien wir ehrlich, wie oft am Tag ist das so!?

Herr, dein Name steht über allem in ihm ist alles, was du geschaffen hast und schaffen wirst, deine Herrschaft und Größe, du bist Gott und Herr, der einzige, der Schaffende, der Barmherzige, Allmächtige, einfach alles steckt in deinem Namen. Wie oft entheiligen wir ihn und damit dich selbst.
Ich bitte dich vergib uns, dass wir es tun, trotz deiner Gebote, trotz deiner Liebe, trotz unserer Beugung unter deinen Namen. Ich möchte ehrlich sein und nur unter deinem Namen stehen, doch ich widersetze mich täglich, ich diene nicht nach meinem Wunsch und Versprechen, ich will herrschen und Herrin sein in meinem kleinen Leben und immer wieder benutze ich dich und deinen Namen um das was ich tue zu rechtfertigen, manchmal ohne zu wissen, ob es tatsächlich deinem Namen dient oder unter deinem Segen steht.
HERR, bitte lass mich wachsen zu dir hin, vergib mir wo ich deinen Namen unbedacht im Mund führe oder ich dich für meinen Eigenwillen missbrauche.
Öffne mir die Augen, wo mir das immer wieder passiert, lass mich dir dienen, in dem ich dieses ablegen kann und in Wort und Tat dir dienen kann.
HERR, überführe mich der Lüge, wo ich halbherzig bin oder mich selbst belüge, dass ich umkehren kann unter deinen heiligen Namen.
Schon wieder Halbherzigkeit? Eigentlich will ich ja hören dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Danke, dass du Herr sein willst in meinem Leben und mich Demut lehrst.
AMEN

 

06. Juni

 

Meine Sünden haben mich ereilt; ich kann sie nicht überblicken. Ihrer sind mehr als Haare auf meinem Haupt, und mein Herz ist verzagt. Lass dir´s gefallen, HERR, mich zu erretten; Eile, HERR, mir zu helfen!
Psalm 40,13.14

Wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.
1.Johannes 2,1

Das eine ist es, zu erkennen, wie schuldbeladen man selbst ist.
Das ist sozusagen, der erste Schritt. Wohin?
Das hängt davon ab, was der zweite Schritt ist.

Dieser zweite Schritt hängt wiederum davon ab, welchen Weg wir sehen.

Kennen wir Gott nicht, wissen wir nicht von Vergebung und liebender Annahme durch ihn, oder berücksichtigen wir es trotz unseres Wissens nicht, wohin wird es dann gehen?
Meistens in die Verstockung.
Dann siegt der Eigenwille, das SelbstderNächste sein.
Dann haben wir hunderte Möglichkeiten, Schuldige für unser Tun und lassen zu finden, über die wir uns dann selbst rein sprechen.
Wohin führt das?
Unser Gewissen wird stumm. Es spricht nicht mehr zu uns, wir verlernen unsere Augen und Ohren zu nutzen, den Unterschied zwischen Recht und Unrecht zu erkennen.
Alles dient uns zum Guten, was uns „Gutes“ bringt. Dabei ist dann nicht mehr relevant, ob andere Schaden nehmen.
Alles ist schlecht, was uns schlecht dastehen lässt. Auch das warnende und liebende Zeugnis eines, der uns warnen will und uns unsere Fehler aufzeigt.

Etwas anderes kann passieren: Wir geraten in Passivität, wir bleiben hängen in der Schuld und versinken in Traurigkeit und Schmerz, wir hören auf irgendetwas zu tun, nicht gutes und nicht schlechtes, wir sind regungslos, gelähmt, erdrückt von der eigenen Last und können uns selbst nicht mehr ertragen.

In einem solchen Moment ist es nötig Gott anzurufen, der nur darauf wartet, eingeladen zu werden, um uns aufzunehmen und seine liebende Hand zu reichen.
David hat diesen Weg gekannt, er ist damit aufgewachsen. Auch er hat Fehler gemacht, Fehler die ihm fast das Genick brachen, weil andere seine Schuld gekonnt gegen ihn zu verwenden wussten.
Doch er fand den Weg und tat den zweiten Schritt.

Er wandte sich mit seiner Schuld, dem daraus entstandenen Leid an Gott, er rief ihn an und flehte im Gebet. Er kam darüber hinaus, nur darum zu bitten, seine Feinde vernichtet zu sehen und dass die gestraft würden, die ihm Unrecht taten. Er bekannte seine Schuld vor Gott und demütigte sich.

Aber das allein reicht noch nicht aus. Wenn wir hängen bleiben, im „ach Gott ich bin ein armer Sünder, rette mich“ dann stehen wir ebenfalls stille und kommen nicht vorwärts auf dem Weg zu unserem Herrn.
Dazu gehört das Bekennen vor den Menschen, die Bitte um Vergebung, die Änderung des Sinnes, das Tun des Richtigen, das Bleiben im Wort und dienen im Geist.
Was aber hat David daraus geholfen. Wie tief hat er Gottes Liebe in sich aufgesogen, dass es ihm gelang aus den Schuld-Falle herauszukommen.
Er hat seine Kraft im Glauben gehabt, er hat sich gebeugt und nicht mehr selbst versucht, den Schaden gut zu machen, sondern hat sich auf Gott verlassen, dass er ihn recht weisen würde.

Die Selbstaufgabe, das Annehmen des Lebens mit allem was dazu gehört aus Gottes Hand –dasi ist es was fehlt.
Ein halsstarriger Geist, der immer will, dass es nach seiner Nase geht, der glaubt, er könne sich Gottes Wort zurecht biegen, sich Vergebung zuzusprechen, ohne wirklich die Sünde erkannt zu haben.
Wie kommt darüber hinaus? Wieso stehen wir uns da selbst im Weg?

HERR, es ist immer wieder das selbe, Greife du ein und brich diesem Teil im mir das Genick, dass es ausgelöscht ist vor dir. Ich bin müde dagegen zu kämpfen, ich kann es nicht, ich will es nicht, ich kann diesen Teil in mir nicht besiegen. Aber du kannst es!
Eile HERR mir zu helfen!
So will auch ich dich bitten, zeig mir den Weg, lenke den Fuß und zieh bis ich den Widerstand vollends aufgegeben habe.

Du sollst verherrlicht werden in meinem Leben.
Nein, ich will mich nicht wieder in den Mittelpunkt rücken, nein es soll nicht heißen, Schaut euch die Kristin an, sie ist eine wahre Christin. Das will ich nicht, so bekommt der eigensüchtige und anerkennungssüchtige Teil in mir wieder Nahrung und wird stark, sich wieder erheben zu wollen. Nein, dieser Teil soll zerbrochen werden. Herr und du kannst das tun und schaffen.

Und Herr, bitte ich will nicht im Erkennen der Fehler stecken bleiben, ich will darüber hinaus, ich will zu dir.
Johannes schreibt, ich habe einen Fürsprecher vor dir, der gestorben ist für meine Schuld. So lass es mir Gewissheit sein, das das alte vergangen ist und das ich neu bin aus deiner Liebe heraus, gekleidet mit dem Gewand deiner Gerechtigkeit.
Wie oft meinte ich schon es angezogen zu haben. Wie oft musste ich erkennen, dass gewaltige Flecken darauf sind, die ich nicht abwaschen kann.
HERR ein erneute Umkleiden ist notwendig und ich wünschte es wäre ein für alle Mal.

Ich fühle mich wie in einem Film vom Murmeltiertag, ich sehe zu wie alles immer gleich abläuft. Ich geh hin und sündige, ich erkenne den Fehler, bitte um Vergebung, erhalte sie, beginne zu Loben und zu singen, bin froh und dann... Ich wache auf und erkenne, dass ich sündigte und bitte um Vergebung, .... immer fort, und egal was es ist, es ist immer das gleiche, es fehlt die Demut, es mangelt an Beugung, es ist die Selbstsucht, die mich selbst sucht.

Danke, HERR, dass du in Jesus, dieses Gewand für mich bereit hältst, hilf mir aus dem engen zu kommen, dass mir mehr als auf den Leib geschneidert passt und klebt wie nichts was ich kenne.
AMEN

07. Juni

 

HERR, zürne nicht so sehr und gedenke nicht ewig der Sünde! Sieh doch an, dass wir alle dein Volk sind!
Jesaja 64,8

Jesus sprach zu Petrus: Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre.
Lukas 22,32


Alles geht kaputt und zerbricht, alle Wahrzeichen, die der Ehre Gottes gelten und sein Volk seiner Gegenwart versichern sind hin.
Gottes Anwesenheit ist nirgends mehr sichtbar.

So ging es auch Petrus am Tag, als Jesus verhaftet wurde.

So geht es uns auch immer mal wieder.

Doch da ist einer der für uns eintritt, der für uns bittet, dass Sein Zorn und Gericht aufgehoben wird.
Damals waren es die von Gott berufenen Propheten, die mit Gottes Geist ausgestatteten, die für uns Menschen hörbar im Gebet und Flehen vor Gott traten und Fürbitte leisteten.

Für uns heute gilt das Wort Jesu
Es gilt so gewiss, wie es Petrus galt, der nach seiner Anfechtung und der Verleugnung zu neuem noch tieferem Glauben fand.

Er ist für einen jeden von uns eingetreten, er steht dafür, dass wir beim HERRN einen Platz haben, er steht dafür, dass wir nicht verloren gehen in Anfechtung und Sünde.
Und er steht da und sagt uns dies immer wieder.

Wir dürfen wissen, dass wir Geschwister haben, die für uns beten und bitten, die Gott danken und ihn loben, für unsere Freude und für unser Leid. Denn nichts ist umsonst in Gottes Plan, es dient unserer Rettung,
Dass wir zu einem tieferen und reinerem Glauben finden, in Jesus unserem Herrn

AMEN

08. Juni

Ihr sollt euch keine andern Götter neben mir machen, weder silberne noch goldene.
2.Mose 20,23

Paulus schreibt: Ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten.
1.Korinther 2,2

Diese Verse widerspiegeln eine meiner größten Anfechtungen.

Keine anderen Götter neben mir!
Und doch heißt es an anderer Stelle: „Er sitzt zur Rechten Gottes..“ Und ist doch eins mit IHM.
Ist er nun eins oder ist Jesus neben ihm oder in ihm oder wo?

Und dazu kommt der Hl. Geist, als dritte Kraft!?

Und doch ist alles Gott?!

Jesus ist Gott, sagen manche, manche sagen, Er ist Sein Sohn. Beides ist widersprüchlich für mich.

Ist Jesus Gott, wie konnte der dann beten, zu seinem Vater. Ist Jesus Gottes Sohn zu seiner Rechten hin erhöht, dann ist er neben ihm.

Wo gehört er hin, wo ist der Hl, Geist? –auf der linken Seite?

Und alle zusammen sind eins?

Ein Bild hat mir einst geholfen es vielleicht besser zu erfassen.
Wasser:
Unter 0° C Eis – von 0°c bis 99°C Wasser – ab 100°C Dampf und doch immer Wasser.

Aber darf ich unseren HERRN so zerlegen?
Paulus schreibt, dass er nichts wisse, als Jesus, den Gekreuzigten

Welche Erfahrung hat ihm die Erkenntnis geschenkt, dass ER der Eine und Einzige ist, der schon immer war und ist und sein wird.

HERR, ich will das wissen, in meinem Herzen, ich will das wissen in jeder Faser meines Körpers, ich will es spüren und leben und sein mit allem was ich habe und bin.
Und wenn ich’s hab, dann soll es bleiben, immer spürbar und nicht immer wieder verschwinden dass ich neu suchen muss und flehen, ich will in dir sein und bleiben.
Danke, dass du mich kennst und mich hörst und danke, dass ich dir das so sagen darf. Denn bei dir ist es gut aufgehoben und du schenkst nach deinem Wohlgefallen und Gnade,
AMEN

Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaot, alle Lande sind seiner Ehre voll.
Jesaja 6,3

Wen soll ich senden, wer will unser Bote sein?
Ist ER doch drei? Dreimal heilig
Oder meint ER mit „unser“ sich und die Seraphinen, die um ihn sind?

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Kommentar: Danke Kristin und Gottes Segen für die Woche ! Ich bin froh und dankbar, dass der HERR uns hier über Internet zusammen geführt hat und uns Kraft und Stärke gibt, den Menschen eine Hoffnung weiterzugeben, die in Christus ist.

im Herrn verbunden, Inge

09. Juni

 

Wohlan, mache dich ans Werk, und der HERR wird mit dir sein!
1.Chronik 22,16

Jesus sprach: Geht hin; siehe, ich sende euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe.
Lukas 10,3

Mach dich ans Werk!
Dir ist verheißen der Bau des Tempels, des Ortes, an dem Gottes Name verherrlicht werden soll, an dem wir Menschen IHM begegnen dürfen, an dem wir Sein Wort erfahren werden, an dem ER bei uns ist.

Geht hin, ich sende euch..
Ihr kennt mich, so auch den Vater.
So geht sanftmütig und mit Frieden.
Ihr soll wie Lämmer sein, auch wenn die Welt euch zu zerreißen droht. Ihr sollt mit Frieden antworten, wenn die Wölfe ihre Zähne fletschen und euch drohen.
Sie wollen euch Angst machen, doch fürchtet euch nicht, denn ich bin bei euch alle Tage.
Ihr werdet leiden, denn ihr sollt wehrlos sein. Nicht ihr siegt, sondern ich werde siegen, ihr seid die Wegbereiter für mein Wiederkommen.
In Schwachheit bin ich gekommen, in Schwachheit sollt ihr gehen, in Vertrauen auf meine Kraft, Liebe und Stärke.

Wendet euch nicht ab, lasst euch nicht versuchen, meinen Kampf zu kämpfen. Ihr sollt wie Lämmer sein. Zeigt mir ein Lamm, dass einen Wolf besiegt! Ihr könnt nie ohne mich sein! Ich bin euer Hirte und mein ist der Kampf und der Sieg. Und ich will euch beschützen auf dem Weg den ich euch weise

HERR, dass ist jetzt aber schon krass.
Wieder ist es die Selbstaufgabe, die du forderst.

Wenn ich jeden Tag durchs leben gehe, wie soll ich vorwärts kommen, ohne meine Ellenbogen, wie soll ich eintreten für andere, ohne auch mal deutlich zu werden, wie kann ich dabei als Lamm gehen, so werde ich doch nicht ernst genommen.

Ich will es versuchen, doch ob es gelingt HERR? Da braucht es schon deine Hand, die mich unmissverständlich spüren lässt, wann ich meine Aufgabe als Lamm nicht erfülle sondern zum Wolf werde. Und HERR, auch wenn ich dich jetzt herausfordere, bitte stoppe mich doch vorher, dass ich nicht wieder in die Irre gehe, sondern deinen Auftrag nach deinem Sendungsbefehl erfülle.
AMEN

10. Juni

 

Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht, suchet sein Antlitz allezeit!
Psalm 105,4

Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.
Lukas 11,10


JA, HERR, da sitze ich wieder am Morgen vor deinem Wort.
Und frage mich, was ist die richtige Bitte heute?

Seit langem bitte ich um Erfüllung in dir, um Ruhe und Frieden in deinem Geist- falsch kann diese Bitte ja nicht sein. Warum ist sie dann noch nicht erfüllt. Oder noch nicht dauerhaft.

Damit ich nicht übermütig werde? Oder bitte ich noch nicht mit ganzem Herzen?, ist es nur eine Sehnsucht aber nicht mein tiefstes Bedürfnis?

Ich frage nach dir, ich suche dich, jeden Morgen für ca. 1 ½ Stunden. Zu wenig? HERR, wenn du alle Zeit haben willst, dann tue doch bitte etwas gegen die Dinge und Mächte, die mich abziehen von dir, die mich ablenken und blind machen, für alles wo ich dir begegne.

Ich will deine Macht und Größe allezeit vor Augen haben und nie übersehen. Welcher Reichtum erwächst mir daraus.

Ich bitte und du gibst, Ich suche und du lässt dich finden, ich klopfe an und du öffnest mir die Türe.
Aber bitte, wenn ich doch einmal durchgegangen bin, lass mich doch nicht wieder raus. Ich will nicht rückwärts, nur vorwärts, nur zu dir.
AMEN

11. Juni

 

Gott, du kennst meine Torheit, und meine Schuld ist dir nicht verborgen.
Psalm 69,6

Christus hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet.
Kolosser 2,14

Herr, heute bin ich wieder rebellisch. In regt sich der Widerwille, der sagt, „komm schon, welche Schuld denn, du hast nichts falsch gemacht.“

Oder ist es die neue Freiheit, nachdem ich mich dir neu zugewandt habe, die mir Gewissheit gibt, dass ich heute morgen ohne Schuld vor dir bin.
Nein, ich denke nicht.

HERR, auch wenn du meinen Schuldbrief getilgt und ans Kreuz geheftet hast und mich damit frei machst, von dem was ich aufgehäuft hatte, so ist doch immer noch die eine Sünde da.
Nicht ohne Grund ist mein Widerwille wachgerufen.
So wie ich gestern bat, dass du mein Leben lenken mögest und mich führen sollst, so will ich heute wieder allein los.

Hab du bitte acht auf mich, denn wenn sich dies durchsetzt wird es ein verlorener Tag, an dessen Ende ich wieder voller Reue wäre. Das möchte ich nicht, hilf mir im Kampf gegen das Böse, lass es nicht gewinnen.
Deine Dienerin will ich sein. Schenke mir bitte, dass ich nicht voll Torheit bin und lass mich sehen die Schuld die vor dir ist, dass ich sie frei bekennen kann und vor dir ablegen kann.

HERR Jesus, du bist gestorben, damit ich Gottes Kind heißen darf. Ich will dich als HERRN haben in meinem Leben, es ist mir wichtig, dass du bestimmst durch deinen Geist.

Das macht mich wirr, HERR, lass mich Frieden finden HERR, lass mein Herz und meinen Verstand begreifen, wie groß und allumfassend du bist, mit welcher Anrede ich dich rufen darf, dass ich nicht immer wieder verzweifele am „Vater – Sohn – Heiliger Geist“, ich wills erfassen mit ganzer Seele, dass ich es leben kann.

Ich weiß es klingt verkopft, es ist nicht darin die Erlösung, dass ich erkenne, wer von dir in mir wirkt, ich will nicht nur einen Teil, ich will dich komplett und ganz und gar und ich will dich bei dem Namen rufen, der mich erlöst hat aus meiner Schuld, der mir den Weg weist, wohin ich gehen soll, der mir Gnade und Vergebung zuteil werden lässt und mich in deiner Liebe birgt.

HERR, mach mich frei von diesen Zweifeln, die mir mein Herz dir entfremden wollen. HERR zu dir will kommen, dir will folgen, du sollst mich leiten.

HERR ich danke dir, dass du das ermöglichen willst und wirst.
AMEN

12. Juni

 

Hiob antwortete dem HERRN: Siehe, ich bin zu gering, was soll ich antworten? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen.
Hiob 40,3.4

Paulus sagte: Ich achte mein Leben nicht der Rede wert, wenn ich nur meinen Lauf vollende und das Amt ausrichte, das ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes.
Apostelgeschichte 20,24

 

„Ich bin zu gering“ ??
„mein Leben nicht der Rede wert“ ??

Was ist das? Kann das so stehen bleiben?

Vor Gott bin ich nicht zu gering und nicht ohne Wert. Nein, mein Leben ist ihm teuer geworden. ER hat seinen Sohn gegeben zur „Bezahlung“ der Strafe für meine Sünden.

Wieso also geben die Worte dieser Zwei Zeugnis davon, wie gering ein Mensch ist?

Liegt es darin, dass wir Menschen uns gern wichtig nehmen und etwas bedeuten wollen?
Sind diese Worte Beispiel dafür, wie wir uns selbst sehen sollen in Gottes Schöpfung?

„..was soll ich antworten..“
Hiob hat den HERRN im Grunde genommen herausgefordert, sich zu erklären, wie ER dazu kommt, ihn so zu plagen, ihn so zu strafen, wo er sich keiner Schuld bewusst ist. Am Ende bleibt ihm die Erkenntnis, das er „zu gering“ ist um mit Gott zu rechten. Er erkennt das Ausmaß der vor GOTT nötigen Demut. Und so kommt er zu neuem Glauben an seinen HERRN und zu neuem Leben aus seinem HERRN.

„.. wenn ich nur meinen Lauf vollende und das Amt ausrichte,....“
Paulus hat es wohl ähnlich erlebt, aus der Verfolgung der ersten Christen heraus wird er von unserem HERRN gerufen und darf nun ihm dienen, indem er Sein Wort verkündet und Verbreiter des Evangeliums wird.
Und das allein wird ihm Lebensinhalt und Aufgabe. Alles was ihm vorher wertvoll war, auch sein eigenen Leben, ist bedeutungslos. Er schreibt an anderer Stelle sogar, dass er lieber schon beim HERRN wäre, am Ziel. Doch er weiß, dass sein Leben und seine Leiden noch nicht zu ende sind und einzig von Bedeutung ist, dass er seinen Lauf vollende-

Wie ist das bei uns?
Erachten wir unser Leben als wertlos für uns selbst? Oder sind wir in unseren Augen nicht für manches zu wertvoll, ist nicht vieles unter unserer Würde, haben wir nicht zu viel Niveau.
Gerade der letzte Satzabschnitt ist einer meiner Lieblingssätze, wenn es in Diskussionen über den Umgang mit anderen Menschen geht.
Ich sage dann oft, lass dich doch nicht auf deren Niveau herab. Welch eine Selbstüberhebung.
Sind die anderen nicht von gleichem Wert für Gott wie ich auch, sind sie ihm nicht genauso teuer? Nein, ich soll sicher nicht den Lebenswandel derer führen, bei denen ich sehe, dass sie noch keine lebendige Beziehung zu Gott haben, doch sie sollten mir so teuer sein, wie sie es IHM sind, der sein Leben gab für die Sünder, wie ich einer bin.
So sind wir doch auf einer Stufe und mein Reden ist nicht teurer, nur weil ich meine Worte besser wähle oder mehr Beherrschung meiner Zunge zu haben glaube, vielleicht ist mancher, der sagt „du A.......“ ehrlicher als ich, da er nicht mit seinem Denken hinter dem Berg hält, sondern seinen Ärger offen ausspricht.

HERR, lass mir im Gedächtnis bleiben, das ich nicht mehr Wert habe als andere bei dir und dass doch so teuer war, dass Jesu Blut fließen musste, damit ich dein Kind heißen darf. Lass es mir als deine wunderbare Gnade im Herzen sein und schenke mir die Freude, deine Gnade in anderen Menschen erkennen zu dürfen.
Lass mich wissen, wie bedeutungslos ich bin und wie bedeutungsvoll.

Danke, dass ich dein Kind sein darf und danke, dass du mich liebst. Dass ich bei aller Unwichtigkeit im Universum doch so wichtig bin für dich.
Schenke, dass ich dieses leben kann und weitersagen, da wo du mich hinstellst. Damit DU, und nicht ich selbst, verherrlicht wirst.
AMEN

 

13. Juni

 

Lass mein Herz sich nicht neigen zum Bösen.
Psalm 141,4

Liebt eure Feinde; tut Gutes und leiht, wo ihr nichts dafür zu bekommen hofft.
Lukas 6,35

Herr, ich bin nicht glücklich mit dem, wie mein Leben gerade läuft.

Überall scheint es mir, stoße ich auf Ablehnung, gerade da, wo ich auf Hilfe angewiesen bin, gerade von denen, wo ich mir Hilfe erhoffe.

Ich weiß, mein Blick ist getrübt und es ist nicht alles Ablehnung aus bösem Denken heraus. Doch ich finde keine Hilfe bei den Menschen, im Gegenteil, ständig Knüppel zwischen den Beinen.
Zu Hause wird alles auf die Arbeit geschoben und darüber gemotzt, dass sie mich kaputt machen würde – so dass es mir noch schlechter geht.
Auf Arbeit wird es immer härter, so als hätte ich kein Leben zu Hause, dass mich auch in Anspruch nimmt. Ich weiß es ist absehbar, dass es auf Arbeit anders werden wird, die Belastungen sich ändern werden, aber ob es leichter werden wird? Herr, da kann ich dich nur bitten.

Mein Herz ist hart gegen meine Kollegen, ich bin verbittert, jeder schafft nur sich selbst (so scheint es mir) und will vor der Chefin gut dastehen, dabei gibt es kein Miteinander mehr. Und das wo ich doch Hilfe bräuchte, damit die Arbeit auch für die Hilfebedürftigen zum Besten geschieht. Doch es scheint mir verlorenes Hoffen, so beginnt sich mein Herz zu verhärten, ich will auch nicht mehr helfen und nur meins machen, doch das wäre doch Schaden für andere und so soll es nicht sein.
HERR, ich brauche deine Stärkung und die nicht nur was meine Kräfte angeht, sondern auch in der Liebe mit der ich meinen Mitmenschen begegnen soll.

Zu Hause ist es genau so. Ich bräuchte Unterstützung und werde angefahren, ich werde angebrüllt und zurechtgewiesen, ich soll die Schuld tragen für alles was nicht funktioniert. HERR ich weiß nicht, wie du das gemacht hast, dass du voll Liebe bleiben kannst für die die dir so geschadet haben, für die die dir alles zur Last gelegt haben, was ihnen nicht in den Kram passte.

Aus dir kommt die Kraft und die Stärke, die nötig ist, die Übeltäter zu lieben. Schenke sie mir bitte, dass ich nicht unrecht tue, an denen die meiner Hilfe bedürfen, denn als erstes leiden die wehrlosen, wenn einer beginnt unrecht zu tun. Die Kraft, die zurecht zu weisen, die mir übel mit spielen habe ich nicht, die Worte, zu sagen, du schadest mir, finde ich nicht. HERR, ich kann nur schweigen und aushalten und das will ich nicht.

Doch DU bist es der lenkt und von dir will ich mich leiten lassen. HERR, ich komme zu dir unter deinen Schutz und in deine Geborgenheit. Aus dir schöpfe ich Kraft und aus deiner Liebe kann ich wieder lieben, auch die, die mir gerade selbst keine Liebe oder Zuneigung schenken können.
AMEN

 

14. Juni

 

Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Psalm 23,3

Christus spricht im Gleichnis: Wenn der Hirte alle seine Schafe hinausgelassen hat, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme.
Johannes 10,4

Führung braucht Vertrauen!

Ich bin ein Schaf! Ein ziemlich junges noch!
Ich kenne meinen Hirten, doch ich kenne ihn nicht!
Ich kenne seine Stimme und kenne sie doch nicht!

Ein Schaf, dass neu in eine Herde kommt braucht die anderen Schafe, an denen orientiert es sich, bis es weiß, zu welchem Hirten es gehört. Der Hirte wendet besonders Zeit auf, damit das Lamm ihn kennenlernt und ihm vertraut. Dann wenn es seine Stimme sicher kennt und sein Rufen hört, springt es freudig und läuft voll Hoffnung seiner Herde voraus hin zum Hirten und zurück zur Herde. Es weiß es ist zu Hause.

Doch ich denke an den Wolf und die sieben Geißlein. Was hat der Wolf nicht alles getan, dass er die 7 Kleinen zwischen seine Zähne bekommt.

Auch wenns im Märchen Zicklein sind – auch wir Schafe müssen acht haben, welche Stimme wir hören, wessen Pfote da auf dem Fenstersims liegt – wer da um Einlass bittet in unser Herz, Leben, unseren Glauben.

HERR ich vertraue dir, noch nicht so ganz. Ich liebe dich, noch nicht so ganz, ich folge dir noch nicht so ganz.
Ich bin heil froh, dass du vollkommen bist und alles ganz machst. Ich danke dir, dass du mein Hirte bist und mich nicht allein lässt, dass du mich lehrst und mich umgibst mit Menschen, die dir ganz vertrauen, dich aus ganzem Herzen lieben und dir allein nachfolgen. Ich danke dir, dass ich Vertrauen zu dir lernen darf, du mich in deiner Liebe zu dir ziehst und du mich von jedem Irrweg zurückholst.
Bei dir bin ich ganz geborgen und sicher, wie ein Lamm nach großer Not will ich mich an dich schmiegen und dir nicht von der Seite weichen. In meiner Angst zu stolpern wage ich es nicht vorauszuspringen, in meiner Neugier bleibe ich zurück, weil alles so interessant ist. Hab Dank, dass du wartest, die Herde zurücklässt und mich aufholen lässt oder gar mich holst, dass ich bei deiner Herde bleiben darf.
Du bist der Hirte und die Tür, der Weg, die Wahrheit und das Leben, DU bist alles was ich brauche, nur nach dir muss ich schauen und mir wird nichts mangeln.

Um deines Namens willen? Zu deiner Herrlichkeit und zu deinem Lob – bin ich, lebe ich , wache und schlafe ich , schaffe ich - Was brauchts mehr? DU nährst mich auf der fettesten Weide, tränkst mich an der reinsten Quelle, du führst mich den besten Weg und wenn ich strauchele fängst du mich.
DU bist wunderbar HERR.

Und doch um deines Namens willen?
Dieses lösche aus, ich will diese Gedanken nicht. Ich will diesen Widerspruch in mir nicht. Ein kleines Lamm mit großen Gedanken, lehre es Demut!
AMEN

15. Juni

 

Der HERR behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen.
Psalm 146,9

Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht.
Philipper 2,5

Ein jeglicher sei gesinnt, wie Jesus Christus es auch war:

Hm.
Selbstentäußerung, den eigenen Wert fahren lassen, zugunsten anderer, die der Liebe des HERRN bedürfen. Dem Niedrigsten gleich werden und doch ohne sich wie dieser schuldig zu machen, zu zahlen bereit sein, für die Schuld anderer, die Lasten tragen, die andere uns aufbürden, duldsam und demütig den Weg gehen, der vorgesehen ist bis ans Kreuz.
Und am Ende Herrlichkeit, erhöht werden zum HERRN, bei ihm sein dürfen.

Das finde ich nicht witzig. Ich kann das nicht. Wenn ich an alles denke, was mir das Leben schwer macht, HERR, dann könnte ich vor Wut platzen.
Wie viel fehlt mir, um auch nur annähernd an das heranzukommen, wie Paulus Jesus beschreibt.
Alles scheint mir wie ein Hohn zu sein, Ich fühle mich veralbert. Keine Ruhe in Sicht, nur Anfechtung und Auflehnung. Keine Dankbarkeit zu sehen – Wofür auch?

Aber in allem weiß ich, dass du doch da bist und mich trägst, mich behütest und meine Gedanken und meinen Sinn leitest, wo andere dessen bedürfen. HERR erhalte mir die Freundlichkeit und die Liebe, die notwendig sind, um die mir von dir anbefohlenen so zu betreuen und zu versorgen, wie es deinem Willen entspricht.
Hilf mir, die Stimmen die Rache fordern und Schaden zufügen wollen, zum Schweigen zu bringen. DU bist HERR und du kannst in deiner Macht und Herrlichkeit alles wenden.

Du kannst mir alles zum Besten dienen lassen. Lass mich bitte verstehen, warum diese Trübsal gerade jetzt notwendig ist. DU siehst, wie ich leide und wie traurig ich bin. Du kennst meinen Schmerz und all die Wut, die mich blind machen will, für deinen Willen und Weg mit mir.
Ich weiß du bist da, ich weiß, du lässt mich nicht allein, ich bitte dich, lass es mich auch fühlen, spüren, erleben. Ich brauche mehr als das Wissen. Ich brauche deine Hand, die mich leitet, hält, Kraft gibt und stärkt.
DU sagst, wer bittet dem wird gegeben. HERR ich bitte dich.
Du sagst, du bewirkst Wollen und Vollbringen, dass hast du mir zu Beginn dieser Arbeit zu gesagt. Ich scheitere am Vollbringen, du musst eingreifen und die Führung übernehmen, ich kann nicht mehr.
HERR, danke, dass ich mich an dich wenden darf.
AMEN

Danke HERR

Du hilfst prompt!

Ich kann nicht anders als mich freuen.

Es ist nichts geschehen, als dass ich die DInge klarer sehen kann. Doch ich weiß, dass du die ganze Zeit deine Hand darüber gehalten hast.
Es hat so einiges seine Berechtigung und es ist nicht böser Wille anderer dahinter. Doch DU hast die Zweifel in mir ausgeräumt, mich zu den Antworten geführt und mir Frieden geschenkt, bis ich diese Antworten haben konnte.
Die Welt ist für mich noch nicht in Ordnung. es gibt noch immer Probleme, doch ich gehe gestärkt hervor aus den Anfechtungen der letzten Tage.

Und so wie ich dir alles hinlege auf diesem Weg, so gebuhrt Dir auch hier der Dank.

DU weißt ich bin unverschämt. Ich will dich doch gleich auch bitten, dass du über die Tür die du mir geöffnet hast für die nächsten Schritte vor meiner Prüfung, wo ich schon dachte, ich muss mich fügen. Bitte halte die Tür offen und lenke das Herz derer, die es entscheiden.

Doch dein Wille geschehe und nicht meiner, auch wenns nicht leicht ist - ich wills akzeptieren, denn ich weißm auch dabei hilfst du mir.

DANKE, du bist der Größte.

AMEN

 

Kommentar von Inge - Ich habe für dich gebetet, weil ich gespürt habe, dass du in Not bist - wollte dir zwar schreiben aber so sehe ich - wie der HERR ist. Er braucht nicht mal Briefpapier und Internet .. Ich denk an dich .. in geschwisterlicher Liebe, deine Inge

16. Juni

 

Wende dich, HERR, und errette mich, hilf mir um deiner Güte willen!
Psalm 6,5

Jesus sprach zu der verkrümmten Frau: Frau, sei frei von deiner Krankheit! Und legte die Hände auf sie; und sogleich richtete sie sich auf und pries Gott.
Lukas 13,12-13

So klingt es, wenn einer unter den Folgen seiner Fehler leidet, wenn er am Boden ist und nicht mehr weiter weiß. Wenn man nach dem feierlichen Einherschreiten ohne nach unten zu schauen plötzlich über seine Sünden stolpert und nun dem Gelächter der Neider und Feinde ausgeliefert ist, die nun ihrem Mutwillen treiben können, da man am Boden liegt.

Doch so kann nur einer beten, der um Gottes Liebe, Gnade und eben Güte weiß. Einer, der erkennt, dass über allem der HERR steht, der das „Schicksal“ eines jeden Menschen in seiner Hand hält und wenden kann, der aufhilft und errettet.

So betet einer der unter den Sünden gebeugt ist und sich unter Schmerzen der Seele windend und gekrümmt am Boden liegt und um Hilfe, Rettung bittet.
Jetzt kommt Jesus, und er sagt: sei frei von deiner Krankheit, sei frei von der Sünde, die dein Leben verseucht, dein Herz vergiftet, dir die Lebenskraft raubt. Sei frei – zum Lob des Ewigen und einzigen Gottes, der rettet, die ihn bitten, der frei macht von Schuld, der keinen allein lässt, der ihn bittet..

Und der Gerettete, wie kann er anders, als Gott loben und preisen, von dem Wunder der Vergebung, Befreiung, Heilung, Errettung zu berichten, Gottes Liebe weiterzusagen- wie kann er anders-
Frei von der Krankheit der Sünde steht er aufrecht und lobt Gott und verherrlicht seinen Namen.

Herr, wie wunderbar sind deine Verheißungen, wie froh können wir sein, dass du uns Gnade und Heilung schenken willst und das einfach so. Kein Mensch hat deine Gnade und Vergebung verdient, durch nichts können wir unsere Untaten und bösen Gedanken aufwiegen, nichts steht als Rechtfertigung für unsere Schuld – als allein JESUS, dessen Blut vergossen werden musste, damit wir gerecht werden können.
Wie groß bist du Jesus, wie reich an Liebe und Vergebung. Nichts als allein dein Blut konnte die Sünden dieser Welt bezahlen.
Wie unglaublich teuer du bist, und du warst und bist dir nicht zu schade, mich an die Hand zu nehmen, mich anzuschauen und mir zu sagen; sei geheilt.

Herr ich danke dir! Lass mein Herz übergehen von deiner Liebe, dass ich dir folgen kann, im Umgang mit denen die mir schaden, lass mich frei sein von bösen Gedanken, die deine Tat mit Füßen treten würden. Lass mich ganz in deiner Liebe aufgehen, deine Gnade erfassen und als dir geheiligte dein Lob leben.
AMEN

17. Juni

 

HERR, steh auf, dass nicht Menschen die Oberhand gewinnen.
Psalm 9,20

Der Jünger steht nicht über dem Meister und der Knecht nicht über seinem Herrn.
Matthäus 10,24

Herr steh auf??
Sitzt du, schläfst du? Warum sagt der Beter: steh auf? Dieser Psalm ist ein Dankgebet, warum diese Bitte? Sieht er sich noch in Bedrängnis?
Oder ist er voll Freude über seine Errettung und hofft darauf, dass Gott seine Herrlichkeit überall zeigt?

Mir kommt noch etwas anderes mit dieser Bitte auf.
Aus der Dankbarkeit heraus, dass du mich behütest und bewahrst, mich geführt hast bis hierher und aus dem Erleben, dass Menschen mir zur Anfechtung werden, aus dem Wunsch heraus, auch meinen Willen zu kriegen in dem was in nächster Zeit ansteht, aus all den Schwierigkeiten heraus, bitte ich dich steh auf , dass nicht Menschen die Oberhand gewinnen.

Von Anfang an warst du HERR über mein Tun und Handeln. Ich weiß wohl, dass ich abgewichen bin und mein eigenes Sein und Tun in den Vordergrund gestellt habe. Es ist nun ein Kampf zwischen Menschen, meinen Widersachern bzw. denen, die ich für solche halte und mir selbst, die ich der Selbstdarstellung verfallen war.
HERR du bist HERR und du sollst verherrlicht werden. Ich muss umkehren von meinem Tun und zu dir zurück. DU bist es der die Herzen bewegt, der die Schritte von uns Menschen lenkt. Es ist an der Zeit, dass du in meinem Leben wieder die Führung übernimmst. Dir will ich mich beugen, dass was du willst soll geschehen, deine Entscheidung will ich anerkennen und alles aus deiner Hand nehmen und dir vertrauen, dass du es wohl machen wirst.
Ich lege dir die ans Herz, mit denen ich hadere. Wache über sie und behüte sie und nicht ganz uneigennützig, HERR, lenke sie, dass ich nicht mehr bei ihnen anstoße.
Gerade denke ich, solche Bitte ist Missbrauch, du bist kein Wunschbrunnen, der tut was ich will. Ich will keine Sonderstellung und doch will ich dass meine Wünsche in Erfüllung gehen. HERR ich habe Angst, davor, dass die Dinge falsch laufen: zum einen, dass es nicht dein Wille ist den ich tue und zum anderen, dass es nicht mein Wille ist, der in Erfüllung geht.

Ich stehe nicht über dir und kann nichts fordern. Nichts gibt mir Recht, von dir zu verlangen. Doch das Wissen um deine Liebe zu mir, lässt mich alles hoffen. Und letztendlich will ich mich beugen unter dich, als meinen HERRN und Meister, der meine Bedürfnisse kennt und mir nie zum Schaden entscheidet.
Ich danke dir, HERR, dass du mich liebst und führst, dass deine Hand auf mir ruht und dass ich dir vertrauen kann.
AMEN

18. Juni

 

HERR, HERR, Gott, barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue, der da Tausenden Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde, aber ungestraft lässt er niemand!
2.Mose 34,6-7

Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten.
Römer 1,18

Wer spricht da? Gott selbst von sich in der dritten Person?

Manchmal finde ich dein Wort doch ziemlich verwirrend. Doch die Frage soll nicht maßgeblich sein, es wäre Ablenkung, oder?


Wichtiger ist mir der Inhalt dieses Wortes. Vielleicht ganz besonders, weil ich dich so kennen lernen durfte.
Manchmal finde ich es erschreckend, wie nah du bist und wie greifbar in meinem Leben. Dann möchte ich am liebsten verschwinden, diese Verbindlichkeit ist scheinbare Enge. Doch das will ich auch nicht. Es wäre wohl das schlimmste, wenn du einfach so wieder gehen würdest.
Vergebung ist erlebbar bei dir, den inneren Frieden trotz dessen, dass ich wohl die Folgen meiner Fehler tragen muss, schenkst du.

Ich stehe im Moment vor dem Problem, dass ich wieder losgeprescht bin und selbst versucht habe, alles zu regeln. Nachdem ich dich nun erfahren durfte, dass du da bist und mir durchhilfst, ist mir klar, dass ich Fehler gemacht habe, während ich beschäftigt war, mich um mich zu sorgen. Ich kenne die Folgen noch nicht, doch durch meine Rede habe ich das Ansehen einer Person geschädigt. So fühle ich es und ich schäme mich HERR, das wäre nicht nötig gewesen. Es tut mir leid. Lehre mich doch, meinen Mund zu halten und meine Ohren zu verschließen vor unnützem Gerede, dass nur Schaden anrichtet. Wie dumm ist es, auf solches zu hören, statt dein Wort ganz zu Herzen zu nehmen. Ich fühle mich wirklich mies, HERR, ich bin Lästerern gefolgt und habe mich anstacheln lassen, es hat meinem Stolz gedient, meinen Wert zeigen zu wollen. Über allem jedoch HERR, hast du bewiesen, dass all die Aufregung unnötig war, hätte ich mich dir von anfang an gebeugt.
Meine Zunge wird mein Ankläger sein einst, wenn du mich nicht schweigen lehrst und Zurückhaltung.
HERR vergib mir mein Schuld und rechne mir sie nicht zu, und bitte, lass niemanden Schaden nehmen von meinem Reden.

Du bist die Wahrheit und der Weg und das Leben. DU hast versprochen, dass du die Wahrheit schützt, lehre mich dies anzuerkennen und mich demütig darunter zu beugen.

HERR, ich stehe da und will wieder einmal die Folgen meines Tuns abwenden – du siehst mich – schlimm oder? Da stehe ich nun da und sehe auf das was ich angerichtet habe und hoffe, dass es außer uns beiden keiner merkt. Herr, du vergibst für die Ewigkeit, die Folgen im Jetzt sollen uns lehren, dir zu vertrauen und solches, was wir am ende bereuen, zu lassen.

Es ist nicht das erste mal, das ich so vor dir stehe. Und doch hoffe ich auf deine Gnade auch im Jetzt, mein Ansehen hat auf jeden Fall schaden genommen, doch bitte, lass der betroffenen Person keinen Schaden daraus werden, kein Schmerz soll ihr Herz noch mehr verhärten. Und lehre mich schweigen. Falscher Hochmut und Stolz sind hier Wortführer gewesen. Lass mich schweigen HERR und demütig annehmen, was du für mich vorgesehen hast.

Und bitte segne diesen Tag und alle meine Kollegen, besonders die schwierigen und segne alle uns anvertrauten. Schenke Weisheit und Geduld im Umgang miteinander.
DU bist HERR und DU wachst über uns alle.
AMEN

19. Juni

 

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.
Psalm 121,1-2

Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein.
Apostelgeschichte 26,22


Gottes Hilfe!
Der Psalmbeter und Paulus haben wie viele, viele andere Gott als ihren Helfer erfahren. Dankbarkeit erfüllt sie und Gewissheit, dass nichts geschehen kann, was nicht von Gott gewollt und gewirkt ist.
Paulus rechtfertigt sich vor Festus und Agrippa und berichtet von seiner Bekehrung und seiner Arbeit unter dem Segen des HERRN. Er berichtet darüber, dass er den Anfeindungen und der Verfolgung der Juden und Heiden ausgesetzt war und ist, und dass doch Gott der HERR ist, der alles lenkt und auch dafür Sorge getragen hat, dass er jetzt hier steht und Seinen Willen verkündet.
Er kann nachweisen, dass er nichts Unrechtes getan oder geredet hätte, allein Gottes Wort und Willen verkündet er.
Mit welchem inneren Frieden und äußerlichen Gelassenheit er da steht und ins Schwärmen kommt für seinen HERRN im Angesicht der Bedrohung seines Lebens.

Ich wünschte, dass ich nur einen kleinen Teil dieses Feuers für Jesus in mir brennen spüre.

Ich wünschte, wir alle könnten ihm folgend unseren HERRN derartig bekennen, gerade hier, wo wir keine Verfolgung zu leiden haben, wo wir nicht vor der Staatsmacht stehen müssen und uns für unseren Glauben rechtfertigen müssen.
Und ich denke an die, die auch heute noch in der Welt verfolgt sind um Seines Namens willen.

Herr, uns geht es gut, doch oft sind wir auch voller Lauheit, wir kämpfen gegen den Geist des Reichtums in der Welt und in uns gegen unsere Bequemlichkeit. Doch es gibt Menschen, die heute zu dir finden und dafür unfassbar viel leiden müssen. HERR bitte halte deine Hand über sie und schütze sie, dass sie nicht in Zweifel und Anfechtung fallen. DU kannst ihre Herzen und ihre Seele bewahren und ihnen deinen Frieden schenken. Danke, dass du rettest und bewahrst. Danke, dass du die Verfolgten stärkst und den Unterdrückten frei machst in der Liebe zu dir. Danke, dass Du sie alle trägst und ihr Leiden siehst und niemandem über das Tragbare belastest. Doch HERR, ich wünschte du würdest dazwischen fahren und das Leiden beenden. Deine Herrlichkeit wird offenbar werden und dein Frieden wird sein über allem.
Dafür danke ich dir HERR.
AMEN

 

20. Juni

 

So spricht der HERR: Gleichwie ich über dies Volk all dies große Unheil habe kommen lassen, so will ich auch alles Gute über sie kommen lassen, das ich ihnen zugesagt habe.
Jeremia 32,42

Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk.
Lukas 1,68

Ein Andachtsbüchlein hängt an die heutigen Verse „mich auch“.

Ein wenig verwirrend anfangs – aber ich kann diesem Jubel so zustimmen und mitjubeln.

Die Verse sprechen wohl von Israel, aber doch über das Leben eines Jeden von uns und von der Verheißung des HERRN für einen jeden von uns.

So kann ich diese Verse auch lesen:
So spricht der HERR: Gleichwie ich über dich all dies große Unheil habe kommen lassen, so will ich auch alles Gute über dich kommen lassen, das ich dir zugesagt habe.

Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Kind.

Nein, dass er der Gott Israels war und ist stört nicht, im Gegenteil, wenn ich ihn in meinem Leben aus den Augen verliere, so habe ich seine Verheißungen und Wohltaten, die er am Volk Israel getan hat und so wird mir dies Wort zur Kraftquelle und zur Erinnerung, dass das alles auch für mich gilt. So bekomme ich eine neue Blickrichtung und kann IHN wieder in meinem Leben wirken sehen.

Gottes Wort ist genial, es ist unbeschreiblich schön und es hat immer seine Berechtigung im meinem Leben.
Auch wenn´s mir manchmal nicht passt, doch bis jetzt lag der HERR an keinem Tag falsch, auch wenn er sich immer noch oft wiederholen muss, bis ich verstehe, was jetzt dran ist. Eines finde ich immer: Zuspruch und Stärkung.
Dafür danke ich dir HERR.
AMEN

21. Juni

 

HERR, ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte getan hast.
1.Mose 32,11

Maria sprach: Der Herr hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Denn er hat große Dinge an mir getan.
Lukas 1,48.49

Die eigene Niedrigkeit erkennen

Wann passiert das?

Heute haben wir genau die zwei Momente im Leben geschildert, in denen wir eindeutig spüren, wie gering wir sind.

Unverdient – Gottes Gnade wird uns zu teil - ohne, dass wir etwas dazu tun könnten, im Gegenteil – wir haben sie nicht verdient.

Jakob erkennt und weiß dies in seiner Angst vor dem Nachhausekommen, er hat riesige Angst vor der Rache Esaus, alle seine Vorkehrungen zum Schutz der Seinen helfen nicht, siese Angst zu besiegen.

Er geht ins Gebet - und er weiß, dass alles was Gott ihm bisher geschenkt hat, nicht aus seinem Verdienst stammt, und ich denke, er weiß, dass es Gottes Gnade allein ist, wenn er die Begegnung mit seinem Bruder überlebt. Und so bittet er um Seinen Beistand – ganz in dem Wissen, dass er es nicht verdient hat.

Das Gefühl gering zu sein macht demütig, es öffnet uns die Tür zu Gott und zu anderen Menschen, wir stehen uns dann nicht selbst im Weg - wie sonst, wenn wir uns stark fühlen.

Das Gefühl, gering zu sein, macht dankbar, denn alles, was Gott uns schenkt und teil werden lässt, können wir aus seiner Hand dankbar annehmen. Auch in dem Wissen, dass wir es nicht verdient haben.

Dieses singt Maria in ihrem Lobpreis. Was ich so klasse finde an der Frau: sie sagt danke und lobt den HERRN, sie nimmt seine Gabe und die damit verbundene Aufgabe an und dankt.

Ich bin da anders, Gott musste mich nicht erst einmal überreden und alle seine Kraft aufwenden, dass ich den rechten Weg gehe, ich brauchte Absicherung, dass es auch wirklich das Richtige ist.

Heute kann ich sagen, danke, HERR für alles! Eigentlich habe ich all das nicht verdient, es geht mir gut und du trägst mich, obwohl noch vieles im Argen liegt. DU hast mir vergeben, obwohl ich vieles noch immer nicht begriffen habe, Ich habe es nicht verdient, aber du liebst mich.

Und ich komme zu dir und sage, ich habe es nicht verdient, aber um deiner Verheißungen willen, steh mir bei und hilf mir aus der Not, wo ich gebunden bin und noch nicht dir gehöre, in den Dingen, die vor mir liegen, vor denen ich Angst habe.

DU hast gesagt, du hast die Welt überwunden – dann bist du der, in dessen Kraft ich meine Ängste über winden kann und werde. DU hast es versprochen, auch wenn ich es nicht verdienst habe.
DU bist HERR
AMEN

22. Juni

 

Ich bin gnädig, spricht der HERR, und will nicht ewiglich zürnen. Allein erkenne deine Schuld, dass du wider den HERRN, deinen Gott, gesündigt hast.
Jeremia 3,12-13

Simon Petrus fiel Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. Und Jesus sprach zu ihm: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen.
Lukas 5,8.10

Diesen Bußruf überhören wir gerne. Wir wollen nicht erkennen, dass wir im Grunde bisher alles falsch gemacht haben. Im Gegenteil, wir wünschen uns einen Gott, der sagt: Super, das machst du toll, sieh nur zu, dass du alles erreichst was du dir wünschst, ich helfe dir.

Aber so ist es nicht!

Es gilt genau hinzuhören, wenn uns die Stimme des HERRN erreicht. Sie kann liebevoll sein und einladend, aber nicht nur. Sie kann auch ganz deutlich sagen: was machst du für einen Sch...?

Wie auch immer uns der HERR anspricht und mit welchem Wort er unser verhärtetes und widerspenstiges Herz erreicht,
wenn wir getroffen sind von seinem Wort, seinem Ruf zur Umkehr und wir durch ihn einen Blick auf unser bisheriges Leben bekommen, dann können wir nur entsetzt sein, über das was wir bisher getan haben.

Unsere erste Reaktion ist: Geh weg, ich habe es nicht verdient, ich bin zu schlecht, oder Geh weg, ich will das nicht sehen, nicht fühlen, ich will es nicht wahrhaben, .. und andere „Geh weg“s fallen uns ein.

Es tut weh, zu erkennen, dass man etwas falsch gemacht hat, doch durch diesen Schmerz über die eigene Schuld kommt man hindurch mit IHM.
Sein Wort verheißt das immer wieder, auf die Umkehr folgt die überreiche Gnade des HERRN, er ruft einen jeden als sein Kind zur Umkehr, wir sollen nicht verstoßen sein, er will uns zu sich holen in seine Geborgenheit, unter seinen Schutz, in seine Liebe. Und das ist nichts wovor wir Angst haben müssen.

Im Gegenteil! Sind wir durchgedrungen durch die Trennwand der Sünde, haben wir uns gebeugt unter seine Gnade, dann sind wir frei von den alten Lasten und Sünden, wir stehen vor ihm rein und ohne Schuld und können mit ihm neu beginnen.
Ein neuer Anfang, frei von den alten Lasten- wie sehr wünschen wir uns das? – Er bietet es uns an, unverwandt, immer wieder. Und wir dürfen es ergreifen – immer wieder unter dem Kreuz, an dem der Eine für unsere Schuld gestorben ist, der liebevoll von da herabspricht: Vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!

HERR, unter dem Kreuz stehe ich vor dir, mit all meiner Schuld, mit allem was in meinem Leben schief gegangen ist. Du bist HERR und du kennst alle meine Sünden, du hast gesagt, du machst mich frei, du hast gesagt, du willst mich als dein Werkzeug gebrauchen. HERR hier bin ich und ich beuge mich vor dir. Ich lege alles vor dich hin, meine Lasten, meine Schulden, all den Schmerz, der daraus entstanden ist, du bist gekommen zu heilen und frei zu machen. Ich bitte dich, nimm mich an und mach mich rein von allem was falsch gelaufen ist. Ich will mich zu dir bekennen und zu dir gehören.
Ich danke dir, dass du auch für mich gestorben bist.
AMEN

23. Juni

 

Deine Sonne wird nicht mehr untergehen und dein Mond nicht den Schein verlieren; denn der HERR wird dein ewiges Licht sein.
Jesaja 60,20

Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel, damit ihr ohne Tadel und lauter seid, Gottes Kinder, ohne Makel mitten unter einem verdorbenen und verkehrten Geschlecht, unter dem ihr scheint als Lichter in der Welt.
Philipper 2,14-15

Licht!
Gott wird dereinst das ewige Licht sein. Die Sonne nicht mehr auf und untergehen, der Mond nicht seinen Schein verlieren.

Man, wird das hell!

Da ist doch die Frage, ob eine Sonnenbrille überhaupt ausreicht.

Nein, ich will nicht zynisch sein, es ist bitterernst. Wir wissen, dass vor der Heiligkeit des HERRN nichts bestehen kann. Wenn nun sein ewiges Licht leuchtet wird alles offenbar werden. Mit unseren Augen könnten wir das nicht aushalten, wir würden geblendet werden.

Unsere Hoffnung ruht auf der Verheißung, dass auch wir einst mit dem Leib Jesu ausgestattet, in seiner Herrlichkeit IHM dienen können, bei ihm sein können, in seiner Liebe und Gnade ganz geborgen.
Vor Gott „gut“ befunden zu werden, Frucht gebracht zu haben, in dieser Welt, sein Wort und Willen verkündet haben, aber auch ihn gelebt zu haben, im eigenen Leben verwirklicht- das ist die Aufgabe, die uns dahin führen wird.

Wie das? Tut alles ohne Murren und ohne Zweifel!
Ohne Tadel und ohne Makel sollen wir sein – ein Licht denen die Gott noch nicht gefunden haben.
Ein Licht?
Eine große Aufgabe HERR, ein Licht zu sein. Aus uns selbst können wir das nicht. Ohne deinen Geist haben wir keinen Glanz, nichts was abfärben sollte, nichts, dessen wir uns rühmen könnten- DU bist das Licht, wir alle mal die Lampen, also die Gefäße die dein Licht bergen.
JA, das will ich gerne sein. Ein Gefäß, dass dein Licht weiterträgt und das Dunkel anderer erhellen kann, so wie einst andere Leuchten mein Leben mit deinem Glanz erhellten.
Doch HERR; eben nur ein Gefäß. Damit aus mir Licht kommt, bedarf es der Reinigung, ein jeder muss die Lampen putzen, wenn der Schein der Birne den Raum erhellen soll. Wenn du mich also als Leuchte gebrauchen willst, HERR, dann hilf mir bitte, die staubigen Überbleibsel und neuen Verschmutzungen wegzuwischen, damit ich ganz deinen Glanz und deine Herrlichkeit hinaustragen kann, an die Orte, wo du Licht hinbringen willst.

Viel Arbeit noch – die du mit mir hast und haben wirst. Danke, dass du nicht müde wirst und nicht aufgibst. Danke dass du unermüdlich an der Rettung und Heilung der Menschen, deiner Geschöpfe arbeitest.
Danke, dass du das Licht dieser Welt bist.
AMEN

24. Juni

 

Ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein.
2.Mose 19,6

Johannes sprach: Seht zu, bringt rechtschaffene Früchte der Buße.
Lukas 3,8

Es ist schon ziemlich groß, was du für ein Vertrauen in die menschliche Natur setzt.
Aber immerhin, wenn du sagst „ihr sollt mir ..“ dann beruht dies Aussage ja darauf, dass es möglich ist, denn als der, der alles weiß, wirst du ja nichts unmögliches von uns Menschen verlangen.

So sind wir von Natur aus schlecht – aber zum Guten fähig?

Es ist ziemlich kompliziert, das zu verstehen.
Ich frage mich gerade jetzt, warum du, wenn du dein Volk dir zu Priestern bestimmt hast, nicht das Böse, das in uns Menschen steckt, einfach beseitigt hast.

Da gibst du uns einen eigenen Willen, stattest den ersten Menschen und seine Frau aber nicht mit der Erkenntnis von Gut und Böse aus – so dass sie bei der ersten Versuchung erliegen.

Naja, ich nehme an, dass du diese Versuchung auch nicht hast umsonst geschehen lassen und dass diese Erkenntnis über das Böse, das die Zwei in ihr Leben haben kommen lassen, geplant hast, oder zumindest hast du es gewusst.

Wenn du aber allmächtig bist und uns Menschen nach deinem Bilde geschaffen hast, wieso steckte dann dieser Wunsch nach Eigenwillen und Selbstbestimmung in uns?

Dieser Umstand gibt doch den Stimmen recht, die sagen, du könntest also nicht allmächtig sein, sonst hättest du solches doch nicht in uns „reingebaut“.

Sonst kann ich mir die Schaffung des Menschen nur als noch im Gange erklären. So, dass du jeden Menschen nach deinem Bilde schaffst und unser ganzes Leben deine gestaltende Hand an uns ist und wenn wir so nach deinem Bilde sind, dann kommen wir zu dir und dürfen in deiner Herrlichkeit bei dir sein.
Wiederum kann ich mir nicht vorstellen, dass es Ausschuss gibt, denn du sagst: Sei und es wird. Warum solltest du also schlechtes schaffen? Menschen, die nicht bei dir sein können, die dem Bösen dienen. Aber auch das Böse hast du in der Hand und es kann gegen dich nicht gewinnen.

Wann kommt der Tag, an dem all das hier vorbei ist und wir Menschen endgültig Frieden bei dir finden und Gemeinschaft mit dir haben dürfen, der Tag, an dem solche Fragen nicht mehr relevant sind und deine alles umfassende Macht, Größe und Güte über allem, was du geschaffen hast sichtbar sind.

Ich bin immer noch unvollkommen, trage schlechtes in mir und hänge so ganz von dir ab. Ich will dein Gefäß sein, in mir tragen, was du für mich vorgesehen hast. Ich will als von dir geschaffen, geformt und gestaltet in dieser Welt bestehen, dir zu Ehre und zum Lobpreis.

Doch vor alle dem steht dein Wort, das da lautet: tu Buße, bringe rechtschaffene Früchte.

Also immer wieder doch auch die eigene Entscheidung, sich nach deinem Willen auszurichten.

HERR schenke mir die Fähigkeit dazu.
AMEN

25. Juni

 

Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten und danach tun. Ihr sollt nichts dazutun und nichts davontun.
5.Mose 13,1

Wer eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.
Matthäus 5,19

Nichts dazutun und nichts davon tun!

Gottes Wort ist gültig. Er hat es durchdacht bis zum letzten Punkt und Komma. Kein Wort oder Buchstabe sind umsonst gesetzt, in allem ist Sinn und Offenbarung.

Wie oft sind wir versucht, in Seinem Wort unseren Willen zu finden, es nach unseren Vorstellungen auszulegen, uns Stellen aus dem Wort zu suchen, die uns gelegen kommen und mit unserem Sinn und Verstehen zu ergänzen.

Ich tue das gerade auch, jeden Morgen eigentlich, wenn ich eine Bibelstelle lese und mir Gedanken darüber mache. Es gilt immer genau nachzulesen, den Zusammenhang in dem das gelesene Wort steht zu erfassen und auch zu schauen, was dieses Wort im eigenen Leben bedeutet.

Ich habe große Angst davor, etwas zu lesen oder zu hören, was nicht da steht, den Sinn nicht zu begreifen oder falsch zu verstehen. Ich habe Angst, auf Menschen zu hören, denn ein jeder liest im Wort seine eigene Geschichte, die Gott mit ihm schreibt.

Gottes Wort ist etwas besonderes, ein Geschenk von unfassbarer Größe und Güte. In ihm finden wir Seinen Geist, seinen Willen, seinen Weg mit uns – und den Weg, der uns zu IHM führt, wenn wir uns auf ihn einlassen, unser Leben an Jesus übergeben und ihm nachfolgen.

Ja, Jesus fordert uns auf seine Jünger zu sein und zu Jüngern zu machen alle Völker. Was macht einen Jünger aus? Er ist Schüler, Diener, Verkünder seines Wortes in Wort und/oder Tat, ein jeder wird berufen nach der Gabe, die Gott ihm gegeben hat,
so sind die einen beschenkt mit der Verkündung seines Willens, der Öffnung des Wortes für uns Menschen, die wir uns schwer tun, seinen Willen zu verstehen,
andere sind ausgestattet mit Ohren, die nur hören, nicht die Lösung präsentieren, aber für die da sind, die sich schwer tun, sich Gott direkt anzuvertrauen, dies aber tun wollen. Hier sind die Lastenträger (einer trage des anderen Last) /Seelsorger gefordert und eingesetzt,
wieder andere haben den Blick dafür, wo die Not am größten ist und die Hände um einzugreifen, ohne große Worte zu helfen, die Not zu lindern, ohne darüber nachzudenken, ob dies eine bessere Wohnung im Himmelreich verschafft.
Und so hat ein jedes Kind Gottes seinen Platz und seine Aufgabe, das Vermögen, das Wort in sich aufzunehmen und umzusetzen nach dem Umfang der Gaben, die der HERR geschenkt hat.

Ich bin froh, dass ich in meinem Leben einen Platz gefunden habe, an dem ich Menschen helfen kann, ich bin traurig darüber, dass ich Gott nicht bewusst in jedes Zimmer mitnehme, in dem ER gebraucht wird. ER ist da, ohne Zweifel, seine Hand ist über jedem Schutzbefohlenen und doch ist dieser Mensch dann meiner Laune, dem Zeitdruck, den äußeren Gegebenheiten ausgeliefert. Das macht mich traurig und es macht mir Angst.

Alles was ich euch gebiete, das sollt ihr halten und danach tun. In meinem Leben ist da noch viel Bedarf; zum einen seinen Willen zu hören, zum anderen ihn zu tun in kleinen Schritten aber zu jeder Zeit.
HERR, du wachst über mich und mein Leben, über mein Denken und mein Tun, du bist über allem, sei bitte sichtbar in allen Dingen, dass ich dich nicht vor der Tür lasse, dass ich mich niemals unbeobachtet fühle, sondern immer weiß, dass deine liebende Hand mich führen will und wird, wo auch immer ich mich auf dich verlasse.
AMEN

26. Juni

 

Lehre mich heilsame Einsicht und Erkenntnis.
Psalm 119,66

Paulus schreibt: Ihr wisst, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesus.
1.Thessalonicher 4,2


Ich kenne, nach dem Verstand, die Gebote, die DU, HERR uns Menschen gegeben hast, gesetzt als Ordnung für uns.
Eine Ordnung die unsere Beziehungen regeln soll, die uns unsere Stellung im Leben vor Dir und im Miteinander zu verstehen hilft, eine Ordnung die du zu unserem Wohl gesetzt hast.
Diese deine Gebote gilt es zu halten, immer, zu jeder Zeit.

Wie froh bin ich, dass du um unsere Fehlbarkeit weißt. Wie froh bin ich, das du uns Jesus geschickt hast, als lebendiges Beispiel, als Vorreiter, der uns die Möglichkeit des Einhaltens der Gebote beweist. Wie froh bin ich ,dass Er auch der ist, der eben wegen unserer Fehlbarkeit ans Kreuz gegangen ist, ohne das wir verloren wären.

HERR. Es ist für meinen Verstand nicht zu verstehen, wieso du alles so geordnet hast und nicht anders, wieso du uns diese Fehler machen lässt. Nach meiner Logik hättest du es mit uns Menschen wesentlich einfacher gehabt, wenn da nicht dieser Eigenwille in uns eingebaut wäre.
Doch hier vertraue ich einfach auf deine Allmacht, dein Allwissen, deine Allgegenwärtigkeit, denn du hast alles geschaffen und du weißt wieso alles so ist.

Doch ich bitte dich um heilsame Einsicht und Erkenntnis für alles, was in meinem Leben von Bedeutung ist. Nicht für mich, damit es mir besser geht, Naja, doch, das auch, aber vor allem sehne ich mich danach, alles richtig zu machen, deine Gebote wirklich zu halten. Dazu fehlt mir noch viel. Und genau da bedarf es deiner Führung, deines Geistes, deines Eingreifens, deiner Schulung, dass ich darin vollkommener werde, deinen Willen zu tun.
Ja, an sich brauche ich mich nur an dein Wort zu halten, doch du weist um unsere Vergesslichkeit, du weißt, dass wir Menschen dazu neigen uns alles so hinzubiegen, wie es gerade passend erscheint und dazu auch dein Wort zu missbrauchen oder zu gebrauchen, wie es uns passt. Da bitte ich dich, schenke Einsicht und Erkenntnis, dass dies im Licht deiner Wahrheit auch das richtige Verstehen und Tun ist.

Oftmals scheint alles wirr und verdreht, die Wahrheit scheint nicht die Wahrheit zu sein und Lüge scheint wahr zu sein, falsches bringt ans gewünschte Ziel. HERR bitte wache du darüber und greife ein, lenke unsere Gedanken, schenke Erkennen und Verstehen, damit wir dir zum Lob und dir zur Ehre das Richtige tun.

DU bist HERR und das bitte, soll allgegenwärtig greifbar und sichtbar sein.
Danke, dass du mich leitest und mir deinen Geist geschenkt hast, dass er mich lehre und begleite, dass ich wachsen darf in meinem Vertrauen und meiner Liebe zu dir.
AMEN

27. Juni

 

Ihr Berge Israels, siehe, ich will mich wieder zu euch kehren und euch mein Angesicht zuwenden, dass ihr angebaut und besät werdet.
Hesekiel 36,9

Auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld.
Lukas 8,15

Berge, Land, ... Erde?

Von Erde sind wir genommen! Geht es hier also wirklich um Berge und Land?

Geht es nicht vielmehr um Seine Verheißung für uns Menschen, dass Sein Wort Bestand hat und durch nichts abgeändert werden kann.

Ist das nicht auch das Versprechen, dass Gott nicht ruhen wird an uns zu arbeiten, bis wir nach seinen Vorstellungen für uns mit seinem Wort besät sind, das wir nicht wertlos sind und verloren?

Wir sind der Boden auf dem Sein Wort ausgesät wird. Wir sind jede Form des Bodens, nicht immer sind wir das gute Land, das Frucht bringt, oftmals sind wir Fels, oftmals überwuchern Dornen die Saat Gottes in unserem Leben, doch eben auch immer wieder findet sich ein Stück Boden, auf dem Sein Wort wächst und gedeiht.

Wir sind Ton der in des einen Töpfers Hand geformt wird, immer wieder gibt es an einer Stelle etwas davon zu tun, an anderer Stelle tut Gott etwas hinzu, so geht es fort das ganze Leben.
Nur eines ist von unserer Seite notwendig: wir müssen Ihn machen lassen, ER macht nichts falsch, wir können nur zu Seiner Ehre und zu Seinem Lob Land werden, dass Frucht bringt.

Ich bin da voll Vertrauen, Gott kann alles schaffen, selbst aus dem härtesten Fels guten Boden machen und so kann sein Wort nicht verloren gehen, nicht untergehen im Gestrüpp der Dornen, denn da wo wir Gott unser Leben in die Hand geben, da räumt er auf und aus, er reißt aus alles was Ihm nicht dient.
Das tut so manches mal weh, es reißt ein Loch in den Boden, doch ER füllt es auf und aus, er setzt etwas Neues-

Es braucht nur noch Geduld und wir können mit erleben wie es wächst und gedeiht.

Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr's denn nicht? - Jesaja 43,19a – die Jahreslosung von 2007, die ich heute in einem neuen Licht erleben kann!

SO erlebe ich, wie dein Wort in mir wächst und Frucht bringt, wie du mir durch deinen reichen Segen, alles zum Guten dienen lässt.
HERR, ich erlebe und spüre so oft, wie Dornen wachsen und deinem Wort den Raum nehmen wollen, doch du bist stärker als die dicksten Dornen, die größten Probleme, stärker als jeder Feind. Du bist geduldig und du wartest bis du immer im richtigen Moment das ausreißt, was dir den Platz streitig machen will. Ja HERR, oftmals tut das weh, es ist schwer altes loszulassen und Raum zu geben, der neu gefüllt werden muss, doch du lässt mich nicht im Leeren, noch jedes entstandene Loch hast du gefüllt, mit deiner Liebe und Güte, deiner Geduld und Gnade.
Und ich bin gewiss, dass du mich nimmermehr preisgibst und dass ich bei dir geborgen bin für ewig.
Dafür danke ich dir

AMEN

28. Juni

 

HERR, wenn ich an deine ewigen Ordnungen denke, so werde ich getröstet.
Psalm 119,52

Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige.
Offenbarung 1,17-18


Psalm 119 ist ein Psalm, den ich noch nie im ganzen gelesen oder gar im Zusammenhang begreifen konnte. Es wäre sicherlich spannend, sich mit den Worten des Schreibers mal ganz auseinander zu setzen – was wir da alles entdecken können.

Trost in den ewigen Ordnungen Gottes – mh. Kennt der Beter seinen Platz darin? Oder reicht allein der Umstand aus, dass wir in Gottes Ordnung unseren Platz haben?

Ja, dieses Wissen allein ist schon Trost und Grund zur Freude.

Fürchte dich nicht!
Das wiederum ist nicht so einfach möglich – oder doch?

Wann ist das möglich, wenn wir vor unserem HERRN stehen? Wenn wir IHN als Herren haben! Wir brauchen keine Angst zu haben, sondern können uns freuen endlich vor dem zu stehen, der uns unser Leben lang getragen hat, der uns so unsagbar viel Gnade und Freude hat zuteil werden lassen. Wir stehen oder liegen wie Johannes vor dem, der uns aus reiner Gnade von unseren Sünden befreit hat.
Wenn das nicht ein Grund zur Freude ist und zum Jubel!!

Furcht vor diesem Moment, ja, die kenne ich. Es war die Zeit in der ich von der Gnade des HERRN gehört hatte, sie aber noch nicht dankbar annehmen konnte, die Zeit in der ich erdrückt von meinen Sünden und Fehlern haderte mit meinem Schicksal, als ich Angst hatte, dass ich ins Gericht kommen würde, die Zeit in der Gott mir unmissverständlich deutlich machte, dass es Zeit ist umzukehren.

Und doch – genau in diese Zeit hineine hörte ich sein: Fürchte dich nicht! Und ich kam zu ihm wie ich war und ER machte mich frei – Frei, ihm zu dienen, ihn zu loben, zu seiner Herrlichkeit und Ehre.

Dieses Wissen steht mir jetzt immer dann zur Seite, wenn Anfechtungen kommen, wenn neue Schuld auf meinen Schultern drückt, immer dann ist ER da und sagt, Fürchte dich nicht, ich habe es getragen, gib mir auch das was dich jetzt bedrückt.

Danke HERR dafür.
AMEN

29. Juni

 

Kehrt um zu dem, von welchem ihr so sehr abgewichen seid!
Jesaja 31,6

Tut Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden.
Apostelgeschichte 3,19


Der Losungskalender „Licht und Kraft“ geht auch auf diese Worte ein.

Manchmal sitze ich vor Seinem Wort und weiß nicht, was es sagen will. Heute morgen dachte ich: Herr, ich weiß nicht was hierbei heute für mich bestimmt ist, ich weiß wohl, dass Buße immer notwendig ist, aber worin liegt der Sinn deines Aufrufs heute?

Das erwähnte Büchlein geht auf die Buße ein. Das will ich auch tun.

Zwei Formen der Buße erwähnt es.
Einmal gibt es die Reue aus Angst vor Strafe. Die kenne ich gut. Es ist keine schöne Form der Umkehr, doch wenn sie tief aus dem Herzen kommt, ist sie nicht vergebens.
Es ist so, als wenn wir als Kinder merken, dass wir etwas falsch gemacht haben und es unvermeidbar ist, dass die Eltern es erfahren oder sie wissen es schon. Wir kehren dann heim, mit einem schlechten Gewissen und voller Angst vor dem was jetzt folgen wird. Wir stehen in Tränen vor den Eltern und beteuern wie leid es uns tut.
Und diese sind verärgert und strafen, es bleibt ihnen ja nichts anderes übrig, wenn sie wollen, dass ihre Kinder begreifen, dass es so nicht geht. Und wir Kinder nehmen mehr oder wenig willig die Strafe an, denn wir wissen, dass wir nichts dagegen tun können.

Die Frage ist nun, wie tief war die Traurigkeit über die eigene Sünde? War die Reue aus Angst vor Strafe und dann geht es weiter wie bisher oder bewirkte sie echte Umkehr, die Gott und den Menschen zeigt, das wir etwas verstanden haben, von und über unsere Fehler?

Diese andere Art der Reue und Umkehr wird eben bewirkt durch eine tiefe Traurigkeit über sich selbst.
Im meinem Leben ist sie die Folge der ersten Form gewesen. Eine riesige Angst vor Strafe beherrschte mich und überfällt mich auch heute noch, wenn mir Fehler bewusst werden. Immer wieder die Angst, nun nicht mehr geliebt zu sein.
Doch ich weiß, dass das nicht passieren wird. Viel schlimmer ist mittlerweile das Begreifen, wie traurig ich meinen Heiland mache, wie viele Menschen an mir nicht den lebendigen Heiland entdecken können, wenn ich Fehler mache. Wie sehr ich den Heiland um seine Frucht betrogen habe. Das macht unsagbar traurig. Und ist auf keinen Fall etwas was stehen bleiben darf.
Doch immer wieder mitten hinein in die Traurigkeit und die Angst ruft der HERR:
komm doch her, ich liebe dich und ich trage auch dieses, wenn du es mir bringst, du bist mein Kind und ich lasse dich nicht allein mit den Folgen deiner Fehler, ich helfe dir hindurch und du wirst umso fester im Glauben stehen und mit meiner Hilfe wachsen.

Es ist so wunderbar, zu wissen, dass man geliebt ist. Die Welt, die eigenen Eltern schaffen es nicht, einen so anzunehmen wie man ist, sie werden ärgerlich und strafen, sie verzeihen und vergeben und lassen einen oftmals in der Kindheit nicht im Stich, doch das Gefühl der Einsamkeit, des Verlorenseins, der Wertlosigkeit – das können sie, wenn es erst einmal ins Herz geschrieben ist, nicht mehr nehmen. Doch unser Gott kann es und er tut es. ER lässt uns nicht mit Ermahnungen und Warnungen stehen. ER lädt ein, er ruft, er winkt und zeigt uns, wo wir einen besseren Weg finden, wo wir gefahrlos langgehen können um IHM zu dienen und so frei von alten Schulden und Lasten mit ihm zu gehen.
Und das ist wunderbar und einzigartig.
Ich bin froh, diesen Vater im Himmel zu kennen, der mich einfach so lieb hat und mich nicht stehen lässt, wenn ich nicht weiter weiß, durch dessen Wort ich immer wieder wissen darf, dass ich nicht verloren bin, sondern immer wieder und einmal endgültig heimkehren darf.

Ein anderer Kalender hatte gestern zur Losung: So spricht der HERR:

Siehe, ich lege euch den Weg des Lebens vor und den Weg des Todes.

HERR, so schenke uns, dass wir heute, wie gestern und wie morgen, den Weg des Lebens gehen, der zu DIR führt und auf dem wir deine schützende und liebende Hand spüren und ganz bei dir geborgen sind.
AMEN

30. Juni

 

Er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes.
Psalm 27,5

Sie sprachen zu Jesus: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Er richtete sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.
Johannes 8,4.7

„Sei Du mal ganz ruhig, du bist doch kein bisschen besser!“
So herum ist der Inhalt des zweiten Verses uns vielleicht geläufiger.

JA, das sind wir nicht – besser! Und doch sind wir schnell dabei, anderen ihre Fehler unter die Nase zu reiben.
Die Juden in dem Bericht des Lukas sahen sich durch Jesus mit ihrer eigenen Schuld konfrontiert und es blieb ihnen nichts als die Frau gehen zu lassen – obwohl die Gesetze ein eindeutiges Urteil vorschrieben.
Dennoch gab es nichts was sie dem Wort Jesu entgegensetzen konnten.

JA, HERR, schenke doch, dass auch wir unseren Mund halten, wenn wir ihn nur öffnen wollen, um über andere zu urteilen und hilf, dass wir ihn öffnen um einfach die gute Nachricht weiterzusagen, dass kein Sünder verloren ist, der zu dir umkehrt. Denn Du bist der der nicht urteilt, sondern annimmt und vergibt.

Es ist schon unsagbar toll, dass wir das für uns in Anspruch nehmen dürfen und wunderbar, das wir es weitersagen können. Nun schenke bitte, dass wir es auch tun.
Denn was gibt es schöneres als anderen zu sagen, dass du sie liebst und dass wir durch deine Gnade auch lieben können, dass wir durch das Wissen um deine Vergebung und Gnade auch so zu unseren Mitmenschen sein können, und nicht so handeln wie die Welt handelt.

So wie wir nicht im Gericht sind, so sollen wir auch andere nicht richten, sondern berichten, wie wir durch deine Liebe begnadigt sind und aufrufen, zu dir umzukehren und so auch ein neues Leben in Anspruch zu nehmen, das möglich ist, weil du die Freiheit schenkst und aus Gnaden vergibst.

Und HERR, ich bin schnell dabei zu fluchen, denen die mir fluchen. So lass mich bitte zu dir kommen, wenn mir Gefahr droht, von dir abzuweichen und birg mich in deinem Haus, dass ich nicht Unrecht tue, denen die mir schaden, sondern, dass ich deinem Weg folge zu der Zeit die du bestimmt hast. Denn bei dir brauche ich nichts zu fürchten und du wirst mir den Weg bereiten, im Angesicht meiner Feinde, so dass auch diese nur staunen können, über deine Größe und den Reichtum deiner Gnade.
AMEN

 

 

 


 


 

 

 


 

 

 


 


 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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