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Januar 09


Psalm17, 15
Ich aber will schauen in dein Anlitz in Gerechtigkeit, ich will satt werden, wenn ich erwache, an deinem Bilde.

dieser Psalm ist in meiner Bibel bezichnet als "hilferuf eines Unschuldigen".
David trägt seine Schmerzen und Verletzungen, sein Leid vor Gott. Alles in dem festen Wissen und Vertrauen darauf,
dass der Herr ihn nicht verlassen wird,
in dem Wissen,
dass er einst, nach diesem Leben und Sterben, schauen wird in Gottes Antlitz, dass er dann nicht mehr leiden muss, dass er dann in Gottes Gerechtigkeit gebettet Sein Bild, also seine Liebe, seinen Schutz, seine Geborgenheit, seine Wärme und seinen Frieden, mit ganzer Seele und ganzem Herzen wahrnehmen, schauen darf.

Ergänzend dürfen wir dank der Evangelien heute wissen, dass dieses Antlitz Gottes in Jesus auf diese Erde gekommen ist, um uns schon heute an dieser Liebe, seinem Schutz und seiner Geborgenheit teilhaben zu lassen. Wir dürfen uns mit dem Erwachen aus unserer Fehlbarkeit und Sünde zu Jesus flüchten und bei ihm Heilung erfahren, wir dürfen unser Leben durch seine Gegenwart begleitet wissen, und schlussendlich mit David und Simeon in den ewigen Lobpreis mit einstimmen.

 

05. Januar

Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.Jesaja 53,6

Jesus sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet?
Lukas 15,4

Es ist ein wunderbares Wort, das uns hier heute zugesprochen wird.
Wir dürfen wissen, dass wir mit all unserer Schuld, mit all unserem Leid und unseren Schmerzen nicht allein sind.

Ich war ein Kind in der Herde Gottes, ein Schäflein, das irgendwann meinte, die Welt entdecken zu müssen. Ich lief los und ohne es zu merken entfernte ich mich immer weiter von meiner Herde, von dem Ort meiner Zuflucht, meinem Zuhause.

Die Einsamkeit, die ich manchmal spürte, führte mich zu Menschen, die weit weg von Gott lebten und selbst unendlich einsam waren. Ich stand vor etlichen Situationen in denen ich hätte abstürzen können. Ich wusste es nicht.

Jahre später betete ich das Vaterunser, nur so, zum einschlafen. Es dauerte eine Weile, bis sich plötzlich in mir eine Sehnsucht entwickelte, eine Sehnsucht die mich rufen ließ, wie unser kleines verlorenes Schaf. Ich wusste damals noch nicht, dass der Herr schon lange meinem Weg folgte, er mich suchte und rief.

Vor 3 Jahren schenkte mir jemand eine Bibelfreizeit, nur ein paar Tage, aber Tage in denen ich Gottes rufen hören konnte und ich schrie und ließ mich finden. ER fand mich, nahm mich in seine Arme und brachte mich heim.

Bis heute entdecke ich in meiner Vergangenheit Momente, in denen Gott da war, um mich zu bewahren vor dem endgültigen Absturz, Es sind keine offensichtlichen Begebenheiten, nein es sind kleine Dinge, oder auch große. Z.B rettete mich der Tod meiner Mutter vor dem Absturz in die Tablettensucht, Wenige Monate später bewahrte Gott mich vor dem Versinken in Trauer und Alkohol, auch wenn das erst der Anfang meines Weges ohne Gott war.

Heute hat Gott mir Einblick geschenkt in seine persönliche Führung. Es macht mich dankbar zu wissen, dass ER an den tiefsten Stellen meines Lebens bei mir war, dass all die Sünden, die ich auf meinem Weg begangen habe und ganz sicher jeden Tag noch begehe auf DAS LAMM geladen sind und ich Vergebung erfahren durfte und darf – jeden Tag neu.

Ich bin traurig über jeden Schritt von dem ich merke, dass ich ihn ohne Gott gegangen bin.
Und dankbar dafür, erkennen und wissen zu dürfen ,dass der HERR sich nicht abwendet und mich nicht allein lässt. ER lässt mir jeden Tag die Freiheit allein loszulaufen und wenn ich falsch gehe, holt Er mich trotz aller meiner Sturheit, Besserwisserei und der fast täglichen Alleingänge zu sich zurück.

Danke HERR, dass DU bei mir bist, meinen Weg mit mir gehst und mir die Fehltritte meines Lebens vergibst. DU hast mich bewahrt, auf meinem Weg, DU hast mich heimgetragen zu DIR, DU willst mir auch heute den Weg weisen und mich begleiten. DEINE Hand wird mich halten und führen am heutigen Tag – dafür danke ich DIR.

07. Januar


Der HERR erlöste sie, weil er sie liebte und Erbarmen mit ihnen hatte. Er nahm sie auf und trug sie allezeit von alters her.
Jesaja 63,9

Wenn er das verlorene Schaf gefunden hat, so legt er sich's auf die Schultern voller Freude.
Lukas 15,5

Ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, meine Gedanken zu den täglichen Bibelworten hier niederschreiben zu können. Auf diese Art bekomme ich Gelegenheit Gott Danke zu sagen und ihn zu loben.

Sicher ist es nicht die perfekte Andacht, die für andere Zuversicht bringt und Vertrauen in Gottes Versprechen. Ich kann und möchte zur Zeit erzählen, wie wahr sein Wort in meinem Leben ist. Wie ER sich in meinem Leben als der Erlöser und Hirte erwies.


Vielleicht könnt ihr, wenn ihr diese Gedanken lest Parallelen entdecken, vielleicht etwas ganz anderes. Ich bin erstaunt wie ich jetzt, wo ich damit begonnen habe, mich mit Seinem Wort auseinander zu setzen, sein Handeln überall in meinem Leben entdecken kann.

In den letzten Tagen habe ich davon erzählt.


Heute will ich Danke sagen.

Dafür, dass ich getragen bin. Von jeher, vom Anbeginn meines seins.

Dafür ,dass ER mich auf seien Schultern legte und mich heim trug. Dass er mich, in meiner Sünde und mit all meinen Fehlern, nicht als Last empfunden hat und liegen ließ in meinem Elend. Mich nicht verrotten ließ, auf den Abwegen die ich ging.

Ich muss an das Gleichnis vom verlorenen Sohn denken. An das Fest bei seiner Heimkehr. So empfängt Gott uns, wenn wir Umkehren zu ihm, nach Haus kommen.

Ich wünsche Euch allen, dass Ihr Gottes Liebe und Beistand, seine Sorge und seinen Schutz so nah erfahren könnt, wie es mir zuteil wurde, in aller Schlechtigkeit, in all dem inneren Versagen und Schmutz, mit all der Schuld, von der ich glaubte, dass sie nie abgetragen werden kann.

HERR ich danke dir, dass Du mich angenommen hast, dass DU Jesus, deinen Sohn hingegeben hast, damit ich damit ich umkehren kann zu DIR und rein von Schuld und Sünde zu dir kommen kann. Ich danke Dir, dass ich in meiner Unvollkommenheit von dir geliebt bin und dass DU bereit bist mich zu lehren. Ich danke dir für Dein Versprechen, uns Menschen nicht zu verlassen, sondern zu halten und tragen, für Deine Treue zu Deinem Wort.

HERR, ich will dich bitten, für alle, die dich heute suchen, zeig dich ihnen, so dass sie dich finden können, lass sie deine Größe und Liebe sehen und deinen Schutz und Segen spüren.

DANKE.
Amen

08. Januar



Mose sprach: Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge. Denn es ist nicht ein leeres Wort an euch, sondern es ist euer Leben.
5.Mose 32,46.47

Christus spricht: Ihr sucht in der Schrift, denn ihr meint, ihr habt das ewige Leben darin; und sie ist's, die von mir zeugt. ..
Johannes 5,39


Joh. 5, 40...aber doch wollt Ihr nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben hättet.

Dem heutigen Wort aus 5. Mose geht das sogenannte Lied des Mose voraus. Dieses Lied erzählt noch einmal kurz die Geschichte Gottes mit seinem Volk, und sein Urteil über die so oft untreuen Israeliten und seine Gnade und Liebe zu seinen Geschöpfen.

Am Ende des Liedes mahnt Mose seine Zuhörer, dass sie diese ihre Geschichte nicht ignorieren dürfen, denn es ist ihr Leben, ihr Leben, dass von Gott begleitet ist. Ein Leben in dem überall sein Handeln sichtbar ist. Ihr Weg, auf dem sie das geworden sind, was sie heute sind.

Wir sollen Gottes Handeln an uns nicht übersehen, wir dürfen uns aber beugen unter Seine große Gnade, die uns getragen hat bis ins Heute und Jetzt. Alles was uns Neues begegnet, können wir betrachten und ins Verhältnis setzen zu unserem bisherigen Weg. Und zugleich darauf vertrauen, dass Gott weiterhin mit uns geht, sodass wir uns seiner Führung anvertrauen können.

Was will Jesu Wort uns sagen? Es gibt für mich einen Zusammenhang zwischen den beiden Worten heute.

So wie wir unser Leben aus Gottes Hand empfangen und an Gottes Hand den Weg gehen, der rückblickend niedergeschrieben ist , so sollen wir auch aus dem geschriebenen Wort unser Heil beziehen.

Möge der Herr uns bewahren vor dem Unverständnis der Bibelworte. Möge er unsere Herzen und Augen öffnen für die Bedeutung seiner Worte an jedem einzelnen Tag und auch heute.

Herr, heute liegt uns ein strenges Wort vor. Hilf uns es anzunehmen und schenke uns die Einsicht, wo die uns noch fehlt. Hilf uns erkennen und annehmen wo dein Sohn das Leben in uns sein will und schenkt Demut.

Herr, schenke uns die Sinne, um deine Liebe und Zucht anzunehmen.
Herr deine Hand ist nötig bei jedem Schritt, den wir tun, jedem Wort, das wir sprechen, jedem Gedanken, den wir denken. Herr sei du bei uns und segne diesen Tag mit Deinem Wort.
Amen

09. Januar

Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
2.Mose 20,7

Vater! Dein Name werde geheiligt.
Lukas 11,2

 

Wahnsinn!!
Ich denke gerade darüber nach wie oft wir Menschen Gottes Namen missbrauchen. Eine Seite dieses Gebotes wurde mir einmal so verdeutlicht:

„Stell dir vor, du bist irgendwo und plötzlich hörst du deinen Namen rufen. Du drehst dich um, doch da ist keiner der dich braucht oder sucht. Du folgst weiter deinem Geschäft. Du hörst es wieder rufen und du siehst niemanden. Und wieder und wieder und wieder. .... Vermutlich wirst du ziemlich sauer und fragst dich, wer dich hier so veralbern will. Vielleicht sagst du etwas, vielleicht aber hörst du irgendwann nicht mehr hin. Und wenn dann einer deinen Namen ruft, der dich wirklich braucht ?... dann hörst du es nicht!“

So wurde mir verständlich, das unser Herr, als reale Person, nicht ständig im Mund geführt werden darf. Er liebt uns und will uns helfen ,er will da sein für uns. Wie unfair ist es ständig zu rufen: Oh Gott, mein Gott, HerrGott,.. oder gar mit seinem Namen oder seiner Schöpfung zu fluchen.... die möglichen Varianten will ich jetzt nicht aufschreiben, ich denke, wir kennen sie alle!

Ein anderer Punkt ist das Schwören. Es ist uns als Christen untersagt auf Gott oder in seinem Namen zu schwören, wozu auch? Wir haben immer unsere eigene Wahrheit, im Rahmen dessen was wir erlebt oder getan haben. Gott allein kennt die Zusammenhänge und unsere wahren, innersten, vielleicht unbewussten Absichten. Wir können und dürfen nicht schwören, weder bei Gott, noch beim Leben eines uns lieben Menschen. Es wäre eine Herausforderung oder „Versuchung“ Gottes. Wir sollten uns überlegen, ob wir wahrhaftig genug sind um Gottes Urteil mit unseren Taten und Gedanken standzuhalten. Oder ob wir nicht seine Strafe heraufbeschwören?

Jesus lehrt uns beten: „Vater unser im Himmel! Dein Name werde geheiligt.“ Dies ist der Beginn eines Gebetes mit dem wir mit unserem Leid und unseren Bedürfnissen zu Gott kommen können. Es ist nicht umsonst, dass wir uns erst die Majestät Gottes, der unser Vater sein will, ins Gedächtnis rufen. Es erinnert an die Einzigartigkeit, die unüberwindbare, schützende, bewahrende und schenkende Gnade unseres Herrn. ER ist der Allmächtige, Herr und Vater. Der, dem alles möglich ist, dem wir alles, wirklich alles anvertrauen können. Und wir dürfen wissen, dass er es zu unserem Besten (ver-)wenden wird.

Unser Vater in dem Himmel; dein Name werde geheiligt; dein Reich komme; dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.
unser täglich Brot gib uns heute;
und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern; und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel
.
Matth. 6, 9-13
Amen!

10. Januar


Höret des HERRN Wort! Denn der HERR hat Ursache zu schelten, die im Lande wohnen; denn es ist keine Treue, keine Liebe und keine Erkenntnis Gottes im Lande.
Hosea 4,1

Jesus sprach: Was nennt ihr mich Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?
Lukas 6,46


Lieber Gott!
Steh uns bei, dass wir deinen Willen erkennen und tun. Zeige uns, wo wir fehlen, decke auf alle Sünde in unserem täglichen Tun. Weise uns den Weg, führe uns in Demut.
Wir sind so schwach und brauchen dich. Bei jedem Schritt, den wir gehen, laufen wir Gefahr uns von dir zu entfernen.
Wir lesen dein Wort, vielleicht schaffen wir es sogar, es im Kopf zu behalten und einige Wenige tun und handeln nach deinem Wort. Doch das ist ohne dich nicht möglich. Hilf uns, dass wir den heutigen Tag im Vertrauen auf dich und deine Führung beginnen und dem von Dir vorgesehenen Weg folgen. Nur so können wir in deiner Liebe bleiben und Frucht bringen.

Herr, Danke, dass du bei uns bist, dass du bereit bist unsere Schuld von uns zu nehmen, uns zu führen. Danke, dass du unsere Ohren öffnest und unsere Hand leitest und uns so hilfst, auch zu tun, was du sagst.

Amen

 

12. Januar


Siehe, Gott der HERR hilft mir; wer will mich verdammen?
Jesaja 50,9

Es gibt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
Römer 8,1

Was sind das für Worte? Welch ein Versprechen liegt darin? Aber können oder dürfen wir diese Worte so nehmen, wie sie da geschrieben sind? Kann ich mich einfach darauf berufen und tun und lassen was ich will?

Ich denke, so einfach ist es nicht.

Jesaja weiß sich berufen zur Verkündung von Gottes Willen und zum Aufrufen zur Umkehr zu Gott. Und während er dies tut, ganz nach dem Willen seines Herrn, weiß er, dass der HERR ihm hilft. So fürchtet er nicht die Gerichte der Menschen, die ihn verurteilen (wollen). ER weiß, dass er unter Gottes Urteil und Segen steht..... (von Kristin)

(von Inge) ja so ist es bis heute geblieben. Die Auserwählten und von Gott Berufenen werden nicht verdammt. Auch wenn wir gläubigen Menschen fehlbar sind, haben wir ein anderes Ziel durch Jesus Christus. Wir glauben an die Auferstehung und das ewiges Leben.

"Bittet und es wird euch gegeben werden, sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet werden! Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden."

Wir wünschen euch einen gesegneten Tag mit dem HERRN.



13. Januar

Mein Volk gehorcht nicht meiner Stimme. So hab ich sie dahingegeben in die Verstocktheit ihres Herzens, dass sie wandeln nach eigenem Rat.
Psalm 81,12.13


Jesus sprach: Es wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.
Lukas 15,7


Ich möchte heute dem Losungswort aus Lukas 15 ein paar Verse vorher Rechnung tragen. Nicht dass dieses Wort, nicht wichtig wäre, es ist die Grundlage, es zeigt uns Gottes Liebe zu uns Menschen. Doch die Worte vorher zeigen uns den Unterschied Jesu zu uns Menschen und unseren Urteilen.:

Schlechter Umgang steckt an.
Sag mir mit wem du gehst und ich sage dir, wer du bist.
Das sind Sprichwörter, mit denen wir groß geworden sind, die uns „helfen“, bei der Auswahl unserer Freunde unseres Umfeldes.
Das sind vielleicht auch die Worte, die die Schriftgelehrten im Kopf hatten, als sie Jesu Umgang mit Sündern und „Unreinen“ kritisierten.
Nun, Wenn man nicht genau hinschaut, nicht sieht, wer Jesus ist und warum er gekommen ist, dann muss man diesen Schriftgelehrten ja eigentlich Recht geben. Der Umgang formt uns Menschen Weil wir schwach sind. Hat das „Böse“, das Unrecht, die Gewalt etc. erst einmal Besitz ergriffen von einem Menschen, dann gibt er es an seine Umwelt weiter. Wir Menschen können uns dem nicht ohne weiteres entziehen. Dazu braucht es mehr, als den eigenen Willen.

Ich kann nur sagen, Gott sei dank, war Jesus nicht nur ein Mensch. ER hatte die Kraft, die Liebe, die Vollmacht Menschen zur Umkehr zu bewegen. ER brachte es fertig, dem sündigen Menschen den Spiegel vorzuhalten, er konnte den Menschen ihre Sünde aufzeigen, ohne sie dafür zu verurteilen, er konnte sie in Liebe annehmen und neue Wege, mit Gott, gehen lassen. Und das tut er noch heute. Heute ist er es nicht mehr selbst, in menschlicher Gestalt.

Heute ist es sein Geist, seine Liebe, die er Menschen, die ihn als Herrn angenommen haben, zu teil werden lässt. Heute dürfen wir wissen, auch guter Umgang steckt an! So sind wir, dank der Liebe und Kraft Gottes nicht verdammt, die Sünderstraße zu gehen, sondern wir können auch in einem „ungesunden“ Umfeld in der Liebe Gottes leben und SEIN Licht ausstrahlen. Wir sind als Christen dazu berufen, uns nicht zu verstecken, sondern unseren Weg mit Gott zu gehen, sichtbar, als Salz. Denn wir wissen nicht, wen unser Wandel aus dem Schlaf in der Gottesferne weckt und an die Seite Jesu beruft.
Ich bin dankbar, dass Christen sich nicht verstecken. Wie hätte ich sonst von Gottes Liebe erfahren? Wie hätte der Herr mein Interesse an seinem Wort wecken können, wenn nicht der Wandel rechtschaffener Christen mein Gewissen aufgerüttelt hätte.

Herr ich danke dir
für deinen Geist, der in uns wohnt,
für deine Liebe, die uns schützt, wenn wir unseren Weg in dieser Welt gehen.
Herr ich bitte dich,
lass auch mich ein Licht sein, dass Menschen den Weg zu dir erleuchtet.
Hilf mir, nicht urteilend durch Welt zu gehen. Schenk mir Deine Liebe, die annimmt und vergibt, deinen HlGeist, der erfüllt und ansteckt. Lass mich, nachdem du mir deine Liebe schenktest und mich mit meiner Schuld annahmst, ein Segen sein für andere, in meinem Umfeld, in meiner Arbeit, überall da, wo ich Menschen begegne.
Lass mich demütig bleiben vor dir.

Amen.

15. Januar


Siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht schon wüsstest.
Psalm 139,4

 

Wenn jemand meint, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern betrügt sein Herz, so ist sein Gottesdienst nichtig.
Jakobus 1,26

Herr, wir wollen dich mit David loben.
Du kennst uns, besser als wir selbst. Du weißt um unsere Schritte und unsere Wege, um unsere Übertretungen und fehler. Manchmal staune ich, wie kannst du uns noch lieben? Manchmal frage ich mich auch, wieso lässt du es zu, dass ich Fehler mache, gerade weil du sie schon weißt. Doch ich weiß aus deinem Wort dass mir alles zum Guten dienen wird und dass du selbst die größten Fehler mir und anderen zum Guten werden lassen kannst. Darauf verlasse ich mich, Ich vertraue Dir, denn du kennst mich, du hast mich gerufen und hast versprochen, du lässt mich nicht.

Herr, unsere Zunge können wir nur dir anvertrauen, wache über sie und hilf durch deinen Geist, dass wir sie für dich gebrauchen. Jeder Tag soll ein Gottesdienst sein vor dir. Dein Lob und die Verbreitung deines Wortes an Menschen, die dich brauchen, soll unser Gottesdienst sein. Über unser Hände und Gedanken wache bitte ebenso, denn nicht nur unsere Zunge kann uns von dir fernhalten.
Herr, wache über diesen Tag über unser Denken, Tun und Lassen. Du sollst Herr sein und deinen Namen wollen wir verherrlichen.

Danke, dass DU unser HERR bist.

Amen

16. Januar

 

HERR, verdirb dein Volk und dein Erbe nicht, das du durch deine große Kraft erlöst hast!
5.Mose 9,26

Paulus schreibt: Ich bin darin guter Zuversicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Christi Jesu.
Philipper 1,6


Ja, Gott hatte genug Grund, seinen Weg mit dem Volk Israel zu beenden. Sie haben ihn vor den Kopf gestoßen am laufenden Band. Mose fast diesen Weg hier noch einmal zusammen und erzählt seinen Leuten, wie er über 40 Tage und Nächte den Herrn bat, sein Volk nicht zu verlassen und der Vernichtung preiszugeben. Und Gott, er erhörte Moses Flehen. Es ist erstaunlich was Gebet bewirkt. Moses war Gott so nahe, wie kaum ein Mensch auf dieser Erde es jemals war. Er konnte es sogar wagen, Gott bei seiner Ehre zu fassen und ihn zu erinnern, dass er sein Volk bis hierher geführt hat.
Ziemlich mutig. Ich glaube nicht, dass ich es wagen würde, so mit Gott zu reden. Aber ich bin auch nicht Moses.

Aber eine andere Aussage sticht hervor aus diesen Bibelstellen. Gott ist treu, trotz unserer Untreue, was er anfängt, wird er vollenden. Er hat mich gerufen, er wird mich führen, er wird mich nicht verlassen, er wird mich wieder annehmen, wenn ich mich nach Abkehr wieder zu ihm wende.
Naja, bei dem letzten Punkt habe ich schon Angst, dass er sich irgendwann abwendet und mir sagt Du hattest genug Chancen. Es wäre nach menschlichen Maßstäben verständlich so zu reagieren. Aber Gott sei dank, ist er nicht Mensch sondern Gott und das Maß seiner Liebe und Vergebung zu uns Sündern ist unermesslich groß. Und so bete ich jeden Tag aufs neue, dass seine Liebe mich trägt, mich formt und umgestaltet, nach seinem Bild. Dass er mir die Demut schenkt, mich führen zu lassen und nicht meinen Kopf durchsetzen zu müssen.

Danke Herr, für deine Liebe und Gnade zu uns Menschen. Danke, dass wir immer wieder von unseren Irrwegen umkehren dürfen zu dir und dass du uns vergibst und uns aufs neue annimmst.
Bitte hilf uns, dass wir an deiner Seite bleiben und immerfort deine Nähe suchen – denn darin liegt unsere Kraft und Stärke. Allein finden wir den Weg nicht, der zu dir führt.
Wir wollen uns berufen (immer wieder neu) auf dein versprechen, dass du das was du mit uns begonnen hast zuende führen wirst. Das gibt uns die Sicherheit, nicht verlassen von dir zu sein, wenn der weg zu ende zu sein scheint. Schenke uns Geduld und offene Sinne, deinen Weg mit uns zu erkennen und Füße, die ihn mit dir gehen wollen. Und Hände, die zu deinem Lobe schaffen und ruhen, sich öffnen, dich anzubeten und dir zu danken, sich öffnen um deine Liebe anzunehmen und zu halten und sich öffnen um sie weiterzugeben, an Menschen die du rufst.
Danke, dass du da bist, uns liebst und vergibst.
Danke, dass du uns führst und unser Licht bist auf dem Weg, den du uns vorgegeben hast.

Du bist mein HERR.
Amen

17. Januar

 

Mit fröhlichem Schall verkündigt dies und lasst es hören, tragt's hinaus bis an die Enden der Erde und sprecht: Der HERR hat seinen Knecht Jakob erlöst.
Jesaja 48,20

Alle Zungen sollen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
Philipper 2,11

Jetzt hab ich die betreffenden Stellen dieser Zitate im Zusammenhang aus dem sie genommen sind nachgelesen. Schön. Aber wo ist der Sinn, der Inhalt den sie heute für uns haben? Ich will ihn suchen.

Das erste Zitat stammt aus der Geschichte Israels mit Gott, Das Wort galt für diejenigen die nach der Befreiung aus der Gefangenschaft Babels nicht von dort gehen wollten, sondern dort blieben. Sie sind aufgerufen heimzukehren nach Israel, nicht an dem Ort ihrer Ketten zu bleiben. Auf uns heute übertragen könnte Gott uns sagen: Ich habe euch gerufen, ich habe euch erlöst, befreit von den Ketten eures bisherigen Lebens, lasst die Ketten der Sünden los, ändert euch und strebt nach einem Leben unter dem Vorbild Jesu.
Oder was bleibt ihr in dem Gestrüpp eurer Verstrickungen und Sünden? Tretet heraus und lobt den der euch erlöst hat. Freut euch und erzählt von dem Wunder das der Herr an euch getan hat.

Ich finde, das sind starke Forderungen, berechtigte Forderungen an ein Kind Gottes, aber in unserem Dasein schwer zu erfüllende. Wir sind es gewohnt zu jammern, wenn wir etwas können, dann ist es laut klagen über das Elend in unserem Leben, zur Schau zu stellen wie gut wir sind und wie schlecht unsere Umwelt. Damit müssen wir brechen, sagt uns das Wort. Unser Lied könnte heißen: der Herr hat mich erlöst, er hält mich und führt mich, was brauche ich zu klagen, alles was in meinem Leben heute noch geschieht ist unter des Herrn Hand, ich will ihn loben und dankbar annehmen, was er mir beschert.

Das zweite Zitat aus dem „Brief der Freude“ sagt uns genau das. Paulus freute sich über die Philipper, über ihren Glauben ihre Tiefe im Vertrauen. Er äußerte sich traurig darüber, dass diese Menschen, die Gott so lieben und zu seiner Ehre leben wollten, leider so zerstritten zu sein schienen, in der Art und Weise des Auslebens ihres Glaubens und ihrer Liebe zu Jesus. ER will auch uns daran erinnern, dass ALLE ZUNGEN bekennen sollen und das einmütig. Es gibt keinen Grund zum Streit.

Wir sind alle einzigartig und besonders geschaffen, jeder von uns hat auf seinem Weg eigene einzigartige Begegnungen gehabt mit Gott. Diese Erfahrungen prägen uns und auch unser Lob und unsere Aussagen über Gott und seine Leibe und Zusagen zu uns. Ich denke, wenn wir hinhören, weg von uns selbst und unserer Überheblichkeit und Arroganz, dann können wir hören, dass auch die Lieder der anderen Christen Gott als Mittelpunkt haben und ihn loben.

Jesus, Du bist Herr. Das blende ich oft aus. Ich danke Gott für seine Güte und Gnade, ich bin froh und glücklich, dass ich mich Gottes Kind nennen darf. Heute will ich besonders dir danken, denn ohne dich und dass was du für uns Menschen getan hast, dürfte ich mich nicht so nennen, ich wüsste nicht wie ich die Schuldenberge tragen sollte, ich wäre vermutlich schon zerbrochen. JA, Du bist Herr, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Amen

von Kristin


18. Januar

 

Bleibe in der Unterweisung, lass nicht ab davon; bewahre sie, denn sie ist dein Leben.
Sprüche 4,13

Hab Acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken! Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören.
1.Timotheus 4,16


Zwei Verse, dem Sinne nach Ratschläge bzw. Hinweise eines Vaters an den Sohn. Doch sehr wohl auch Hinweise unseres Himmlischen Vaters an seine Kinder. Der zweite Losungsvers sowohl an Amtsinhaber als auch an Eltern.

Es ist ein Geschenk, dass wir um Gottes Liebe und Nähe zu uns wissen dürfen. Wie reich war der Segen, als Gottes Liebe uns ergriff und bewusst wurde.

Nun, in der Zeit danach haben wir Verantwortung.
Verantwortung das erlangte Heil nicht wieder zu verlieren, dass wir nicht wieder vom richtigen Weg abkommen und in die Finsternis geraten.
Verantwortung aber nicht nur uns selbst gegenüber sondern auch gegenüber denen die zu uns aufsehen, und auch gegenüber denen, mit denen wir in unserem Leben Kontakt haben.

Wir begegnen täglich so vielen Menschen in so vielen verschiedenen Situationen. Wir sollten immer ein Beispiel sein, für Gottes Gegenwart für Gottes Segen, seine Liebe. Das ist nicht einfach und gelingt mit Sicherheit nicht immer, oder sogar nur selten. Trotzdem sollen wir Sein Wort als Leitspruch bei uns tragen, dass es uns erinnert an unsere Verantwortung.

Es würde mich sehr traurig machen, wenn ich erkennen müsste, dass ein unbedachtes Wort einen Menschen vertrieben hat, ich ihm durch mein falsches Handeln die Möglichkeit genommen hätte, Gottes Gegenwart in seinem Leben zu erkennen. Wer bin ich denn in Gottes Getriebe? Vielleicht das kleinste Rädchen. Aber auch du und ich sind Rädchen im System der Liebe Gottes. Wir sollten Acht darauf haben, dass wir die Wartungsarbeiten Gottes nicht sabotieren, weil wir meinen schon alles zu wissen oder seinen Rat nicht zu brauchen, weil wir meinen es alleine zu schaffen.

Herr, immer wieder zeigt dein Wort, wie wichtig Demut vor dir ist. Lass mich immer bereit sein dein Wort zu erkennen und den Weg, den du vorgesehen hast. Hilf mir in deinem Wort zu bleiben, damit mich deiner würdig erweise und ein Licht sein kann, für die, die mir begegnen. Oder eine Lampe, die dein Licht in sich trägt, dessen Schein den Weg erhellt.

Hilf mir, dass ich nur dich und das was mir von dir anvertraut ist und nicht mich wichtig nehme. Dir gebührt die Ehre und Anbetung in Ewigkeit Herr.

Amen


19. Januar

 

Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.
Jesaja 50,6

Jesus sprach: Bittet für die, die euch beleidigen.
Lukas 6,28

So erhört Gott Gebete.
Immer wieder erleben wir, wie Menschen andere verletzen oder misshandeln. Manchmal „nur“ mit Worten und Beleidigungen, manchmal durch Taten.
Vielleicht ist mein Beginn ein wenig verwirrend, aber ich musste genau das in letzter Zeit auch beobachten und aushalten. Ich bat Gott um eine Antwort, die mir sagt, wie soll ich damit umgehen, muss ich alles widerstandslos aushalten, mir alles gefallen lassen?
Heute morgen ist die Antwort da. Nicht unbedingt die, die ich hören wollte, aber eine Antwort. Diese Art Gottes, mir zu antworten ist mir schon öfters begegnet und hat mir immer Kraft gegeben, sofern ich mich darauf verlassen habe. So will ich auch diese Antwort als den Weg des Herrn ansehen, den ich gehen soll.

Immer wieder, durch die ganze Bibel hindurch, finden wir diese Zeugnisse, dass nicht Widerspruch und Rache, sondern allein Liebe und Geduld mit den Menschen uns den Frieden mit Gott bringen. Die Fähigkeit zu dieser Liebe schenkt uns der HERR. Nur im Herrn und in seinem Licht vermögen wir zu vergeben, was Menschen uns antun.
Entfernen wir uns nur ein kleines Stück von Ihm, beginnen wir zu spüren, wie der zugefügte Schmerz Wut auslöst und diese dann zu Hass und zu unbedachten Worten und Taten führen kann.
Wie schmerzlich ist es, danach zu erkennen, dass man sich mit Gedanken, Taten und Worten an Gott und Menschen versündigt hat.
Und wie tröstlich, dass der HERR uns trotzdem in Liebe wiederannimmt und uns vergibt. Wie erlösend ist es, sich dann auch vor den Menschen, die man verletzt hat, als fehlerbehafteter Mensch zu bekennen und um Verzeihung zu bitten, gleichwohl in dem Wissen, dass die Vergebung durch Jesus das ist, was uns von der Schuld erlöst.

 

Aber mal unter uns, ich trage keinen Heiligenschein, ich finde es ausgesprochen unerträglich , mich anspucken oder treten lassen zu müssen, allein eine ausgesprochene Beleidigung ist so schwer auszuhalten, dass es fast unmöglich ist, dieser nicht mit Protest und Widerworten zu begegnen.
Doch es ist für mich ausgesprochen tröstlich, all die zugefügten Verletzungen vor Gott bringen zu dürfen und von ihm Kraft und Liebe zu erhalten, die mir ermöglichen, anders als gewohnt zu reagieren. SEINE Liebe kann unsere Verletzungen heilen, Ganz in seine Liebe eingehüllt, habe ich sogar schon erleben dürfen, dass diese Beleidigungen und schändlichen Worte mich gar nicht treffen können. Ich wünsche mir, dass es immer so ist. Denn dann kann ich ohne Groll in mir Jesu Wort folgen und für die bitten, die mir Schaden zufügen.

Herr, alle Last lege ich vor dich, die Last der Sünde, die ich täglich auf mich lade und die Last die ich scheinbar an anderen zu tragen habe. Ich lege vor dich all die Wut, den Schmerz, die Rachegedanken und die erlittenen Verletzungen. Ich traue auf dich und deine Macht, mich zu heilen. Schenke mir ein Herz, das zur Liebe fähig ist zu den Menschen, die ich nicht ertragen will und mach mich zu einer leichten Last, für die Menschen die an mir zu tragen haben. DU bist der allmächtige HERR, dem ich nie zu schwer werde. Ich danke dir, Jesus dafür dass du mich befreit hast von meiner Sünde, dass du sie von mir genommen hast und trägst. Vergib mir, dass ich dich so schwer an mir tragen lasse und hilf mir, dass ich deinem Weg folge.

Erfülle mich mit Demut, Geduld und Liebe, steh mir bei in den heutigen Anfechtungen, du hüllst mich ein und bist mein Schild und Schutz.

AMEN

20. Januar


So spricht Gott der HERR: Kehrt um und wendet euch ab von euren Götzen.
Hesekiel 14,6

Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
Lukas 16,13


Was bedeutet Götzen? Was sind unsere Götzen?

Mein Sein war lange gebunden z. B. an den Wunsch nach Reichtum, Unabhängigkeit, Recht haben müssen. Und ist es zum Teil auch heute.
Ich kann mich nicht vor der Tatsache verschließen, dass mich oft andere Mächte kontrollieren und ich meine Entscheidungen nicht nach Gottes Ratschluss treffe.
Ich habe natürlich Gründe dafür, ich würde Gott nie in Frage stellen als HERRN. Verlogen! Ja das bin ich. Auf meinen Vorteil bedacht. Ist es denn schlimm, wenn ich meine Schärflein ins Trockene bringen will? Sagt Gott nicht auch, hilft dir selbst. Ist nicht am Ende sich jeder selbst der Nächste?

Ich habe meine Gründe, wenn ich meiner Familie 100 Euro unterschlage, ich kann sie ja für Losungen und Liederbücher ausgeben und etwas Gutes tun, davon in die Kollekte geben. Dann habe ich Gottes Willen befolgt und etwas für meine Seele getan. –Was für ein Selbstbetrug! - Habe ich damit nicht Gott verraten? Ich habe ihm nicht vertraut. ER soll mein Herr sein und in seiner Hand bin ich doch am sichersten aufgehoben, was wäre wohl passiert, wenn ich den Inhalt des kleinen Briefchens allen gezeigt hätte? Nun, wahrscheinlich hätte ich teilen müssen. Nun hatte ich alles, ich konnte entscheiden was ich damit tue.

OH wie dumm war ich. Wie unüberlegt meine Handlung. Ich rede mich heraus, es war ja nicht so wichtig, ich habs vergessen, es zu erzählen, wir hatten ja so gestritten an dem Tag. Und dann war das Geld in meiner Tasche. Und als ich es dann für Gottes Wort ausgab, hab ich mich so gut gefühlt, es war ja so richtig. Ich sitze jetzt hier am PC und sehe diese Worte. Ich bin ja ein guter Christ, der nicht stiehlt, nicht lügt und niemanden hintergeht. Ein Christ, dem Gott das Höchste ist. Mein Urteil für den Menschen der so gehandelt hat? Ein Betrüger und Dieb, hinterhältig und verlogen, Mindeststrafe? Ohje... wie urteile ich gerecht über meine eigenen Untaten?

Fakt ist: ich habe Gott verraten, das Geld war wichtiger, ich habe meine Familie verraten, das so wichtige Vertrauen meines Mannes enttäuscht. Ich habe mich selbst betrogen um die Freude, gemeinsam etwas schönes zu erleben mit meiner Familie.

Fakt ist: ich habe Vergebung nötig jeden Tag und immer wieder. Es wird noch lange dauern, bis ich keine Götzen mehr habe, die sich zwischen Gott und mich drängen. Ob ich jemals sagen kann, ER ist der Einzige und der Höchste? Ich bin traurig, das ich so an Gott und Menschen gesündigt habe. Wie sehr brauche ich Vergebung. Wie sehr brauche ich SEINE Liebe und Führung.
Ich danke dem HERRN, dass er meine Augen öffnet, mich sehen lässt, wo ich falsch liege und dass ich ihn als meinen Schöpfer brauche. Ich danke ihm, dass er bereit ist, mich zugestalten und diese schlimmen Ecken und Kanten an mir abzuschlagen. Ich will auf IHN vertrauen und mir seine Schule gefallen lassen.

Ich habe meinen Fehler bekannt kurz danach vor meinem Mann und nun trage ich die Schuld, seinen Zorn über meine Gier und mein Misstrauen. Ich hatte mich natürlich herausgeredet mit den fadenscheinigen Erklärungen von oben.
Heute sitze ich hier und begreife das Ausmaß meiner Handlung und bin noch nicht in der Lage um Vergebung zu bitten, ich begreife gerade, wie sehr ich Gott damit verraten habe.

Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!
JA HERR. Ich habe gesündigt. Vergib mir und lass mich zu dir kommen, lass mich erkennen, wo der eigentliche Fehler lag. Lehre mich dir zu vertrauen, immer. Schlag als mein Schöpfer und Gestalter die Teile von mir ab, die mich solches tun lassen und bitte, schenk mir die Gewissheit deiner Vergebung. Öffne mein Herz, dass ich deine Vergebung auch annehmen kann. Du kennst mich und weißt wie gern ich mich in meiner Schuld wälze und fromm bereuen und büßen will. Nimm dieses falsche Leiden wollen von mir, denn es dient nur meinen glorreichen Heiligenschein.

DU bist mein HERR, ich will keine anderen Götter haben neben dir.
Amen

21. Januar


Ich freue mich deines Heils.

1.Samuel 2,1

Jesus sprach: Freut euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.
Lukas 10,20

Freude! Worüber?
Hanna stimmt einen Lobpreis an. Einen Lobpreis als sie ihren Sohn Samuel zu Gott bringt, um ihn als geheiligt dem Herrn, im Tempel, bei den Priestern leben zu lassen.
Wir erinnern uns an diese Episode?

Hanna war kinderlos und litt sehr unter diesem Makel und unter dem Spott, dem sie deshalb ausgesetzt war. Sie kam an den Tempel und betete und gelobte, das Kind das der Herr ihr schenken würde, zurückzugeben für ein Leben für den Herrn.
Was für eine Frau, wie viel Stärke bewies sie, als sie ihr Gelübde erfüllte. Könnte ich das? Mein Kind, noch so klein, jemand anderem überlassen, der es erzieht?

Hanna war so voll Liebe und Dankbarkeit, keine Zweifel über die Richtigkeit ihres Tuns sondern Gewissheit. Sie war sich bewusst darum, dass das was Gott uns zur Verfügung stellt, auch unsere Kinder, nicht unser sind sondern SEIN. Sie dankt nicht dafür, dass sie ein Kind hat, sondern dafür, dass Gott sie wohlwollend angesehen hat, dass er sie für würdig ersehen hat, eine Zeit die Verantwortung für einen seiner Gedanken, Geschöpfe tragen zu dürfen. Sie wusste, dies Kind gehört nicht ihr, sondern ihm.

Sind wir uns dessen bewusst? Wenn überhaupt, dann viel zu selten, zumindest was mich angeht. In der Erziehung geht es oft darum, wer von den Eltern gerade Recht hat und oft steht die Frage im Raum, wer mehr Rechte hat. Der Vater, der für das leibliche Wohl sorgt, die Mutter, die sich um den vollen Bauch, die gepackte Schultasche, sie saubere Wäsche
kümmert, die Zeit mit dem Kind verbringt, wenn der Vater arbeitet. Kennt ihr das? Wie falsch liegen wir da. Kinder sind uns nur anvertraut, wir haben die Aufgabe zugesprochen bekommen, diese Geschöpfe unseres Herrn eine Zeit zu begleiten, ihnen den Weg zu weisen.
Dann müssen sie selber laufen und uns bleibt es nur, den erhaltenen Auftrag zurückzugeben an den Herrn.
Mir bereitet dieser Gedanke Schmerzen, ich will das noch nicht wirklich wahr haben.
Wie groß war die Demut der Hanna.

Doch eins bleibt, die Freude. Die Freude, dass auch mich der Herr ausgewählt hat, sein Geschöpf zu begleiten, dass ich als fähig erwählt wurde, einem Kind den Weg zu weisen, zu IHM.

Herr, lass mich demütig bleiben vor dir. Lass mich nicht vergessen, dass alles was ich habe DIR gehört und nicht mir, lass mich nicht vergessen, dass ich irgendwann vor DIR steh und Rechenschaft ablegen muss. Hilf mir, mich DEINES Vertrauens würdig zu erweisen.

Du hast mir nicht nur ein Kind anvertraut. Ich trage Verantwortung wo ich gehe und stehe - für alles und jetzt da ich DICH in deiner Macht, Liebe und Geduld kennen lernen durfte, auch und in Besonderem Maße für das was ich sage und tue. Denn du hast mich erwählt, dir zu dienen. Hilf mir mich würdig zu erweisen an dem Platz an den DU mich gestellt hast, in
dieser Welt.

Herr, du hast mich gesegnet mit reichen Gaben, ich freue mich wie deine Jünger, über das was ich durch DICH kann und tun darf. Doch nicht das soll meine Freude sein, sondern DEINE Gnade und Vergebung, DEIN Geschenk an mich, dass ich einst bei DIR sein darf. Begleite mich auf
meinem Weg zu DEINER Herrlichkeit. Halte mich fest, dass ich nicht abkomme von DIR,
denn DU bist der Weg und die Wahrheit und das Leben.

AMEN


22. Januar


Siehe, wie Ton in der Hand des Töpfers, so seid ihr in meiner Hand.
Jeremia 18,6

Paulus schreibt: Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich so?
Römer 9,20

Hm.
Schön, das wird leicht, dachte ich, als das heutige Losungswort eben las.
Ohje – sage ich jetzt, nachdem ich die Verse in ihrem jeweiligen Zusammenhang gelesen habe.

Jeremia erhält Anschauungsunterricht in einer Töpferwerkstatt. Gott verdeutlicht ihm, wie ER über den Menschen steht und über das Sein oder nicht Sein seines Volkes entscheiden kann. Find ich sehr schwer zu erfassen. Gott sagt, er könne mit den Königreichen so verfahren ,wie der Töpfer mit dem Ton. Was missrät würde eingestampft und neu gebaut. Dabei würde ER wohl darauf achten, ob das was schlecht erscheint, tatsächlich schlecht ist oder sich bekehren kann. Und ob das was gut erscheint, tatsächlich gut ist, oder ob es abfällt und den versprochenen Segen nicht verdient.
Ursprünglich war ich voll Freude, denn ich bin mit Freude Ton in der Hand des HERRN, ich will von IHM gestaltet und geformt werden, ich will alles Schlechte loswerden, ich will nach SEINEM Willen geschaffen sein, ohne Ecken und Kanten.
Was mir jetzt Schwierigkeiten bereitet?

Wahrscheinlich der Gedanke, verworfen werden zu können. Es macht mir Angst, am Ende als nicht gut befunden zu werden. Nach meinem Maßstab bin ich ja auf dem Weg ein gutes Töpferwerk zu werden. Nur bin ich es auch nach Gottes Vorstellung von mir.
Jetzt kommt ein weiterer Wesenszug meiner zum Vorschein, der mir immer wieder Schwierigkeiten bereitet: Ich denke, ich könnte etwas tun um Gottes Vorstellung zu entsprechen.
Aber ich kann nichts tun, außer meinen Eigenwillen aufzugeben, damit Gott mich tatsächlich so gestalten kann, wie ER will. Nur dann kann ich gelingen. Da aber wären wir beim zweiten Losungswort. Wer bin ich denn dass ich da mitreden will. Was weiß ich denn wie Gott mich haben will. Ich habe doch keine Ahnung wo Gott mich haben will, welche meiner Kanten die mir gefährlichste ist. Das weiß allein GOTT. Ihm will ich mich unterwerfen und mich nach seinen Gedanken gestalten lassen.

Ein Punkt mit dem ich immer wieder kämpfe ist das Rauchen. Ich rauche jetzt bestimmt 20 Jahre. Ich will sooft aufhören. Aus mir selbst schaffe ich es nicht. Ich habe den Gedanken, der sagt mit Gottes Hilfe wird auch das möglich sein. Das ist eine Kante an mir, von der ich glaube, dass sie unbedingt weg muss. Jetzt tue ich nach jedem missglückten Versuch, was eigentlich kein wirklicher Versuch war, höchstens eine Idee, das gleiche. Ich rechte mit Gott und sage, ja wann willst du mir dieses Laster abnehmen, es ist doch offensichtlich, dass das nicht gut ist. Jetzt steht dieses Thema wieder auf dem Plan. Werde ich es schaffen aufzuhören?
Der Fehler steckt im Detail. Wer hat bei diesem Thema Macht über mich? Ich befürchte, Gott habe ich sie nicht überlassen. Mein Denken sagt, ich will das einzige, was ich selbst entscheide, wo mir keiner reinreden kann, nicht aufgeben. Da steckt soviel Gottesferne noch drin.
Mir bleibt im Moment nur eins. Betet mit mir dafür, dass ich diesen Eigenwillen abgebe, ihn mir nehmen lasse, mich unter SEINEN Willen beuge und mich auch hier gestalten lasse, nach SEINEM Bild, ohne Widerwillen. Betet mit mir, für Hoffnung, für Freude auf das was sich dadurch neues für mich auftun kann.

Seid Gott befohlen. ER wache über uns alle am heutigen Tag und schenke uns Mut und Vertrauen in sein Wort.


23. Januar


Ich habe die Erde gemacht und den Menschen auf ihr geschaffen.
Jesaja 45,12

Jesus sprach: Alles ist mir übergeben von meinem Vater; und niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will.
Matthäus 11,27

ER hat die Erde gemacht und den Menschen auf ihr geschaffen. Das wissen wir. Warum ist es immer wieder nötig dass der HERR uns das erneut sagt und ans Herz legt?
Warum hat er es in Jesaja wiederholt? ER hatte dem Volk Israel die Befreiung aus Babel angekündigt – durch einen Heiden. Das war nichts für den Hochmut der Israeliten, die sich doch vor der Welt als etwas besonderes sahen. Sie waren es ja auch, durch Gottes Versprechen an Abraham. So wie wir es sind in der Erwählung und Nachfolge unseres Herrn Jesus Christus. Aber wie groß ist die Täuschung, wenn wir glauben, dass Gott nur durch sein Volk Geschichte schreibt. Israel hatte zu lernen, dass Gottes Hand alles möglich macht durch jeden, den er erschaffen hat. Israel musste sich demütigen unter die Hand eines Heiden, der nach Gottes Plan ihnen die ersehnte Rückführung in die Heimat bringen sollte.

Warum wiederholt ER es für uns? Ich denke auch hier ist unsere Demut angesprochen. ER ist der HERR und unter SEINEN Willen haben wir uns zu stellen. ER hat uns noch anders als sein erwähltes Volk mit barmherzigen und liebenden Augen angesehen. Wie können wir, anders als ER, unsere Mitmenschen ansehen und glauben, dass wir besser seien. NEIN, das sind wir nicht. Kein bisschen. Laut sollte unser Lob erklingen vor IHM und vor dem Menschen.
Oh das ist schwer für mich. Wie sehr stehe ich doch noch unter dem Zwang, den Menschen zu gefallen. Wie groß ist noch die Scham, die Angst verlacht zu werden. – und wie unnötig.
Gott schenkt soviel Freude. Ich erlebe in meiner Arbeit immer wieder dass seine Hand mich begleitet und scheinbar auch seine Liebe in mir leuchtet. Falsche Scham oder falscher Hochmut ? – Was hindert mich zu bekennen, dass der Glanz, der anderen Freude an mir und meiner Arbeit schenkt, aus dem Widerschein des Licht des HERRN herrührt und nicht aus mir selbst kommt.

HERR ich bitte DICH, schenke mir heute und immer wieder Mut, Kraft und vor allem Demut, DICH zu bekennen vor den Menschen, als meinen HERRN, mein LICHT, meine Kraftquelle.
Nimm mir die Angst, verlacht zu werden, denn nichts kann mich beleidigen oder verletzen, ich darf alle lieben und als Deine Geschöpfe erkennen. DU hast die Erde und die Menschen geschaffen.

Jesus, der besondere Mensch. ER schenkte sich selbst, damit wir zu Gott kommen können. Welche Erkenntnis ist nötig, ihn anzunehmen als Weg und Wahrheit.
Mein rebellischer Geist wehrt sich dagegen und doch weiß mein Herz, dass ER es war, der es berührte, öffnete und lieben lehrt. Allein das Wissen, dass es GOTT gibt, hat mich nicht erlöst, hat mir keinen Frieden geschenkt. Erst das Erfassen SEINER Gnadentat machte mir den Weg zu GOTT frei. Und wie oft muss ich IHN in Anspruch nehmen. Das ist der Punkt an dem mein Geist sich aufbäumt. Immer wieder muss ich klein werden und bekennen, dass ich ohne ihn nicht weiterkomme, dass ich, allein unterwegs, mich immer wieder anstoße an der Welt.
Niemand kennt den Vater, als nur der Sohn. Nur seine Liebe und sein Werk bringen die Erlösung von unserem Hochmut und Stolz,
Wie froh bin ich den Sohn kennen zu dürfen und sagen zu dürfen: ER kennt mich und ich bin eins seiner Schafe. Ich darf mit der Gewissheit durchs Leben gehen, dass er seine Herde lassen wird, um mich zu finden, wenn ich mich verirre, von der Herde abweiche und stürze. ER wird mich finden und tragen.
Nichts, worauf ich mich ausruhen kann, keine Tür zum Sündigen, aber die Sicherheit vertrauensvoll durch den Tag zu gehen und nicht verworfen zu werden wenn ich doch einen Fehltritt tue. Die Sicherheit durch IHN in GOTT geborgen zu sein.

Danke, für diesen Tag, den DU schenkst, für die Han,d die DU reichst, den Weg, den DU mir heute auftust und die Begleitung, die DU heute schenkst.

AMEN


24. Januar

 

Seid nicht bekümmert; denn die Freude am HERRN ist eure Stärke.
Nehemia 8,10

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!
Philipper 4,4

Freude
Bisher freue ich mich nicht.. Es ist früh am Morgen. Ich bin müde. Der gestrige Tag hängt mir noch nach. Da gab es am Abend keine Freude, nur Frust und neue Sorgen. Die Oberflächlichkeit der Menschen, mit denen ich Kontakt hatte, ließ mich nicht zur Ruhe kommen.

Freude
Ich arbeitete derzeit mit Menschen, die vergessen haben, was Freude ist. Menschen in unendlicher Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit. Es macht auch mich traurig, zu erleben, wie groß das Leid der Menschen sein kann, wenn sie unter der Vergangenheit, unter Verlusten, Einsamkeit oder einfach unter den Anforderungen des Lebens zusammenbrechen. Trauer und Schmerz haben etwas unglaublich ansteckendes. Da hindurch zugelangen, ohne zu versinken, ist sehr schwer und braucht einen festen Stand und Halt.

Wo ist die Freude?
In dem HERRN!!!!!!! Freuet euch in dem HERRN allewege! sagt Paulus.
Die Freude in dem HERRN ist eure Stärke. sagt Nehemia.

HERR, ich ergreife DICH bei DEINEM Wort.
DU schenkst Freude, DU schenkst Kraft, DU öffnest die Türen. DU bist und gibst die LIEBE und FREUDE in meinem Leben.
Ich lege alles vor DICH und übergebe es DIR und DEINER MACHT. DU bist HERR über mein Leben. DU kennst mein Zuhause, meine Sorgen, meine Schmerzen. Ich weiß, du gibst mir nicht mehr zu tragen, als ich schaffen kann.
Ich bitte DICH immer wieder um Führung und Geleit, ich bitte DICH immer wieder um Befreiung aus meinen Sorgen.
Heute bitte ich DICH, öffne mir die Augen, für das was DU in meinem Leben ändern willst. Lass ich annehmen, was DU für mich vorgesehen hast. Nimm mir den Schmerz, den Verlust und Ende mit sich bringen und schenke mir die Freude, um mit DIR diesen Tag zu erleben.
Schenke mir die Demut, mich unter DEINEN Willen zu beugen und ihn anzunehmen. Schenke mir Kraft, nicht aufzugeben, und schenke mir Geduld, dass ich nicht vorschnell handle, sondern warte auf das, was DU mir zu sagen hast.

Heute sagst DU, freue dich.
Nun HERR, ich will es tun. Ich will mich freuen, über DEIN Erbarmen, DEINE Liebe zu mir, DEINE Gnade in meinem Leben. Heute will ich die Freude mitnehmen zu den Menschen, die mir begegnen. HERR, DU schenkst die Freude, und DU gibst den Segen, diese Freude weiterzugeben. Damit will ich in diesen Tag gehen.

HERR, einen neuen Tag hast DU geschenkt, und ich freu mich, HERR an und in DIR.

AMEN

25. Januar


Auf dich, HERR, mein Gott, traue ich! Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich.
Psalm 7,2

Jesus sprach: Ich will euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Gegner nicht widerstehen noch widersprechen können.
Lukas 21,15

Der größte Kampf, den wir zu bestehen haben, immer wieder, ist nicht der mit unserer Umwelt und Umgebung. Nein, der größte Kampf tobt in uns.
Wer gegen wen?
Unsere errettete Seele, die um Gottes Liebe, Gnade und Vergebung weiß - gegen - Ja, gegen was?
Die inneren Stimmen, die uns zweifeln lassen wollen, die so gern auf das hören, was unsere Umgebung uns sagt, die so gern laut aufschreien, wenn uns Unrecht widerfährt, der alte Mensch in uns, der das Feld nicht räumen will.

Woher kriegen diese inneren Kämpfer ihre Nahrung und Stärke?, wie kommt es, dass den einen Tag der HERR mit uns zu sein scheint und andere Tage nicht?

Die Nahrung für unser Inneres ist das was auf uns einfließt und stärkt den jeweiligen Kämpfer, in dem Maß, in dem wir in unserem Inneren Raum dafür haben und lassen.
Das ist zum Einen GOTTES Wort und Begleitung, die wir persönlich im Gespräch mit ihm und auch durch die Gemeinschaft mit anderen erfahren dürfen.
Zum anderen erhält die andere, von uns eigentlich wenig gemochte, Seite ihre Kraft aus Streit, aus bösgemeinten Worten, aus Verletzungen die uns zugefügt werden, aus Einsamkeit und Trauer, aus Zweifel und Wut, aus der Umwelt, in der wir uns bewegen.

Immer wieder erfahre ich, dass im Grunde ich selbst verantwortlich bin ,für das, was in mir Raum einnimmt.
Ein einziger Streit genügt oder das Hören eines bestimmten Menschen, der in seiner Art meinen Widerwillen hervorruft oder Gedanken des Hochmuts.
Und schon fällt das Gleichgewicht meiner inneren Machtverhältnisse.
Die so zarte Pflanze der Liebe Gottes in mir braucht so unendlich viel Schutz und Bewahrung. Nur mit Gottes Liebe, Licht und Geduld kann sie wachsen und den alten Menschen in mir besiegen.
Ich danke GOTT für seine Bewahrung dieser kleinen Pflanze, denn ich könnte sie nicht behüten, ich bin zu wankelmütig, zu viel Raum hat die andere Seite.
Wo liegt nun meine Verantwortung? Im Vertrauen und im Festhalten an GOTT, im immer wieder neues Annehmen der liebenden Tat JESU, im täglichen Bekennen meiner Fehlbarkeit und im vertrauensvollen Stellen unter SEINE Hand und Führung.
Im vertrauensvollen Wissen, dass was auch immer mich erschüttert in GOTTES Hand liegt und dass ich teuer erkauft bin und dass solange ich diese SEINE Hand festhalte nichts mich von IHM lösen kann.
Jeder wie auch immer verlorene Kampf bringt mich näher zu ihm. Das Böse in mir hat keine Macht, wie auch immer es sich aufbäumt und mir das Gegenteil beweisen will. Jeder verlorene Kampf ist ein Sieg. Ein Sieg über mich!

Danke, HERR für DEIN Wort, danke, dass wir wissen dürfen, dass DU in uns für uns kämpfst. Die Verse heute sind Ermutigung und Trost. Mit DIR kann unser innerer Gegner nicht siegen, DU machst ihn stumm, nimmst ihm die Macht. Zu DEINEM Lob und DEINER Ehre muss er weichen. Keiner kann DIR widerstehen.
Danke für DEINEN HL. GEIST, der unsere Glaubenspflanze bewahrt, schützt, umsorgt, düngt und gießt, dass sie wachsen kann, trotz aller Anfechtungen und Zweifel. DU bist HERR, auch über unsere Zweifel und Ängste, über unsere Wut und unsere Gedanken. Nichts kann DEINE Kinder trennen von DIR.

AMEN


26. Januar


Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den HERRN, dass ich verkündige all dein Tun.
Psalm 73,28

Jesus sandte die Zwölf aus, zu predigen das Reich Gottes und die Kranken zu heilen.
Lukas 9,2

Da ist sie wieder, die Freude.
Der Beter schreibt am Ende des Psalms 73: „dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den Herrn, dass ich verkündige all sein Tun.“
Und er hat Recht! Das schenkt Freude.

Er hat gelitten unter der Gottlosigkeit seiner Umwelt und darunter, dass Gott dies nicht zu strafen scheint. Nein im Gegenteil, die Gottlosen um ihn herum scheinen um so vieles reicher beschenkt zu sein, als die Menschen, die Gott suchen und nach seinem Willen leben wollen.

Dieses Erleben ist uns nicht fremd, vielleicht etwas allgemeiner: wir schauen uns um und sehen Menschen die mit allem durchzukommen scheinen: Sie lügen und betrügen zu ihrem Vorteil und fliegen nicht auf, sie stehlen und schwelgen in Reichtum und Sünde, vielleicht lästern sie auch mit Worten Gott.
Wir können das nicht verstehen, wir fragen Gott im Gebet, warum geht es denen so gut, warum sind sie gesund und reich und ich bin so geplagt mit Krankheit, mit Armut, etc. – Wir klagen an und wir klagen ein, wir fordern eine gerechtere Behandlung und geben uns unserem Neid hin. Wir wollen, dass es uns auch so gut geht.
Oh Weh. Begreifen wir, was wir da tun? Welches Gebot brechen wir mit diesen Gedanken?

Der Psalmbeter ist durch diese Tiefen gegangen und hat im Heiligtum, also im Gebet, Erhörung erfahren. Er hat begreifen und erfassen dürfen, dass diese scheinbare Fülle das Verderben dieser Gottlosen sein wird.

Die Verse 23–26 bergen die Antwort, die des Beters Herz ruhig werden lassen:
“Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei meiner rechten
Hand;
du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.
Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott,
allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.“

Diese Worte schenken tatsächlich Freude. Wie sieht diese Freude bei mir aus?
Ich bin gewiss, dass nichts mich trennen kann von IHM, all das Leid, die Armut, der Streit, alles ist unbedeutend vor der Liebe die der HERR mir schenkt.
Ich brauche mich nicht wegreißen lassen von meinen Sorgen, denn der HERR hält und trägt mich,
Ich freue mich, auch wenn ich nach weltlichen Maßstäben keinen oder nicht viel Grund zur Freude hätte. Doch ich bin erfüllt von Dankbarkeit. Irrational und nicht zu begreifen.
Doch ich freue mich, weil Gott mich liebt, ich mich sein Kind nennen darf und ich mich nicht sorgen muss. ER sorgt für mich.

Mit dem Verkünden seiner Botschaft muss ich noch üben. Hier meine Gedanken aufzuschreiben ist einfach im Vergleich dazu, loszugehen und laut zu sagen: GOTT liebt mich .. und dich.
Hier schaut mich keiner an, keiner lacht mich aus oder erklärt mich für verrückt und weltfremd. Da habe ich noch ziemlich Angst vor der Welt.

Doch das macht mich nicht kleiner oder ärmer. GOTT lehrt mich vertrauen auf IHN, auf sein Wort, auf seine Gemeinde, auf meinen Glauben an IHN. Er wird mich, wie er es den Jüngern versprochen hat, mit seinem HL. Geist erfüllen und mir die Worte in den Mund legen, wenn es soweit ist. Und ich werde die Fülle des Reichtums seines Wortes erfahren.

HERR, heute morgen bin ich froh und fröhlich, im Moment voll des Jubels. Bewahre mir diese Freude durch diesen Tag. Halte wach das Wissen, dass du mich trägst und ich mich nicht grämen muss, wenn die Anfechtungen kommen. Schenke mir heute die Gewissheit deiner Liebe und Bewahrung, dass ich nicht strauchele und dich nicht verleugne in Gedanken, Worten und Taten.

Ich danke dir, dass du mein Herz erfüllt hast mit dieser Freude und dass ich die Wärme deiner Liebe und der Geborgenheit, die du schenkst, spüren darf.
Herr, bitte schenke heute deinen Kindern diese Gewissheit und Freude, dieses innere Wissen deiner Anwesenheit und wärme die Herzen derer, die zweifeln und suchen.
Zeige dich in all deiner Herrlichkeit.

AMEN


27. Januar


Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten? Gott sprach: Ich will mit dir sein.

2.Mose 3,11-12

Der Herr sprach durch eine Erscheinung in der Nacht zu Paulus: Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht!
Apostelgeschichte 18,9

Schon erstaunlich, wie Gott Zusammenhänge schafft und finden lässt. Noch gestern habe ich an dieser Stelle geklagt, dass mir der Mut fehlt zum Bekennen und Reden mit dem Mund. Und darum gebeten, es zu können, in der Gewissheit, dass Er meine Worte lenken wird.
Gestern schrieb ich von meiner Sorge, verlacht zu werden.

Heute steht hier die Aufforderung, zu reden, Seine Herrlichkeit zu verkünden. Ich habe nicht damit gerechnet, dass das so schnell kommt, und wie ich mich kenne, steht zu fürchten, dass ich mich damit schwer tue. Doch was sagt Gott dazu? Er sagt: ICH will mit dir sein.
Das wunderbare an den Worten des Herrn in der Bibel ist, dass sie nicht nur dem gelten zu dem sie im ersten Moment gesprochen sind, sondern auch uns, jedem einzelnen.

ER kennt unsere Zweifel und Ängste. Manchmal fühlt es sich an, als ob ER darauf wartet, dass wir es laut sagen und vor ihn legen. Solange quäle ich mich mit manchen Dingen herum und frage mich wieso Gott nicht eingreift und mir das abnimmt, warum er nicht zu antworten scheint. Aber es ist hier, wie überall im Leben. Gott kennt zwar uns und all unsere Probleme, aber er will, dass wir sie ihm vorlegen und anvertrauen. Er ist mehr als wir Menschen, die darauf angewiesen sind, zu erfahren, wo die Probleme liegen, um helfen zu können. Wenn ich vor Menschen nicht sage, wo mich der Schuh drückt, wird mir keine Hilfe zu teil werden.

Meine Angst war und ist immer wieder, den Zweifeln der Menschen ausgesetzt zu sein und daran zu straucheln. Heute morgen noch ging mir durch den Kopf, wie klein mein Glaube doch ist. Gestern hörte ich als Anwesende einem Chat-Gespräch zu, in dem es ums Gläubig werden im Alter ging. Es lag viel Zynismus im Raum, es hieß im Alter wird man senil und leichtgläubig, die Angst vor dem Sterben suche sich einen Weg, der es leichter tragen ließe, oder so ähnlich.
Ich brachte es nicht fertig, etwas Sinnvolles zu sagen. Ich durfte doch die Liebe Gottes in Jesus erfahren, ich weiß doch um die Kraft, die im Glauben liegt und dennoch bin ich nicht Frau genug, es zu bekennen und andere wissen zu lassen, wie wunderbar ER ist.
Heute steht hier die unmissverständliche Antwort: „Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht!“

Oh HERR, wie bin ich voller Angst und Zweifel.
DU nimmst mich beim Wort, ich sagte ja, es sei ein leichtes DICH im Netz zu bekennen. Das ist es nicht, wie DU mir gestern gezeigt hast, aber DU versprichst, mit mir zu sein, DU sagst, fürchte dich nicht.
Ich will mich beugen vor DIR und mich führen lassen von DIR. Lenke du meine Schritte und meine Gedanken und Worte. Gib mir den Mut und die Kraft, meine Angst zu überwinden und zu sprechen, wo DU willst, dass DEIN Wort und DEINE Liebe zu den Menschen gelangt, die mir begegnen. DU weißt, ich bin kein Redner, ich will DEIN Werkzeug sein und mich von DIR gebrauchen lassen. Schenke DU die WORTE UND die MOMENTE, in denen die Menschen erkennen sollen, dass DU mich leitest und führst, in allen Dingen. Und bewahre mich vor Fehltritten, Hochmut und Überheblichkeit. Ich will dir folgen, und nach Jesu Vorbild dienen.

HERR ich danke DIR für diesen neuen Morgen und diesen neuen Tag. Ich danke DIR, dass DU geduldig bist, wie kein anderer. Einen besseren Führer und Lehrer als Dich gibt es nicht.

AMEN

28. Januar

 

Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
Psalm 36,10

Christus spricht: Wer von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.
Johannes 4,14

Quelle des Lebens.; Quelle des Wassers.., das in das ewige Leben quillt.
mh. Diese Formulierung machte mich immer ratlos.
Ich habs nicht kapiert. Was sollte das? Was sollte das für Wasser sein? ..das mich in Ewigkeit nicht mehr dürsten wird?

Bis heute habe ich Durst. Durst oder auch Hunger nach Liebe, nach Geborgenheit, nach Wahrheit. Doch heute kann ich dem allen einen Namen geben. Mich dürstet nach Gott, nach seinem Geist, seiner Liebe und Wahrheit.
Und mein Durst wird gestillt. Ich finde Frieden und Ruhe in SEINEM Wort, in seiner Liebe.
JA, bei GOTT ist die Quelle des Lebens, in Jesus. Er gibt tatsächlich ein Wasser zu trinken, dass diesen ganz besonderen Durst stillt.

Was es bedeuten soll, dass mich nie wieder dürsten wird, wenn ich getrunken habe, ist mir noch nicht klar. Ich weiß, wo die Quelle ist und wo ihr Ursprung, ich komme trinken jeden Tag und ich kann sagen, dass es erfüllt mit Freude und Liebe. Es ist übersprudelnd. Und doch ist es nie genug. Umso mehr ich trinke umso größer wird der Durst, umso mehr will ich eintauchen in diese Liebe Gottes und ganz darin versinken und eingehüllt sein und bleiben.
Ich kann nicht sagen, dass mich in Ewigkeit nicht mehr dürstet, auch wenn ich sicher weiß, dass JESUS die wahre und einzige Quelle ist, die diesen Durst zu stillen vermag.

Ein Lied fällt mir ein, nichts besonderes, aber es erfüllt mich mit Freude und Wärme, es gibt mir Gewissheit, es berührt mich einfach da, wo der Durst am größten ist.

Zünde an dein Feuer

R: Quelle des Lebens und der Freude Quell, du machst das Dunkel meiner Seele hell. Du hörst mein Beten, hilfst aus aller Not, Jesus, mein Heiland, mein Herr und Gott.

1. Zünde an dein Feuer, Herr im Herzen mir, hell mög es brennen, lieber Heiland dir. Was ich bin und habe, soll dein Eigen sein. In deinen Händen schließe fest mich ein.
R: ...

2. Wolltest mich bewahren, wenn der Satan droht, du bist der Retter, Herr, von Sünd und Tod. In der Weltnacht Dunkel leuchte mir als Stern, Herr, bleibe bei mir, sei mir niemals fern.
R:

3. Bald wird uns leuchten Gottes ewges Licht, freue dich Seele und verzage nicht! Lass die Klagen schweigen, wenn das Lied erschallt, fröhlichen Glaubens: Unser Herr kommt bald!
R:

HERR, ich danke DIR.
Dafür dass DU mir die Quelle gezeigt hast, dafür dass ich aus ihr trinken darf – immer wieder.
Dafür dass ich bei DIR Trost und Frieden finde.
Ich danke DIR für die Menschen, die durch DEINEN Segen solche Lieder schreiben können, die DEINE Liebe ins Herz tragen können zu DEINEM Lob und DEINER Ehre.

Ich danke DIR für diesen neuen Tag, den DU schenkst, die Zeit, die wir in deinem Wort und in DEINER Liebe verbringen dürfen.
Ich danke DIR, dass DU uns wissen lässt, dass dieser unselige Durst nach Leben bei DIR gestillt werden kann und DU inneren Frieden schenkst.

AMEN

29. Januar


Geh hin und sieh, ob's gut steht um deine Brüder.
1.Mose 37,14

Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.
Philipper 2,4

Die Geschichte, die uns hier erzählt wird, könnte in fast jeder Familie geschehen sein.
Jakob, der Vater der zwölf Brüder, hat seine zwei jüngsten am liebsten, aus einem einfachen Grund: sie sind die Kinder seiner großen Liebe und sie sind auch anders als ihre Brüder. Sie sind mit einem anderen Leben aufgewachsen, als der Vater schon in Gott gefestigt war.
Die zehn älteren hatten das noch nicht. Jakob ging einen langen und schweren Weg mit Gott, oder besser Gott bewies unendlich viel Geduld mit Jakob. Doch an den älteren Brüdern sieht man auch was das Herz des Vaters bestimmte, als er mit ihrer Erziehung beschäftigt war.
Jedoch ist ein anderer Punkt hier und heute hervorstechend:
Der Vater sorgt sich um die 10 Älteren, die er losgeschickt hatte, die Herden zu weiden. Er sorgt sich um ihr Wohl und ihre Gesundheit. Er weiß, dass sie ein rauhes Geschäft vor sich hatten und das Weideland nicht das beste war. So schickt er Josef los, nach ihnen zu schauen und will sich berichten lassen, wie es ihnen geht.

Doch was sehen die Zehn? Bevormundung, Petzen, Verrat, den Schmeichler beim Vater, der kommt, sie zu überwachen und zu verraten, was sie unrechtes tun. (Allein die Unterstellung lässt darauf schließen, dass sie Dinge tun, die zumindest dem Vater missfallen würden)

Irgendwie drängt sich mir der Eindruck auf, dass diese Geschichte die Zusammenfassung dessen sein könnte, was Gott als Vater immer wieder mit uns macht. ER schickt seinen Kindern einen Bruder, der nachschauen soll (früher waren das die Propheten), einen der nach uns schaut, auf uns achtet, uns die Wahrheit sagt, auf Fehler hinweist. Was sehen wir, seine Kinder? Einen der uns in die Suppe spucken will, der uns unseren Weg, unser Glück nicht gönnt, der alles schlecht machen wird, der nur von unserer Sünde redet.
Das jüdische Volk hat immer in ähnlicher Weise an den Propheten gehandelt, sie verfolgt, vertrieben, getötet. Auch Jesus passte ihnen nicht in den Kram und so ließen sie ihn beseitigen.

Wir haben es mit dem vertreiben heute leichter, es ist unser Gewissen, das uns warnt. Doch schnell ist es getötet, wir brauchen es nur solange missachten bis wir es nicht mehr hören, wir brauchen nicht an Mord zu denken, es nicht in einen Brunnen zu sperren oder in die Sklaverei zu verkaufen, wir müssen, es nur ignorieren.
Auf der anderen Seite haben wir das wissen, dass Jesus lebt. Dieses Wissen hält heute mein Gewissen wach. Es ist unter der Hand und Obhut unseres HERRN.
Das ist etwas, was mit dem Heiligen Geist kommt, es ist plötzlich schwer, bis hin unmöglich, Dinge zu tun, mit denen ich früher keine Schwierigkeiten hatte. Leider schützt es nicht von vornherein vor der Sünde oder dem Tun von Sünde. Doch ich kann es mit Hilfe des HL. Geistes schulen, ich kann ein feineres Gespür bekommen.

Irgendwo in der Bibel heißt es glaube ich: kehre um von deinen Sünden und tue es hinfort nicht mehr – oder so. Das ist es was ich meine. Wenn das Gewissen erwacht ist und wir etwas tun und anschließend merken, es war falsch, dann schenkt Gott die Möglichkeit zur Umkehr und damit zur Sündenvergebung, so wie der Gedanke, es nie wieder tun zu können in unser Herz gelegt wird.
Es ist dann an uns, uns das zu bewahren.

Auch die Brüder haben nach ihrer Tat bereuen müssen. Sie sahen und erlebten das Leid, das der Vater tragen musste, um ihrer Schuld willen. Sie haben es nicht vergessen, es hat sie geändert, das wissen um ihre Schuld, ihr Gewissen hat sich das gemerkt und als sie später von Josef selbst versucht wurden, den jüngsten Bruder um ihres Vorteils willen zu verraten, sie konnten es nicht.

HERR, danke, dass du uns nicht verloren gehen lässt, Danke, für die, die du uns warnend zur Seite stellst, danke auch für unser Gewissen. DU bist darauf bedacht uns zu führen, auf das wir nicht verloren gehen.
Herr vergib uns, dass wir immer wieder versuchen deinen Boten und Zeichen aus dem Weg zu gehen, dass wir sie ablehnen und nicht auf sie hören wollen. Sie stören uns auf dem gewählten weg. Danke, dass du uns trotz allem nicht loslässt. Dass wir zu dir kommen können und erkennen können, dass du den richtigen Weg weist. Danke, dass dein Sohn für unsere Schuld geopfert ist zur Vergebung unserer Sünden.

AMEN


30. Januar

 

Ich hatte viel Kummer in meinem Herzen, aber deine Tröstungen erquickten meine Seele.
Psalm 94,19

Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete?
Lukas 24,32

Zwei Momente, die ich in meinem Leben erfahren durfte.
Wieder zwei Stellen im Wort, die ich aus dem Sinn ihrer Geschichte genommen auf meine Geschichte mit GOTT beziehen kann.

GOTT begann bei mir mit dem 2. Losungswort.
Mit 14 Jahren bekam ich eine Bibelfreizeit geschenkt. Ich dachte nicht daran, dass da evt. der HERR dahinterstecken könnte. Ich wollte nur nicht alleine fahren und fragte, ob noch eine Freundin von mir mitfahren könnte. Die Spender der Reise zahlten auch für sie.
In der Freizeit, von der ich mir nur Spaß und weg von zu hause versprochen hatte, lernte ich damals viele junge Christen kennen. Ich fand sie alle irgendwie neben der Kappe, sie waren mir fremd. Ich verstand ihre Lieder nicht und kannte von den Geschichten, die sie lasen nur wenige. Und doch wurde mein Herz angerührt. Ich erlebte dort etwas von der Liebe Gottes. Diese Erfahrung ist noch heute unbeschreibbar. Damals lernte ich das Lied „Du bist ein Gedanke Gottes, ..“ kennen. Ich liebte es und doch bereitete es mir innere Schmerzen. Ich fühle bis heute, wenn ich dieses Lied höre oder singe, wie mein Herz brannte in dieser Freizeit.

Doch es hat gut 15 Jahre gebraucht, bis ich, wie der Psalmbeter, sagen konnte „DEINE Tröstungen erquickten meine Seele“.
Diese 15 Jahre habe ich gemacht was ich wollte, ohne danach zu fragen, wem mein Handeln schadet oder nützt, außer mir selbst natürlich. Nur eine kleine, klitzekleine Ecke in mir hielt die Erfahrung der Freizeit fest. Aber ohne eine sichtbare Bedeutung.
Maßgeblich für mein Handeln mit und an Menschen war: ihr liebt mich nicht, also lieb ich euch auch nicht, ihr wollt mich benutzen, also zahlt dafür. Ich war unendlich verletzt und wütend.
So ging ich durch die Jahre.
Mit dem Vaterunser begann Gott seinen Weg, den er mit mir ging sichtbar zu machen. Ich betete es zum Einschlafen meiner Tochter, da noch ohne Sinn und Verstand. Bis nach einigen Wochen ich plötzlich merkte, ich betete zum Vater – ich hatte nie einen – auf einmal wurde Gott für mich wieder realer und ansprechbar. Und ich begann hinzuhören und die Bibel zu lesen, Gott zu fordern, in meinem Leben zu handeln.
Wieder ein Prozess über nunmehr gut 4 Jahre, in denen ich Gott erleben durfte, die Befreiung von meiner Schuld, die ich vor 3 Jahren vor Jesus legte.
Immer weiter wachsend, durchzogen von zweifeln, Angst, Schmerz,Trauer, Einsamkeit, innerem Elend, Rückzug, Anfechtung, Fehlern, und doch immer weiter wachsend lebe ich in der Leibe unseres HERRN. Ich habe noch oft angst und Zweifel, ich habe nicht selten das Gefeühl allein zu sein. Doch immer bei mir ist sein Versprechen: ICH habe dich bei deinem Namen gerufen, Du bist MEIN.
Jede Anfechtung steht der HERR mit uns durch. ER lässt uns nicht! ER wird uns nicht bewahren vor Schmerz und Leid, ich habe gelernt, dass das nicht geht. Das wäre keine Liebe. Das wäre reines Besitzdenken, weil man will, dass das Eigentum nicht kaputt geht. Ich denke, Eltern haben eine Ahnung von dem was ich meine. Auch GOTT muss uns unsere Wege gehen lassen und er ist da wen wir fallen und fängt uns auf, pustet auf die Verletzungen und heilt. ABER die Erfahrung, wie der Schmerz entsteht kann er uns nicht ersparen. Das wäre Verrat und Betrug. ER lehrt uns Leben und er schenkt Liebe.
Als ich das begriffen hatte, waren auch Christen nicht mehr neben der Kappe. Ich hatte es kapiert und ich finde es ist immer noch unbeschreibbar und unerklärbar, aber es ist das größte Gefühl in mir und das Schönste. Und es kann mir keiner mehr nehmen.

ICH BIN EIN KIND GOTTES UND ER LIEBT MICH MIT ALLEN MEINEN FEHLERN UND SO WIE ER MICH GESCHAFFEN HAT. ICH BIN TON UND ER IST DER TÖPFER: ALLES WAS NÖTIG IST, UM MICH ZU FORMEN UND VOLLKOMMEN WERDEN ZU LASSEN, GESCHIEHT AUS SEINER LIEBE ZU MIR.

DANKE HERR; dass du uns so sehr liebst. Du bist bei uns in allem was wir erleben oder durchleben, du reichst uns die Hand, an der wir sicher gehen können durch jedes Tal. Deine Anwesenheit tröstet uns durch die Leiden, die wir durch andere erfahren und der Tod JESU am Kreuz nimmt uns die Schuld für die Leiden, die andere durch uns erleben müssen.
Forme uns und gestalte uns nach dem Bild, zu dem du uns erschaffen hast. Lass uns an den Platz gelangen, an dem Du uns haben willst.
Danke für deine gestaltende und tragende Liebe.
Ich lege dir heute ans Herz, menschen die Zweifel und Angst in sich tragen, bitte schenke ihnen die Gewissheit deiner Gegenwart und Liebe, sei ihnen ein Trost, auch für das empfundene Leid eigener Schuld und selbst verursachter Schmerzen. DU bist der Tröster und der Heiler, darauf dürfen wir uns berufen,wenn wir zu dir kommen.

AMEN

31. Januar

 

Siehe, ich, der HERR, bin der Gott allen Fleisches, sollte mir etwas unmöglich sein?
Jeremia 32,27

Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
Lukas 18,27


Ich freue mich, dies sind so wunderbare Zusagen. Ich kann mich darauf verlassen. Alles was ich brauche, was gut für mich ist, das wird GOTT möglich machen.

Ein wunderbares Beispiel dafür ist diese Kur, die ich jetzt machen darf.
Ich war am Ende meiner Kräfte, ich dachte, lange halte ich es nicht mehr durch. Ich bekam echte Probleme mit meinen Nerven, ich konnte nicht mehr zuhören, ich konnte keine Geräusche mehr ertragen, ich wollte mich verkriechen, nichts mehr hören, niemanden mehr ertragen. Ich wusste nicht mehr was ich noch tun sollte. Ich musste zum Arzt, was sollte der anderes tun als mich krankzuschreiben und mir Ruhe zu verordnen. Ruhe? Zu Hause? Der Ort an dem ich nie Ruhe hatte? Alles war besser als da zu sein. Ich fühlte mich veralbert, ich wollte Pillen, die hatten ja vor Jahren auch geholfen, ich hatte mich damals abgeschossen mit Pillen, bis ich nix mehr merkte.
Der Wunsch nach dieser Ruhe war gigantisch.
Ich habe in dieser Zeit gebetet, gesucht, gehofft und wieder gebetet – fast ohne Hoffnung, in einem Gefühl versunken verloren zu sein.

Da öffnete mir der HERR eine ganz neue Welt der Kommunikation. Ich fand einen Chatroom und ich konnte reden und zuhören ohne meine Ohren benutzen zu müssen. GOTT hat es gefügt, dass ich ihn auf einmal hören konnte, anders und wesentlich besser, nicht im Gespräch mit Worten, das war jetzt nicht dran, aber er wird mir die Kraft auch dazu wieder schenken, wenn es soweit ist. Ich fand neuen Mut, mit ihm zu reden, ihm alles vorzulegen, was mich bewegte. Zuerst nicht direkt ihm, ich fand Zuhörer, die mir antworteten, auf meine Fragen, die mich verstanden, meine Suche bereits kannten, weil sie selbst den Weg schon gegangen waren, ich war nicht mehr allein.

Mein Arzt empfahl mir parallel dazu eine Kur, fand ich lächerlich,ich muss doch meine Ausbildung zu ende machen, ich kann nicht einfach zur Kur fahren, außerdem wie sollte es so schnell möglich sein, dass ich die noch im Januar oder Februar bekomme, ich war sicher, das klappt nie. Aber ich sprach mit der Ausbildungstelle und dort wurde mir zugesagt, dass ich das ruhig machen sollte, also wieder zum Arzt und zur Krankenkasse, Antrag gestellt und nun hatte ich mich in der ersten Januarwoche auf eine lange Wartezeit eingestellt. Ich hatte mir ja gesagt, nur nichts unversucht lassen.
Schlussendlich beschloss ich, mal bei Gott nachzufragen, was er denn davon hält und wie er es sieht, und ich sagte ihm: wenn du sagst, es ist richtig, dann schenke bitte das Gelingen.
Ich wollte ihn machen lassen, das war bisher immer noch der richtigste aller Wege gewesen, den ich gehen konnte. Ich wusste, auf ihn und sein lenken kann ich mich verlassen.
Plötzlich nach gerade 10 Tagen kam die Zusage, nochmal 10 Tage später sollte es losgehen. WOW, die Jahreslosung erschien mir in einem völlig neuen Blickwinkel. Gott war mir wieder um vieles näher.
Jetzt kam der Vorbereitungsstress, die Probleme zu hause, weil ich so plötzlich wegfahren wollte, ich so unendlich egoistisch sei. Die Zuzahlungskosten sprengten unseren finanziellen Rahmen, die Schuldenspirale wird wieder losgehen,... Gedanken ohne Ende. Ich musste sie abgeben und Gott war da und hat sie mir abgenommen. ER schenkte mir die Gewissheit, dass alles in seinen Händen ist und auch die Schulden nach der Kur noch da sein werden, also ich das nicht jetzt lösen muss, weil es eben nicht dran ist.
Man, jetzt bin ich den zweiten Tag da und wäre bis gestern am liebsten wieder gefahren. Kein Internet, bzw. nur gegen cash, ein Haufen Leute, ein Haufen Kinder, meins mittendrin, unendlich viel krach und keine Ruhe, das was ich so sehr brauche. Zum Rauchen muss man ewig weit laufen, und Schnee ohne Ende. Wenn ich etwas nicht mag, dann ist es Schnee und hier ist Schnee ohne Ende.
Aber heute, - vielleicht liegts an der Sonne, vielleicht gibt es hier doch eine Art von Ruhe, die mir noch nicht ganz klar ist, vielleicht liegts auch daran, dass ich mir sage, Gott hat mir diese Auszeit geschenkt, ich sollte sie nutzen. - heute sage ich es ist unglaublich, dass ich hier sein kann, weg vom Alltag, hier zu meiner Erholung, zum Ruhe finden, Zeit haben kann mit Gott und mit meinem Kind, das mich so sehr braucht.

Ich hoffe, dass Euch meine Gedanken heute eine Tür öffnen können zu Euren Gedanken und zu Eurem Erleben mit Gott. Wenn nicht - freut euch mit mir, denn ER hat mir einmal mehr gezeigt:

Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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