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Februar 09

Wo ist euer Glaube?
Lukas 8,25

Ich liebe diese Geschichte.
Sie zeigt mir meinen Unglauben und vor allem zeigt sie mir, was der HERR zu tun vermag. Sie zeigt mir, dass ich keine Angst zu haben brauche in den Stürmen des Lebens, sie sagt mir: HAB VERTRAUEN!!
Wie oft habe ich Angst, wie oft werde ich durchgeschüttelt in den alltäglichen Stürmen und wie oft sagt der HERR, Wo ist dein Glaube??
So oft blicke ich am Ende eines Tages, oft auch erst m kommenden Morgen auf den vorhergegangenen Tag und sage, ich habe nicht geglaubt, zu wenig vertraut. Ich hatte mir wieder unnütz zu viele Sorgen gemacht. Ich hätte einfach nur an IHM festhalten brauchen. Ich wäre mit weniger Anstrengung durch den Tag gegangen.

Das Gute an diesen Rückblicken ist, dass ich es in der Zukunft besser machen kann.
Und wenn ich insgesamt zurückschaue, kann ich sagen und danken:

HERR wann immer ich dich brauchte, warst du da,
HERR wann immer ich dich suchte, ließest du dich finden.
HERR ich danke dir, dass ich wissen darf, dass du auch in Zukunft da sein wirst, jeden Tag, jede Stunde, jeden Moment.
HERR, ich danke dir für dein Versprechen, dass du mich in meinem Glauben tragen wirst und durch alle Tiefen begleiten wirst und dass kein Sturm mich von dir trennen kann.

HERR, hilf meinem Unglauben!

AMEN

01. Februar


Jonathan ging hin zu David und stärkte sein Vertrauen auf Gott.
1.Samuel 23,16

Als Aquila und Priszilla Apollos hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer aus.
Apostelgeschichte 18,26

JA, solche Freunde brauchen wir.
Und das Erstaunliche und Schöne ist, Gott schenkt uns solche Freunde, wenn wir sie am Nötigsten haben.
Welche Freunde meine ich hier? Nun – nicht die, die uns nach dem Mund schwätzen, uns blind unsere Wege laufen lassen, nicht die, die um ihres eigenen Vorteils uns nicht ehrlich ihre Meinung sagen.
Nein, ich meine die, die uns oftmals gar nicht liegen, die uns nicht in den Kram passen, mit ihrer Ehrlichkeit und Direktheit, die uns unsere Fehler ins Gesicht sagen. Diese Menschen sind die, die uns stärken, wenn wir straucheln und zweifeln, sie sind es, die uns unsere Irrwege aufzeigen, die uns helfen unsere Gedanken der Suche zu Ende zu denken, die uns helfen, Gott zu finden und zu trauen.

Jonathan, der Sohn des Saul, war eine ehrliche Haut, er erkannte, wie sein Vater, den Willen des HERRN, und er beugte sich darunter. JA mehr noch, er überwand sich selbst und den Ärger, den er ganz sicher, wie sein Vater auch, spürte und konnte in Liebe und Freundschaft David aufsuchen und ihm den Rücken und Glauben stärken.
Er erwies sich als Freund in der Not.
Wie ist es mit Aquila und Priszilla? Sie sind beide gläubige und liebende Christen. Sie treffen auf Apollos und helfen ihm zur Erkenntnis, das Jesus der von Johannes angekündigte Heiland und Retter ist. Mit Liebe und Geduld zeigen sie ihm in Wort den Weg und halfen ihm so, Jesus zu finden und anzunehmen. Der Weg den Apollos später weiter ging, ist mir nicht ganz klar, aber ich denke, das ist jetzt auch nicht das wichtigste. Wichtig ist eins: Gott stellte auch ihm Menschen zur Seite, die ihn im Glauben vorwärts brachten, zur Wahrheit führten, die er einfach nur annehmen brauchte.

Ich finde es immer wieder schwer, anzunehmen, was mir Freunde sagen.
Ich fühle mich ertappt und gedemütigt, ich muss mir meine Fehlbarkeit aufzeigen lassen und das wo ich doch so gern meinen Heiligenschein und mein Wissen und Können präsentiere.
Ich muss mir sagen lassen, dass ich Fehler mache. Und ich muss erkennen, dass meine Freunde oftmals recht haben.
UND ICH DARF WISSEN, DASS GOTT MICH LIEBT UND GENAU DESHALB DIESE FREUNDE an meine Seite stellt. Sie sind da, um mir zu helfen, bei GOTT zu bleiben, mich immer unter seiner LIEBE UND SEINEM SCHUTZ zu wissen und jederzeit seine Führung in Anspruch zu nehmen.

Ich bin froh, dass ich solche Freunde habe.

HERR, Danke, für alle Menschen die du an meine Seite stellst, die mich zurechtstutzen, mir die Wahrheit sagen und sich nicht scheuen, meinen Ärger auszuhalten, wenn mir die Bereitschaft zur Erkenntnis meiner Fehler fehlt.
Ich danke dir, dass du mich nicht in meinen Fehlern versinken lässt, sondern mir mit Hilfe dieser Menschen
Wege aufzeigst, mein Leben zu ändern,
Hilfe gibst, wo mir Kraft fehlt
mir Starthilfe gibst, wo ich noch zu müde bin.
Mir Freude schenkst, wo ich traurig bin
mir Hoffnung gibst, wo gerade Verzweiflung herrscht
mich Demut lehrst, wo ich an Hochmut leide.
Immer wieder sagst, dass du da bist und die Schuld schon bezahlt ist.

Danke HERR für deine Liebe, die uns formt und erneuert.

AMEN

02. Februar


Fürchte dich nicht; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HERR.
Jeremia 1,8

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.
Lukas 19,10

Heute morgen hatte ich das Gefühl, hier irgendwie weniger von Gott zu spüren. Meine morgendliche Ordnung ist verständlicher Weise hier im Kurhaus leicht durcheinander geraten. Ich koche mir einen Kaffee und gehe dann erstmal raus, eine rauchen. Ein kurzer Moment zum Alleinsein. wie auch sonst ist der Morgen der einzige Moment des Tages den ich mit Gott allein verbringen kann. Der Rest des Tages ist gefüllt mit Bewegung, Krach und Ablenkungen jeder Art. Ich bin genervt, gestresst, will Ruhe und Stille.
Wie gesagt, heute morgen beschlich mich das Gefühl, hier weiter von Gott entfernt zu sein. Es scheint mir mühsam, auf den Zugang zum PC zu warten, mir fehlt die Stärkung durch meine Geschwister im Glauben, ich sehne mich nach den Gesprächen im Chat oder den intensiven Austausch per e-mail.
Aber Gott ist hier genauso da. Ich habe meine Bibel, die Losungen und andere Schriften, in denen ich sein Wort und seinen Willen ausgelegt nachlesen kann – Anreize, Gott zuzuhören.
Mit meinen niedergeschlagenen Gedanken las ich heute morgen die Bibel, die Erklärungen, immernoch mit dem Gefühl, keine Einheit mit unserem HERRN zu haben. Bis ich zum Abschluss meiner Stillen Zeit die Losungen zur Hand nahm und so Gottes Wort oder ANTwort hören durfte.

ER ist bei mir, sagt er. Ich brauche mich nicht zu fürchten, auch wenn ich hier nicht die Gespräche mit den Geschwistern habe, auch wenn es hier anders ist. ER will mich erretten. Das heißt, er lässt mich nicht los, er lässt mich keine Sekunde allein. Er lässt mich nicht verloren gehen.
Verloren war ich, doch JESUS kam, mich zu suchen und selig zu machen, er hat mich gefunden, ich habe mich nach ihm ausgestreckt, und ihn ergriffen. Ich darf jetzt aus der Zusage Gottes leben, dass er mich nicht verlassen wird. Und ich will mich halten an ihn und ihn nicht verlassen.

Ich schreibe oft in der ICH-Form, ich erzähle von meinen Erfahrungen., Gefühlen und Gedanken, die ich insbesondere während meiner Stillen Zeit habe.
Doch eines ist gewiss. All das was ich hier von Gottes Wort in Anspruch nehme, immer wieder, Tag für Tag, - das gilt für alle Menschen, für alle die Gottes Nähe und seine Rufe spüren, die in seiner Liebe geborgen sein wollen, die Vergebung suchen.
All das von dem ich erzähle, ist etwas was alle haben dürfen, ein Geschenk unseres HERRN, der nichts anderes will, als unseren Frieden mit ihm, unser Bekennen der Sünden, die wir ohne ihn und sogar oftmals in seinem Namen immer wieder begehen.
ER will unsere Rettung von der Sünde. ER schenkte uns den Ausweg in JESUS. Und das ist ganz gewiss der beste Weg den wir gehen können und der einzige der uns bewahren kann, erneut Sünde zu tun.

HERR, Du bist herrlich, Du bist GOTT, DU bist unsere Rettung aus aller Not.
Zu DIR können wir kommen, mit all unserem Leid und Schmerz. DU schenkst Erkenntnis über die Ursachen und du schenkst Linderung. DU hast versprochen uns nicht zu verlassen, uns beizustehen und zu erretten. Darauf berufen wir uns in DEMUT vor DIR.
Herr schenke uns die allgegenwärtige Gewissheit deiner Gegenwart und Größe, deiner verzeihenden Liebe und auch die Gewissheit über das was passiert, wenn wir uns zuweit von dir entfernen. Nie wieder will ich erwachen in dem Wissen, zu weit gegangen zu sein. Zu groß war dein Opfer, das Du für meine Schuld gezahlt hast, da wo ich hätte bezahlen müssen.
DIR gilt alle Anbetung und DEMUT, lass mich das nie vergessen. Ich sehne mich nach Dir und nach deiner Gegenwart. Lehre mich, dich zu suchen und zu sehen an jedem Moment eines Tages.
Ich will dir nahe sein, nicht nur am Morgen, sondern jeden Tag den ganzen Tag sollst du mein HERR und Hirte sein.

AMEN

03. Februar


Ich erzähle dir meine Wege, und du erhörst mich; lehre mich deine Gebote. Psalm 119,26

Christus spricht: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue.
Johannes 14,12

Also, ich finde den Psalm 119 furchtbar lang, so lang, dass ich ihn noch nicht einmal komplett bewusst gelesen habe. Aber heute morgen habe ich etwas darin entdeckt, das ein Teil von mir ist, oder ein Teil meiner Gebete. Ups, da gab es vor tausenden von Jahren jemanden, der so fühlte und betete im Glauben und um Gottes Zuwendung und Geist bat, wie ich heute.
Nun, ich nehme an, es war David, so richtig blicke ich bei den Psalmen nicht durch.
Ich finds einfach geil. Drum hab ich ein paar Verse einfach mal abgeschrieben, denn besser könnte ich es auf keinen Fall in Worte fassen, was meine Sehnsucht und Suche ausmacht.

24 Ich habe Freude an deinen Mahnungen; sie sind meine Ratgeber.
25 Meine Seele liegt im Staube; erquicke mich nach deinem Wort.
26 Ich erzähle dir meine Wege, und du erhörst mich;lehre mich deine Gebote.
27 Laß mich verstehen den Weg deiner Befehle, so will ich reden von deinen Wundern.
28 Ich gräme mich, dass mir die Seele verschmachtet;stärke mich nach deinem Wort.
29 Halte fern von mir den Weg der Lüge und gib mir in Gnaden dein Gesetz.
30 Ich habe erwählt den Weg der Wahrheit, deine Weisungen habe hab ich vor mich gestellt.
31 Ich halte an deinen Mahnungen fest; Herr lass mich nicht zuschanden werden!
32 Ich laufe den Weg deiner Gebote; denn du tröstest mein Herz.
33 Zeige mir, Herr, den Weg deiner Gebote, dass ich sie bewahre bis ans Ende.
34 Unterweise mich , dass ich bewahre dein Gesetz und es halte von ganzem Herzen.
35 Führe mich auf dem Steig deiner Gebote, denn ich habe Gefallen daran.
36 Neige mein Herz zu deinen Mahnungen und nicht zur Habsucht.
37 Wende meine Augen ab, dass sie nicht sehen nach unnützer Lehre, und erquicke mich auf deinem Wege.

Das Schöne ist, dass Gott immer wieder erhört, uns immer wieder an die Hand nimmt und uns führt.

Naja, manchmal ist das echt blöd. Ich beschreibs mal so: ein Kind redet mit seinen Eltern, weil es merkt, dass es noch nicht alles richtig macht. Es bittet um Hilfe und Führung und eine kleine Weile lässt es sich führen. Plötzlich wird ihm die Hand, die es hält, lästig und es will loslassen und losgelassen werden, weil es meint, jetzt seinen Kopf durchsetzen zu müssen.
Oh Mann, wir Eltern sehen schon, was passieren wird, aber keine Warnung nützt. Das Kind will frei sein. De Freiheit wird gewährt mit dem festen Versprechen, dass die Hand die aufhilft wieder halten wird.
Wie unnötig sagt das Kind, ich kann das allein. Doch es wird wiederkommen, so wie wir, wenn uns die Hand Gottes zu drücken scheint, sie abschütteln wollen, bis wir merken, das die Hand Gottes nicht drückt, sondern schützt, auf dem Weg, der vorgezeichnet ist.

Ich stelle mir das so vor, es gibt einen festen Weg, der überdacht ist, rechts und links davon gibt es auch Möglichkeiten vorwärts zu kommen, aber eben ohne Dach, ohne Schutz vor Sonne, Regen, Sturm und allem was uns sonst belasten könnte. Solange wir also neben diesem Weg gehen, machen wir es uns schwer. Gehen wir auf dem Weg, scheint er uns eine Einbahnstraße, haben wir das Gefühl, etwas zu verpassen, wir wollen unbedingt wissen, wie es ist neben der Straße mit Dach zu laufen und zu leben.
Für mich hat dieser Weg inzwischen einen Namen und ein Ziel. Oft spüre ich noch den Wunsch, mal neben dem Weg zu gehen. Doch es macht mir auch Angst, ich fühle, dass dort nicht Jesus HERR ist, dass dort andere Mächte, die ich heute weitgehend abschütteln konnte, herrschen. So wenig, wie ich es mag geführt zu werden und die Kontrolle über mein Leben abzugeben, so sicher bin ich heute, dass ich mit der Entscheidung dem Weg JESUS zu folgen, die meiste Freiheit in meinem Leben habe und behalte.

So ist heute auch Joh. 14 ein Bezug zum Tag, aber nicht Vers 12, der mir noch in weiter Ferne zu sein scheint, sondern eben Vers 6, der mir ein Versprechen ist, an das ich mich halten kann.

Vers 12 verschließt sich mir im Moment. Ich wüsste gerade nicht, welche Werke ER damit meint.
Aber ich würde mich freuen, wenn sich jemand bereit erklärt mir zu schreiben und seine Erfahrungen damit mitteilt.

Habt einen gesegneten Tag und bleibt unter seinen Flügeln.



04. Februar


Die Israeliten werden sich bekehren und den HERRN, ihren Gott, suchen und werden mit Zittern zu dem HERRN und seiner Gnade kommen in letzter Zeit.
Hosea 3,5


Ihr wart wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen.
1.Petrus 2,25

Bekehrung - darum geht es heute in beiden Losungsversen.
Ich musste heute morgen „LICHT und KRAFT“ zu Hilfe nehmen um diesen Versen einen Sinn oder Zusammenhang zu entnehmen.
Beide, sowohl Hosea als auch der Petrusbrief, gehören zu Teilen der Bibel die ich noch nicht gelesen habe, über die ich mir noch keine Gedanken gemacht habe. Nun, das wird noch oft vorkommen. Es ist nur ein wenig schwieriger, den Einstieg in den Text zu bekommen und zu verstehen, was der Text mir sagen will, oder vielleicht gerade deshalb einfacher hinzuhören und zu erfassen, was GOTT sagen will, weil ich noch nicht durch gehörte Predigten oder gelesene Texte in eine Richtung gelenkt bin. Na, wir werden sehen.

Das Bild das Petrus zeichnet ist mir bekannt, es ist ein Bild das ich gern für mich nutze, ein irrendes Schaf. Planlos der Herde hinterher, ab und an auf Abwegen, gern in der Nähe von Abgründen, mit oder ohne Bewusstsein für die dort herrschende Gefahr.
Es fällt mir schwer, mich als Bekehrt zu bezeichnen. Ich denke immer es ist nicht genug, ich bin zu oft noch weg vom HERRN, allein unterwegs oder der Masse hinterher.
Aber in diesem Vers des Petrusbriefes wird mir zugesichert, dass ich es bin! Er sagt: DU, Kristin, bist bekehrt zu dem Hirten und Bischof (wörtl.„der auf sie sieht“) deiner Seele!
Das ist beruhigend, wo doch sooft Zweifel in mir sind, ob mein Richtungswechsel ausreichend war.

Und doch sehe ich eine andere Bekehrung die auch einen bekehrten Christen nicht ruhen lassen kann. Trotz unserer Erwählung und Berufung sind wir Menschen, die immer wieder vom vorbestimmten Weg abkommen, sowohl absichtlich wie auch unabsichtlich.
Da sehe ich den Bezug zu Hosea, der beschreibt, dass auch das erwählte Volk erst nach einen Abfall sich wieder bekehrt zum HERRN. Er beschreibt, wie immer wieder das Volk durch den HERRN ermahnt und mittels Strafe erinnert werden muss, dass es einen HERRN hat, dem es geheiligt sein soll.

So scheint es mir heute, als wollen die Verse uns sagen, es ist immer die Zeit zu einer Bekehrung zum HERRN, aber noch notwendiger scheint die tägliche innere Umkehr und das Festhalten an dem einen HIRTEN, der uns vor allem Schaden unserer Seele bewahren will. Tägliche Umkehr ist notwendig, täglich muss ich anrufen und anbeten und bitten um die Gnade unseres HERRN, um unter seiner Führung dem richtigen Weg zu folgen. Nie vergessen will ich, dass ich verloren gehe , wenn ich allein gehe und die Umkehr verpasse.

Danke HERR, dass DU da bist und uns immer wieder rufst; uns sagst, dass Bekehrung zu DIR uns den so nötigen Frieden schenkt. HERR, vergib die Unruhe in unseren Herzen und hilf uns den Frieden zu finden in dir.
AMEN

Ich sehe aber noch ein anderes Versprechen bei Hosea, Ist es zu gewagt hier ein prophetisches Wort zu sehen, ein Versprechen, dass bis ans Ende unserer Zeit Israel nicht verworfen sein wird?
Ist dieses Wort nicht eine Zusicherung, dass Israel sich umkehren wird von seinem Weg und erkennen wird, wer der HERR ist?
Wenn ich es so betrachte ist das genial, es erinnert mich an Weihnachten oder eher an den immergrünen Weihnachtsbaum, von dem es heißt, ein Sinnbild für die Treue Gottes zu sein. Gott ist treu, er wechselt nicht die „Farbe“, noch die „Blätter“, er ist beständig, ewig gleich und liebend, fürsorgend, gnädig, mit offenen Armen für die die zu ihm kommen.

Ich weiß auch dass es irgendwann einmal vorbei ist mit der Zeit zur Buße und Umkehr, aber das ändert nichts an der Beständigkeit der Liebe unseres HERRN, auf die ich mich verlasse und der ich mit ganzem Herzen trauen will.



05. Februar


Aber mit dir will ich nicht ein Ende machen. Ich will dich mit Maßen züchtigen, doch ungestraft kann ich dich nicht lassen.
Jeremia 30,11

Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. Als er aber den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, hilf mir! Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?
Matthäus 14,29-31

Jeremia.
Er schreibt hier des HERRN Worte an Israel auf, dass sie festgehalten sind und die Israeliten erinnern an des HERRN Urteil und Versprechen.

Eigentlich auch ein Wort, dass auf unser aller Leben passt.
Ein Wort, dass in großer Not tröstet und Hoffnung gibt, dass es nicht das Ende ist, dass etwas dem gerade empfundenen Leid folgt.
Gleichzeitig wird der Blick auf unsere Sünden gerichtet, wir sollen und dürfen erkennen, dass wir vor Gott Fehler machen und zwar ganz gewaltige. Es ist immer wieder gleich:
Kleine Notlügen, weil wir glauben, anders nicht weiterzukommen – nachweislich ein Mangel an Vertrauen in den HERRN.
Die Unterschlagung kleiner oder größerer Beträge, weil wir meinen, dass es uns zusteht – die Anmaßung, es besser zu wissen als der HERR.
Regelmäßig die Verurteilung anderer und die Erhöhung unserer selbst über sie, weil wir ja besser sind, ehrlicher, weiser, … - nicht besser als die Pharisäer.
Ich könnte noch lange so weiter aufzählen, aber ich denke, wer ehrlich mit sich ins Gericht geht, kennt seine eigenen „kleinen“ Sünden am besten.
Notwendiger Weise muss GOTT uns züchtigen, damit wir erkennen, dass nicht wir die Herren sind, sondern alle Ehre allein IHM gebührt. Doch wir haben auch sein Versprechen, dass die Last die wir tragen müssen und sollen, nie größer sein wird als wir tragen können. Auch das Maß der Züchtigung, der wir unterliegen, hält sich an dieses von GOTT angemessene Maß. Wir können darauf vertrauen, dass es nur unserer Umkehr zuarbeitet und nicht dem Zerbrechen dienst. Naja, dem Zerbrechen unseres Eigenwillens, Hochmuts, unserer Arroganz und Besserwisserei dient Gottes Strafmaß schon. Aber in keinem Fall will Gott uns zerbrechen, er will uns zu sich holen, in seinen Schutz, unter seine Liebe, er will, dass wir im Erkennen seiner Größe und Gnade bei ihm bleiben und uns seiner Schule unterwerfen.
Boah, das klingt gruselig.
Da gibt es in mir die Seite, die die unbedingte Unabhängigkeit von jedermann fordert. Die liest ja während ich schreibe mit und sagt, was für ein Schwachsinn, ich geb doch nicht meine Freiheit auf, um mich jemandem zu unterwerfen, der mich dann auch noch straft, wenn ich nicht mache, was er will. SO blöd ist doch kein klar denkender Mensch.
Nun muss ich sagen, bin ich Gott sei Dank wohl kein klar denkender Mensch. Denn ich bin dankbar für alle Führungen unseres HERRN, wie auch immer sie aussehen, wie sehr sie mich auch schmerzen, am Ende darf ich immer erkennen, dass es meinem Besten diente und ich mich nur noch näher in Gottes Liebe und Geborgenheit wiederfinde. Schon paradox, aber wunderbar und schön es zu wissen. Ich bin geliebt und ich darf meinen Blick fest auf den HERRN richten.

SO empfinde ich es, die Züchtigungen, die ich durchlaufe sind zumeist die Folge meiner vom HERRN abgewandten Blicke, wenn ich auf das Tosen und Toben meiner Umwelt sehe, wenn ich meinen HERRN und ERLÖSER vergesse, dann beginne ich zu versinken in diesem Leben und Durcheinander. Dann muss ich mir sagen lassen: Du Kleingläubige! Doch ich darf auch wissen, dass Jesu Hand da ist um mich zu halten und zum Vater zu ziehen, mich wieder herauszuholen aus dem Sumpf von Sorgen und Leid, in dem ich zu versinken drohe.
Immer wieder, und immer mit dem Ziel, mich dauerhaft an den HERRN zu übergeben. Klingt wieder blöd, aber ich kann nie aus eigener Kraft im HERRN bleiben, dazu bedarf es SEINER Gnade und immer wieder neuen Erwählung, seiner Hand, die mich hält und zurückholt von meinen Abwegen, die schützend über mir liegt und mich bewahrt. Immer wieder bedarf es seinem Rufen und erneutem Annehmen meiner Schuld, sobald ich meine Abwege erkenne und zu ihm komme. Immer wieder brauche ich seinen Heiligen Geist, der mir beisteht und mich führt. Oh, wie oft vergesse ich, darum zu bitten und wie oft kehre ich verloren und mutlos um, immer wieder nur um zu erkennen, die Sünde war allein loszuziehen, ohne seinen Segen, seinen Geist und seinen Beistand, ich wollte das alles nicht, nun weiß ich, es wäre bitter nötig gewesen. Und doch marschiere ich immer wieder allein los.

HERR, wie groß ist deine Gnade, dass du mich immer wieder zu dir ziehst, mich lehrst und führst.
Ich will dir danken, für deine Gnade, für deine Führung, für deine Züchtigungen, die mich zur Umkehr zu dir und zum richtigen Weg ziehen.
Danke, dass du mich nicht verwirfst, sondern geduldig lehrst, ich immer wieder annimmst, mich formst und gestaltest.
Danke, dass du mich erwählt hast, dir zu dienen und dein Werkzeug zu sein.
Hilf mir, dass deine immer währende Güte und Liebe aus mir strahlt und den Menschen, denen ich dienen darf und für die ich arbeite, ein erkennbares Zeichen ist, dass du auch sie rufst und liebst.
Segne die Menschen, mit denen ich zusammen bin, segne die, die mir eine Last sind und schenke mir ein liebendes und vergebendes Herz.
Ich bitte dich für den heutigen Tag um Kraft und deinen Segen.
Sei mit allen Menschen, so sie wissen, wer du bist und auch so sie dich noch nicht kennen und heute kennenlernen dürfen in all deiner Liebe, Größe, Macht und Herrlichkeit.

AMEN

06. Februar


Gerechtigkeit erhöht ein Volk, aber die Sünde ist der Leute Verderben.
Sprüche 14,34

Meidet das Böse in jeder Gestalt.
1.Thessalonicher 5,22


Tja, Gerechtigkeit.
Was ist Gerechtigkeit? Wo finden wir sie? Können wir Menschen überhaupt gerecht sein oder miteinander umgehen?
Ist es nicht vielmehr so, dass wir immer nur das für gerecht halten, was unseren Vorteil beinhaltet?
Wie oft kommt es vor, dass wir um der Gerechtigkeit willen von etwas zurücktreten? Meinen wir nicht meist, sehr wohl ein Recht zu haben auf bestimmte Dinge und Annehmlichkeiten?
Urteilen bei anderen, ja, da habe ich keine Zweifel, das können wir. Ungerechtigkeit bei anderen erkennen, da liegt eine unserer Stärken.
Zuerst einmal ist in unserem Leben Gerechtigkeit definiert über unsere Gesetzgebung. In einer anderen Kultur sieht diese dann entsprechend anders aus.
Gelernt haben wir auch aus dem AT „Auge und Auge und Zahn um Zahn“, aus dem NT wissen wir aber auch, Gott lässt in seiner Gerechtigkeit die Sonne scheinen über guten und schlechten Menschen.
Was also ist die Gerechtigkeit, die hier gemeint ist?
Ich kann und will diese Frage nicht beantworten. Ich denke aber, das wir alle darüber nachdenken sollten.

Die Sünde.
Damit können wir wohl eher etwas anfangen. Sie ist klarer definiert und wir haben kaum einen Zweifel über das was Sünde ist. Doch auch hier ist maßgeblich wie und wo wir die Messlatte anlegen. Ich denke, die meisten von uns messen gern mit zweierlei Maß. Die Sünde der anderen ist idR größer und schwerwiegender als die eigene und ich habe erkennen müssen, dass meine eigene Großmut, in der ich in der Lage bin anderen ihre an mir begangenen Fehler vergeben kann, eine meiner größten Sünden ist, weil ich mich damit über diese Sünder erhebe und mich als besser hinstelle. Und das bin ich in keinster Weise. Ich bin genauso schlecht oder gut wie andere, meine Fehler wiegen genauso schwer, wie die aller anderen. Die eigene Überheblichkeit ist etwas furchtbares, sie macht uns blind für die Liebe und Gnade unseres HERRN, sie macht es unmöglich sich unter die Gnade des HERRN zu begeben und sich unter sein Urteil zu beugen.

GOTT, bin ich froh, dass du gerecht bist und urteilst. Wenn wir Gerechtigkeit finden können, dann bei DIR. All unsere Systeme und Ordnungen, alle Regelwerke und Gesetze sind nur ein Abklatsch DEINER Herrlichkeit und Güte. Deine Gerechtigkeit ist alles umfassend und wir könnten nicht vor DIR bestehen. Hab DANK für DEINE Gnade, durch DEINE Liebe zu uns Menschen, deinen Geschöpfen, hast DU das Opfer gegeben, dass unsere Schuld sühnt. Nur dadurch können wir vor DIR bestehen. Ich will mich mit ganzem Herzen beugen unter DEINE Gnade, alles will ich vor dich legen. Es ist so unbeschreiblich und wunderbar, dass ich mich so oft für unwürdig halte, von dir angenommen und geliebt zu sein. Endecke an mir Sünden und Fehler, die ich andern nicht ohne weiteres, wenn überhaupt vergeben könnte und DU besitzt die Liebe und die Großmut mich so anzunehmen wie ich bin. DU verurteilst mich nicht, DU liebst mich und nimmst mich immer wieder in Gnaden an.
Hab DANK, HERR.

Paulus schreibt „Prüfet aber alles, und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt.“
Wie ist das zusammengenommen zu verstehen?
Will er uns jetzt sagen, meidet die schlechten Menschen, bleibt unter euch und euresgleichen.
NEIN. Ich bin sicher, dass ist es nicht und niemals wird nachdem wir JESU Leben kennen dürfen, eine solche Forderung von Gott kommen. Denn Jesus ging gerade zu den Sündern, um ihnen von Gottes Reich und der Vergebung und Umkehr zu erzählen. Er forderte nicht, er drängte niemanden, er lud alles ein, am Hochzeitsfest teilzunehmen, immer in Verbindung, sich zu reinigen und das Festkleid anzuziehen. Aber ich erinnere mich nicht, dass er irgendwann jemandem das Ablegen der Sünde und die Umkehr verwehrt hätte.

Etwas anderes ist hier gemeint.
Tagtäglich haben wir mit Menschen zu tun, mit ihren Erzählungen, ihren Meinungen und Überzeugungen. Wir begegnen immer wieder Gläubigen, die uns von Ihrem Glauben und ihren Erfahrungen berichten. Wir unterstehen in unseren Gemeinden den Vorständen und Leitern, wir beugen uns in der Arbeit und in der Familie dem gemeinsamen Wohl.
Ich denke, hier setzt das Wort das Paulus hier an die Gemeinde schreibt an.
Alles was uns begegnet, was wir sehen, hören, lesen, denken, alles sollen wir prüfen, am besten mit Hilfe des Hl. Geistes, der uns vom Vater geschenkt ist,
In allem begegnet uns auch der Gegenspieler des HERRN, immer wieder wird auch der da sein um uns zu Fall zu bringen, uns zur Lüge und zum Aberglauben, zur Abgötterei zum Hochmut, zur Besserwisserei zu verleiten.
Hier setzt Paulus an und schreibt: meidet das Böse in jeder Gestalt.
Nehmt es nicht an!! seid nicht blind, prüft, bevor ihr glaubt was ihr seht und hört.
Und immer:
verwerft nicht den Menschen, aber das was er tut. Seid ehrlich, sagt was ihr wisst, über Gott, Jesus, Vergebung und Liebe. Nehmt die Menschen in Liebe wahr und an. Auch wir waren einst auf falschen Wegen unterwegs und konnten nur SEINE Wahrheit und Liebe erkennen, weil wir von anderen Christen, ob unserer Schlechtigkeit nicht verworfen wurden, sondern in Geduld und Leibe auf Gott und seine Wahrheit und Liebe hingewiesen wurden.

DANKE, HERR für deine Liebe und Gnade. Schenke uns nur eine Winzigkeit deiner alles umfassenden Liebe und Großmut, dass wir sie weitergeben und leben können, dass wir zu deinem Lob und zu deiner Ehre, vergeben können, annehmen können, lieben können, wo wir sonst nur urteilen und verwerfen würden.
DU vermagst es, uns mit deiner Gerechtigkeit auszustatten, Du machst uns fähig, die Menschen mit deinen Augen voller Liebe und Güte zu sehen. DU kannst und wirst uns helfen, sie mit den richtigen Worten und Werken auf ihre Fehlbarkeit und die Notwendigkeit deiner Gnade hinzuweisen.
Ich bin froh dass es dich gibt und das du mich liebst. Ich möchte jubeln und dich loben, bewahre mir dies bitte für den heutigen Tag. Doch bitte öffne mir auch die Augen für die Momente in den Ernst und fürsorgende Annahme notwendig sind – für andere und für mich selbst.

AMEN


07. Februar

 

Boas sprach zu den Schnittern: Der HERR sei mit euch! Sie antworteten: Der HERR segne dich!
Rut 2,4

Segnet, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt.
1.Petrus 3,9

Welch herrliche Einladung, anderen den Segen unseres Herrn zuzusprechen.
Und welch ein Versprechen. „weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt.“

Aber, einen Moment mal! Wovon spricht Petrus hier eigentlich? Wem sollen wir denn den Segen des Herrn zusprechen?
Lest mal Kapitel 3, das was hier gefordert ist, ist gar nicht so leicht und so toll, wie es im ersten Moment klingt.
Es ist eine ziemliche Herausforderung an uns. Hier gilt wieder an erster Stelle die Demut vor dem HERRN und vor den Menschen, die uns an die Seite gestellt sind.
Und genau Vers 9 beinhaltet noch „Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern dagegen segnet, …..“
Jetzt klingt es nicht mehr danach, dass ich von Gott gesegnet durch die Welt marschiere und die Leute segne oder jedem den Segen zuspreche. Jetzt lautet die Aufgabe; Mach dich klein, halte es aus, dass andere dich erniedrigen, dich gängeln, zurechtweisen, ohne zu widersprechen, ohne aufzubrausen, ja, im Gegenteil, segne die, die dir schaden.

Das ist ein harter Brocken finde ich.
Ich soll mir Ungerechtigkeit gefallen lassen, dann werde ich nichts gelten vor den Menschen, sie werden annehmen, sie könnten mit mir machen was sie wollten, sie werden …..

Stop, hier wird gerade die Rechnung ohne den Wirt gemacht.
Wir unterstehen ja nicht den Menschen, sondern haben den einen, einzigartigen Gott, der über uns wacht. Wenn wir seinem Wort folgen und uns unter seinen Willen beugen, dann brauchen wir Menschen ja nicht zu fürchten. Seine Maßgabe ist es, die uns unseren Platz in unserer Umwelt zuweist. Und wenn wir vor etwas keine Sorge haben brauchen, dann ist es das was andere Menschen von uns denken.

So lasst uns über den eigenen Schatten springen und heute jemandem den Segen zusprechen, der uns wirklich richtig nervt und Kraft kostet.
Es wird eine gute Erfahrung sein.
Jemanden segnen heißt ja ihm Gutes wünschen, ihn unter GottesHand zu stellen und unter SEINEN Schutz. Das ist so ohne weiteres ja gar nicht möglich, wenn ich auf jemanden richtig sauer bin, oder ich von Kollegen oder anderen richtig verärgert wurde. Doch eines weiß ich ganz sicher, es bringt Segen ins eigene Herz, denn ich mache in diesem Moment meinen Frieden mit der betreffenden Person.
Ich kann dies in mir tun, ohne Worte und ich kann den Segen direkt zusprechen, das kann denke ich jeder für sich entscheiden.

Boas war ein gottesfürchtiger und aufrichtiger Mensch, in diesem Bericht über Gottes Handeln an Naömi und Ruth, wird erzählt wie dieser Mann durch seine Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit den beiden Frauen dazu verhilft Gottes Hand in ihrem Leben zu entdecken, bzw. wiederzuentdecken.

Etwas was unserer Kultur verloren gegangen ist, tut er. Er kommt auf sein Feld und spricht seinen Arbeitern und allen anwesenden Gottes Nähe und Fürsorge zu, er segnet sie und er wird wieder gesegnet.
Ich kenne dies Formulierungen aus dem jüdischen und dem moslemischen: shalom oder Salam u aleikum (Salam) bedeutet ja eben das. Bis heute wird den Menschen, denen man begegnet bewusst der Segen des Herrn zugesprochen. Wo ist das im unserer Kultur geblieben. In meiner Gegend sagt man zum begrüßen „Grüß Gott!“ Aber wie viele sind sich des Ursprungs und der Bedeutung tatsächlich bewusst und haben dabei im Kopf, dass dies ein Segensgruß ist. Ebenso in Guten Tag, Gute Nacht etc., dem Ursprung nach sind es alles Segensgrüße. Es braucht nur das Bewusstsein, das wir mit unserem Gruß dem anderen den Segen zusprechen.

In diesem Sinne:

Ich wünsche euch allen einen guten Morgen, gesegneten Tag und SEINE Bewahrung bis in den Abend und die Nacht.

ER schenke euch Gutes und Gesundheit, Freude und Liebe, Demut und die Kraft der Vergebung.

AMEN

08. Februar



Der HERR war mit Josef, und was er tat, dazu gab der HERR Glück.
1.Mose 39,23

Paulus und Barnabas lehrten frei und offen im Vertrauen auf den Herrn, der das Wort seiner Gnade bezeugte und ließ Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hände.
Apostelgeschichte 14,3

Die Geschichte, die die Bibel über Josef erzählt, klingt für mich wie ein Märchen.
Wir haben viele Märchen, in denen jemand, der gut ist und ehrlich, und auf seinem Weg bleibt, ausgenutzt wird, verstoßen, betrogen, verleumdet, verraten.
Der große Unterschied ist, hier kennen wir den, der über Josef wacht, hier verlässt sich Josef nicht auf sich selbst, ist nicht von sich aus so herzensgut, sondern er lebt sein Leben bewusst unter Gottes Aufsicht und Hoheit. Bewusst übergibt und überlässt er Gott die Wacht und die Lenkung über sein Geschick.
Und der HERR lohnte diese Demut, indem ER Josef begleitete und SEINEN Segen gab zu allem was Josef tat. Nichts, was ihm seine Brüder, die Frau des Potiphar und sonstige Neider antaten, konnte ihm schaden.
Hier sehe ich das Wort aus Römer 8,28 bewahrheitet. Nichts kann ihm schaden, ihn aus der Bahn werfen, alles was geschieht dient der Erfüllung dessen, was Gott mit Josef geplant hat.

Ich bin überzeugt, dass es einen solchen Plan für jeden von uns gibt. Das macht mich froh, denn so bin ich gewiss, dass nichts mich von Gott entfernen kann, dass ich getrost in allem IHN finden kann und dass ER mich lehrt. Ich brauche mich nicht aufzuregen, nicht wütend sein, die Menschen nicht verfluchen. Ich kann Bezug nehmend auf die gestrige Losung, die Menschen segnen, ihnen Gutes wünschen, weil ich weiß, dass alles, was andere mir tun, mir nicht schadet sondern es auf jeden Fall etwas gibt, was mir hilft bei Gott zu bleiben und IHM näher zu kommen.

Eine andere Seite schildert die Apostelgeschichte. Doch auch hier ist der Grundgedanke: Vertraue dem HERRN. Paulus und Barnabas hatten unter Widrigkeiten Gottes Wort zu verkünden. Diese lagen in der Ablehnung der nicht an Jesus gläubig gewordenen Juden, die nun begannen, die Heiden gegen die junge Christengemeinde und ihre Führer aufzustacheln. Doch unter dem festen Vertrauen auf den HERRN und sein Wort predigten sie in Synagogen und unter den Heiden und der HERR ließ sie nicht allein und beglaubigte ihre Predigt durch Wunder und Zeichen ihrer Hände.
Sie brauchten nichts zu fürchten, denn sie wussten sich unter der bewahrenden Hand des HERRN. IHN zu verkünden war ihr Ziel und dafür waren sie bereit Risiken einzugehen, sich selbst und die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zurückzustellen. Und der HERR wachte über sie und bewahrte sie.

Zwei Beispiele, die heute in der Losung beschreiben, wie GOTT über seine Kinder wacht, ihr Tun segnet und sie vor der Welt bewahrt.
In dem festen Wissen, dass dieses Wort auch uns gilt, dass auch wir uns darauf verlassen können, bin ich bemüht, mein Vertrauen in den HERRN wachsen zu lassen und die Angst vor der „Welt“ zu verlieren. Ich weiß der HERR wacht über uns allen und er segnet unser Tun zu seinem Lob und seiner Herrlichkeit. Insofern ist jede Sorge von Menschen verlacht zu werden unnötig. Naja, nicht unberechtigt, es ist zu erwarten ausgelacht zu werden, aber es ist genauso sicher, dass andere ihren Weg mit Jesus beginnen werden. Und das allein wiegt doch jedes Lachen auf.

HERR, hab Dank für DEIN Wort und DEIN Versprechen uns beizustehen, wenn wir zu DEINEM Lob unter den Menschen sind und ihnen dein Wort, deine Liebe, deine Gnade und deine Bereitschaft zur Vergebung unserer Sünden verkünden.
Schenke uns Mut und Vertrauen zu DIR, dass wir nicht feige den Schwanz einziehen, weil wir die Ablehnung derer befürchten, mit denen wir reden. Lass uns einen Segen sein , für die, die DICH so nötig brauchen.
HERR, Danke, dass DU da bist und wir DEINER Nähe und Gegenwart vertrauen dürfen.

AMEN

09. Februar


Lobet Gott für seine Taten, lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit!
Psalm 150,2

Der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat das Reich eingenommen! Lasst uns freuen und fröhlich sein und ihm die Ehre geben.
Offenbarung 19,6-7

„Gott hat uns zu seinem Lob geschaffen.“

Mit diesem Loben habe ich Schwierigkeiten. Es ärgert mich und regt mich auf. In mir sträubt sich mein Geist bei der Vorstellung dieser Art von Anbetung. Warum?

Nun, meine Fantasie erlaubt mir folgenden Blick:
Ein Thron in einem riesigen Saal, ringsherum kniende Menschen, Engel und was es auch sonst immer in der sichtbaren und uns unsichtbaren Welt gibt. Alles beugt sich vor dem Thron, oder vielmehr, vor dem der darauf sitzt.
Grund der Anbetung, „danke dafür dass du mich geschaffen hast.“ ???
Der erste Satz den ich oben geschrieben habe ist ein Zitat aus der Erklärung zur Lutherbibel. Ich finde ihn furchtbar.
Was ist das für ein Wesen, dass Dinge oder Leben erschafft um sich selbst zu verherrlichen?

Naja, da wäre wieder die Frage, warum Gott das überhaupt alles gemacht hat. Aber Gott sei dank ist das nichts was ich begreifen muss. Ich bin da, ich existiere auf dieser Welt, ich bin ein Gedanke Gottes, und ich weiß, dass ER mein Leben lenkt. Dafür kann ich IHN loben und preisen, ich kann IHM mit ganzen Herzen danken, dafür, dass er mich mit meinen Fehlern und allen Taten liebt und mich so annimmt wie ich bin.

Heute spricht mein rebellischer Geist. Er wirft Fragen auf, von denen ich eigentlich weiß, dass sie mir nicht zustehen, aber auch, dass sie einst vor seinem Thron beantwortet werden, und ich es dann wissen darf.

Ich kann mich gerade nicht der Frage entziehen, warum er mich eigentlich geschaffen hat. Warum hat er mich so unvollkommen geschaffen, warum mache ich Fehler, er hätte es doch schon bei Adam und Eva besser machen können. Ich denke jetzt nicht laut weiter!

Ich bin mir ziemlich sicher, dass jetzt gerade nicht der Heilige Geist mein Berater ist und doch schreibe ich diese Gedanken auf und lege sie vor GOTT, denn ER ist mein HERR und ER wird mich bewahren. ER kann diese Gedanken und Zweifel von mir nehmen oder eine Antwort schenken. Ich verlasse mich da ganz auf IHN. Und ich bitte den HERRN, dass diese meine Fragen und Gedanken euch keinen Schaden nehmen lassen.

HERR, DU kennst meine Sorgen und Zweifel, DU kennst den Ursprung meiner Fragen und DU bist DER, der mein Herz zur Ruhe bringt und mit Gewissheit füllt. Lass diese Fragen, die heute meine Gedanken zur Losung bestimmen nicht unbeachtet, nimm DICH ihrer an und schenke mir und denen die sich ähnliche Gedanken machen Frieden mit dir.
Ich weiß, es ist nicht unsere Sache, uns deinen Kopf zu zerbrechen, doch diese Gedanken und Fragen existieren. Beruhige mein Herz und schenke mir eine Antwort. Eine die mich ruhig werden lässt vor dir und die mir den Boden unter den Füßen nicht entgleiten lässt, wenn mir mal jemand genau diese Fragen stellt. Eine Antwort, die nicht die Enstehung deiner Schöpfung erklärt oder begründet, das zu wissen steht mir nicht zu, aber eine Antwort, die diese Fragen verstummen lässt. Vertreibe die Zweifel und Fragen, die mich von dir fernhalten wollen und dir dein Lob versagen.
HERR, ich komme mit allem zu dir und ich beuge mich unter deine Gnade.

AMEN

10. Februar



Der Vater macht den Kindern deine Treue kund.
Jesaja 38,19

Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn.
Epheser 6,4

Ich nehme mir jetzt einfach die gedankliche Freiheit und ersetze Vater durch Eltern. Dies ist für mich insofern eine Notwendigkeit, da ich solches Verhalten vom männlichen Part in unserer Familie nicht voraussetzen kann und ihn insofern auch nicht darin unterstützen kann. Ich will mir aber auch nicht anmaßen und es durch „Mutter“ ersetzen.

Ich denke, es ist möglich dies zu tun, da heute unsere familiären Hierarchien aufgebrochen sind und die Hausregeln nicht mehr ausschließlich auf den Vater zurückzuführen sind. Auch haben wir viel alleinerziehende Mütter und Väter, die jeweils für sich dann diese Rolle übernehmen.

Ja, also was ist nach diesen Versen die Aufgabe der Eltern?:

Wir berichten unseren Kindern von unseren Erfahrungen mit Gott, mit seiner Begleitung und fürsorgenden Liebe, von seinen Maßregelungen genauso wie von seinen Führungen, von seiner Treue trotz unserer Untreue, von seiner erbarmenden Liebe zu uns Menschen.
Dies ist eine wunderbare Aufgabe! Wir können so unseren Kindern die Augen und Ohren öffnen, ihr Interesse wecken, ihre Bereitschaft sich zu öffnen für Gottes Wirken in ihrem eigenen Leben. Wir können ihnen so ermöglichen, IHN als ihren HERRN anzunehmen und IHN in ihrem Leben wirken zu lassen. Wir können ihnen so zeigen, dass das Vertrauen in den HERRN Segen bringt.
Ich finde es wunderbar, wenn mein Kind singt oder betet, in dem kleinen Herzen ist soviel kindliche Liebe und Gewissheit, so ein fester Glaube an SEINE Gegenwart. Ich danke dem HERRN für dieses Kind, das mich mit seiner wunderbaren Treue und Annahme seiner Liebe immer wieder zurückholt zu IHM.

Reizt Eure Kinder nicht zum Zorn!
Das ist eine Herausforderung, an der ich für meinen Teil fast jeden Tag scheitere. Wie viel fehlt mir noch an Liebe und Geduld, dass ich meinem Kind die Regeln des Lebens nahe bringe ohne es wütend zu machen. Ich bin selbst so oft wütend und schimpfe. Die Wut auf Seiten meines Kindes ist somit vorprogrammiert. Da habe ich noch sehr viel zu lernen an Demut und Beugung unter den HERRN. Auch ist ja die Aufgabe, sie zu erziehen in der Zucht und Ermahnung des HERRN. So sollte ich auch als Beispiel vorangehen und mir SEINE Zucht und Ermahnung gefallen lassen. Und das so, dass meine Familie es auch zu spüren bekommt und miterleben darf. Wie sonst sollte es denen, die von mir lernen, möglich sein, das was ich erzähle anzunehmen.

Wozu diese Ermahnungen?
Sie sind zum Teil einfach ein Teil des Wesens unseres HERRN, sie widerspiegeln SEINEN Umgang mit uns.
Und was ich für sehr wichtig halte, sie wollen uns zeigen, wie wir der Auflehnung unserer Kinder gegen uns und gegen den HERRN richtig begegnen. Nur mit Liebe und Geduld, mit der Annahme unserer Kinder mit ihren Eigenheiten und Besonderheiten können wir sie auf den Weg ihres Lebens schicken. Gehen sie wütend und voller Zorn ins Leben, ohne die Erfahrung der Liebe und Annahme ihrer selbst, so wie sie sind, so werden sie kämpfen gegen etwas was sie nicht besiegen können: sich selbst. Sie werden leiden unter dem Gefühl, nicht geliebt zu sein, sie werden leben in der Überzeugung, alles selbst schaffen zu müssen, sie werden allein sein in sich selbst und nicht zu uns oder unserem HERRN kommen mit ihrem Leid und ihren Lasten.
Es wäre ein Fluch so leben zu müssen.
Es ist unsere Aufgabe, sie mit Vertrauen in den HERRN zu erziehen, ihnen die Gewissheit der Liebe und Annahme GOTTES zu vermitteln.
Das ist eine schwere Aufgabe, aber eine Aufgabe, die uns selbst nur näher zu unserem HERRN bringen kann, die uns Demut lehrt und Geduld.

HERR ich danke dir für deine Geduld mit uns, für deine Worte, die uns lehren wollen, dir zu vertrauen. Ich danke dir für dein Vertrauen in mich. Du hast mein Leben mit einem Kind gesegnet das einzigartiger und wunderbarer nicht sein kann.
Bitte lehre mich, es in seiner Einzigartigkeit zu lieben und zu bewahren, dass es unter deiner Hand und in der Gewissheit Deiner Liebe aufwächst und stark wird, um den Gefahren und Nöten seines Lebens zu begegnen und immer den Weg zu Dir findet wenn es nicht weitergeht.
Ich danke dir, dass du über meine Kindheit deine Hand gehalten hast, dass du meiner Mutter beigestanden bist, als es um meine Erziehung im Glauben zu Dir ging.
Ich danke dir, für den Beistand, den du meiner Mutter geleistet hast, als durch ihren Glauben und ihre Erziehung der Same des Glaubens und die Wurzeln des Vertrauens in Dich in mein Herz gelegt wurden.
Ich bitte Dich, wache über die Erziehung unseres Kindes und lass dein Wort in ihm wurzeln und Frucht bringen. Ich lege das Leben unseres Kindes, wie das meine vertrauensvoll in DEINE bewahrenden und segnenden Hände.
DU bist HERR und DU wachst, DU formst und gestaltest.

AMEN


11. Februar


Zuflucht ist bei dem alten Gott.
5.Mose 33,27

Seine Barmherzigkeit währt von Geschlecht zu Geschlecht bei denen, die ihn fürchten.
Lukas 1,50

Zuflucht und Barmherzigkeit.
Beides finden wir bei GOTT. Beides ist nach so vielen Jahrhunderten eigentlich Gewissheit. Aber es ist wie mit fast allem was in der Bibel steht. Ein Versprechen, auf das wir uns vor Gott berufen können und gleichzeitig eine tiefe Erfahrung Gläubiger und doch immer wieder etwas, das scheinbar nicht für uns gilt.

Heute ist es schwer bei Gott Zuflucht zu finden. Warum eigentlich? Vielleicht weil wir uns Gott zurecht biegen wollen, wir von ihm erwarten, dass er unseren Wünschen entspricht, dass er uns vor allem bewahrt.
Doch es heißt „Zuflucht ist bei dem alten Gott.“ also bei dem von früher, bei dem der die Welt erschuf, Bei ihm sollen wir Zuflucht suchen. Und dort werden wir sie auch finden. Doch es kostet was: es kostet unsere Ansprüche und Erwartungen, Gott lässt sich nicht in unseren Rahmen pressen. Er erwartet, dass wir zu IHM kommen, unsere behelfsmäßigen Zufluchtsstätten verlassen und ihn suchen.
ER ist der GOTT, der Adam und Eva aus dem Paradies schicken musste, der Gott Abrahams, Moses und Israels, Er ist immer der Gott derer die ihn suchen und ihn als Zufluchtsstätte in Anspruch nehmen.
Heute sind wir sooft gefangen in den Erwartungen anderer und unserer selbst. Wir suchen Zuflucht in den Annehmlichkeiten von heute und bei Ärzten, Pillen, Alkohol, im Einkaufen, in Drogen, und so geht es fast endlos weiter. Gesegnet sind die Menschen, die es aus diesem Kreislauf heraus schaffen, die durch Gottes Liebe erkennen können, wo ihre wahre Zuflucht ist.

An denen bewahrheitet sich noch heute der Lobgesang der Maria. Sie gehören zu denen die IHN fürchten. An denen, die es schaffen, diese Tretmühle unserer Anforderungen und Erwartungen zu verlassen und sich Gott unterwerfen, an denen offenbart sich Gott als Herr und Diener. Er erweist seine Barmherzigkeit, er nimmt in Gnaden an, die die sich auf Jesus berufen und um Vergebung bitten.
ER übernimmt die Führung-

HERR, heute fällt es mir schwer, die richtigen Gedanken zu finden und aufzuschreiben. Ich rufe dich an, sei heute meine Zuflucht, gewähre mir unter deinen Flügel eine Ruhepause von den Lasten die ich mit mir herumschleppe. Ich kann so vieles noch nicht loslassen, Hilf mir, denn ich spüre die Traurigkeit, die mich festhält und von deiner Liebe fernhält. Hilf mir loszulassen, was nicht meine Sorge sein soll. DU weißt, wo ich fehle, du weist wo mir die Demut fehlt, du weißt, wo meine Leiden beginnen und enden. DU kannst heilen.
Manchmal frage ich mich, was Dich fürchten bedeutet. Vielleicht fehlt mir die Furcht vor dir. Ich bin so oft so voll Freude über das was du in meinem Leben getan hast. Voll Dankbarkeit für die Gnade, die du mir gewährt hast. Ich habe lernen dürfen, dass deine Lenkungen nicht immer nur schön sind, aber immer meinem Wohl dienen.
Fürchten heißt für mich eigentlich Angst haben, und die habe ich vor allem, aber nicht vor DIR.
Heißt dich fürchten, vielleicht, Angst haben, dass du gehen könntest, weil ich deinem Weg nicht folge? Ja, da habe ich Sorgen, dass ich dich verlassen könnte, ohne es zu merken. Vielleicht bin ich gerade dabei. Mir fehlt im Moment so die Freude, der Lebensmut, die Lust am Singen und Loben.
HERR, du willst meine Zuflucht sein. Nimm mich an und schenke mir Kraft und Freude.
Ich weiß, ich komme jeden Tag und verlange von dir Kraft und Segen und Freude und Liebe und und und. Doch ich weiß, dass ich das alles nur von dir bekommen kann, dass ich bei dir an der einzig richtigen Adresse bin. Halt mich fest.
AMEN


12. Februar


Ich will sie sammeln von den Enden der Erde, auch Blinde und Lahme, Schwangere und junge Mütter, dass sie als große Gemeinde wieder hierher kommen sollen.
Jeremia 31,8

Der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde.
Lukas 14,23

Wow.
Alle sind eingeladen. Alle sind gerufen zu kommen in das Haus des HERRN, mit IHM das Festmahl zu feiern.

Das wär mal was. Ich laufe nichtsahnend die Straße runter und plötzlich werde ich auf eine riesen Party eingeladen.
Ja was würde da passieren. Selbst wenn mir gesagt würde, dass sie im Haus Gottes stattfindet und nix kostet außer meiner Zeit, die ich dort verbringen würde, würde ich vermutlich nicht mitgehen.
Ich hätte vermutlich meine Einkäufe nach hause zu bringen, das Kind abzuholen, müsste kochen oder waschen oder was sonst auch immer.

Mir wäre vermutlich nicht klar, dass es hier um mein Seelenheil gehen könnte und des HERRN persönliche Einladung an mich ausgesprochen ist.
Naja, ich meine ich bin ja schon gerettet, ich opfere schließlich jeden Morgen mindestens eine Stunde meiner Zeit für den HERRN. Da ist es wieder: meine Überheblichkeit, der Glaube etwas besseres zu sein, das Heil nicht nötig zu haben, im Moment etwas wichtigeres tun zu müssen und damit GOTT auf ein Abstellgleis stellen.

Ich habe so das Gefühl, das das was ich gerade beschrieb etwas ist, was ich jeden Tag mehrfach tue. Wie geht es Euch? Seid ihr da anders? Erkennt ihr jede Einladung des HERRN zu seinem Festmahl,
Wer seid Ihr? Die ursprünglich geladenen? Oder die, die die spontan gerufen wurden, als die Geladenen nicht kamen, oder die die von den Zäunen und Landstraßen gerufen sind.
Habt ihr Zeit oder ist etwas anderes wichtiger?

Ein anderer Gedanke drängt sich mir auf. Ich betrachte mich nicht als einen der ursprünglich geladenen, höchstens als einen derer die stattdessen zum Mahl erscheinen durften. Ich bin also zweite Wahl.
Total blöd, ich komme aus solchem Schubladendenken nicht heraus. Andererseits, immerhin, auf einer dieser Parties bin ich schon mal gewesen, da habe ich nicht gedacht, dass ich zweite Wahl bin, sondern war froh, dass noch Platz war im Hause des HERRN.

Wenn ich mir jetzt überlege, dass ich ja schon zu seinen geladenen Gästen gehöre und es trotzdem fertig bringe mich seiner Einladung durch Alltäglichkeiten zu entziehen, oh weh.
Manchmal herrscht in mir die Sorge, ob ich es schaffe mich würdig zu erweisen, ob ich dann wenn es soweit ist auch da bin, manchmal fürchte ich, ich könnte nicht bereit sein, es nicht merken, vielleicht muss ich gerade waschen oder ich habe wie die Jungfrauen, die auf den Bräutigam warten nicht genug Öl dabei.

Manchmal ist es schwer über den eigenen Tellerrand zu schauen und scheinbar unmöglich zu begreifen, was Gott von mir will.

Manchmal weiß ich aber auch mit jeder Faser meines Herzens und Körpers, dass ich auf der Party bin. Dann weiß ich, dass mich nichts von hier wegholen kann und darf.

Im Moment frage ich mich, wie ich es geschafft habe mich wieder raus vor die Tür zu stellen und jetzt zuzuschauen, wer sonst noch reinkommt.
Ich meine GOTT hat gewiss nicht gesagt: Geh vor die Tür. Es sei denn er hätte gesagt: Geh und lade ein wer auch immer dir über den Weg läuft.
Dann wäre es ja ok, wieder vor der Tür zu stehen. Aber so fühlt es sich halt nicht an.

HERR hilf mir, dass ich nicht so dumm bin und deine Party verlasse, ohne den Schlüssel zur Eingangstür mit zu nehmen. Lass mich gewiss sein, dass ich auch wenn ich rausgehe, wieder reinkommen darf.
Ich denke ich brauche nicht zu wissen, ob ich erste, zweite, dritte Wahl bin, als du mich gerufen und eingeladen hast, denn du hast ja alle Menschen zu dir gerufen, ja uns alle geschaffen. Ich danke dir, dass ich mich dein Kind nennen darf und du über mich wachst. Bewahre mich vor allen Zweifeln und Ängsten, lass das Böse nicht in mir an Raum gewinnen, du bist HERR in meinem Leben, DU bist der Gastgeber zur gößten Feier in meinem Leben. Lass mich deiner Liebe und Gnade gewiss sein und schenke mir die Kraft und die Treue zu Dir, dass ich losgehen kann als dein Knecht, neue Gäste zu laden. Und schenke mir die Demut, immer zu erkennen, wie nötig ich auch deine Einladung habe, schenke mir die Erkenntnis, dass nichts wichtiger ist als die Einladung in dein Haus und schenke mir den Mut, den Alltäglichkeiten zu sagen Ihr müsst jetzt warten, der HERR hat mich gerufen.

Amen

„Komm, sag es allen weiter, ruf es in jedes Haus hinein,
komm sag es allen weiter, Gott selber lädt uns ein.“

der Refrain viel mir gerade ein :-)

einen gesegneten Tag und offene Ohren für seine Einladung euch allen

13. Februar

 

Du sprichst: »Ich bin unschuldig; er hat ja doch seinen Zorn von mir gewandt.« Siehe, ich will dich richten, weil du sprichst: »Ich habe nicht gesündigt.«
Jeremia 2,35

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
1.Johannes 1,8

„Vergib uns unsere Schuld und erlöse uns von dem Bösen.!

Ich denke, dieser Vers ist wichtiger als die Bitte ums tägliche Brot – zumindest hier bei uns in Deutschland ist die Sorge ums Brot fast unnötig und für einen Christen schon fast wieder Sünde, da wir uns, wie auch Christen in der dritten Welt, in Gottes Hand wissen aber ganz gewiss in einem Land leben in dem man leiblich nicht hungern muss.

Aber Schuld haben wir alle, und zwar endlos viel. Wir sagen, als Christen leben wir in der Nachfolge JESU. Nur an IHN und den Weg den ER gegangen ist, reichen wir niemals heran. Selbst mit der größten Anstrengung aller unserer Kräfte werden wir nie so sein wie ER.
Ich denke, es wäre auch anmaßend, zu glauben, wir könnten seine Herrlichkeit erreichen.

Ein Vergleich, auch wenn ich Vergleiche nicht mag, weil jeder Mensch von Gott einzigartig gemacht ist, unseres Lebens mit JESU Leben und der Art seinen Weg zu gehen, zeigt unsere Schuld.
Jeden Tag sagt uns unser Gewissen, wo wir falsch lagen in unseren Entscheidungen.

Zu glauben wir wären ohne Schuld und Sünde wäre wohl die größte Sünde, denn es hieße, wir könnten vor Gott bestehen und hätten Herrlichkeit wie sein Sohn.
Allein der Gedanke ist grotesk.

Wozu bräuchten wir die Vergebung, wenn wir ohne Sünde wären? Wozu war JESU Opfertod nötig, wenn wir keine Schuld auf uns laden würden.

Fakt ist, JESUS ist gestorben - für dich, für mich, für jeden der war und für jeden der noch kommt, wir können in seinem Blut reingewaschen werden, so wir seinen Tod annehmen als Preis für unsere Schuld. Ein hoher Preis, den wir nicht zahlen könnten. Und das einzige was uns vor Gott im Gericht bestehen lässt.

Wie dumm und unvernünftig wäre es zu sagen „Ich bin ohne Schuld oder Sünde“ wir würden uns selbst die Vergebung aus Gottes Liebe zu uns versagen.

HERR, ich danke DIR, dass Du mich Sünder angenommen hast und mir durch JESUS, DEINEN Sohn, Vergebung geschenkt hast.
Ich bin nun kein bisschen besser als vorher, ich sündige nach wie vor täglich, ich bitte DICH um Vergebung erneut und immer wieder. Auch wenn ich nicht sündigen will, auch wenn ich so perfekt sein will, dass ich keine Fehler mehr mache und wirklich nur noch treu dem Vorbild DEINES Sohnes folge, so weiß ich, dass ich SEINE Herrlichkeit im Leben nie erreichen kann.
Ich danke DIR, dass DU mir in der Ewigkeit Anteil geben willst an DEINER Herrlichkeit.
Bitte lass mich nie vergessen, dass ich angenommen bin, mit und trotz meiner Sünden. Lass mich nie vergessen, wie sehr ich Vergebung brauche und auch dass ich immer kommen darf um meine Schuld vor dir zu bekennen und mir Vergebung zusprechen lassen kann.
HERR, öffne meine Augen für die Fehler, die ich begehe, hilf mir, besser zu werden als ich es vorher war, hilf mir dir näher zu kommen. Ich brauche die Erkenntnis über die Fehler die ich begehe, die Gewissheit DEINER Vergebung und DEINEN Segen wie (und noch mehr als) das tägliche Brot.
Danke für DEINE Gnade. Danke, dass ich frei bin von meinen Sünden durch Deine Liebe und Vergebung. Danke, dass DU bei mir bist und mich begleitetest.

Herr, ich merke, mir fehlt zur Zeit der Jubel und die Freude. Hilf mir, sie in mir wiederzuentdecken und lass mich in deinem Licht singen und tanzen.

AMEN

14. Februar

 

Ich will euch erlösen, dass ihr ein Segen sein sollt.
Sacharja 8,13

Paulus schreibt: Nicht, dass ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin.
Philipper 3,12

Wir liegen vor dir mit unserm Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.
Daniel 9,18


Was ist heute wichtig, was will Gott mit dem heutigen Wort sagen, uns mitgeben für den Tag?
Ich habe den Wochenspruch noch mit dazu genommen. Ich frage mich ob es recht ist wenn ich die Verse aus ihrem Zusammenhang nehme. Sie haben ja ursprünglich eine eigene Geschichte.

Diese Geschichten lassen heute keinen Bezug zu mir zu. Die einzelnen Verse schon.

So „liege“ ich vor IHM im Gebet und im Vertrauen auf seine Barmherzigkeit, die zuteil wird im Tode und der Auferstehung JESU CHRISTI, denn nach den Maßstäben menschlicher Gerechtigkeit hätte ich wohl keinen Anspruch darauf, dass auch nur eine Silbe meiner Bitten erhört würde.
So fehlt mir im Moment nur eins: Dankbarkeit. Ich bin gefangen im Jammern und Flehen um Vergebung, um Segen, um Freude im Leben, um Kraft, um.... . SO damit beschäftigt zu bitten um seine Gaben, dass ich sie gar nicht sehe. Ich sollte DANKE sagen, weil der HERR mir eben alles das, was ich erbitte zuteil werden lässt in dem Maße, in dem es jeweils notwendig und seinem Weg mit mir förderlich ist.

Gott verspricht, er will mich erlösen, dass ich ein Segen sei. Nun, das hat er, ER hat mich erlöst, er hat mir Einsicht geschenkt, er hat mich erkennen lassen, dass JESUS für mich und meine Sünden gestorben ist, er hat mir die damit verbundene Freude geschenkt, die Liebe, die Kraft, seine Gnade, kurzum alles was nötig war und ist, um ein Segen zu sein.
Und eigentlich weiß ich, dass ich ein Segen bin, für andere. Nein, dass soll nicht überheblich sein. Ich bin durch seine Gnade neu geschaffen, ER hat mich von meinem falschen Weg geholt und einen neuen und besseren mit mir eingeschlagen. Und indem er mich lehrt und mir Demut beibringt, darf ich besonders im Rahmen meiner Arbeit ein Segen sein. Da bin ich gewiss.
Es ist nichts besonderes, meine Arbeit. Ich helfe Menschen, die nicht allein zurecht kommen, bei den täglichen Notwendigkeiten. Und Gott schenkt mir die Freude bei der Arbeit, das Lied auf meinen Lippen, das freundliche Wort für den Verzagten. ER lässt mich dort ein Segen sein.

Meine Freizeit, meine Zeit mit der Familie ist nicht so fröhlich und voller Freude. Da nehme ich den HERRN irgendwie nicht richtig mit, es ist als ob er vor der Tür bliebe und ich weiß noch nicht warum. Es fällt mir schwer, sein Wort hier gelten zu lassen und es anzunehmen. Liegts daran, dass meine Ehe geschlossen wurde ohne nach des HERRN Segen zu fragen? Liegts daran, dass ich mich weigere dies anzunehmen, liegts daran, dass ich mir hier manches nicht vergeben kann? ….. Liegts daran, dass ich Konsequenzen fürchte oder im Zugzwang stehen könnte. ….
Ich jage nach,aber ists genug?
Ich suche in jedem schwachen und müden Moment, ich hangele nach der Gnade und vergehe in Sehnsucht nach seiner Geborgenheit. Ich jage nach der Vollkommenheit, nach Liebe, nach Vergebung.

Das ist wohl nicht das, dem Paulus da nachjagt. Paulus trägt in sich eine Gewissheit, die mir an vielen Stellen noch fehlt.

Schluss mit dem Jammern!! Ich weiß, ich bin erlöst, ich habe die Gewissheit, dass Jesus für meine Schuld gestorben ist und sie von meinen Schultern genommen ist. Es gibt keinen Grund, zu jammern. Vielmehr unsagbar viel Grund zur Freude.

JA, das ist es. Dem will ich heute nachjagen: der Freude, dem Lob, dem Dank.

Herr ich danke dir für deinen Segen, ich danke dir, dass du mit Freude schenkst und dass du mich an die große Gnadengabe erinnerst. Danke, dass du mich frei machst von den Gedanken der Schuld, des Versagens und des Verzagens.
DANKE, DASS DU MICH LIEBST.

AMEN

15. Februar


Sprich nicht: »Ich will Böses vergelten!« Harre des HERRN, der wird dir helfen.
Sprüche 20,22

Liebt eure Feinde; tut wohl denen, die euch hassen.
Lukas 6,27


„..segnet, die euch fluchen, bittet für die, so euch beleidigen.“


„Das Grundgesetz des Gottesreiches ist die Liebe, die auch den Feind umfasst, nicht Böses mit Bösem vergilt, nicht nur da wohltut, wo sie auf ihre Kosten kommt. Wie gründlich wird hier das Schema dieser Welt gesprengt.“
„Der Verzicht auf Vergeltung erwächst aus dem unbedingten Gottvertrauen und soll zur Feindesliebe führen“

Ich habe hier die Erklärungen der Lutherbibel zitiert, die meiner Ansicht nach die Bedeutung der Verse erfassen.
Ich finde diese Verse toll, es ist das, was ich jedem raten möchte, der Leid erfahren musste und nun auf Rache sinnt.

Aber der Gedanke an Rache ist nicht das einzige, was nach erfahrener Ungerechtigkeit das Herz schwer macht.
Wir verstricken uns so in Schuld, wenn wir es nicht schaffen unseren Feinden und Freunden zu vergeben. Wir belasten unser Herz, unsere Seele, unser Leben, unser Denken. Die Wut und die Gedanken an Rache oder die Forderung nach Sühnung kann uns so verblenden, unsere Sicht auf den HERRN verdecken und alles ohne dass wir es merken.

Was passiert, wenn wir das erfahrene Leid und Unrecht an GOTT abgeben und IHM anvertrauen?
Wir werden frei!
Frei von Gedanken der Rache, die Schuld auf uns laden,
frei von Hass, der uns die Möglichkeit der Liebe und Vergebung nimmt.
Frei von Selbstmitleid, das uns nicht sehen lässt, wie groß Gottes Güte mit uns ist.

Das Anrufen unseres HERRN und das Überlassen des Richtens und der Vollstreckung des Urteiles seiner Weisheit verhindert, das wir im Gegenzug zum an uns schuldig gewordenen ebenfalls Schuld auf uns laden. Wir geben Gott die Ehre, und nach seinem Ratschluss kann er heilen, vergeben, strafen oder erzieherisch tätig werden.

Wenn ich mir überlege, dass alle, an denen ich schuldig werde, losgehen und das richten und strafen selbst in die Hand nähmen, dann sähe ich vermutlich ziemlich alt aus. Es reicht, dass ich damit leben muss, dass die meisten Menschen es nicht schaffen, mir Vergebung zu teil werden zu lassen und ich scheinst ewig mit der Schuld konfrontiert werde. Da bin ich froh, dass der HERR mich von meinen Sünden freigesprochen hat und ich nach seinem Urteil begnadigt und frei bin, nun seinem Weg zu folgen.
JA, ER hat mich durch sein Blut freigemacht von er Sündenlast meiner Taten. ER hat mir seine Vergebung geschenkt. Das lässt mich frei sein unter all den Vorwürfen meiner „Gläubiger“, die meinen noch immer ein Recht auf Vergeltung zu haben. Sie können mir mit Worten nichts mehr anhaben und ihre Taten werden mir zum Heil, wie der HERR versprochen hat, dass mir alles zum Besten dienen muss.

Jetzt ist meine große Aufgabe ebenfalls zu vergeben, denen die mir Böses wollen. Und zwar komplett, es ist nicht nur das sich nicht selbst rächen wollen. Es schließt mit ein, dass ich auch den HERRN nicht bitte, diese Personen zu strafen. Es bedeutet, mein Herz warm zu lassen für diese Menschen, ihnen mit Liebe zu begegnen.
Und der HERR wird es schenken, so wir ihn darum bitten. Wir brauchen nicht zu versinken in Selbstmitleid und Elend und Kraftlosigkeit.
Wir können es getrost IHM überlassen und ER wird uns mit Freude und Liebe füllen.

16. Februar


Betrachte das Buch des Gesetzes Tag und Nacht, dass du es hältst und tust in allen Dingen.
Josua 1,8

8 Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Munde weichen, und du sollst darüber sinnen Tag und Nacht, auf dass du darauf achtest, zu tun nach allem, was darin geschrieben ist; denn alsdann wirst du auf deinem Wege Erfolg haben, und alsdann wird es dir gelingen


Was immer ihr tut, daran arbeitet von Herzen als für den Herrn und nicht für Menschen.
Kolosser 3,23

22 Ihr Knechte, gehorchet in allem euren Herren nach dem Fleische, nicht in Augendienerei, als Menschengefällige, sondern in Einfalt des Herzens, den Herrn fürchtend.
23 Was irgend ihr tut, arbeitet von Herzen, als dem Herrn und nicht den Menschen,
24 da ihr wisset, dass ihr vom Herrn die Vergeltung des Erbes empfangen werdet; ihr dienet dem Herrn Christus.


Irgendwie finde ich es ärgerlich, dass ich in jeder Bibelübersetzung einen anderen Text finde, der manchmal für mich sogar einen anderen Sinn ergibt.

Naja, vielleicht ist es gut, dass es so ist. So könnte ich, dadurch dass ich über den eigentlichen Sinn nachdenke, die Worte besser verinnerlichen.

Jedenfalls macht Josua 1, 8 Sinn. Da ist viel wahres dran. Nur leider gibt es nicht viele Menschen, die diese Vorgehensweise heute noch für zeitgemäß halten.
Meist begegnen mir Menschen, die sagen jaja, aber … und auch ich habe SEIN Wort noch nicht so fest in mir, dass es ich alle Zeit als Maßstab für meine Entscheidungen und Handlungen verwende.
Allerdings kenne ich Menschen, die genau nach diesem Buch, oder sagen wir, eben diesem Vers leben und deren Leben, Handeln und Wege tragen den versprochenen Erfolg.
So sind diese Leute mir ein Vorbild, der regelmäßige Beweis, dass Gott sein Wort hält. Und gelegentlich gelingt mir auch die Ausrichtung meines Handelns nach dem Wort Gottes, was dann auch zumeist mit seinem Segen gelingt.
So trage ich an der Richtigkeit seines Wortes keine Zweifel.

Das was Paulus da den Kolossern schreibt, ist schon ein schwerer Tobak für einen der in der Welt steht und sein Leben auf seinen Erfolg ausgerichtet hat.
Der Zusammenhang ist, dass Paulus hier die Sklaven anspricht, die zum Glauben an den Herrn Jesus gelangt sind. Die Herausforderung an diese Knechte ist, nicht um Vorteile buhlend, ihren „Eigentümern“ zu dienen, sondern ihr Handeln unter den HERRN zu stellen, an erster Stelle IHM zu dienen.
Danach soll ihr Handeln ausgerichtet sein, da sie ihren Lohn nicht im Hier und Jetzt empfangen werden.

So ist es auch heute, dieses Wort gilt auch uns.
Wir haben ein Leben geschenkt bekommen, dessen Ziel sollte sein, dem HERRN zu dienen, zu seinem Lob und zu SEINER Herrlichkeit sollten wir schaffen.
Es ist seltsam.
Früher war mein Ziel viel Geld zu verdienen, ich wollte keine Sorgen haben, mir alle Wünsche erfüllen können. Ich habe nicht nach Gott gefragt oder nach sonst jemandem. Und im Rückblick? Ich habe nicht viel Geld verdient und bin von anderen so behandelt worden wie ich anderen begegnet bin. Mein Leben war leer an Freude und Glück, es war bestimmt von Gewinnsucht, Genusssucht, Streit um Geld und Besitz.
Heute habe ich auch nicht mehr als damals, ich bin materiell kein bisschen reicher, eher noch im Gegenteil. Aber Gott schenkte mir eine Gelassenheit, dies als gegeben anzunehmen, die Gewissheit, dass er mich nicht fallen lässt und eine Zufriedenheit im Hinblick auf Besitz, das ich jetzt Zeit habe IHM nachzujagen, IHN zu suchen und zu finden, IHM alles anzuvertrauen und ich darf wissen, dass mein Leben und alles was ich nicht habe, bei IHM in den besten Händen ist.

HERR ich danke dir.
Erstmal, dafür dass ich wieder froh bin, dass du mich frei machst von allem was mich bindet und von dir fernhält.
Und dann dafür, dass DU deine Versprechen einhältst, jedes einzelne auf das ich mich im Gebet vor dir berufen habe, hast du gehalten. Ich finde es toll, dass DU mir derart deine Nähe und Treue zeigst, dass ich so Gewissheit haben darf.
HERR, gehe mit allen, die DICH suchen und lass sie deine Gegenwart spüren, über alle Zweifel hinaus. Ich weiß, man kann deine Gegenwart übersehen wenn man nur will. Aber ich bitte dich, nimm allen die Scheuklappen ab, denn diese Freude und das Glück über deine Gegenwart gehört in jedes Herz.

AMEN


17. Februar



Du sollst der Menge nicht auf dem Weg zum Bösen folgen.
2.Mose 23,2

Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
Römer 12,2

Herausforderung: Seid besonders!
Schwimmt gegen den Strom!
Voraussetzung: Du bist besonders, gesetzt zum Segen, durch den
HERRN, Deinen Schöpfer.

Ein Ding der Unmöglichkeit: dauerhaft gegen die Masse zu leben, zu schaffen, zu sein. Einsamkeit und schnelles Altern sind das vorprogrammierte Ende. Das, und einiges mehr, ist es was uns die Welt dazu sagt.
Aber: Die Welt weiß nicht von Gott, von seiner liebenden und vergebenden Annahme unserer selbst und hat keine Ahnung von der Kraft und Stärke mit der der HERR uns zu seinem Lob ausstattet.

Jetzt, nachdem ich mit alle meiner Schuld, meinen Fehlern, meiner Unvollkommenheit, meiner Kraftlosigkeit und meiner Willenlosigkeit zu IHM gekommen bin, jetzt bin ich frei von der Masse, jetzt gehöre ich mit allem, was schon immer SEIN war, IHM und das macht frei.

Das große Geschenk, das mit SEINER Annahme meiner selbst verbunden ist, ist ein neues Gespür für das was richtig und falsch ist. Es ist SEIN Geist, der das Gewissen leitet, der die Handlungen bestimmt. Der HL. GEIST ist beteiligt an der Erneuerung unseres Sinnes und ER steht uns bei, bei den Prüfungen der Dinge die uns im Leben begegnen.
Wir sind ausgestattet mit einem Filter, einem Sieb, mit dem wir, auch durch das Lesen seines Wortes, klar seinen Willen erkennen können. So ist es möglich, dass wir unter seinem Segen das tun, was das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene ist.

Nein, zu glauben, das wir das Gute und Richtige nun am laufenden Band tun können, ist ein Irrtum. Wir sind, auch wenn vom HERRN besonders genommen und innerlich erneuert, immer noch in unserem alten Menschen verhaftet. Der alte Mensch besteht weiter und sündigt weiter.
Das ist es wo es nötig ist, dass der HERR uns ermahnt und uns sagt: Stellt euch nicht dieser Welt gleich, …

Mit SEINER Hilfe aber ist es nach der eingehenden Prüfung der Dinge nach seinem Willen, möglich, der Menge nicht zum Bösen zu folgen.
Wir sind von IHM besonders genommen und mit seiner Kraft ausgestattet. Wir können gegen den Strom schwimmen und zwar nicht aus uns selbst sondern mit SEINEM Motor, und das ist der beste Antrieb den ich mir vorstellen kann, denn dem geht weder der Sprit aus, noch gibt es Verschleiß- und Ermüdungserscheinungen.

'Unsere Aufgabe aber ist es, diesen Motor zu heiligen, denn wenn wir sorglos mit ihm umgehen, meinen ihn missbrauchen zu können für unsere Vorstellungen uns Ziele, dann werden wir ihn verlieren, oder je nach Grad unserer neuen Schuld wird der Motor versagen, bis wir wieder auf dem von GOTT, unserem HERRN gegebenen Kurs sind.
Wir können nur Gott entgegen, ganz egal was die Masse tut, ganz egal, was unser Nachbar, unser Freund, unsere Familie tut. DER HERR ist unser Ziel und SEIN Geist wird uns ans Ziel bringen.

Danke für deinen Geist, der unser Antrieb ist und unser Filter, der unser Ohr und unser Auge, wie unseren Mund,Hände und Füße lenkt und zu deinem Lob gebraucht und lenkt.
Danke für deine Liebe und Treue, deinen Bestand und deinen Segen.

AMEN

18. Februar


Der HERR wird seinen Engel vor dir her senden.
1.Mose 24,7

Der Engel sprach zu Petrus: Gürte dich und zieh deine Schuhe an! Und er tat es. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge mir!
Apostelgeschichte 12,8



Woran liegt es, dass wir heute Gott anders erleben als die Menschen des Alten Testamentes.

Die Antwort könnte sein: Ihr habt mein Wort, mein Gesetz und ihr wisst, wie ihr nach Reue und Buße mit Jesus ein neues Leben beginnen und gehen könnt. Ihr wisst, dass ich da bin und dass ich euch nicht allein lasse. Meine Boten sind da, wenn Ihr Schutz braucht.

HERR, lass uns nicht vergessen, dass du der Schöpfer aller Dinge bist.
Danke, dass du mich liebst.

AMEN

19. Februar

 

Der HERR sprach zu Mose: Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern und meine Worte in seinen Mund geben.
5.Mose 18,18

Es ist noch nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorgebracht worden, sondern getrieben von dem Heiligen Geist haben Menschen im Namen Gottes geredet.
2.Petrus 1,21

getrieben vom Heiligen Geist?

Einen Propheten wie du bist ?
Wer ist oder war wie Mose unter dem jüdischen Volk?

Heute ist es für mich nicht klar, was diese Verse sagen sollen.
Rein vom Verstand und mit meinem Wissen schätze ich es geht um die Ankündigung JESU als Messias und um die Verkündigung, dass Weissagung und Propheterie vom Geist Gottes gewirkt sind und als solche auch verstanden werden sollen.

Durch meine Familiengeschichte bedingt muss ich mich die ganze Zeit fragen, inwieweit das Mohammed, den Propheten Allahs, betrifft.
Ganz offensichtlich war er ein Prophet, vielleicht nicht israelitischer Abstammung, aber immerhin aus der Linie Ismaels, des unehelichen Sohnes Abrahams.
Der Islam unterstellt an diversen Stellen, dass die Bibel von ihm und nicht von Jesus künde. Auch sind viele der Ankündigungen und Weisheiten des Islams nicht von der Hand zu weisen.

Viele Gläubige beider Religionen sind überzeugt, dass wir einem Gott angehören. Aber wer war dieser Mohammed? Wenn Jesus der Sohn Gottes, der einzig wahre Hohepriester und Prophet des HERRN ist, und davon bin ich im Grunde überzeugt, dann frage ich mich dennoch, wie passt dieser Mohamed ins Bild, insbesondere wenn gesagt wird, dass Weissagung vom hl. Geist getrieben im Namen Gottes geredet wird.

Ich will ganz sicher niemanden verwirren, nur ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, diese Zeit am Morgen, wenn ich meine Gedanken aufschreibe, zu nutzen um GOTT meine Fragen und Zweifel mit vorzulegen.

Und meine große Frage ist:
HERR, warum hast du es zugelassen, dass dieser Mensch, die Herrlichkeit und den Tod deines Sohnes so anzweifelt und negiert. DU hast gesagt, wer den Sohn ablehnt wird nicht zuschanden werden, aber wer den Geist verneint der wird zuschanden werden.
Dieser Mohammed lehnt ja deinen Geist nicht ab, davon wird oft gesprochen im Koran, wohl aber deinen Sohn, wieso darf er solche Verwirrung anrichten, wieso darf er noch heute, Menschen die dich suchen so blenden, wir wissen, dass wir Vergebung nur durch JESUS deinen Sohn erlangen, wieso wird das den Nachfolgern oder Kindern Ismaels verwehrt oder haben die einen anderen Weg der Erlösung?
Ich weiß nicht, ob du mir in dieser Frage Ruhe und Frieden durch eine Antwort zu teil werden lässt, aber ich bitte dich, darum, dass du meine Zweifel und Fragen annimmst und mich davon frei machst und stark, um den ständigen Anfeindungen gegen dich und meine Überzeugungen gewachsen zu sein.

DU hast es mir Gewissheit werden lassen, dass ich von dir geliebt und angenommen bin, einfach nur weil ich dein Kind bin, dass ich nicht besser werden muss, als ich bin um zu dir zu kommen, dass meine Sünden abgewaschen sind und ich frei vor dir stehen kann.

Schenke mir die Kraft diese Gewissheit auszustrahlen und durch nichts erschüttern zu lassen, denn wie sonst kann ich dich vernehmlich loben und preisen, dass dein Name verherrlicht werden in meiner Familie und meinem weiteren Umfeld.
Herr, ich lege meine Familie und alle Angehörigen in deine Hand, DU vermagst sie zu erleuchten und die Wahrheit erkennen lassen, ganz nach deinem Willen.

Ich danke dir, dass du mich angenommen hast und mich erwählt hast, dein Kind zu heißen. Daran will ich mich festhalten und nicht nachlassen, dich zu preisen und zu loben. Denn Dein ist die Macht und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

AMEN

20. Februar

 

Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln.
Psalm 89,16

Durch unsern Herrn Jesus Christus haben wir den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird.
Römer 5,2

Herr, manchmal ist es schon ziemlich schwer, dein tägliches Wort in den Tag einzubeziehen und/oder einen gedanklichen Faden zu finden, dem man aus deinem Wort folgen kann.
Sind wir es die jauchzen und somit im Licht seines Antlitzes wandeln oder die, die sich der Hoffnung rühmen, in Gottes zukünftiger Herrlichkeit wandeln zu dürfen?

Kein Zweifel, ein Volk, dass jauchzen kann, dem geht es gut. Sie stehen ganz offensichtlich unter der Gnade des Herrn, sonst könnten sie kaum jauchzen. Und zum Lohn für ihren Jubel haben sie das Versprechen im Licht seines Antlitzes zu wandeln.

Als Christen haben wir einen Glauben, der uns der Liebe und der Vergebung Gottes versichert und somit Grund zum Jubeln und die Gewissheit, im Licht seines Angesichts leben zu dürfen.

Wir dürfen uns freuen auf die Ewigkeit, die wir durch die Gnade unseres HERRN und den Tod Jesu Christi und die Vergebung unserer Sünden und die Nichtanrechnung unserer Schuld, mit unserem HERRN verbringen dürfen.

Dies ist ein für uns fast unvorstellbarer Umstand, erstmal das Begreifen, dass alle Schuld vergeben ist, eine solche Größe des Herzens und der eigenen Liebe gibt es nach menschlichem Ermessen höchstens noch von Eltern zum Kind, kaum aber z.B. zwischen Mann und Frau oder zwischen Freunden. Und dann ist uns zugesagt, dass wir in Ewigkeit beim HERRN sein dürfen. Die Offenbarung sagt uns, was uns erwartet, was sie bedeutet, die Herrlichkeit des HERRN.

Na auch wenn ich anfangs nicht wusste, wie ich das heutige Wort mit in den Tag nehmen sollte, so kann ich nun, wenige Momente später sagen:
Ich danke dir HERR, für deine Gegenwart und für dein Wort.
Ich danke dir, dass ich mich freuen darf auf mein Leben mit dir, im Jetzt und in Ewigkeit, ich danke dir, dass auch ich mich rühmen darf der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die DU geben wirst.
AMEN


21. Februar

 

Hat Gott vergessen, gnädig zu sein, oder sein Erbarmen im Zorn verschlossen?
Psalm 77,10

Uns ist bange, aber wir verzagen nicht. Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.
2.Korinther 4,8.10

Ja, das ist ein Gedanke oder Gefühl, dass wir alle kennen.
Das Gefühl, gestraft oder noch schlimmer, vergessen zu sein.
Das Gefühl, allein und ohne Halt unser Leben bestreiten zu müssen.

Doch der Psalmbeter bleibt nicht in diesem gedanklichen Jammertal. Er schaut zurück, er schaut auf all das, worin Gott seine Anwesenheit und Einzigartigkeit mehr als reichlich bewiesen hat. Und darin kann er sich und wir uns heute vollkommen aufgehoben wissen.
Wir sind nie allein, nie verlassen und Gott geht sicher auch nicht daher, um uns durch sein Vergessen zu strafen.
Sein Weg mit uns ist uns nicht immer klar, oft sogar verstehen wir nicht, warum Gott uns unsere Wege gehen lässt oder führt in Richtungen, die uns verwirren und ängstigen. Doch ganz sicher nur, um uns zu schulen, zu erziehen, uns demütig zu machen vor IHM.
Am Ende ist es eben sein Erbarmen mit uns, dass uns, uns manchmal allein fühlen lässt.

Paulus schließt dieses Bild in seinem Vers mit Jesus und erweitert den Gedankenkreis damit um einiges.
Die Sichtweise des Paulus ermöglicht uns noch einen Blick auf Gottes Weg mit uns, der unser Sein und Schaffen in einem noch anderen Licht erscheinen lässt.
JA, ich denke, es ist manchmal notwendig, dass wir in den Tiefen stecken, um Gottes Herrlichkeit und Liebe wieder und wieder als real spüren zu können, um zu schauen, was bisher war und uns zu erinnern, dass wir seiner schützenden und fürsorgenden Hand gewiss sein können.

Herr Danke, für deine erziehende Liebe, die uns zum Nachdenken bringt und zur Suche nach dir.
Danke, dass wir trotzdem immer deiner Liebe und Fürsorge gewiss sein können. Schenke uns zur rechten Zeit die notwendige Einsicht in deine Pläne und Wege mit uns, damit wir DIR folgen können und auf deinem Weg bleiben und nicht abweichen. Zeige uns, wo Brüche mit dem Gewesenen sein müssen, wo wir altes, Gewohnheiten, Menschen, Handlungs- und Denkweisen, ablegen und hinter uns lassen müssen, um Dir nahe sein zu können, und stärke unsere Gedanken und unsere Hände, wo wir zweifeln und nicht weiter wissen.
Lass die Ungewissheit nie so groß werden, dass wir sie nicht tragen können.

DU bist der HERR, für alle Zeit und bei dir sind wir zu Hause. Dafür danke ich dir.

AMEN


22. Februar


So hoch der Himmel über der Erde ist, lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten.
Psalm 103,11

Es hat Gott wohlgefallen, dass in Christus alle Fülle wohnen sollte und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel.
Kolosser 1,19-20

Danke HERR, dass wir um die Gnade, unter der wir leben, wissen dürfen.

Danke, dass du dich herabgelassen hast zu uns.

Es schmerzt mich immer wieder, erkennen zu müssen, dass für die Versöhnung mit mir und die Vergebung meiner Schuld Jesus leiden musste. Obgleich ich sicher bin, dass ich die wohlverdiente Strafe nicht tragen könnte.

Jesus,

Es ist so unvergleichlich groß, was du getan hast für mich und ich fühle mich so unsagbar klein. Doch weiß ich, dass ich in Dir neu geschaffen und für dich von großem Wert bin. So hoch im Wert, dass du für mich gestorben bist

HERR,

Ich danke dir für deine Gnade, ich danke dir für die Vergebung, für die Freiheit, mit der ich nun in den Tag gehen darf. Schenke bitte, dass dieser Tag zu deiner Herrlichkeit ein guter Tag wird.

Du weißt, wie klein mein Verstand ist und wie wenig ich begreifen kann, was „alle Fülle“ umfasst, doch fühle ich, wie nötig die Versöhnung mit dir war und immer wieder neu ist.

 

Ich danke dir, dass ich heute in deinem Frieden den Tag beginnen kann und bitte dich, steh mir heute bei und lass mich deine Nähe spüren, deine Liebe und vergebende Größe weitersagen und zu deiner Ehre und deinem Lob mein Tagwerk gelingen.

 

Danke, dass ich unter deiner Gnade stehe und unter deinem Schutz und Segen gehe.

 

AMEN

23. Februar


Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN.
Psalm 146,5

Der Hauptmann sandte Freunde zu Jesus und ließ ihm sagen: Ach Herr, bemühe dich nicht; ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst; darum habe ich auch mich selbst nicht für würdig geachtet, zu dir zu kommen; sondern sprich ein Wort, so wird mein Knecht gesund.
Lukas 7,6-7

Wer ist der, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist?
Die Antwort?: der seine Hoffnung setzt auf den Herrn.

Eine, so wie ich das sehe, sehr schwer erfüllbare Voraussetzung. Denn es bedeutet ja ein schier unglaubliches Vertrauen auf den Herrn, in einem Ausmaß, dass unser eigenes Schaffen, Wollen und Planen eigentlich gegen Null laufen lässt.
Wer kann das? Dieser Mensch ist tatsächlich selig und glücklich zu preisen. Ich schätze mir fehlt da noch viel.
Doch ich werde nicht nachlassen, mich nach den Vorbildern, die uns die Bibel liefert, in Demut und Vertrauen zu üben. Es liegt ein unglaublicher Friede in dem Vermögen dieses Vertrauens zu Gott und zu Jesus.
Es scheint so unendlich beruhigend, in allem auf den HERRN zu trauen, ihm die Führung vollkommen zu überlassen und einfach nur zu folgen.
Ich wünsche mir dieses Vertrauen für mich, ich will diesen Eigenwillen loswerden, der mich immer wieder rudern lässt und mir die Kraft raubt, mir die Augen verschließt und die Ohren verstopft. Ich spüre ganz gewiss, dass die Freiheit, die ich suche genau darin liegt.
Doch bin auch ich noch sehr verwurzelt im Schaffen, im selber machen, im „Vertraue niemandem, sonst bist du verlassen!“
Immer wieder versuche ich meine Not selbst zu beenden, aber im Grunde ohne mir klar zu machen, wo ihre Ursache liegt oder wie ich sie überhaupt beheben könnte. Sooft fehlt mir das Vertrauen, das mir Ruhe und Gelassenheit den Dingen gegenüber schenkt, die sind und kommen.

Herr, DU weißt um all das, was mich bewegt und hindert, zu dir zu kommen und dir zu vertrauen. Du kannst mich davon befreien, ich will demütig vor dir sein, wie der Hauptmann, der um seine Niedrigkeit vor dir wusste und sein ganzes Vertrauen auf dich setzte und nicht enttäuscht wurde.
Ich lege vor dich was mich belastet und quält und bitte dich von ganzem Herzen, befreie mich davon, heile die Krankheit der Seele und die Wunden, die mir zugefügt wurden, durch mein eigenes und anderer Menschen Handeln. Öffne mir die Augen für meine Fehler, dass ich sie DIR bekenne und Heilung finden kann.
Hilf mir mich zu lösen, von den Gebundenheiten, die mich fernhalten von dir und schenke mir Kraft, wo es notwendig ist, die Dinge die sind und kommen, auszuhalten und aus ihnen zu lernen und deine Größe und Macht zu erkennen.
Herr, ich bin dein Kind, du hast mich gerufen, ich bin dein. DU wirst mich nicht fallen lassen, darauf vertraue ich ganz fest. Halte mich, dass ich nicht abweiche von deinem Weg.
AMEN

24. Februar


Versammle mir das Volk, dass sie meine Worte hören und so mich fürchten lernen alle Tage ihres Lebens auf Erden und ihre Kinder lehren.
5.Mose 4,10

Jesus lehrte des Tags im Tempel. Und alles Volk machte sich früh auf zu ihm, ihn im Tempel zu hören.
Lukas 21,37.38


Der erste unserer heutigen Verse ist eine Wiedergabe dessen, was der HERR zu Mose sagte, als er das Volk vor sich kommen ließ, zur Verkündung der 10 Gebote.

Gleichzeitig enthalten diese Worte:
Erinnerung an alles was seither geschehen ist und Verpflichtung auf die Gebote und deren Einhaltung.
Die Gegenwart des HERRN an dem Berg muss gewaltig gewesen sein, sonst wäre die Formulierung „mich fürchten lernen alle Tage ihres Lebens auf Erden“ hohl gewesen. Und doch klappte es mit dem Lehren der Kinder nicht.
Was tun wir Menschen eigentlich? Wir leugnen immer wieder die Macht und die Allmacht unseres HERRN, vielfach wird er ignoriert und negiert, selbst als gläubige Christen erfassen wir Seine Größe nicht und schaffen, werkeln, reden und urteilen aus uns selbst.

Doch ist uns von GOTT eine Sehnsucht nach IHM und nach SEINER Liebe, Gnade und Vergebung ins Herz gegeben und so machte sich damals das Volk auf seine Stimme zu hören und auch heute gehen wir los und suchen nach dem Frieden mit ihm in seinem Wort.

Kap. 21 endet mit diesem Vers. Bei vielen Menschen endet die Suche nach Gott auch an dieser Stelle, sie machen sich auf, Ihn zu hören. Das allein ist noch nicht schwer.

Die Schwierigkeiten sind woanders: An anderer Stelle sagt Jesus: wer mein Wort hört und tuts nicht, der ist wie ......
Da heißt es, an die Substanz gehen, aufgeben was wir kennen, uns selbst verleugnen und IHM folgen. Da heißt es GOTT fürchten lernen, seiner liebenden Gnade zu vertrauen, sich selbst mit seinen Wünschen, Bedürfnissen, Gefühlen aufgeben und dem HERRN trauen, dass er´s wohl macht.

HERR, Schenke uns offene Ohren, dein Wort zu hören, aber nicht nur das, sondern hilf, dass wir´s auch begreifen und umsetzen, dass wir dir tatsächlich folgen und unser Kreuz auf uns nehmen, dass wir dein Wort erfassen und unser Leben auf dir als Fundament aufbauen, dass uns nichts wegreißen kann von dir.
Herr, sooft endets beim Hören und wir gehen unserem Tagwerk nach und vergessen, was wir gehört haben, HERR schenke uns bitte das Wollen und das Vollbringen in Dir. Lass uns nicht aufgeben, segne diesen Tag und steh uns bei.
Danke, dass DU unser Fundament bist und wir auf dich bauen dürfen.
AMEN

25. Februar

 

Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen.
Psalm 19,9

Steht fest und haltet euch an die Lehre, in der ihr durch uns unterwiesen worden seid.
2.Thessalonicher 2,15

Ja, die Gebote des HERRN, seine Weisungen, seine Wegweiser, Warnhinweise wie auch seine Gesetze, Verordnungen, Richtlinien sind lauter oder auch wahr, richtig, unverrückbar und unumstößlich gut.

Nichts kann sie uns madig machen und verfremden, wenn wir uns an das halten, was Gott uns mit ihnen sagen will.
Die Warnung des Paulus ist nicht umsonst. Irrlehrer gab und gibt es immer wieder, manchmal absichtlich und in vollem Bewusstsein der Verführer, manchmal unabsichtlich, wenn jemand versucht, das WORT für seine Sorgen, Zwänge, Lasten und Leiden zu missbrauchen und man beginnt, sich das Wort zurechtzubiegen, es aus dem Zusammenhang zu nehmen, es zu vermenschlichen.

Wenn wir es mit Gottes Hilfe und Segen schaffen, seinem Wort zu vertrauen und fest stehen in dem was uns gelehrt ist, dann erleuchtet uns das Wort die Augen, die natürlichen und die geistigen. Dann erfahren wir seine Gnade und fürsorgende Liebe.

Ich habe wie alle täglich mit den Anfechtungen und Irrwegen zu kämpfen, die vor allem in mir, und nicht durch andere bestehen. Immer wieder brauche ich seine Weisungen und Gebote, die mir Warnung und Wegweiser sind, die mich zurückrufen von den unseligen Versuchungen, wie Zorn, Misstrauen, Neid, Besserwisserei, Hochmut und ich könnte endlos fortsetzen.
Und ich muss sagen, ich bin heilfroh, dass ich weiß, dass ich so schuldbeladen wie ich jeden Abend zu Bett gehe, ich doch immer wieder zu Gott kommen kann und Vergebung erfahren darf, dass ich auch alle Sünde die ich unbewusst und unbemerkt begangen habe vor Ihn bringen kann und darf.

Nein, ein Freibrief zum Sündigen ist das nicht, es macht aber frei, dem Wort zu folgen, und auf SEINE Gebote zu sehen und auf Ihn zu hören. Ich muss mich dabei nicht verkrampfen, mir Verbote und Züchtigungen auferlegen um z.B. nicht zu sündigen, ich kann ganz frei im Vertrauen auf Ihn und seine Führung in und durch den Tag gehen und darf wissen, dass ich geliebt bin und an SEINER Hand gehe, und keine Irrung, kein Fehltritt mich von IHM entfernen kann, alles darf und muss mir dazu dienen, an seiner Hand erkennen zu dürfen wie es richtig ist.

Herr ich danke dir, dass du meine Fehltritte nutzt um mich zu lehren und an dein Wort zu binden und mich darin zu unterweisen.

AMEN


26. Februar

 

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, und was der HERR von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.
Micha 6,8

Der Gott des Friedens heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.
1.Thessalonicher 5,23


Es ist ziemlich groß, was da passiert im Text des Micha 6.
Gott „schimpft“ mit seinem Volk und sein Volk besitzt hier tatsächlich die Einsicht gesündigt zu haben, es erkennt die Notwendigkeit der Bestrafung und der Sühnung seiner Taten. Das allein finde ich ist ein bemerkenswerter Umstand. Doch wie steht es mit der Umkehr vom falschen Weg, mit der Bereitschaft zur Buße?
Scheinbar schließt das eine das andere nicht automatisch mit ein.

Wie ein Kind kommt mir Israel vor oder eher bei einem Kind können wir genau dieses Verhalten erkennen.
Und nicht nur Kinder handeln so.
In unserem Denken ist ganz fest verwurzelt, dass wir falsche Taten bezahlen können. Nun unser ganzes Rechtssystem funktioniert so.
Das Ziel der Erkenntnis des falschen Weges ist immer zweitrangig und die innere Umkehr vom falschen Weg liegt noch dahinter.
Also:
Ein Mensch kommt ins Leben, er wird unterrichtet in den Regeln, nach denen ein Leben in Gemeinschaft (auch in Gemeinschaft mit Gott) funktioniert. Er lernt, dass es Konsequenzen gibt für falsches Verhalten – die Strafe. Jetzt ist der Mensch so, dass er meint es besser zu wissen und probiert es aus, das Leben auch mit den falschen Wegen. Er wird „erwischt“ und nun treten die Folgen ein. Er muss bezahlen für die Folgen seiner Taten, den Schaden den er angerichtet hat, er wird gerichtet und verurteilt.

Genau das passiert bei Micha – Israel sieht sich „erwischt“. Ich denke, es war wohl ein Unrechtsbewusstsein vorhanden, sonst würde mich die Bereitschaft zur Zahlung der Strafe oder Wiedergutmachung sehr überraschen. Doch Gott kennt sein Volk, er steigt nicht ein auf die vorgeschlagenen Zahlungen. ER sagt ganz klar: DU weißt was gut ist! ER will die Umkehr vom falschen Weg.
Ich denke, dass kann für so manchen teuer genug werden. Doch es ist keine Strafe, sondern der Weg in die Freiheit. Es ist so wunderbar, dass Gott uns die Freiheit schenkt von der Sünde, von den Gebundenheiten an Geld und Besitz und den damit verbundenen Nöten und Leiden: Wir brauchen nicht Neid und Gier, wir sind damit enthoben von den Verletzungen die das Gefühl des eigenen Mangels verursacht bei uns und anderen.
Wir haben das beste Gebot überhaupt. Es ist das Gebot zum reich werden. Reich an innerem Frieden, Zufriedenheit, Liebe, wir erhalten den Lohn des Sattseins, wir brauchen nicht hungern und dürsten nach Leben und Liebe, nach den weltlichen Dingen die sonst als Ausgleich des Mangels dienen. Und das ist wunderbar.

Herr Danke, dass wir das wissen dürfen, dass du diesen Frieden schenkst. Danke auch dass es Menschen gibt wie Paulus, die Fürbitte halten für deine Gemeinde, dass wir von dir gehalten bleiben in der Liebe und Treue. Wir wissen wie nötig diese Gebete sind und wie nötig deine Bewahrung ist. Denn aus uns selbst vermögen wir nicht treu und rein vor dir zu bleiben bis zur Wiederkunft Jesu Christi.
Herr schenke uns die Erkenntnis deines Willens und deines Weges für und mit uns, bewahre uns vor dem einfachen Denken von Schuld und Bezahlung, erhalte uns die Gewissheit, dass wir in der Umkehr zu dir Erlösung und Frieden finden. Denn die Schuld ist schon bezahlt, mit dem Blut deines Sohnes.
Dafür danken wir dir
AMEN


27. Februar

 

Weh dem, der mit seinem Schöpfer hadert, eine Scherbe unter irdenen Scherben! Spricht denn der Ton zu seinem Schöpfer: Was machst du?
Jesaja 45,9

Gott lässt sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt.
Apostelgeschichte 27,25

Ist das toll!
Wir sind geschaffen, wir leben und arbeiten, erleben Freude und Leid, sind beschenkt mir Leben und Odem. Wir sind da, wir existieren, doch scheinbar ohne Grund. Denn dieses Wort sagt ja, Gott zu dienen ist nicht nötig, da er ja alles schafft und schenkt. Gleichzeitig sollen wir nicht fragen wozu bin ich?!
Verzeiht mir den Zynismus, ich versuche hinter den Sinn dieser Worte zu gelangen.

Eins ist mal klar: ich habe als Geschöpf aus der Hand unseres HERRN ganz sicher nicht das Recht, seine Rechtfertigung zu fordern. Nicht desto trotz lebt in mir wie sicher auch in vielen, wenn nicht allen, die Frage nach dem Warum bin ich da.
Allein die Existenz der Philosophie, die sich mit dem Sinn des Lebens und Seins beschäftigt, beweist die Suche nach der Antwort.
Es ist nicht das erste mal, das diese Frage für mich in den Raum gestellt ist. Und die Antwort ist die selbe. Frag nicht!
Irgendwie demütigend, ist es nicht verständlich, dass man wissen will, wozu man da ist, wozu man all das Leid und den Schmerz dieses Lebens tragen soll. Und doch soll es nicht richtig sein, diese Frage zu stellen.

Mal anders; hier ist es sicher nicht sinnvoll, mit dem Hiobsgedanken an den Text zu gehen. Der Zusammenhang ist ein anderer. Der Vers ist Bestandteil der Antwort auf das Murren der Israeliten, die nicht einsehen wollen, dass die Prophezeiung der Befreiung der Juden durch einen heidnischen König erfolgen soll. Gott sagt dem Volk damit wohl, dass es sich nicht gegen seine Entscheidungen zu erheben habe, denn sie sind auch nur SEINE Geschöpfe.
Wobei ich es dennoch ziemlich hart finde, jemanden so abzuwimmeln. Ich kann es eigentlich für mich nur damit begründen, dass es notwendig sein wird, seinen Geschöpfen ab und an einen Rüffel verpassen zu müssen, damit sie nicht abheben und glauben alle Antworten zu kennen.

HERR, DU stehst so unendlich weit über allem was wir begreifen und verstehen können. Es ist in deiner Hand uns erkennen zu lassen, was du für richtig hältst. Verzeih mir, dass diese Worte meinen Hochmut herausfordern und hab auch dank dafür. SO lässt du mich erkennen, wo ich mich noch um einiges überschätze. Dennoch kann ich nicht leugnen, dass ich gern den Grund für dein Handeln kennen würde. Ich weiß, dass es vermutlich vermessen ist, auf eine Antwort zu hoffen, die meine Fragen befriedigt, denn du selbst sagst es steht uns nicht zu.
Doch ich hoffe darauf, dass ich einst als Bestandteil deines Reiches und unter deiner Herrlichkeit auch das verstehen zu können.
AMEN


28. Februar

 

Ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend.
Psalm 84,11

Die Jünger waren allezeit im Tempel und priesen Gott.
Lukas 24,53

Wenn ich die heutigen Verse so lese, wie sie dastehen, habe schon Schwierigkeiten, den Inhalt zu akzeptieren. Es widerspricht meinen Erfahrungen mit den Häusern Gottes.
Kirchen können architektonisch sehr eindrucksvoll sein, nur sind sie für mich selten der Vorhof Gottes gewesen.
Aus allem was ich bis heute weiß muss ich sagen, dass „seine Vorhöfe“ und „Tempel“ nicht die Gebäude sind oder die Orte, die mit dem Namen unseres HERRN verbunden sind. Manchmal ist mein Auto dieser Ort, den ich für besser halte als alle anderen, in meinem Auto kann ich ungehindert meine Lobpreis- CD´s laufen lassen und singen.
Manchmal ist es ein Gemeindehaus und manchmal natürlich auch eine Kirche. Wobei die Kirche als Haus Gottes mir oft überladen scheint und ich den Geist unseres HERRN, seine Liebe und Gegenwart dort eher weniger spüre.
Ich habe für mich festgestellt, dass SEIN Haus dort ist, wo er gelobt wird, da wo ich Gemeinschaft und Bewahrung erfahren kann. Für mich ist Gott am ehesten erfahrbar, wenn ich seinen Lobpreis hören und mitsingen kann. Dann ist sein Haus auch in mir.
Morgens ist sein Vorhof hier an meinem PC, wo ich Andacht halte und stille Zeit. Manchmal ist es die Küche einer guten Freundin, manchmal mein Geschäft und manchmal die Straße. Kurz überall dort, wo ich Gott begegnen kann und meistens sind es die Herzen anderer Menschen.

Aber in einem gibt es keinen Zweifel, ein Tag mit ihm, an dem ich seine Nähe spüre und mich in seiner Gegenwart geborgen fühlen darf ist besser als sonst tausend.
Ich wünschte, ich könnte, wie die Jünger nach Jesu Himmelfahrt allezeit an den Orten seiner Gegenwart sein und ihn preisen, mit wachem Herzen und Verstand.
Und ich weiß, dass es nicht so ist, liegt allein an mir.

Daher bitte ich dich HERR, schenke mir die Gewissheit deiner Gegenwart und hilf, dass ich in deiner Nähe bleibe, wo auch immer meine Aufgaben und Erledigungen mich hinführen.
Ich danke DIR, HERR dass du da bist um mich zu umschließen und zu behüten, dass ich mich in deinen Armen fallen lassen kann und sicher sein darf.

AMEN


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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