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April 09

 

Gott hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben.
Kolosser 2,14

„Getilgt hat er den Schuldbrief, der wider uns war und durch die Satzungen gegen uns stand, und hat ihn aus der Mitte getan und an das Kreuz geheftet.“

Wow, da musste ich jetzt aber genau lesen, um zu erkennen, das diese zwei Übersetzungen das gleiche bedeuten.
Ich finde ja, dass die Luthersche Sprache deutlicher ist.

Aber das soll jetzt nicht wichtig sein. Wichtig ist, dass mein Schuldbrief, alles was ich in Gottes Augen falsch gemacht habe und was mich von ihm entfernt hat an das eine Kreuz geheftet wurden. Dass ich befreit bin, von der Sünde die ich mir aufgeladen habe.

Wie ist das passiert? Ich habe das nicht geschafft, ich konnte es nicht, hingehen nach Golgatha und es dort ans Kreuz tackern. Das wärs, oder? Dann könnten wir tatsächlich herummarschieren und richtig Mist bauen, immer wieder.

Aber so funktioniert das nicht.

Es war ein langer und harter Kampf, den Gott durch Jesus und seinen hl. Geist da mit meinen „bösen Geistern“ kämpfen musste, es war fast unerträglich, als mir bewusst wurde, wie viel Schuld und Sünde auf mir lastete. Es war unbegreiflich, dass das alles, was mich zu Boden drückte und mir die Luft zum Atmen nahm, auf einmal weggenommen werden könnte, einfach so.
Noch heute frage ich mich ist das wirklich so passiert? Ist es weg? Ja, es ist weg. Und solange wie ich an IHM festhalte und IHN bestimmen lasse und ich seine Liebe festhalte und in mir wirken lasse, ist es so.
Schrecklich finde ich dabei eines: Ich bin kein bisschen besser als früher, ich bin der gleiche sündige, fehlermachende Mensch wie damals.

Was würde ich ohne Jesus tun? Ich will nie wieder weg von ihm. ER soll mein Leben bestimmen und mich nie vergessen lassen, wie sehr ich ihn brauche.
Eine einzige Minute, in der ich nicht an ihn denke, reicht um das Maß der Sünde wieder voll zu machen. Täglich bedarf ich der Reinigung von meinen Sünden.

Ein so großes Wort, doch es gilt nicht ein für alle mal, ich bin nicht gefeit, vor neuer Sünde und neuer Schuld. Schon, solange ich an Ihm festhalte bin ich frei. Doch ein Wort der Ungnade zu meinen Schuldigern, ein richtendes Wort – das reicht, dass alles, was mir am Kreuz vergeben wurde, wieder auf mich zurückfällt.

Herr bewahre mich vor dem Hochmut und lass mich demütig erkennen, wie sehr ich täglich neu deiner liebenden Gnade und Annahme bedarf. Lass mich immer wieder zu dir kommen, damit ich durch dich neuen Frieden und neue Vergebung erfahren darf.


Amen

01. April

 

HERR, lass mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort.
Psalm 119,41

Als Barnabas nach Antiochia gekommen war und die Gnade Gottes sah, wurde er froh und ermahnte sie alle, mit festem Herzen an dem Herrn zu bleiben.
Apostelgeschichte 11,23


Gnade! = eine wohlwollende, freiwillige Zuwendung.
Göttliche Gnade ist ein zentraler Begriff, besonders im Zusammenhang mit der Erlösung. „Ungnade“ ist willkürliche Strafe Gnadenlosigkeit ist ungerechte, willkürliche Behandlung. Gegensatz zur „Gnade“ ist das „Recht“, die Rechtsstaatlichkeit, sowie gesetzesmäßiges Handeln und Behandeln, das nicht willkürlich-gnädig oder von herrschaftlichen Gnaden ist das Gegenteil von Gnade ist die Ferne von Gott und Ausgeliefertsein an die Begierden des natürlichen Menschseins, das Gegenteil von Gnade ist auch das "Gesetz" des Judentums, gemeint ist damit die Tora im speziellen und die Lehren und Traditionen des Judentums allgemein.

=Unverdiente, liebende Zuwendung Gottes zum Menschen, die ihm statt Strafe Vergebung anbietet. Allein solche Barmherzigkeit Gottes ermöglicht es dem Menschen schon hier und jetzt ein Leben in der Gemeinschaft mit Gott durch den Glauben zu führen. Der Glaube ist ein Geschenk ohne jede "Gegenleistung".

Hmm
Das ist es was Google um 5 Uhr früh zum Wort Gnade ausspuckt.

Psalm 119 sagt „Gnade“ ist seine Hilfe nach Seinem Wort
Bei Barnabas ist Gnade Gottes was er sieht als er nach Antiochia kommt.
Gnade!

Herr, ich fürchte, wir können das Ausmaß dieses Wortes, wenn es aus deinem Mund kommt nicht erfassen. Alle Erklärungen die Wörterbücher und Erfahrungen anderer liefern reichen nicht aus um uns begreiflich zu machen, was Gnade ist. Du bist gnädig, sei uns gnädig, so etwas sagen wir, oft. Wir berufen uns auf deine Gnade. Doch was bedeutet sie?

Jeder muss sie, glaube ich, in seinem eigenen Leben definieren, erst wenn wir Gott und seine liebende und vergebende Zuwendung an und in uns selbst erfahren haben, wissen wir oder ahnen wir, was Gottes Gnade bedeutet.
Sie ist nichts allgemeingültiges, was wir zu Spottpreisen im Supermarkt kaufen können, was als „made in ...“ billiger haben können.

Für mich ist Seine Gnade die liebende Annahme meiner selbst in aller Schuld und Sünde. Seine Gnade ist es auch, die mich morgens aufstehen lässt, die mich leiden lässt um das Erkennen meiner Fehler willen. (Ohne seine Gnade glaube ich, würde ich sie nicht erkennen)
Seine Gnade macht mich demütig und liebend, seine Gnade hilft mir, mit anderen gnädig um zu gehen, zuzuhören, zu lieben.
Seine Gnade ist für mich der einzige Grund, warum wir Menschen überhaupt noch zu ihm kommen können.
Und in alldem ist Jesus. Er ist es der uns diese Gnade erwirkt hat.

Es ist eine ziemlich verworrene Sache – nicht?
Schaut einmal in eurem Leben, wo ihr der Gnade des HERRN teilhaftig geworden seid Und wie sie euer Leben bestimmt.

Ich wünsche uns allen einen gesegneten und gnadenreichen Tag

02. April

 

Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.
Psalm 103,2

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.
1.Thessalonicher 5,18

Ich schäme mich!
Manno man, das ich genau das immer wieder vergesse!

Geht es euch auch so, dass ihr euch ertappt, wie sehr ihr jammert und Gott erzählt, wie schlecht die Welt wieder zu euch war?

Schon wieder! – Jammern, - über mich selbst, über meine Unfähigkeit, wirkliche Freude über Gottes Schöpfung, seine Liebe, die erfahrene Vergebung,... zu empfinden.

Herr, wie soll das werden? Hilf mir doch bitte daraus. Ich habe die Freude in dir so bitter nötig. Ich will doch fröhlich sein und singen und jubeln. – Nicht nur ein paar kleine Momente am Tag – immer!

Was ist zu tun, um inneren Frieden zu behalten? Alles in Demut vor dich legen. Ja, das hilft, es macht ruhig und besonnen, aber es ist schwer. DU sagst, du wirkst alles, das wollen und das vollbringen – so doch bitte auch hier!

Lass doch deinen Frieden auf mir und in mir sein, dass ich ruhig bin in dir, dass ich mich freuen kann, über das was du mir geschenkt hast, dass ich alles annehmen kann, denn es kommt von dir.
Ich darf dankbar sein, ich muss nicht murren, ich brauche nicht jammern, denn es ist doch in deiner Hand und alles wird mir zum Guten dienen.

Wenn ich das von Herzen spüre und daran denke, was du mir Gutes getan hast, dann kann ich nicht anders als dich zu loben, denn es ist großartig und wunderbar.

Herr, schenke uns allen die Gewissheit und den Frieden deiner Liebe. Geborgen in deiner Güte können wir loben und danken.
Nie wollen wir vergessen was du uns gutes getan hast, und immer spüren und wissen, wie nah du uns warst und bist.

Der Jahrestag deines Todes und deiner Auferstehung stehen bevor, ein grund zur Trauer über die Notwendigkeit dieses Weges, den wir mitbereitet haben durch unsere Sündhaftigkeit. Aber vor allem ein Grund zum Danken, denn was hätten wir, wenn du dies nicht für uns getan hättest.

Wenn ich daran denke, wie großmütig und liebevoll du uns in unserer Sünde angenommen hast und uns reingemacht, mit einem reinen gewand, ohne flecken gekleidet – dann bin dankbar und froh, und will diese liebe weitergeben und leben zu deinem Lob und zu deiner Ehre- Nur eins noch bitte ich dich, mach dieses Gefühl, diesen Wunsch groß genug in mir, dass ich verzeihen kann, dass ich lieben kann, wer mir schaden will, oder auf meine Kosten Vorteile erreichen will. Schenke doch bitte, dass ich von ganzem Herzen keinen Groll in mir trage, gegen solche Menschen. Sondern, dass deine Liebe in mir wirke, dass ich jeden mit deinem liebevollen und sorgenden Auge ansehen kann, dass ich in jedem Menschen deine Geschöpfe erkennen kann, die du mit Liebe und Bedacht, mit Weisheit und Einsicht in deinem Plan geschaffen hast, denen du einen Platz zugewiesen hast.

Herr ich danke dir, im Moment nur halbherzig, doch hoffentlich im Grunde ehrlich, für alles was ich von dir geschenkt bekommen habe, lass es zum Guten werden und deinem Lob und deiner Herrlichkeit dienen.
AMEN


03. April

 

Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden.
Jesaja 49,13

Jesus fragte den Blinden: Was willst du, dass ich für dich tun soll? Er sprach: Herr, dass ich sehen kann. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen.
Lukas 18,40-42

Jubel und Danksagung.
Wofür?
Dass der HERR seine Kinder nicht allein lässt. Dass ER Gebet erhört, dass er ins Herz sieht und da Erfüllung und Frieden schenkt, wo die Not am größten ist.

Alles soll jubeln, die ganze Schöpfung kann nicht anders.
Na gut, nehmen wir den Menschen da mal raus, der kann wohl anders. Nichts desto trotz, sagt uns Sein Wort, dass wir allen Grund dazu haben.
Denn die Geschichte, sowohl die der Völker, als auch unsere eigene zeigt uns, dass wir Grund dazu haben.

Das für mich irgendwie schlimme ist, dass ich gebeten habe, sehend zu werden. Das wurde mir, soweit wie ich er ertragen kann, geschenkt.
Doch was sehe ich? Sünde, Fehler, Lieblosigkeit, ich-Sucht, Rechthaberei, Wortklauberei, – bei mir und bei den Menschen.
Gott hat mir geschenkt, worum ich gebeten habe. Dafür bin ich dankbar, ich bin froh, dass ich sehen darf. Besonders auf mich selbst bezogen.

Wer wäre ich, wenn ich nicht sehen dürfte, wo ich Fehler mache, was für Konsequenzen hätte meine frühere Blindheit denn heute für mich und für meine Familie, wie könnte ich meiner Verantwortung nachkommen, mein Kind zu erziehen?

Der Jubel fällt mir leider nicht leicht. Was ich sehen muss, ist meine eigene Verlorenheit, aus der ich komme und in die ich immer wieder zu versinken drohe.
Doch der Jubel darf auch über meine Lippen kommen, denn ich habe das Versprechen, dass der HERR gegeben hat.
JA, auch das Wort, dass für die Juden bestimmt war in ihrer Verlorenheit, dass sie heimkommen dürfen, ja heimgeholt werden, von Gott, gilt für mich – und alle die sich daran festhalten.
Denn der HERR hat mich getröstet und erbarmt sich meiner
Und auch das darf ich sehen.
Das Wunderbare an dem Geschenk des Sehens ist, ich kann meine Augen schweifen lassen, ich bin nicht daran gebunden nur mich zu sehen und meine Fehler, ich darf sehen, was Gott daraus macht, ich darf sehen, was er trotz der Fehler macht, ich darf sehen, wie er die Menschen liebt. Ich bin reich mit dem Geschenk, seine Liebe und Gnade für mich erkannt zu haben und sie in Anspruch nehmen zu können..

Herr, du hast mich sehend gemacht. Bitte lass mich dieses nutzen um zu schauen. Du hast meine Augen geöffnet für deine wunderbare Schöpfung, jetzt schenke mir ein demütiges Herz, dass ich meine Augen niederschlage vor Dir – ob meiner Sünde und jeder Anfechtung - und lass meine Augen aufschauen zu Dir – in Anbetung und Dankbarkeit.
DU bist mein HERR, DU hast mein Leben gerettet, DU bringst mich heim. Dafür danke ich dir.
AMEN

04. April


Der HERR lebt! Gelobt sei mein Fels!
Psalm 18,47

Gott hat euch mit Christus lebendig gemacht, die ihr tot wart in den Sünden und hat uns vergeben alle Sünden.
Kolosser 2,13

Das klingt nach Ostern! - „Der HERR lebt!“

Und es ist beruhigend und wunderbar.
Die Gewissheit, in Gott einen HERREN zu haben, der lebt, der da ist, der Kraft schenkt, der liebt und vergibt, der Freude schenkt –
Aber auch: heilsame Erziehung, Wegweisung, Erbarmen im Leid und Beharrlichkeit im Glauben.

Der HERR lebt. Wir laufen nicht etwas totem nach, wir stehen unter der Gnade des lebendigen Gottes.
Irgendwie ist alles, was man dazu schreiben kann, nichts. Es ist einfach vollkommen, es bleibt da nicht anderes als zu loben und danke zu sagen in dem Wissen, nicht allein gelassen zu sein.

Wie siehts aus bei Paulus? Aber auch dieses Wort lässt es heute nicht zu, dass Klage oder Jammern den Sieg davon tragen könnten.
Es ist etwas wunderbares, ja unsere Vorstellungen der Welt, „verrückendes“.
Schön, es ist, als ob der HERR unsere Welt, unsere Gedanken, unser Leben gerade und an den richtigen Platz rückt.
Es sagt einem Christen, einem Menschen, der Jesus als HERRN angenommen hat, dass ab sofort ein neues Leben beginnt, dass das alte vergangen ist und wir mit IHM neu anfangen und richtig anfangen können und sollen.
Wie wunderbar das ist.

DER HERR LEBT!!!!

05. April


HERR, du lässest mich fröhlich singen von deinen Werken, und ich rühme die Taten deiner Hände.
Psalm 92,5

Als Jesus schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten, und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn!
Lukas 19,37-38

Gottes Lob – wie lässt es sich besser ausdrücken als im Gesang.

Die Lieder, die zu Gottes Lob, zum Lobpreis und zur Anbetung geschrieben und vertont wurden und werden, sie bergen etwas wunderbares. In ihnen kann man sich verlieren, in ihnen kann die Hoffnung aufsteigen, die Dankbarkeit.
Wenn man singt, dann hat in diesem Moment nichts anderes Raum. Seine Liebe und Fürsorge kann unser Herz erreichen, es öffnet sich, wie von selbst, alles was darinnen ist, kann mit den Melodien und Tönen aufsteigen zu IHM.
Ja, singen macht fröhlich, es berührt. Nicht nur im Lob Gottes, aber da ganz besonders. Selbst Menschen, die Schwierigkeiten haben, Gott zu vertrauen, spüren im Gesang und im Lobpreis, dass da etwas ist. Und so kann ich immer nur sagen, ob dein Verstand es begreift oder nicht, sing, denn dein Herz öffnet sich in diesem Moment für den Geist Gottes, es erfährt seine Liebe und kann sich beugen unter seine Allmacht.

Eins ist schwierig, wenn ich die Zusammensetzung der Verse heute anschaue, wenn ich im Lukasevangelium ein kleines bisschen weiterlese, erfahre ich von Jesu Leidensweg. Von meiner Seite aus betrachtet, wie schwer muss es Jesus doch gefallen sein, dieses Lob und diesen Jubel zu ertragen, wo er doch wusste, wie elend und unwürdig es enden würde.
Es taucht die Frage auf, ob die Menschen bei Jesus, die von dem kommenden nichts wussten, nicht reichlich kurzsichtig waren, mit ihrem Jubel und Gesang. Es schleicht sich der Gedanke ein :Hochmut kommt vor dem Fall.
Und von unserer menschlich beschränkten Sichtweise ist das wohl auch so.
Ich bin froh, dass Jesus nicht einfach nur Mensch war. Auch wenn er ganz Mensch war und ganz menschlich diesen Weg des Leidens und der Schmerzen gehen und ertragen musste. Es spricht für die unaussprechlich große Liebe und Kraft mit welcher der Vater IHN ausgestattet hat, um das alles zu ertragen.
Wenn wir in unserer Zeit das Evangelium lesen und von dieser einen besonderen Tat Jesu erfahren, dann können wir den obigen Lobpreis von einer anderen Seite erfassen. Wir kennen wie Jesus damals schon, das Ende. Wir begreifen den Jubel anders, wir wissen, dass wir eines Tages einstimmen dürfen in den endgültigen Lobpreis, wenn Jesus wiederkommt uns seinen rechtmäßigen Platz einnimmt. Und nicht erst dann, sobald Jesus bei uns selbst einkehrt kommt der Jubel mit und wir müssen irgendwann einstimmen. Auch wenn er immer wieder unterbrochen wird, von der Welt, die uns immer wieder einholt, von dem Leid, das unser Leben begleitet und das wir selbst verursachen. Doch wir brauchen nicht darin feststecken, wir wissen um Jesu Gnadentat und um seine nicht enden wollende Liebe zu uns Menschen.

Und darum singen wir fröhlich von seinen Werken und rühmen die Taten seiner Hände.

Herr, ich weiß, dass in diesem Moment die Welt voller Schmerz und Leid ist, dass viele Millionen Menschen, die ich kenne, von deren Leid ich weiß und scheinbar endlos viele Menschen, die ich nicht kenne, in diesem Moment nicht jubeln und dich loben können, dass diese Menschen vor dir liegen oder stehen und dich fragen Warum, dich verfluchen um ihres Elends willen, weil sie nicht begreifen können, warum sie solches Leid erfahren müssen. Hilf ihnen durch diese Zeit hindurch, schenke Kraft und Trost, stelle ihnen Menschen zur Seite, die helfen können diese Zeit zu überstehen und die erzählen können von deiner Liebe, die begreiflich machen können, mit deinem Hl. Geist, dass deine Liebe auch im Leid und im Schmerz da ist und sie tragen will, hilf dass diese so traurigen Menschen dich finden und halten können, Trost finden und erfahren und sich geborgen wissen bei dir, auch wenn so oft das Begreifen der Dinge außerhalb unserer Möglichkeiten liegt.
AMEN

06. April

 

Helft dem Elenden und Bedürftigen zum Recht.
Psalm 82,3

Dazu seid ihr berufen, da auch Christus gelitten hat für euch und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen.
1.Petrus 2,21

Also was jetzt von mir kommen will ist Protest.
Das wiederum passiert an der Stelle, wo ich zumindest den ersten der heutigen Verse aus dem Zusammenhang nehme, in dem er geschrieben ist. Aber wohl auch beim zweiten.

Wer bin den ich, dass ich helfen soll, ist es nicht vielmehr so, dass ich bedürftig bin und Elend?
Und auch:
Welche Gnade ist es, zu leiden um guter Taten willen? Ich will doch einen Lohn dafür haben, der mir nützt und weiterhilft, wenn ich schon gutes tue und das Richtige, warum soll ich dann noch leiden? Was bitte soll ich ihn Seinen Fußstapfen?

Klingt krass. Und es stimmt nicht so, wie es der erste Eindruck vermittelt.
Psalm 82 ist eine Schau in die Welt Gottes, zu der wir normalerweise keinen Zutritt haben. „Gott ..... ist Richter unter den Göttern.“ Diese Anweisung gilt also den Gott unterstehenden „Göttern“= Mächten dieser Welt. Es ist deren Aufgabe, uns Menschen auf unserem beschwerlichen Weg beizustehen und uns zu unterstützen, in der Not und im Elend. Wir wissen, aus anderen Stellen der Bibel, dass diese Mächte nicht alle Gottes Willen und Weisung gefolgt sind, so geschieht auch dort das Gericht unseres HERRN. Was bleibt ist die eindeutige Forderung, dass wir Hilfe finden sollen in den Gott unterstehenden Mächten.
Sie dürfen sich genauso wenig wie wir gegen SEINE Weisungen und Gebote auflehnen. Und das wiederum ist etwas, was unser Vertrauen in die Fürsorge unseres HERRN stärken soll.

Danke, HERR, dass alles was DIR untersteht, zum Dienst in deiner Schöpfung und zum Guten bestimmt ist. Danke HERR, dass wir wissen dürfen, dass DU die endgültige Macht hast und bist, die unser Leben bestimmt. Danke, dass DU uns Kraft und Stärke geben willst und dass wir uns auf deinen Beistand verlassen dürfen.

Was will nun Petrus? Was sollen wir in Jesu Fußstapfen? Eines ganz sicher nicht, die Schuld tragen. Das hat Jesus ein für alle Mal getan. Und er hat es getan, weil wir Menschen zu schwach sind. Nicht eine einzige unserer Sünden könnten wir bis vor Gott tragen und dann bestehen vor IHM:
Nein, etwas anders ist gemeint.
Wir haben in der Annahme von Jesu Sühnetod für uns und unsere Sünden die Gnade empfangen, einst ohne diese unsere Schuld vor Gott treten zu können. Was ist das was wir im Gegenzug tun können? Nichts! Was ist die Forderung die Petrus da ausspricht?
...dass ihr sollt nachfolgen seinen Fußstapfen
diese Forderung ist von verschiedenen Seiten her betrachtet gültig. Zum einen sagt sie in dem geschriebenen Zusammenhang, dass die Sklaven von damals sich nicht auflehnen dürfen gegen ihre weltlichen Herren. JESUS ist nicht gekommen, die Rechtsverhältnisse über den Haufen zu werfen. ER hat uns gezeigt, wie wir Menschen einen Weg finden können, Gottes Willen und Weisung zu folgen, ohne uns dabei mit der weltlichen Ordnung zu überwerfen. Er ist diesen Weg gegangen und wir finden seine Fußstapfen in den Evangelien. So können wir ihm folgen.
Zum anderen ging er den Weg der vergebenden und liebenden Annahme derer die ihm Unrecht taten. Das können wir in der treuen Nachfolge seines Weges auch. Eines werden wir hier in den sogenannten gemäßigten Breiten sicher nicht: am Kreuz enden.
Wobei ein Petrus es sicher als die höchste Gnade empfunden hat, wenn jemand soweit in den Fußstapfen Jesu gehen durfte.

Herr Jesus, du bist einen Weg vorausgegangen, der uns Menschen sehr schwer fällt. Durch deinen Tod ist uns Vergebung zuteil geworden, für alles was wir bisher und ohne dich falsch gemacht haben. Auch auf dem Weg in den deinen Fußstapfen geht es oft nebenher und wir dürfen am Beispiel des Petrus wissen, dass du liebend und geduldig bei uns bleibst und uns lehrst. Bitte, lenke unser aller Augen auf deinen Weg, der Wahrheit und Leben ist. Lass uns deinen Fußstapfen folgen und zeige uns wie du das willst, dass wir nicht vermessen loslaufen und meinen deinen Weg noch einmal gehen zu müssen. Hilf uns die Gnade die uns durch deinen Tod am Kreuz und deine Auferstehung zuteil geworden sind, demütig anzunehmen.
AMEN

07. April

 

Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben.
5.Mose 4,9

Wir können's nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.
Apostelgeschichte 4,20

Zwei Seiten, die Gott sein rechtmäßiges Ansehen und Lob verwehren wollen.
Wir selbst und unser hochmütiges Inneres - und – unsere Umwelt, die sich dagegen wehrt, dass GOTT der HERR ist, dem alles Lob gebührt und dessen Name es ist, der alles bewirkt.

Was soll das heißen?
Einmal sind wir es selbst, die sich die Warnung gefallen lassen müssen, dass wir, nachdem wir erkannt haben, wem wir alles verdanken, nicht wieder der Selbstsucht und Ich-Bezogenheit verfallen.
Es ist zwingend notwendig, dass wir immer wieder Rückschau halten und Gottes weise Führung und seine Hand auf unseren Wegen erkennen und anerkennen.
Solange wir glauben, dass wir das was wir erreicht haben, aus eigener Kraft erreicht haben, solange verweigern wir Gott seinen rechtmäßigen Platz im Leben.
Ich bin überzeugt davon, dass alles was in meinem Leben geschehen ist, was ich im Rückblick anschauen kann, unter seiner Hand geschehen ist. Alle Irrwege und selbstgewählten Straßen, die ich gegangen bin, waren doch unter seiner Hand. Ich habe allein entschieden, ohne ihn gehen zu wollen, weil ich seine Größe und Liebe nicht erkannt hatte, dennoch hatte ich die Rechnung ohne IHN gemacht. Im Nachhinein kann und muss ich sagen, ER war da und hat meine Wege doch gelenkt, und zwar genau so, wie er versprochen hat. Ich hatte nie mehr zu tragen, als es möglich war, so dass ich nicht zerbrach, an dem Leben und Leid, dass aus meinem Eigensinn erwuchs.
Und das kann und will ich nicht vergessen. Das ist es, was mir die Liebe Gottes zu mir zeigt und mir sagt, ER wird auch weiterhin da sein und mich behüten und bewahren. Das Bewusstsein unter seinem Segen und mit seiner Hilfe und leitenden Hand durchs Leben gehen zu dürfen ist etwas wunderbares.

Ich kann Petrus und Johannes gut verstehen. Uns geht es doch oftmals nicht anders heute. Die Menschen in unserer Umgebung bekommen es oftmals mit der Angst, wenn Christen daherkommen und erzählen, dass alles Leben unter der liebenden und fürsorgenden Hand Gottes entsteht und gedeiht.
Es birgt den Auftrag, den Eigennutz und die Selbstsucht abzulegen. Das ist beängstigend, einengend, Freiheit und Luft nehmend und vor allem heißt es zugeben, dass man viel Mist gemacht hat und die Verantwortung für sein Handeln übernehmen muss. Das wollen wir Menschen nicht hören, auch wir Christen nicht.
Wir Menschen wollen denen die Gott loben, den Mund verbieten, wir wollen selbst gelobt sein, wir sehen unsere Felle wegschwimmen, wenn klar zu werden scheint, dass wir nichts sind.
Ich schreibe bewusst: WIR. Denn niemand ist auf Dauer davon ausgeschlossen. Alle unterliegen immer wieder der Ichsucht und Selbstverherrlichung.

Insbesondere Christen müssen darauf achten, dass sie sich nicht selbst erhöhen, und Jesus als den HERRN preisen, denn ohne ihn sind wir nichts und ohne sein Leben und Leid wüssten wir wahrscheinlich nichts von Gottes liebender Annahme der Sünder, die sich von ihrer falschen Straße bekehren.

Achten wir darauf, dass wir Gottes Lob und seiner Weisung für uns nicht den Mund verbieten. Und seien wir bedacht, auch aus des ungläubigen oder unweisen Hand oder Mund kann uns Gottes Weisung entgegenkommen, nie sollten wir Ohr und Auge verschließen, denn Gottes Wege begegnen uns überall. Auch ein Heide muss sich Gottes Weisungen beugen, ob er will oder nicht, ob er’s erkennt oder nicht. Auch aus seinem Mund kann Gott uns warnen oder die Richtung weisen.

Jetzt bin ich ein wenig vom Thema des Verses abgekommen, aber es soll gelten und ich wills beachten. Und auf jeden Fall will ich, entgegen allem was mich abhalten will und mir den Mund verbieten will, Gott loben und seinen Namen preisen, erzählen was ER mir Gutes getan hat und unter seiner Hand und Führung bleiben und gehen.

08. April


Meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, sollen von deinem Mund nicht weichen noch von dem Mund deiner Kinder und Kindeskinder.

Jesaja 59,21

Jesus nahm das Brot, dankte und brach's und gab's den Jüngern und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.
Lukas 22,19


Oh Herr, wessen Mund meinst du?
Das Buch Jesaja spricht an dieser Stelle von den Juden, die nach der Rückkehr aus der Fremde Gott als ihren Herren wiedererkannt und angenommen hatten.
Sie stehen im Gegensatz zu denen, die sich dem Namen nach auf Gott und ihre Herkunft berufen, aber nicht Seinen Willen tun.
Die Rede ist davon, dass er für diese an IHN glaubenden Juden als Erlöser kommen wird, für eben diese, die sich von der Sünde abwenden.

Das scheint mir immer wieder ein Ding der Unmöglichkeit. Ein für alle Mal war Jesus der, welcher der Sünde abgewandt war und es blieb. Immer wieder steht meinem Verständnis im Wege, dass ich erkennen muss, dass kein Mensch sonst es schafft, der Sünde abgestorben zu bleiben.
Also, wessen Mund ist gemeint?
Reicht es erkannt zu haben, dass wir sündig sind und dass wir Jesu Blut brauchen um unsere Sünden abzuwaschen und so als rein und der Sünde abgewandt dazustehen?

Vers 21 beginnt mit „ Mein Geist, der auf dir ruht, und ....“ und endet mit „.., spricht der HERR, von nun an bis in Ewigkeit.“

Ein anderer Gedanke kommt mir gerade:
Was bedeutet das „sollen nicht weichen“?
Ist das eine Verpflichtung der ich als Mensch mich unterwerden soll, dass ich sein Geschenk, seinen Geist und seine Worte nicht vergesse.
Oder ist es sein Versprechen, dass sein Geist und sein Wort ein für alle mal mir geschenkt, mich nicht verlassen sollen/werden.
Als gegenseitiges Versprechen etwas wunderbares. Dennoch ungleich gewichtet, denn Gottes Wort und Versprechen sind wahr und unwiderruflich. Doch wir Menschen sind wankelmütig und unsere Versprechen und Verpflichtungen sind nichts als ein erster Schritt zur Untreue.

Also kann ich es kaum als Verpflichtung ansehen, aber als Versprechen der Treue Gottes an die, die sich ihrer Schuld bewusst werden und umkehren zu ihm. Ein Versprechen, dass uns sagt, ich lasse euch nicht allein. Euch nicht und eure Kinder und Kindeskinder!
Und das ist wunderbar, denn es hilft, Ihm die Treue zu halten, denn wir brauchen die Welt nicht fürchten und seine Treue und Verlässlichkeit, die Gegenwart seines Geistes, dessen wir gewiss sein dürfen, halten uns nah bei ihm und seinem Wort.

Und der Punkt auf dem i, das ist Jesus, der erst der Schlüssel zum Verständnis Seines Wortes für uns ist.
Und Ja, es ist dringend notwendig, dass wir sein Gedächtnis halten in der Gemeinde, in der Gemeinschaft mit anderen Christen.
Es ist notwendig um unserer selbst willen und auch damit ER gepriesen wird, für diese unendlich gütige Tat.
Es ist unfassbar, mit welcher Gewissheit Jesus das Brot gebrochen hat und mir steigen die Tränen in die Augen, wenn ich zum Abendmahl gehe, wenn mir bewusst wird, dass dies der einzige Schritt Jesu war um uns Erlösung aus dem Kreis von Schuld und Sünde zu bringen.
ER war der Ausweg, den Gott uns gegeben hat. Er ist der Weg. Und er führt zu Wahrheit und Leben.

Danke HERR, dass dein Geist und deine Worte unser Leben bestimmen wollen. Danke HERR, dass du uns treu zur Seite stehst, auch wenn wir untreu sind.
AMEN

09. April


Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht auch ein Gott, der ferne ist? Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?
Jeremia 23,23.24

Jesus sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe! Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.
Lukas 22,42-43

Was soll das nun wieder heißen?
Herr, habe ich mich nicht gerade darauf besonnen, dass du nahe bist?
Es ist noch ganz frisch, dass ich spürte, wie deine Hand mich hält, deine Liebe mich wärmt.

Laufe ich Gefahr, dich für mich zu vereinnahmen oder dich zu missbrauchen? Ich will immer erkennen, was du mir persönlich sagen willst mit dem Wort, oder mit den morgendlichen Versen.
Oder soll ich nicht vergessen, dass ich wenn ich von dir spreche auch aussprechen muss, dass du neben der Liebe zu uns Menschen auch hart sein kannst und strafen wirst, wo sich unser Handeln und Reden deinem Wort widersetzt?
Den heutigen Versen geht voraus das Wort über den Ärger, der bei dir verursacht wird, durch Propheten, die weissagen, was sie selbst denken und glauben und wovon sie meinen, dass die Mehrheit es hören will, ohne dass sie schauen, was denn dein Wille und Wort ist.
Bin ich so jemand? Da sei bitte davor!
Ja, du bist uns so nahe, dass du bei uns bist und unser Innerstes kennst und zugleich so fern, dass du alles überblickst und im großen Ganzen der Schöpfung gegenwärtig bist. Und Ja, du bist uns so fern, im Sinne von überlegen, dass wir dich nicht fassen können. .

DU bist Gott, unvorstellbar groß an Güte und Liebe, an Wärme und Fürsorge. Ich will mich beugen unter deine Größe, so nah und so fern du mir bist. Ich will mich beugen unter dein Wort und erkennen, wo ich es übertrete, ich möchte mich beugen unter deinen Richtspruch und ich weiß, das ich nicht bestehen kann. Darum brauche ich deine Vergebung in Jesus Christus, deinem Sohn. Ich bitte dich, nimm mich an mit allen Übertretungen und mach mich frei von der Schuld, meiner Blindheit, meiner ich-Bezogenheit, die glaubt, dass es nur um mich geht.
Weise mir meinen Platz im Ganzen deiner Schöpfung, zeige mir meine Verantwortung und leite mich zum handeln wo es not ist, zu handeln, und lenke meine hand und meinen Verstand zu deinem Lob, lehre mich Demut, dass ich mit ganzer Kraft und Überzeugung mit Jesus sprechen kann: Dein Wille geschehe.
AMEN

10. April


Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Herrlichkeit ihren Kindern.
Psalm 90,16

Gedenkt daran, wie Jesus euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss überantwortet werden in die Hände der Sünder und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen.
Lukas 24,6-7

Eine Bitte und Jahrhunderte später der Hinweis auf die Gewährung dieser Bitte und ihre Erfüllung.

Mose war ein Mensch auf dem der Segen des HERRN lag. Er durfte Gott auf ganz besondere Weise erfahren, auf einzigartige Weise. Er hatte den Menschen seiner Zeit und auch uns heute etwas voraus.

Er wusste oder ahnte die unglaubliche Größe Gottes und konnte sich ihr unterwerfen, sich ihr nicht entziehen und er konnte aus ihr Kraft schöpfen, und SEINEN Willen verkünden. Dennoch war es scheint´s oft schwer für ihn, erleben zu müssen, dies nicht mit andern Menschen teilen zu können.

Es war sein Wunsch, dass die Menschen die Größe und wunderbare Allmacht Gottes erkennen, denn er bat den HERRN darum, dass Menschen Seine Werke und seine Herrlichkeit erkennen und erfahren können.
In Jesus hat sich diese Bitte erfüllt.

Schwer zu glauben, an einem Karfreitag. Was für ein Schock muss es gewesen sein, für die Begleiter Jesu, die schon ahnten, dass er die Erfüllung sein würde. Alle Träume und Hoffnungen sind mit einem Schlag gestorben und begraben.

Jesus hat es mehrmals seinen Jüngern angekündigt, sie haben ihn nicht verstanden, sie konnten es zu seinen Lebzeiten als Mensch nicht begreifen. Übergroß war der Moment der Trauer und des Schmerzes, als die Frauen zum Grab gehen, um diesem Menschen, in den sie soviel Hoffnung gesetzt hatten, die letzte Ehre zu erweisen.

Und genau jetzt ist der Moment da, der wirkliche Moment, in dem Gott die Bitte Moses (und vieler anderer) erfüllt. Er zeigt SEINE HERRLICHKEIT.. Und gleichzeitig sagt er damit, „ich hatte es euch gesagt, was seid ihr traurig, ihr konntet es doch wissen, dass es so kommen würde! Doch trotz ihres Unglaubens und ihrer bisherigen Unverstandes erfüllt Gott seine Pläne und erweist voller Gnade den Menschen seine Güte und Herrlichkeit.

Das ist so genial. Da kommen wir, am Ende mit unseren Hoffnungen, an den Ort tiefster Traurigkeit und dürfen aufschauen und sehen, ER hat alles umgekehrt, er hat unser Leid verwandelt in Freude, unsere Traurigkeit in neue Hoffnung, unsere Verlorenheit weggenommen und an ihre Stelle liebende Annahme gesetzt.
ER hat es noch besser, noch größer, noch schöner und wunderbarer gemacht, als es sich die Begleiter Jesu je hatten vorstellen können.
ER ZEIGT SEINE HERRLICHKEIT:

Heute ist Karfreitag – ein Tag an dem wir unseren Kopf senken sollten in dem Wissen, dass ER für uns da hängt. Dass dort am Kreuz unsere Sünden angeprangert sind, das durch unseren Unglauben, Kleinglauben, Aberglauben und unsere selbstgewählte Ferne zu Gott genau das die Strafe wäre, die wir verdient hätten. Wie unvorstellbar wunderbar ist es, dass JESUS das auf sich genommen hat.
ZWEI Tage, dann schenkt Gott die Gewissheit, dass es wahr ist, und dass es uns frei gemacht hat, was JESUS da getan hat. ER hat in seinem Tod unsere Sünden mitgenommen. Wir können uns vertrauensvoll an ihn wenden, wir dürfen uns beugen vor dem Kreuz und vor Jesus, der dem Tod entrissen ist, über den der Tod keine Macht hatte. Wir dürfen an seine Seite kommen und Vergebung erfahren.
Für mich ist die Ewigkeit ein unfassbarer Begriff, dauernder innerer Frieden ein Wort, das ich nicht begreifen und erspüren kann. Aber eine Ahnung sagt mir, es wird wunderbar sein.
HERR ich danke dir für die Verheißung unserer Auferstehung und dein Versprechen, mich als dein Kind daran teilhaben zu lassen.
AMEN

11. April



Wer ist ein Gott wie du, der die Schuld verzeiht und die Sünde vergibt, der seinen Zorn nicht ewig festhält, sondern Freude daran hat, gnädig zu sein?
Micha 7,18

Gott hat auch seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Römer 8,32



Wer ist ein Gott wie Du
(Song)

Du hast Erbarmen und zertrittst all meine Schuld
Du hilfst mir auf in deiner Treue und Geduld
Du nimmst mir meine Last, nichts ist für dich zu schwer
Du wirfst all meine Sünde tief hinab ins Meer.

Wer ist ein Gott wie du
Der die Sünde verzeiht und das Unrecht vergibt
wer ist ein Gott wie du
Nicht für immer bleibt dein Zorn bestehn,
denn du liebst es, gnädig zu sein

12. April

 

Du sollst heute wissen und zu Herzen nehmen, dass der HERR Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden und sonst keiner.
5.Mose 4,39

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden.
Lukas 24,5-6

Heute!!
Wie treffend zum Ostersonntag! Und wie wunderbar an jedem anderen Tag einer Woche eines Monat, eines Jahres – eines Lebens.

Der heutige Vers ist einer, der jeden Tag aufs Neue gilt, einer mit dem man einen Tag beginnen kann und beenden.

Und das besondere heute?
Wir können ihn in Bezug setzen zu Lukas 24 und allen anderen Berichten von SEINER Auferstehung.
Heute sollen wir wissen und zu Herzen nehmen!!

Es ist einfach wunderbar und herrlich, was wir am heutigen Tag feiern dürfen – der HERR ist Herr über den Tod und damit über die Sünde, die uns den Tod bringt, die uns in den Tod bringt.
Und heute dürfen wir wissen, dass dies nicht so sein muss, ER macht uns frei davon, ER öffnet unsere Augen, dafür, dass ER Herr ist im Himmel und auf der Erde.

ER macht uns frei – unglaublich und herrlich

So ist es auch in unserem Leben. Wenn wir aus dem HERRN neu geboren sind, frei von Schuld, die uns vergeben ist – so sind auch wir nicht mehr zu finden, dort unter den Toten.

Wir sind durch die Liebe unseres Herrn gerecht geworden und frei von unserer Schuld, die den Tod zur Folge hatte. Haben wir nun, Jesus als HERRN angenommen und sind mit ihm gestorben der Sünde, so haben wir geistig gesehen teil an der Auferstehung und beginnen ein neues Leben unter seiner Führung und Bewahrung. Keiner kann uns finden unter den Toten, keiner kann uns unsere Sünden aufrechnen, denn der HERR hat sie vergeben.

Nur eines halte ich für notwendig, wie eine andere Bibelstelle auch sagt, ich kann nicht mit Schulden eingehen ins Reich Gottes, -
so ich also in der Lage bin, diese zu begleichen vor den Menschen, denen ich geschadet habe, so soll ich es auch tun. Denn so ermögliche ich, dass diese mir auch vergeben und dass ihr Herz frei wird von dem Ärger, den sie gegen mich haben und sie können sehen, was Gott bewirkt.
Keine Lüge soll mich begleiten in das neue von Gott geschenkte Leben aus IHM, kein Betrug, keine Schuld durch böses Wort oder böse Tat.
Das ist nicht einfach, doch Gott geht mit, und ER hat vergeben. Wir können also getrost ehrlich sein und dem anderen unsere Schuld bekennen und ihm die Hand reichen.
Es klingt jetzt vielleicht hart, aber der andere kann frei entscheiden, ob er vergeben kann und will oder nicht – es macht uns vielleicht traurig, dass er uns nicht vergibt, doch wird sein Ärger uns vor Gott nicht angerechnet werden, so wir mit ganzem Herzen unsere Schuld bekannt haben vor Gott und den Menschen. Gott wird im Blick auf die Sühnetat Jesu vergeben. Und dadurch bekommen wir Frieden mit dem der mit uns hadert und dieser kann SEINE Herrlichkeit sehen und zur rechten Zeit auch Gott erkennen und das Grab leer vorfinden, wenn er die Sünde aufrechnen will vor Gott

Es ist wunderbar was heute geschehen ist und ich bete, dass ich nie vergesse, was Jesus am Karfreitag auf sich genommen hat und dass ich nie vergesse, dass genau dadurch heute der Tod besiegt ist, der eigene ganz persönliche Tod in der eigenen Sünde – die ich nun abgeben kann und will, am Kreuz von Golgatha.
Das ich nie vergesse, dass Gott auch mich neu geschaffen hat in diesen drei tagen und mir neues Leben geschenkt hat aus dem der auferstanden ist am dritten Tage.

13. April


Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen.
Psalm 27,13

Unser Herr Jesus Christus ist für uns gestorben, damit, ob wir wachen oder schlafen, wir zugleich mit ihm leben.
1.Thessalonicher 5,10

Ich glaube !
Und mein Glaube ist mir Gewissheit!
Worin?
Diese beiden Verse drücken es aus. Das ist es was ich in der glaubenden Annahme seines Todes und in der Beugung unter seine Hand und liebende Vergebung erfahren durfte.

Jesus ist für mich gestorben.
Unglaublich, aber schon lange vor 2000 Jahren stand fest, dass ich heute hier auf der Erde leben würde, und dass ich Sünden begehen werde, das stand schon fest, als Adam und Eva das Paradies verlassen mussten.
Und Jesus, der von Anbeginn der Zeit teil hatte an der Schöpfung, wurde Teil vom göttlichen Plan, die Sünde zu überwinden, um so dem vertrauenden Glauben an unseren HERRN neues Leben einzuhauchen.
In der Annahme Jesu als HERRN über mein Leben als meinen Lehrer im Glauben und in der Demut vor dem HERRN ist mir neues Leben zu teil geworden, wirkliches Leben.

Es hat etwas zu tun mit dem Himmelreichbau, von dem Inge oftmals schreibt, -
wir sind als Teile seiner Gemeinde Bausteine an seinem heiligen Tempel einer lebendigen Gemeinschaft Gläubiger. Wir leben aus seiner Gnade, sind begnadigt und berufen zu leben in und aus seiner Liebe. Wir sind selbst das Beispiel seiner Güte und wir leben zu seiner Ehre und sollen ein Segen sein den Menschen, die ihn suchen und denen, die noch nicht von ihm wissen.
„Ich glaube aber doch dass ich sehen werde die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen.“
Das sind die Worte Davids, er hielt fest an seinem Gott in der Not des Krieges mit seinem Sohn, er bat den HERRN um Hilfe und war zugleich voll der Gewissheit im Glauben, dass er nicht sterben würde in diesem Streit.
Ich sehe noch etwas anderes darin. Ich sehe die Gnade errettet zu sein, ich sehe seine Hand eingreifen in das Leben der Menschen, ich sehe, wie er selbst mein Leben lenkt und wie er bei anderen deutlich sagt, mach es dir nicht so schwer, ich bin doch da und nehme dich bei der Hand so du mich lässt.
Da sehe ich die Güte des HERRN im Land der Lebendigen.
Wir müssen nicht warten auf das Himmelreich irgendwann nachdem wir tot sind, es ist schon da, in uns ist es und durch und mit uns wird es gebaut. Und es ist die LIEBE unseres HERRN zu allen Menschen.
Und dieses gilt es sichtbar zu machen allen Menschen.

Danke Herr dass ich glauben darf, dass du mich nicht im Dunkel des Unglaubens gelassen hast. Durch deine liebende Annahme meiner mit all meinen Lasten und Sünden, darf ich aufschauen und weiter sehen als bisher, ich darf jubeln und dich loben und ich darf Gewissheit haben, dass deine Güte mein Leben bestimmt und das ist wunderbar.
AMEN

14. April

 

Hoffe Israel auf den Herrn! Denn bei dem Herrn ist die Gnade und viel Erlösung ist bei ihm. Und Er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden.
Psalm 130,7-8

Der Vater hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden.
Kolosser 1,13-14

9-14 Deshalb hören auch wir nicht auf, von dem Tage an, da wir es gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, auf dass ihr erfüllt sein möget mit der Erkenntnis seines Willens in aller Weisheit und geistlichem Verständnis, um würdig des Herrn zu wandeln zu allem Wohlgefallen, in jedem guten Werke fruchtbringend, und wachsend durch die Erkenntnis Gottes, gekräftigt mit aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit, zu allem Ausharren und aller Langmut mit Freuden; danksagend dem Vater, der uns fähig gemacht hat zu dem Anteil am Erbe der Heiligen in dem Lichte, der uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in welchem wir die Erlösung haben, die Vergebung der Sünden;

worum geht’s hier?
Beide Bibelstellen scheinen hinzuweisen, darauf, dass wir neben Gott bzw. seinem Wort nicht anderes brauchen, um Erlösung zu erhalten und zu haben.

Irgendwie geht es immer wieder darum, dass wir nichts außerdem, was uns gegeben ist, bedürfen.
Wieso muss uns Menschen das immer wieder gesagt werden?
Im Psalm ist Grund für dieses Wort die Suche nach Vergebung und Erlösung aus den Sünden. Es ist Antwort auf das Bangen und Zagen nach dem Erkennen, dass man vor Gott nicht bestehen kann und die Frage, wie man denn vor Gott bestehen könnte. Allein aus der Gnade des HERRN, auf die wir alle angewiesen sind und die uns in Christus teilhaftig geworden ist.

Was ist das Problem der Kolosser?
Scheinbar ist einigen von ihnen das Evangelium nicht genug, sie nehmen wohl an, das es hier noch mehr bedarf, so die Beschwichtigung und Beachtung der finsteren Mächte. Doch Paulus sieht ganz klar, dass es hier darum geht, das Evangelium mit ablenkenden Dingen zu ergänzen, die es verfremden würden und so die Wahrheit und die Gnade darin unwirklich machen.

Paulus löst dies einzigartig. Statt, wie ich vermutlich, loszurennen und sie mit strafenden Worten vor den Kopf zu stoßen, wählt der die Worte des Gebetes, des Lobes und der liebevollen Erinnerung an das einzig Wahre, das Evangelium, das so wie es ist, keiner Ergänzung bedarf.
Er mahnt und erinnert, dass wir doch bereit Anteil haben am Reich des Sohnes, das wir in der Vergebung unser Sünden, die durch die Annahme Jesu als unseren HERRN, bereits erlöst sind und die bösen Mächte wohl vorhanden sind, aber doch keine Macht haben über uns und unser Leben, das nun ganz Jesus gehört.

Herr ich danke dir, dass wir das wissen dürfen, bewahre uns davor. Mit selbstgemachten Werken vor dir bestehen zu wollen. Lass uns immer wieder wissen, wenn wir Gefahr laufen das zu tun.
DU bist der Auferstandene, der unsere Sünden mitgenommen hat in den Tod und der wiedergekommen ist aus dem Reich des Todes und der aufgefahren ist in den Himmel.
Nichts außer dir soll uns bestimmen, nichts soll uns trennen von dir. DU bist der Weg und die Wahrheit und das Leben. Nichts brauchen wir außer dir.
AMEN


15. April


Du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind.
5.Mose 7,6

Petrus sprach: Gott sieht die Person nicht an; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm.
Apostelgeschichte 10,34-35

Zwei verschiedene Herangehensweisen - wie Gott uns Menschen begegnet.

Die eine ist Gottes Erwählung des Volkes Israel – die geschah aus Seinem Willen und seiner Treue zu seiner Abraham gegebenen Verheißung.
Es gab nichts was die Israeliten taten, womit sie sich dies verdienen konnten, im Gegenteil, so vieles was sie taten, so vieles an ihrem Verhalten hätte Anlass sein können, dass sie diese besondere Gnade hätten verlieren können.
Es ist und bleibt aber Gottes Wort und Wille, dass Israel der Träger seiner Verheißungen ist.
Und das erstaunt schon.

In Jesus ist die Verheißung Gottes in Erfüllung gegangen. Die Treue Gottes ist aber damit nicht zu Ende. Im Gegenteil, es ist etwas geschehen, was diese Verheißungen erweitert.
In Jesus geschah die liebende Annahme aller der Menschen, die durch seinen Tod am Kreuz, erkennen konnten, dass Gott der HERR ist. Nunmehr gilt die Trennung nach der Herkunft, nach der Person nicht mehr. SEINE Gnade gilt allen Menschen und alle sollen gerufen werden, nichts ist unrein oder unwert, alle sind Geschöpfe unseres HERRN und alle sind gerufen, seine Kinder zu werden.
Die Trennung nach dem Volk ist aufgehoben, die Trennung nach Äußerlichkeiten. Gott sieht ins Herz und das was er da findet, ist es was uns zu seinen Kindern macht oder auch nicht. Allein das was im Herzen ist.

Für uns Menschen ist das eine erschwerende Tatsache, denn wir können nicht ins Herz sehen. Wir sind im Schauen noch immer darauf beschränkt zu sehen was äußerlich ist. Wir urteilen nach wie vor schnell, nicht immer ist das was wir sehen können klar verständlich. Nicht immer gilt, das was wir tun ist der Maßstab. Gottes Wille ist der Maßstab und den können wir maximal für uns selbst erkennen und auf uns selbst anwenden. Andere Menschen unterliegen genauso Gottes Willen und doch ist ihr Weg nicht unserer und so sind auch ihre Entscheidungen nicht unsere, sondern etwas was sie selbst mit Gott ausmachen.

Wichtig ist, dass wir selbst wahrhaftig bleiben, dass wir nach dem uns bekannten Willen Gottes handeln:
Reden, wo es Not ist den Mund zu öffnen, Stellung beziehen, wo wir wissen, das Unrecht geschieht,
Schweigen, wo es nötig ist, denn nicht immer sind wir die, die Herzen erreichen, und reden birgt die Gefahr der Lüge und Verfehlung, so uns also Kraft und Wissen fehlen, ist es besser andere reden zu lassen und
im Gebet zu verharren, denn hier spricht der Geist in demütiger Beugung mit Gott.

.. wer ihn fürchtet und recht tut ...
schauen wir also, das wir genau das befolgen. Beugen wir uns unter sein Wort und achten darauf, dass wir selbst tun, was recht ist.


16. April


Gott der HERR rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? Er sprach: Ich hörte dich im Garten; da fürchtete ich mich.
1.Mose 3,9.10

Jesus fragte die Ehebrecherin: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.
Johannes 8,10-11

So fing die Suche an, meine Suche nach Gott. Oder war es der Moment in dem ich merkte, dass Gott mich sucht?

Ich hörte Dich, und ich merkte, dass ich bloß bin, unverhüllt, sichtbar ist alles falsche, alle Sünde und alle Schuld – nichts gutes war zu sehen, nichts was ein Bestehen vor Gott möglich gemacht hätte.

Eine Suche begann, wonach? Wahrscheinlich am ehesten nach etwas womit sich die Schuld bedecken ließ. Ich begegnete Gott in allen Situationen immer wieder war und bin ich vor ihm bloßgestellt, ich traf Jesus oftmals - im Wort, in Menschen, im Gotteshaus. Lange suchte ich einen Weg, an ihm vorbei. Auch heute noch versuche ich es ohne Ihn.

Warum? Ich habe erkannt und erfasst, dass Jesus der HERR ist, auch mein HERR, der welcher gestorben ist für meine Sünde und Schuld. Ich habe die Vergebung erhalten, ich bin ein Kind Gottes, frei von dem was mich bewegte, mich verstecken zu wollen.
Doch es tat weh, ihn anzunehmen, es tut noch immer weh, ihn immer wieder in Anspruch nehmen zu müssen, immer wieder sehen zu müssen, dass ich nicht frei bin, von der Sünde und dem Willen zu sündigen.

Da liegt ein wichtiger Punkt. Ich will frei sein, noch immer – und zwar auch frei von Gott. Das ist es was mir Angst macht, ich will mich nicht beugen und doch spüre ich, dass ich ohne ihn nicht kann, dass ich ohne ihn keine Freiheit habe.

Ich fürchte sein Urteil, ich fürchte mich davor einst schuldbeladen erfunden zu werden, nicht rein zu sein und es fällt mir schwer, mich unter das Kreuz zu beugen.

Nicht allein um meiner „Freiheit“ willen, auch weil ich nicht will, dass ein anderer für mich bluten muss.
Doch er musste, nicht allein für mich, sondern für alle und er hat gesiegt, er hat den Tod besiegt und er ist der HERR, der mich frei macht, wirklich frei, so dass ich mich einst nicht verstecken muss, so dass ich da sein kann wo ich gerade bin und dank Jesus dann wenn Gott ruft, wo bist du, dann kann ich sagen HERR, ich bin hier.

HERR, wer hat Macht über mich außer dir? Wer darf über mich urteilen außer dir, wer darf mir Schuld zuweisen, die du vergeben hast? – keiner.
Nimm den Versucher von mir, der mir einreden will, ich bräuchte dich nicht, lass mich in dir und deiner Liebe frei sein, dass ich dir dienen kann.
In deinen Händen bin ich wunderbar geborgen und geschützt, aus deinen Händen kann ich alles haben was ich brauche und mit dir kann ich ohne Angst sein.
DU hast mich angenommen, wie ich war, HERR lass mich das nicht vergessen, du liebst mich und du wirst mich nicht verlassen, erhalte mir die Gewissheit um dein JA zu mir und schenke mir ein Herz das ganz JA zu dir sagt.
DU weißt um meine Sorgen, Ängste und Zweifel – du schenkst mir den Frieden, den ich brauche um in der von dir geschenkten Freiheit leben zu können. Halte fern das Böse, dass mich von dir reißen will, es hat keine Macht, denn du hast am Kreuz gesiegt.

AMEN

17. April


Ich will wachen über meinem Wort, dass ich's tue.
Jeremia 1,12

Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.
Matthäus 24,35

Das ist ja heute wieder genial. (das meine ich ehrlich. Verzeiht mir meinen nun folgenden leichten Zynismus)
Ich nehme meine rosarote Brille und sehe hindurch und lese was da steht. Und es ist wunderbar. Ich kann durch meine Brille alles rosa sehen, ich sehe auch nur das. In meiner „Verliebtheit“ zu Jesus, meinem Herrn, sehe ich seine Versprechen, seine Worte der Treue seine liebende Annahme und ich bin gewiss, das er mich liebt auf ewig und das mir nichts geschehen kann. Ich beziehe alles auf Gottes Wort der Treue – er hat versprochen mich zu tragen, er hat versprochen, mir meine Schuld zu vergeben, er sagt, er wacht darüber, dass er es tut, was er sagt.
Das ist doch super.

Hoppla, ich habe keine rosa Brille, ich bin gebeutelt und geplagt, ich lebe in Sünde und leide darunter, ich kenne Jesus nicht. Was sind die Worte, die ich lese? Was ist es was ich durch meine schwarz getönten Brillengläser sehe? Ich erkenne nur Strafe und Gericht, ich erfahre, das ich leiden muss für alles Leid dass ich zugefügt habe, ich sehe nur, dass ich es nicht anders verdient habe. Und ich lese, Er wird dafür sorgen, dass ich auch in das von ihm angekündigte Gericht komme.
Das macht Angst - nein, mit diesem Gott will ich nichts zu tun haben. Ich will nur weg.

Zwei Seiten von uns Menschen, die Extreme sind, beide laufen aber am Wort vorbei. Man kann nicht mit einer das Wort verzerrenden Brille auf sein Wort schauen und IHN darin finden.
Die rosa Brille ist klasse – nur einen Nachteil mindestens hat sie. Ich sehe nichts mehr real, alles ist gut, alles ist toll und ich laufe Gefahr, den Irrweg nicht zu erkennen, mich sicher zu wiegen und dann, wenn es soweit ist, muss ich erkennen, dass ich durch meine Brille, alles von der Wahrheit verschoben gesehen habe, das noch vielmehr nötig war, als nur zu sagen, ich bin ein Kind Gottes und Jesus ist mein Bräutigam. Ich habe meine Zeit verträumt, ich habe den Auftrag übersehen. ich habe gesagt, aber nicht getan – mein Glaube war eine Lüge, leere Worte ohne Tagen und Folgen.
Die schwarze Brille ist furchtbar, denn ich kann die Gnade nicht sehen, die liebende Annahme, sein Versprechen, mich zu lieben wie ich bin. Ich bin wahrscheinlich depressiv und lebensmüde, ich will so nicht weiter - aber ich kann nicht sehen, dass Gott mir da raus helfen kann und will. Wie trostlos. Wie schrecklich, wenn ich einst vor Ihm stehe und dann ohne eine verzerrende Brille erkennen muss, was ich habe mir entgehen lassen, wie dumm werde ich mir vorkommen, und mich fragen, wie ich das übersehen konnte.

Oh dass wir uns nicht täuschen, dieser Brillen gibt es viele, und wir Menschen neigen dazu, alles durch eine uns passende Brille zu sehen, die die Wahrheit und Gottes Wort verzerrt und einseitig darstellt Eins tut not, wir müssen innehalten und uns heilen lassen, unsere Augen brauchen keine Brille, der HERR muss sie öffnen und wir dürfen nicht glauben, dass diese eine Brille, rosa oder wie auch immer, vertragen würde.
Beides ist im Wort, das Gericht, die Strafe, das Ende der verdorbenen Menschheit, genauso wie die Worte seiner Liebe, sein Versprechen, uns anzunehmen – wiederum verbunden mit der Umkehr vom alten Weg und vom alten Leben, alten Sünden.
Im AT, erst die Umkehr, dann die Annahme und die Erteilung der Vergebung, im NT, das liebende Werben, der Ruf, die Annahme im Moment der Reue und dann die Umkehr.
Wie auch immer, es braucht die Umkehr, im NT ist das leichter, denn wir haben von IHM den HL. Geist gesandt bekommen, der unser Gewissen weckt, der uns wachrüttelt, der uns die Worte zeigt, die wichtig und dran sind.

Herr, nimm mir die Brille von den Augen, die deine Wahrheit verzerrt, die mich nicht erkennen lässt, was not tut, die dich verzerrt und die Wahrheit.
Die rosa Brille gefällt mir, ich kann so bleiben wie ich bin, und weiß mich geliebt, doch bewahre mich davor. Ich sehe mich selbst nicht so wie ich bin und ich sehe die Gefahren nicht.
Die schwarze Brille ist schlimm, sie verwehrt mir, deine Liebe und Gnade zu sehen. Ich will keine Verzerrung, ich will dich schauen und ich baue fest darauf, dass dein Wort wahr ist und beständig, und dass du dafür Sorge trägst, dass es erfüllt wird, auch an mir und in meinem Leben.
AMEN

18. April


Denen nichts davon verkündet ist, die werden es nun sehen.
Jesaja 52,15

Als der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten das Erdbeben sahen und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!
Matthäus 27,54


Manchmal dachte ich:
angenommen, Jesus sei größenwahnsinnig gewesen, dann hätte er es wie auch immer fertig bringen können, sein Leben durch sein Verhalten so zu gestalten, dass alle Prophezeiungen über den angekündigten Knecht Gottes oder Menschensohn in ihm wiederzufinden wären.
Es steht ja alles geschrieben, es wäre wie ein Drehbuch für eine gelungene Inszenierung.
Bis an das Kreuz hätte er es so treiben können, selbst, dass er nicht herunter kam um sich selbst zu befreien, ließe sich im Wort begründen.

Es bräuchte eines gigantischen Machtapparates um die Kreuzigung vorzutäuschen, so dass er nicht gestorben wäre, aber wer hätte es nach drei Tagen fertig bringen können, an verschiedensten Orten zu erscheinen, gleichzeitig oder kurz hinter einander. Es bräuchte wahre Bosheit, die Menschen, die ihn begleitet und zu seinen Lebzeiten geliebt hatten, so zu täuschen.

Es ist eine schlimme Vorstellung, das alles vorgetäuscht sein könnte.

Es wäre eine perfekte Inszenierung des Teufels gewesen.

Doch das ist sie nicht! Denn eines ist sicher. Weder ein Wahnsinniger nach seinem Tod, noch der Teufel selbst kann den Vorhang im Tempel zerreißen, noch die Erde öffnen und tote Heilige aufstehen lassen, anderen zu erscheinen (na ja, Tote kann der Teufel vll. noch, aber Heilige?). Da ist es Gott, der handelt und sehen lässt, die die vorher nicht sehen konnten.
ER ist es der die Augen derer öffneet die die Kreuzigung durchführten.
Er sandte die Engel, die neue Hoffnung gaben – den Frauen, die kamen, den Toten zu betrauern und zu ehren.

Kein Mensch und auch nicht der Teufel vermögen mit so viel Liebe den Menschen zu begegnen, zu heilen und Vergebung zu schenken.
So sehr der Teufel allen seinen Namen gerecht wird – Verblender, Durcheinanderwerfer, Verkläger,... Den Messias, den Heiland und Erlöser – nein, das hätte er nicht vermocht.

Hätte er es denn gekonnt, die Menschen so zu verblenden, dass sie sich den Messias erfinden?
Vielleicht einzelne, aber so viele? Nein! Er vermöchte es auch nicht, dass aus einer Täuschung so viel gutes entstanden wäre.

Er bräuchte sich heute nicht so aufbäumen und zu versuchen die Menschen von Gott wegzuholen, er bräuchte nicht versuchen uns an uns selbst und am Wort irre werden zu lassen. Das alles sind sinnlose Spielchen des Verlierers, der versucht so viele wie möglich mitzunehmen in den Tod.

Nein, Jesus ist Gottes Sohn, ER ist der Heiland und Erlöser, von Gott am Kreuz hingegeben zu unserer Befreiung von der Schuld. ER ist der den wir nur annehmen brauchen, der aus Liebe zu uns gestorben ist und unsere Unvollkommenheit und Schuldbeladenheit mitgenommen hat in das Reich des Todes um es dort zu lassen, damit wir frei sind – gleich wie dem Sündenbock, der in die Wüste geschickt wurde. Nur vollkommener, denn er kam zurück, durch das Handels Gottes, seines Vaters, der ihn zu sich holte und erhöhte, der bewies, das der Tod besiegt ist im Tod des Sündlosen für die Sünder.

Das klingt so abgedroschen und grotesk – ich staune darüber, dass ich dieses Gelaber wiederhole, dass ich immer so abstoßend fand. Aber es ist die Wahrheit, ich kann nicht anders als es zu bestätigen.

Ich schätze, das hier war keine perfekte Beweisführung, doch ich bitte den HERRN, der über allem steht, auch in diesem Geschriebenen zu sein, und den Bogen zu schließen für euch, die ihr meine heutigen Gedanken lest, dass ihr, so ihr noch nicht wisst, erkennt dass ER der HERR ist.

Ich weiß dass mein Erlöser lebt, ich habe ihn erlebt, er hat mich gefunden und zu sich genommen, mich befreit und mir die Augen geöffnet, ich gehöre zu denen, die nicht sehen wollten, mir war es wohl von klein auf verkündet, doch ich war blind. Doch das hat IHN nicht abgehalten in seiner Liebe.
Dafür danke ich dir HERR.
AMEN

19. April


Ich bin der HERR, der die Zeichen der Wahrsager zunichte macht und die Weissager zu Narren.
Jesaja 44,25

Als Simon sah, dass der Geist gegeben wurde, wenn die Apostel die Hände auflegten, bot er ihnen Geld an und sprach: Gebt auch mir die Macht. Petrus aber sprach zu ihm: Dass du verdammt werdest mitsamt deinem Geld, weil du meinst, Gottes Gabe werde durch Geld erlangt.
Apostelgeschichte 8,18-19.20


Das wärs doch. Gottes Geist im Abo.

Wir zahlen einen festen Betrag und dürfen dann jeden Morgen erwachen und wissen die Wahrheit und können heilen, bekehren, erkennen die Herzen der Menschen und tun dann das was diese brauchen.

Problem: Der Glaube wäre dahin! Die Gnade wäre dahin, die Erlösung auch – oder gäbe es die auch im Abo?

Die Erfahrung zeigt uns, dass es so nicht geht. Weder Gottes Gaben noch die Vergebung sind mit Ablass zu haben.

Auch die Einbildung, das wir durch die Bekehrung und die Vergebung unser Sünden plötzlich wüssten, wie Gott tickt oder was er will oder wen er besonders liebt, die Einbildung, dass wir auf einmal recht hätten, wird heute in ihre Schranken gewiesen.

ER ist der HERR, und er kann und wird zunichte machen, was wir uns einbilden, wo wir uns selbst erhöhen oder über andere stellen. ER wird uns lehren, so etwas zu lassen.

Ich hoffe und bete, dass es nicht zu weh tun wird, dass er heilsam geschieht und uns in Form von neuen Liebesbeweisen seinerseits überkommt.
Die Erfahrung, dass wir falsch lagen allein tut schon weh, mögen wir durch seine Liebe daran erinnert werden und die Heilung am besten gleich mit bekommen.
Aber das ist Wunschdenken.
Eines ist sicher, wenn ER uns die Erkenntnis schenkt, dass wir ohne ihn marschieren und/oder Gotteskämpfer sind, ohne seinen Geist und Segen, dann sollten wir dankbar sein und demütig und uns zu ihm wenden und auf seine Weisungen warten und hoffen, sonst gehen wir am Ziel vorbei.

Der Herr schenke, dass wir nicht abheben und unser Wissen als die Wahrheit hinstellen, er bewahre uns davor dass wir wie die falschen Wahrsager Heil versprechen oder Unheil ankündigen, er bewahre uns, das wir unser Urteil mit in die Verkündigung einflechten oder unsere Wahrheit als die Gottes hinstellen.

Der Herr möge uns mit seiner Gnade segnen und uns schenken, dass wir nach seinem Willen handeln und mit Geduld und Liebe, ihm nachfolgend, unseren Mitmenschen, Mitgeschwistern begegnen. ER schenke uns die richtigen Worte, die Erwachen, Aufrütteln, Umkehr und demütige Beugung unter sein Wort bewirken.
Er schenke uns seinen Geist und lasse uns teilhaben am Bau seines Reiches nach seinem Vorbild und Willen.
AMEN

20. April


Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen.
Jesaja 40,26

Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare.
Kolosser 1,15-16

Ich habe überlegen müssen, welches Heer hier gemeint ist. Ich habe es nicht verstanden, bis ich in den Erklärungen gelesen habe.

Aber logisch, die Israeliten sind zum Zeitpunkt dieser Verkündung ja in Babylon und dort wurden die Sterne und Gestirne des Himmels verehrt und als Götter angebetet.
Die Israeliten sind verzweifelt und hoffnungslos, die Sterne scheinen die Macht zu haben, sie unterstützen die Unterdrücker. Diese Erklärung scheint näher zu liegen, als die Erkenntnis, dass der HERR Gericht halten musste und gehalten hat.

Doch der HERR gibt nicht auf, um sein Volk zu werben, er schickt sein Wort, damit die Menschen verstehen, dass ganz egal wie es scheint, doch ER es ist, der hinter allem steht. Und wenn die Gottlosen zigfach an die Sterne glauben, so ist doch ER es, der diese geschaffen hat.

Und ganz sicher nicht ohne Grund. Scheinbar ist den Gestirnen auch eine Macht gegeben, die über unser Verständnis geht, dennoch ist und bleibt ER auch ihr HERR.

Und in allem, was ER geschaffen hat, ist Christus, unser Erlöser. Christus ist das Mensch gewordene Wort unseres Gottes, er ist die ausführende Kraft, das lebensspendende Wasser, die schützende Wärme in der Kälte, der schattenspendende Baum des Lebens, er ist der, welcher alles richten wird. Auch die Mächte des Himmels.

Manchmal kann ich das selbst nicht erfassen, ich vermag nicht es zu erklären, es in Worte zu fassen. Es scheint mir ausgesprochen unlogisch. Es verwirrt mich, anzunehmen, dass Jesus schon zu Beginn der Schöpfung da gewesen sein soll, da wir immer von dem Einen Gott sprechen, der war und ist uns sein wird.
Dennoch erscheint es mir wiederum als total normal, ich weiß in meinem Innersten, einfach dass es so ist.
Wenn ich es also in Worte fassen soll, dann ist Gott der Herr, der alleinige Herrscher und Jesus, ja, ihn würde ich als die Kraft, das Wort, den Willen, die Hand, das ausführende Organ der Liebe unseres Gottes bezeichnen. ER ist das Ebenbild der Liebe Gottes, er ist es , in dem alles geschaffen ist und ihn dem alles vollendet wird.
ER ist Gott und ER ist Geist und Gott ist in Jesus und Gott ist Geist, und der Hl.Geist ist von Gott und gesandt durch Jesus.

Alles in Allem ist eins, und eins ist perfekt und komplett - es ist ein Ganzes, dem alles unterworfen ist und dem sich alles beugen muss. Und einst dürfen wir die Herrlichkeit Gottes schauen und die Hoffnung dazu haben wir in Christus, der durch seinen Tod unsere Vergebung erwirkt hat und das Bleiben in ihm wirkt der Hl. Geist, der unser Begleiter und Tröster ist, unser Führer und unser Wegweiser, wenn wir nicht weiterwissen.

Gott ist verlässlich, er wird uns nicht verlassen, er ist da uns den Weg zu weisen.
ER ist HERR über alles, und wenn wir mit seiner Hilfe alles an dem Platz lassen, an den es gehört, dann muss uns alles zum besten dienen und nichts kann uns von ihm trennen.

Danke, HERR dass wir wissen dürfen, dass du über allem stehst und du der HERR bist, danke, dass nichts uns gefangen nehmen kann und du uns aus den Fesseln der Mächte des Himmels und der Erde befreist. Denn wir dürfen Deine Kinder heißen und du bist unser Schild und Schutz.
AMEN

Ja, und Herr bitte bewahre uns Menschen vor der falschen Bewertung der Sterne und ihrer götzendienerischen Anbetung und besonders bewahre uns vor der irrigen Schlussfolgerung, dass wir in den Sternen, deren Schöpfer und HERR du bist, Deinen Willen finden könnten, denn diese Vermutung läge ja nahe, bei einem der z.B. das tägliche Horoskop zur Ausrichtung seiner Handlungen nutzt. Schenke die Erkenntnis, dass Du der HERR bist und allein im Vertrauen auf dich unser Leben gelingen kann.
AMEN

21. April


Die Worte des HERRN sind lauter wie Silber, im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal.
Psalm 12,7

Christus spricht: Der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehört habe, das rede ich zu der Welt.
Johannes 8,26

Das Wort Gottes!
Es ist das einzig verlässliche was wir haben. Gott spricht und in Jesus ist es für uns hörbar.
Eines brauchen wir noch um zu verstehen: Seinen Heiligen Geist.

Ist dieses vereint, dann öffnet sich unser Geist dem Verständnis dessen, was Gott uns sagt, was er für uns will und wie sehr er uns liebt.
Wir begreifen dann auch, was Sünde vor dem Herrn ist, bis in die kleinste Kleinigkeit.

Nur eines ist ärgerlich: Das wir trotzdem noch weghören können, dass wir trotzdem noch missverstehen, dass wir trotzdem noch Sünde tun.

Gott ist unbegreiflich gut, vor ihm, der das Böse, die Sünde so sehr verabscheut, können wir nicht bestehen, seine Gerechtigkeit verdammt die Sünde ins Gericht, es ist unumgänglich, wir kommen am Gericht nicht vorbei und auch die Strafe muss verhängt werden.

Das klingt grauenvoll, doch es gibt auch aus IHM und seiner Güte die Antwort. Kürzlich war es mir geschenkt, eben dies im Wort neu zu erfahren, Jesus redete nicht nur das Wort, er ist das Wort und er erfüllte die Notwendigkeit der Strafe:

http://www.csv-online.de/kalenderblatt.php?kalday=2009-04-18

es ist wunderbar, was da geschehen ist, es ist unglaublich und durch den Hl. Geist uns erst verständlich geworden. Die Annahme dieses Opfers an unserer Statt ist das was nötig ist und dann erschließt sich uns eine andere Welt, in der Vergebung, Liebe, Demut, Sanftmut regieren. Uns ist damit der Schlüssel in die Hand gegeben, die Türen des Bösen in uns zu verschließen, wir sind nicht mehr gezwungen, danach zu handeln, was in uns war, sondern wir können durch seine Gnade neu werden.

Herr ich danke dir, dass du dein Wort geschenkt hast und dass ich durch deinen Heiligen Geist verstehen und wissen darf. Ich bitte, schenke, dass wir alle dich sehen können in deiner Herrlichkeit, Gnade und Liebe, hilf uns, das Böse zu lassen und deinem Wort zu folgen. DU hast es uns eigentlich so leicht gemacht. Hilf uns dass wir das Böse lassen, kehre ein und nimm dein Hausrecht war in uns, denn da wo du wohnst, da kann die Sünde nicht sein, da hat keine Anfechtung Macht. DU bist gut und gerecht und gnädig, allein dadurch kann ich vor dich kommen und du vergibst mir, am Kreuz deines Sohnes, der für die Sünder gestorben ist und auch für mich.
AMEN

22. April


Ich will die Übriggebliebenen meiner Herde sammeln aus allen Ländern und will sie wiederbringen zu ihren Weideplätzen, dass sie sollen wachsen und viel werden.
Jeremia 23,3

Jesus sprach: Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
Lukas 11,23

Um was geht es heute?
Sammeln, wiederbringen, zerstreuen
Hmm..

Ok, an oberster Stelle steht Gott.
Er ist der eine Wächter und HERR über allem. Er hat auf ausdrücklichen Wunsch der Israeliten, beginnend mit Saul, Hirten über sie gesetzt. Aber Hirten gab es nicht erst seit Saul. Schon bei der Wüstenwanderung setzte Gott durch Mose Richter und Amtleute ein, deren Eigenschaften, die sie zum Hirtenamt befähigt genau genannt sind. Auch für die ersten Christen gibt es Beschreibungen über die notwendigen Eigenschaften und Fähigkeiten derer, die unsere Hüter haben sollten.

Ganz offensichtlich aber gab und gibt es zu allen Zeiten, Menschen die ihr Hirtenamt nicht in der von Gott vorgegebenen Weise ausübten, die sich und ihr Wohl über das ihrer anvertrauten Herde stellten. Besonders im geistlichen Sinne hat das fatale Auswirkungen. Da müssen wir nicht bis ins alte Israel zurück, oder zu den Kreuzzügen.

Wie ist das aber jetzt mit uns Christen? Wir sind im Glauben gesetzt zu Priestern einer dem anderen, wir sind in der Gemeinde für einander verantwortlich, wir sollen liebend einander die Wahrheit sagen, wir sollen die Sünde wo wir sie erkennen ansprechen, im Gespräch eins zu eins oder ggf. unter Hinzuziehung von Zeugen. Es geht sogar so weit, dass wir die uneinsichtigen ausstoßen, dass das Böse sich nicht ausbreite in der Gemeinde. Eigentlich sehe ich das sehr skeptisch, ich bin immer davon überzeugt, dass ein jeder von Gott geliebt immer neue Chancen erhalten sollte, auch von uns. Doch unter dem Gesichtspunkt, dass ein Hirte einer Gemeinde die Verantwortung trägt, dafür, dass das Böse keinen Raum hat, da sonst die Schafe zerstreut werden, wenn der Hirte nicht ausreichend für sie sorgt, dann ist die Trennung des Bösen, der sünde aus der Gemeinde schon notwendig.

Doch der eine Hirte bleibt Gott. Er ist es, der die zerstreuten Schafe wieder zusammenholt, in seinen Stall, in seinem hl. Land, in seinem neuen Jerusalem.

HERR, du bist unser Hirte. Allein deinem Wort will ich folgen, direkt dir unterstellt sein. Bewahre mich vor Irrungen und falschen Wegen, falschen Propheten und denen die behaupten dich zu kennen und nur der Sünde dienen. Öffne mir die Augen für deine Kinder und die die dein Wort in sich tragen und es verkünden, so wie du es gesagt und gemeint hast. Hilf mir, ein solcher Diener zu sein, dass ich dein Wort verkünde in deinem Namen und mit deinem Segen, denn nur so kann gutes daraus erwachsen, nur so kann ich beteiligt sein, am Dienst für dich. Schenke doch bitte, dass ich in deinem Wort wachse und in meinem Tun und Handeln mit dir sammle.
Danke, dass du mein Hirte bist und mich nicht verloren gehen lässt.
AMEN

23. April


Sei nur stille zu Gott, meine Seele; denn er ist meine Hoffnung.
Psalm 62,6

Lydia hörte zu; der tat der Herr das Herz auf.
Apostelgeschichte 16,14


Stille sein zu Gott. Wie schwer ist das.
Es steckt sehr viel darin.
Es gibt oft Momente in denen tobt und braust es in mir, die Gedanken wirbeln durcheinander, die Stimmen eines Tages oder mehr sausen durch meinen Kopf und es will nicht ruhig werden.
Dann bin ich unruhig und voller Angst. Inzwischen weiß ich wohin ich damit kommen kann. Manchmal vergesse ich es und wenn ich dann vor Gott Ruhe gefunden habe, dann frage ich mich, warum ich solange gewartet habe es zu ihm zu bringen.

Gebet kann alles vor Gott bringen, auch den Wunsch nach innerer Ruhe und Frieden, ein einfaches kleines Gebet aus tiefstem Herzen, manchmal ohne mir bewusst zu machen wie sehr ich gerade litt. Und die Ruhe, der Frieden, die Gewissheit, dass Gott da ist und mich hält sind da und ich kann staunen und loben.

Stille werden vor Gott.
Zuhören, abgeben, Ihn machen lassen. Aufhören zu hadern, zu zweifeln, vorzuwerfen. Annehmen und Glauben. Und Vertrauen. Es steckt so viel Frieden und Kraft darin. Danke HERR, dass du uns das schenkst.

Ich will es tun, heute vor allem was auf mich zukommt, mit allem was mich belastet. Herr, du weist alles und du kennst mein Herz. Viel Arbeit hattest du mit mir und noch immer bin ich nicht fertig. Nimm alles von mir und schenke mir Vertrauen, nimm meine Ängste und schlechten Gedanken. DU machst alles neu. Auch mich.
Lass mich stille sein vor dir, öffne mein Herz und lass mich hören und verstehen und behalten, was du schenkst.

Ich liebe dich und ich will bei dir sein alle Zeit. In dir bin ich geborgen und beschützt. Mach mich frei und nimm allen Platz ein in meinem Herzen, dass da kein Raum mehr ist für alles, was dir nicht gefallt.
AMEN


24. April


Weh denen, die weise sind in ihren eigenen Augen und halten sich selbst für klug!
Jesaja 5,21

In Christus liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
Kolosser 2,3

Autsch!
Im Moment ist es wieder einmal so, dass ich mich direkt unter Gottes Hand fühle. Und nicht nur auf die Gnade der Vergebung und der Liebe bezogen.
Vielmehr scheint es nötig zu sein, dass mich seine Führung in die richtige Richtung schiebt.

Er hat mir gezeigt, wo ich sündige, dass ich Fehler mache, dass es Dinge gibt wo es notwendig ist, die Schuld zu bekennen, um Vergebung zu bitten und nicht wieder zu tun.
Gestern führte ich genau dazu ein Gespräch mit jemandem mit dem ich nicht gern diskutiere, weil er viel redet und auch Jesus nicht als HERRN hat. Dummerweise habe ich mich trotz dessen, dass ich ganz klein sein müsste unter meiner Schuld damit gebrüstet, dass ich ja die Weisheit hätte, (schon nicht aus mir, aber doch mehr als andere) zu erkennen, wo die Sünde liegt und damit auch die Vollmacht, den Menschen ein Beispiel zu sein.
Heute morgen sagt Sein Wort „Weh denen, die.....“

Ja, viel Überheblichkeit ist in meinem Glauben oder in mir, das ist nicht gut. Denn alles was ich bin, alle Gaben die ich habe, habe ich vom HERRN, meinem Schöpfer.
Das was mein Leben ausmachen sollte ist Demut und dankbare Annahme. Doch immer wieder kommt der Umstand, dass ich etwas gelten will. So ist sicher auch der Vorwurf berechtigt, dass ich meine Sünde, die ich wohl wusste und nicht ließ, erst jetzt wo sie scheinbar vor Menschen offenbar ist, offen bereue und „in Ordnung“ bringen will. Der Vorwurf lautet „Hast du denn wirklich Gott im Herzen, oder liebst du die Menschen, dass du ihre Anerkennung brauchst?“

Ich habe es direkt zurückgewiesen, nein, dass sei es nicht. Die schlimme Erfahrung die mit dem Erkennen der neuen Fehler verbunden ist, ist dass ich dies offen als Christ getan habe und ich so meinen Glauben vor den Menschen lügen strafe. Das empfinde ich als furchtbar. Doch ich muss mir sagen lassen: „Weh denen, ... „ und ich muss mich fragen, bin ich ehrlich? Oder ist in mir doch noch viel Liebe zu den Menschen und ihrer Anerkennung.

„In Christus liegen verborgen alle Schätze ....“ das ist die Antwort die ich bekomme, auf alle meine Zweifel. Meine Sünde gehört vor Ihn und ich auch, ER ist der, der mich frei macht, auch von dem Hang zur Sünde. Ich habe ihn noch nicht genug, fest genug. Ich bin noch nicht vertrauensvoll genug in seiner Hand. Zu sehr bin ich noch mit den Menschen verbunden, dass ich mich verführen lasse zur Sünde und meinen HERRN darüber vergesse.

HERR, DU hast mir gezeigt, wo ich fehle. Dafür danke ich dir. DU lässt mich nicht verloren gehen. Allein dein Aufzeigen meiner Fehler und die Möglichkeit sie vor den Menschen zu deiner Herrlichkeit bekennen zu dürfen, zeigt mir deine Liebe zu mir. Bitte führe du mich, wenn ich losgehe und die, die ich habe irre werden lassen an meinem Glauben zu dir, um Verzeihung bitte. Lenke du meine Worte und meinen Verstand, mein Herz und meine Lippen, wenn ich vor sie trete und die Wahrheit bekennen muss. Und HERR, am wichtigsten ist, dass nicht ich mich gerecht sprechen will vor den Menschen, du sollst verherrlicht werden und Lobpreis soll das Ziel sein. Soll ich schweigen, lass mich schweigen, soll ich bekennen, dann lenke du mich, dass ich mich nicht vor den Menschen beuge ( um ihres Wohlwollens willen), sondern vor dir. Denn aus deiner Liebe und Gnade lebe ich und bin ich.
AMEN

25. April


So spricht der HERR: Wie wenn man noch Saft in der Traube findet und spricht: Verdirb es nicht, denn es ist ein Segen darin!, so will ich um meiner Knechte willen tun, dass ich nicht alles verderbe.
Jesaja 65,8

Christus spricht: Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe.
Johannes 15,1.2

Manchmal staune ich wie sehr Sein Wort auf mein aktuelles Leben zutrifft. Wie nah ER mir ist, wenn ich es nur zulasse.

In Jesaja, zum Zeitpunkt des Schreibens dieser Worte, geht es darum, dass nicht ganz Israel verdorben werde um derer willen, die abgefallen sind vom Wort Sondern dass der HERR aussortieren kann und wird, dass es aber Gnade gibt für die, die ihm folgen.

Im Prinzip das gleiche sagt uns Johannes.

Das für mich so besondere am heutigen Morgen ist, dass dieses Wort nicht nur für eine Gemeinschaft gilt, sondern mir als Mensch als einzelnes Wesen vor Gott, mit allen Anteilen des Geistes und der Welt, die in mir vorhanden sind.

Mein Erleben und Hinhören in den letzten Tagen hat mir dieses Wort sehr nahe gebracht. Doch das ist nicht aus mir, sondern durch sein Geschenk an mich, sein Versprechen, mich nicht zu verlassen

Ich bin sündig vorgefunden, doch nicht nur. Gerade durch die Annahme Jesu kann der HERR in mir mehr finden als Sünde und Schuld. Ich bin noch nicht „rein“, aber Gott findet Segen in mir. Darum will er mich nicht ganz verderben. Doch sehr wohl die Anteile, die mich von ihm trennen. Ich finde das so besonders und toll: ich mache Fehler, ich falle ab, ich handle gegen einzelne Gebote, wo ich doch genau spüre, dass es falsch ist. Doch Gott lässt mich nicht so, durch seinen Geist arbeitet er an mir, dass ich das faule Teil genau erkennen kann und diesmal sehr schmerzlich schneidet er diesen Teil ab. Er schafft Gelegenheit zur Befreiung von der Sünde, er bewahrt mich und mein Umfeld damit davor, dass Schaden entsteht und noch mehr verworfen werden müsste.

Besonders schmerzlich war, den Umfang des achso kleinen Fehlers erkennen zu müssen, oder vielmehr zu dürfen, zu begreifen, wie unangebracht mein eingebildeter Heiligenschein ist und wie leicht es ist, abzufallen und zu sündigen, wenn man nur einen winzigen Moment zulässt, das andere Stimmen in einem zu Wort kommen. Wie schnell überhört man die Stimme Gottes.

Wie unendlich dankbar bin ich, dass ich fest verbunden bin, durch Jesu Tod und Auferstehung mit ihm selbst. Allein diese Gnade hält mich fest. Und Gott als Weingärtner arbeitet ohne Unterlass um alles was unrein und faul ist, abzutrennen. Diese Erfahrung gibt mir Hoffnung, am Ende bestehen zu können vor IHM. Ich bin so oft verzweifelt und ängstlich und kralle mich im Wort fest und halte mich daran fest und bete um die Gewissheit und inneren Frieden, dass ich nicht verloren gehe unter all den weltlichen Anteilen in mir.

Die Erfahrungen dieser Tage zeigen mir, dass ER da ist und persönlich wacht und reinigt und das ist wunderbar.

Zur Erklärung: das kleine Wort „pharisäerhaft“ hat in mir bewirkt, zu überdenken, ob mein Reden und Glauben mit meinem Handeln übereinstimmen und ich musste erkennen, dass es nicht so ist, für manchen eine unwichtige Kleinigkeit hat mich so fast irre werden lassen. Auch wenn es außer mir scheinbar keinem Menschen aufgefallen ist.

Gemeint war mit diesem Wort, dass ich sehr bibeltreu sei und zu fest am Wort festhalten würde und dadurch die Freude der Freiheit die Jesus schenkt nicht sehen und erleben könnte. Bewirkt in Verbindung mit dem Hl. Geist hat es, dass ich Sünde bekennen durfte und so zu mehr Freiheit gelangt bin.
Ich glaube, im Wort liegt die Freiheit im Wort finden wir seine Liebe und Gnade, die Vergebung und die Freiheit im Glauben.
Jesus ist das zu seiner Zeit Mensch gewordene Wort unseres Gottes. Und ja, vielleicht noch ein wenig verbissen, suche ich im Wort Halt und Segen, dass ich frei werde in Christus Jesus zum endgültigen Lobpreis und Einstimmen in das Halleluja.

Ich habe die Gewissheit, dass ich im festen Vertrauen auf den HERRN, dessen Willen wir im Wort finden, zu der Freiheit im Glauben gelangen werde, wie sie recht und richtig ist.

HERR ich danke dir. Besonders dafür, dass du mich kennst und du mich leitest. Du hast die Wertung dieser Person dazu genutzt, mich zu führen und mir zu helfen. Schenke doch bitte, das ich das rechte Maß halten kann auch im Vertrauen auf dein Wort und das persönlich nehmen dessen was du sagst. Und schenke doch auch dieser Person, dass sie im Wort ihren Frieden findet und nicht nur äußerliche Freiheit. Denn DU machst frei, ganz tief drinnen und du räumst auf und aus, was nicht Platz hat neben dir. DU allein bist der HERR.
AMEN

26. April


Wer der Gerechtigkeit und Güte nachjagt, der findet Leben und Ehre.
Sprüche 21,21

Trachtet nach Gottes Reich, so wird euch das alles zufallen.
Lukas 12,31

Sorge nicht – glaube nur?!

Ja, das war einer der Sätze, die ich hörte, als mein Leben völlig aus den Fugen geriet. Als ich verzweifelt war und nicht weiter wusste. Gott rief mich zu dieser Zeit in für mich unüberhörbarer Lautstärke.
Und ich? Ich sorgte mich um alles, wie unser Leben weitergehen sollte, wo wir für unsere Ansprüche und Wünsche das nötige Geld her bekommen sollten, wie ich alles, was ich falsch gemacht hatte wieder gut machen könnte, wie ich Christ- sein leben könnte, wo mein Mann das doch so anders sieht.
Voller Angst und Sorgen war ich und da hinein durfte ich erfahren, dass alles sorgen nichts ist. Der HERR erwartet nur eins: vertrauensvollen Glauben. Darin übe ich mich seither. Ich habe vieles? unter die Hand des HERRN gestellt – bewusst gesagt, HERR, ich weiß nicht weiter, ich kann nicht mehr, bitte übernimm DU die Führung.

Doch immer noch sorge ich mich zuviel. Noch immer sagt der HERR mir, sorge nicht, glaube nur. Und immer wieder zeigt er mir, dass er damit recht hat. Alles Sorgen alles Wollen und Wünschen ist nichts, wenn es nicht vor den HERRN gelegt wird. Und doch verlangt der eigenwillige Wunsch nach Selbstbestimmung immer wieder, es allein zu tun. Aber ohne Erfolg. Alles was ich anfasse, ohne es vor den HERRN zu legen gelingt nicht. Und das mit Recht, es sind die falschen Entscheidungen die ich dann treffe. Doch wunderbar ist eines – und zwar, dass ich immer wieder umkehren kann und erfahren darf, dass ER da ist und mich erneut annimmt und unter seine Führung stellt. Nein, die Fehler sind nicht ausgemerzt, die Konsequenzen sind nicht verschwunden, aber ich muss sie nicht allein tragen, ich habe meinen HERRN bei mir und er hilft mir und gibt mir Kraft, es nun besser zu machen.

Eines ist traurig für mich: ich lebe in einem Umfeld, in dem das nicht bekannt ist, in dem das Sorgen Lebensinhalt ist, in dem Gottes Führung nicht anerkannt ist, sondern nur das machen und kämpfen und siegen. Verlieren gilt nichts, Versagen ist Faulheit, nicht falscher Weg. Und die Zukunft zu bauen in dieser Welt ist das wichtigste, Geld ist nötig, Macht ist nötig, weltlicher Ruhm ist das Ziel.
Mein Mann hat in seinem Leben kaum Siege davon getragen und wenn, dann waren sie doch Niederlagen im Vertrauen auf Gott. Sein höchstes sichtbares Ziel ist es, unserem Kind zu Ruhm zu verhelfen um die eigenen Niederlagen zu verkraften, sportliche Höchstleistungen sollen erreicht werden, indem ich mich kümmere, dass die nötigen Kurse besucht werden. Schulische Fähigkeiten und Fertigkeiten sollen schon vor der Einschulung perfekt sein. Ein gigantischer Druck lastet auf dem Kind, dem es nie gerecht werden kann, und es ist mir verboten, ihm nahezubringen, dass wir im Vertrauen auf unseren HERRN nicht sorgen brauchen, sondern bitten dürfen und das wir erhalten, was nach SEINEM Ratschluss das richtige ist.
Es ist ein hoffnungsloser Kampf, den ich nicht kämpfen will und kann. Aber ich bete, und ich bringe es vor den HERRN, dass ER da wacht über das Wohl unseres Kindes, wo wir Eltern menschlich und im glaubenden Vertrauen versagen.
Ich bete und ich bitte, dass der HERR, gemäß seinem Versprechen, dass er das Unmögliche vollbringen kann, seine Hand über unsere kleine Familie hält und uns allen hilft, seinen Willen zu erkennen und nach seinem Willen zu handeln. Ich lege das Leben unseres Kindes in Seine Hand und vertraue auf ihn, denn er sagte mir :“Befiehl dem HERRN deine Wege, er wird’s wohl machen.“

Dafür danke ich dir HERR, denn du bist bei mir und dein Stecken und Stab trösten mich!
AMEN

 

 

Kol. 2,14

Gott hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben

Das ist der Monatspruch für diesen Monat.

Ich habe seine Wahrheit und die Gnade die darin liegt wunderbar erfahren dürfen.

Ich habe darum gebeten, unter seiner Führung bleiben zu durfen, in dem Wissen, das ich weiterhin der alte Mensch bin, der sündigt und Fehler macht.

Ich habe meine Angst davor vor IHN gebracht und um Hilfe gefleht.

ER hat mich nicht allein gelassen. Gerade in diesen Wochen und Tagen ist mir genau das zuteil geworden. Neue Sünde, die ich auf mich geladen habe ist erkennbar geworden.

Es ist nicht leicht, dies hier zu schreiben, es besteht ja die Gefahr, dass es offenbar wird, vor den Menschen, denen ich es nicht bekannt habe, doch ich erzähle es, auch damit ich meinem Versprechen, es zu bereinigen, treu bleibe.

ICh habe gegessen, kostenlos. Das allein ist sicher nicht schlimm, was ist schlimm? Es kostet Geld, Geld das jeder der dort essen will bezahlen muss. Ich habe nicht bezahlt, also gestohlen. Ich habe mit schlechtem Gewissen gegessen und mich selbst damit entschuldigt, dass es ja Reste sind, die weggeworfen werden, wenn es keiner isst. Aber in meinem Innersten wusste ich dass ich Unrecht tue.DIebstahl bleibt Diebstahl. Ich habe, diejenige die mich dabei begleitete gefragt, wie sie es sieht, ich dachte daran, sobald ich Geld hätte, nachzuzahlen, sie belächelte mich und ich tat den Gedanken ab. Doch so leicht lässt Gott sich nicht zurückweisen. Ich hätte es wissen sollen.

ER hat kurz entschlossen dafür gesorgt, dass ein unangebrachter und fehlerhaft verwendeter Vergleich mit einem Pharisäer mich völlig aus dem Gleichgewicht brachte. Das tat weh, ich fand es so unverschämt und war furchtbar sauer. Doch ich dachte nach, ich wusste ja nicht das es anders gemeint war. Ich überlegte, wie kann es sein, dass mich (die Heilige) jemand so sieht?

Mir fiel ein, was ich da fast täglich in der Personalküche tat . Ich kehrte in mich und kam vor GOtt und ich erkannte, dass das gesagte wahr ist. Das war nocheinmal so furchtbar - meine Angst und Sorge, nicht für gut befunden zu werden war bestätigt!

Doch etwas anderes ist auch bestätigt, nämlich der Spruch des Monats.

In Dankbarkeit habe ich versprochen, das Gegessene zu bezahlen und mich zu entschuldigen. Das habe ich noch nicht getan, aber ich werde es tun und ich will es nicht vergessen.

ER hat mir den Weg gewiesen, dies nicht mehr zu tun. Ich zahle jetzt mein Essen oder ich esse eben nicht. So wie früher auch.

Das was ich hier sagen will, ist:

Verlasst euch auf den HERRN, er trägt und erführt und er ist der gute Hirte, der seine Schafe nicht lässt und zurückholt. ER steht zu seinem Wort, auch wenn wir untreu werden und seine Tür ist immer offen, für die die in Buße zu ihm kommen.

Und es gilt, was einem Zachäus galt.

Dafür danke ich dir HERR

AMEN

27. April


O dass mein Leben deine Gebote mit ganzem Ernst hielte.
Psalm 119,5

Jesus sprach: Wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.
Matthäus 12,50

Na, das ist ja wohl eine recht kleine Familie – war einmal mein erster Gedanke zu diesem zweiten Vers.

 

Das ist ziemlich zynisch, aber ich kann mich nicht dagegen wehren, eben genau das wieder zu denken.

Der Wunsch- der ist da, das Ziel, dahin zu kommen, dass wir sagen können: „ich tue den Willen des Vaters.“ – doch wer auf dem Weg dahin kann von sich sagen, er hätte das fehlerlos getan. Wir alle fallen immer wieder ab, so sehr wir uns wünschen, dass es nicht so wäre.

Manchmal glaube ich, wir Menschen drehen uns im Kreis, selbst wenn wir es schaffen, nicht zu sündigen im Sinne von Stehlen, Betrügen, Neiden usw. spätestens wenn wir einen Sünder sehen, dann sagen wir doch, ach wie gut dass ich nicht so bin. Und genau dadurch sind wir dem anderen Sünder gleich. Nein, ich lasse gerade hier keine Widerworte zu.

Es ist die traurige Wahrheit, dass wir uns erheben über andere und glauben, denen die Wahrheit sagen zu müssen, aber so oft auf die falsche Weise, nämlich überheblich und ohne auf das Leben des Mensche zu schauen, ohne ihn anzunehmen wie er ist, immer mit einem Bild im Kopf wie er unserer Vorstellung nach ein Gotteskind werden kann. Ich fürchte, dass ist schlimmer als ein Diebstahl, es ist ein Gott ins Handwerk pfuschen. Wer könnte ein Menschenherz besser reinigen und heilen als ER?

Wenn ich an den ersten Vers denke, und ohne zu wissen, dass es genau so in der Bibel drin steht, bete ich diese Worte ähnlich formuliert oft.

Ich habe den großen Wunsch vor Gott alles richtig zu machen und als sein Kind eingehen zu dürfen – fataler Fehler – ich kann gar nichts und ich brauche gar nichts tun um ein Kind Gottes zu sein, ich bin es allein durch die Gnade des HERRN, der mich in seiner Liebe und Barmherzigkeit angenommen hat. Ich kann mir doch höheres als das nicht verdienen, ja nicht einmal das. Es geht nicht. Und doch meinen wir oft, es verdienen zu müssen.

Im AT war dies noch eine Notwendigkeit, es galt das Gesetz zu halten um vor Gott und in der Gemeinschaft bestehen zu können. Doch wir gehören nicht zu diesem Volk, wir gehören in eine neue Gemeinschaft, die der HERR geschenkt hat in Jesus Christus durch Vergebung der Sünde.

Es ist nicht das Nichttun der Sünde Gottes Wille, es ist das Bekennen der Sünde, das Niederwerfen vor ihm, das abgeben an ihn und das neu werden und nicht wieder tun. Doc es gibt an jedem Tag hunderte von Versuchungen und mind. eine täglich wird uns zum Fallstrick.

Achtung, das was ich hier schreibe, ist auch nicht die alleinige Wahrheit, trotz unserer Sünden und Fehler, liebt Gott uns und schenkt uns immer neue Möglichkeiten, er liebt uns und nimmt uns wie wir sind, ohne dass wir besser werden müssen um uns seine Liebe zu verdienen.

In der glaubenden Annahme dieses Versprechens und im Beugen unter IHN durch die Taufe, erfahren wir den heiligen Geist. Er wird Begleiter und gibt uns eine Richtschnur an der wir uns langhangeln können. Um so tiefer wir in den Glauben einsteigen, umso bewusster wird uns dass wir Gottes Willen aus uns selbst niemals tun können. Umso größer wird das Begreifen wie groß Gottes Liebe zu ist, das er uns vergibt und umso größer wird das Geschenk der Vergebung, dass wir durch Jesu Tod am Kreuz gemacht bekamen.

Das wir nur immer wieder umkehren von unserem Weg und niemals glauben, wir bräuchten die Vergebung nicht mehr und das Kreuz.

HERR ich hoffe auf den Tag, an dem ich wirklich frei bin von Sünde und Fehlern, an dem ich wirklich frei in den Jubel einstimmen kann, ohne zu fürchten, dass ich wieder sündige, an dem ich endgültig geborgen bin in deiner Liebe.

Vergib mir, dass ich sündige in Gedanken, Worten und Taten und schenke mir die Gewissheit deiner Liebe zu mir, dass deine Tür für mich offen ist, zu jeder Sekunde, an jedem Tag.

Ich danke dir, dass du es möglich gemacht hast, dass wir frei werden können von unseren Sünden und neu beginnen können, an deiner Hand und immer wieder. Ich danke dir für jeden neuen Morgen, den du schenkst, der ein neuer Anfang ist mit dir.

AMEN

 

 

28. April


Als sie hörten, dass der HERR sich der Israeliten angenommen und ihr Elend angesehen habe, neigten sie sich und beteten an.
2.Mose 4,31

Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf.
Lukas 1,54

Zweimal hören wir heute, dass der HERR verspricht und das dieses Versprechen ausreichend ist, uns Menschen zum Loben zu bewegen.

Die Konstellationen sind seltsam.
Zum einen haben wir Mose, der mit seinem Auftrag gerade aus der Wüste kommt und das Volk Israel hört, dass die Zeit des Leidens zu Ende gehen wird, sie glaubten die gehörten Worte und beugten sich in Demut und beteten an, sie freuten sich und bekamen neue Hoffnung. Eine kleine Hoffnung, die nicht sehr stark war, wie sich in der Folge bewies. Doch für uns, Jahrtausende später, ist es offensichtlich: Der HERR hat versprochen und durch alle Wirren hindurch, trotz Unglauben und wiederholtem Abfall, hat der HERR sein Volk geführt, heraus aus der Knechtschaft, hinein in das verheißende Land.

Und damit endet Gottes Führung nicht. Er zieht nicht seine Hand ab und sagt: SO nun macht mal alleine weiter, ich habe euch das Fundament gelegt. Nein, ER bleibt da und wacht und sorgt und beschützt und bewahrt, wieder hindurch durch Abfall und Abgötterei, durch menschliches Versagen und Sünde.
ER hat verheißen, dass der Erlöser Israels kommen wird, als Lamm Gottes und als Herrscher.
ER vergisst nicht, was der versprochen hat und Maria trägt den Verheißenen unter ihrem Herzen und sie weiß um die Gnade, die ihr damit widerfahren ist und sie fühlt die Liebe unseres HERRN zu uns Menschen und die Barmherzigkeit seiner Gnade, die uns durch den noch Ungeborenen zuteil werden wird.

Sie singt den Lobpreis und ihre Worte sind wiederum Worte der Verheißung, ihr Herz und ihr Verstand wissen etwas was außer ihr nur wenige erkennen durften zu dieser Zeit.
Wir wiederum aus der heutigen Sicht wissen, was es bedeutet hat, der HERR hat ihren Lobgesang wahr werden lassen und bewiesen in der Wandlung der menschlichen Herzen, derer die sich zu IHM, Jesus bekannten.
Doch nicht nur das, in ihrem Lobgesang dürfen wir hören und erkennen, dass das Werk unseres HERRN noch nicht zu Ende ist, Jesu Handeln an dieser Welt ist noch nicht beendet, ER wirkt tagtäglich - noch immer.

Herr, die Losungen sind heute wunderbare Worte Deiner Verheißung. Bitte schenke, dass wir sie in unseren Herzen bewahren und bewegen können. Das Dein Wort fest verankert wird in uns und unser Denken, Reden und Handeln unter deinem Segen und unter deiner Verheißung stehen. Danke, dass wir wissen dürfen, dass du zu uns Menschen hältst, obwohl wir dich immer wieder missachten. Danke, heute bin ich erinnert worden, dass du uns Menschen durch und durch kennst, so dass wir dich im Grunde nicht enttäuschen können, aber jeden Fehler den du uns machen lässt uns dir näher bringen soll. Danke, dass deine Verheißungen nicht an unserem Versagen scheitern, sondern dass selbst das noch deinem Werk dient und uns in deine liebenden Arme treibt.
AMEN

29. April

 

Dass aber ein Mensch essen und trinken kann und sich gütlich tun bei all seiner Mühsal, auch das ist eine Gabe Gottes.
Prediger 3,13

„Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.“

Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt.
Apostelgeschichte 14,17

Zwar hat er in den vergangenen Zeiten alle Heiden gehen lassen ihre eigenen Wege; ...und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und eure Herzen erfüllt mit Speise und Freude.“

Heutiges Thema ?: Gottes Gaben an uns Menschen – inkl. der Heiden ?

Es ist schon erstaunlich, wie selbstverständlich wir vieles als uns zustehend annehmen, wie normal unser Reichtum ist und ohne darüber nachzudenken, gehen wir achtlos mit diesen Gaben um.

Doch es ist überhaupt nicht selbstverständlich. Es ist eine Gabe, ein Geschenk, ein unverdienter Segen.
Wir haben nicht den geringsten Anteil daran, dass wir hier geboren sind und nicht in einem Land der dritten Welt. Und doch ist es oftmals erkennbar, dass die Christen in den sogenannten „armen“ Ländern weitaus mehr zum Danken finden als wir. Wir haben viel zu jammern und zu klagen, wir nutzen unsere Zeit nicht zum dankbaren Genuss dessen, was Gott uns so unverdient geschenkt hat: Ein Leben in einem Sozialstaat, jeden Tag Essen, ein Dach über dem Kopf, mit etwas Eigeninitiative in der Nutzung und Umsetzung der Gaben haben wir auch Arbeit, doch fast immer ist es nicht genug.

Christ oder Nichtchrist – wir finden immer etwas, woran wir herum nörgeln müssen.

Es wäre doch einen Versuch wert, heute einmal durch diesen Tag zu gehen und für alles DANKE zu sagen, was uns begegnet. Jedes Essen, das wir genießen dürfen, jede Bewegung die wir machen können, jeder Mensch der uns begegnet – auch „Feind“ – einen Tag lang für alles Danke sagen. Schaffen wir das?

HERR, heute ist ein wunderbarer neuer Tag den Du geschenkt hast. Danke, dass wir heute morgen erwacht sind, dass wir dein Wort lesen dürfen, dass wir zu essen haben werden und neue Erfahrungen mit dir machen können.
Steh uns heute bei, dass wir deine Nähe und Fürsorge ganz besonders wahrnehmen werden und dir danken können. Schenke uns heute Zeiten der Besinnung, in der wir uns erinnern können, dass diese, deine Gnade uns all das, was wir haben, schenkt.
„Alle guten Gaben, alles was wir haben (auch das was uns eigentlich missfällt) kommt, oh Gott, von dir – wir danken dir dafür!“
AMEN

30. April

 

Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter.
Jesaja 9,5

Gott hat ihn erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.
Philipper 2,9-10

Ich weiß nicht, ob ein Mensch in der Lage ist zu erfassen, was hier verheißen ist.

Eine Vorstellung haben wir, ja, doch begreifen wir tatsächlich, was es bedeutet?

Es ist so unfassbar groß und es bereitet Freude darüber, dass alles wohl geordnet ist und bereitet. Freude darüber, dass das Gute siegen wird und dass sich alles beugen muss, auch das Böse.

So klingt es weit weg von uns persönlich.
Es läd ein, zu urteilen und zu sagen, dieses und jenes stammt nicht von Gott oder ist nicht sein Wille.
Wenn uns Ungerechtigkeit wiederfährt, sagen wir: Einst wird auch der erkennen müssen, dass er unrecht hatte.
Es läd ein zu sagen, alle die Ungläubigen, die mich jetzt auslachen, werden einst bekennen müssen, dass ich recht hatte.

Was ist das? Hochmut!
Es klingt nach Mitläuferschaft - Sich um des späteren Ruhms willen an IHN hängen, so wie es die Menschen in allen Zeiten getan haben, wenn sie die Gelegenheit sahen, ihre Scharflein ins Trockene bringen zu können.

Aber Vorsicht!
Sollten wir etwas entdecken, was in unserem Glauben auch nur ansatzweise in diese Richtung der Denkweise geht, dann sollen wir gewarnt sein.

Gott hat IHN erhöht.
Das zieht uns nicht automatisch mit nach oben!
Auch wir müssen uns einst beugen und sollten es, wenn wir IHN schon kennenlernen durften, jetzt schon tun.
Wir sollten nicht scheinen wollen, im Abglanz seiner Herrlichkeit, wir sollten nicht Recht haben wollen und wenn wir unser „Recht“ nicht kriegen, nicht verurteilen oder aburteilen, denn so verlieren wir die Wahrheit aus den Augen.
Die Wahrheit ist nicht daran gebunden, ob wir Recht bekommen vor Menschen. Jesus ist die Wahrheit. Wir brauchen sie, nicht umgekehrt.

 

...und ER heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich ....

Daran hängen wir, ER ist unsere Verheißung, in Demut beugen unter diesen HERREN, IHM dienen, das bringt Leben.
Doch es geht nicht nur um das Leben nach dem Tod, nicht um die Ewigkeit.
Wenn es uns hilft, im Glauben zu verharren und zu dienen, an dem Platz der uns zugewiesen ist, das Leiden auszuhalten, dass mit diesem Platz verbunden ist – ok dann mag diese Vision, dessen was Gott einst bereiten wird, uns eine Stütze sein.

Doch wir leben und dienen jetzt, die Worte und Verheißungen in der Bibel sollen jetzt für uns Bedeutung haben und alles, was der HERR verheißt, kann, wenn wir es zulassen schon jetzt, in uns selbst, geschehen.

Will sagen:
Schon jetzt müssen die niederen Anteile in uns sich dem HERRN beugen, wenn er einzieht in uns und unser Leben.
Schon jetzt können wir uns ganz auf ihn und seine Herrschaft, in uns als seinem Tempel, verlassen.
Schon jetzt darf die Freude darüber, dass ER Herr ist über alles und in allem, uns ergreifen und wir dürfen voll Freude dienen und bitten für alle Menschen, dass ein jeder dies begreife und erfasse, mit ganzem Herzen und ganzer Seele.

Und lasst uns bitten, darum dass der HERR sorge trägt, für die Reinheit unserer Herzen, dass wir nicht durch Hochmut und Selbstherrlichkeitswünsche seinen Sieg in uns verpassen.

Ich wünsche euch einen gesegneten Tag

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Glauben leben